Software Kompressor? Stimmpegel schwankt zu sehr

von shooby, 21.01.08.

  1. shooby

    shooby Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.08   #1
    Hi Leute,

    ich habe vorhin schon mal im PA forum gepostet und die meinte, hier wäre ich besser aufgehoben :D

    also das problem is, dass der gesang unseres sängers zu oft zu arg von der lautstärke her schwankt. das heißt, es ist entweder zu leise oder es übersteuert... :(

    kann ich das softwaretechnisch irgendwie in den griff bekommen? hab nämlich nich die kohle da groß nen dbx kompressor anzuschaffen.

    also aufnehmen tuen wir über ne m-audio delta audiophile 2496. programm: kristal. jo jo alles low budget ;) . kann man da nen software kompressor vorschalten oder die spur nachbearbeiten?

    der arm unseres sängers is leider auch nicht schnell genug, dass er das mit der mikrofonstellung kompensieren könnte ;)

    für eure hilfe wäre ich sehr dankbar!!!!
     
  2. JOGofLIFE

    JOGofLIFE Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.08   #2
    hier findest du bestimmt was:
    http://www.audiomastermind.com/browse-compressors_limiters-5887009-1.html

    btw:
    hat euer sänger das mikro in der hand oder auf einem stativ?
    wenn das mikro auf ein stativ montiert wird und ihr zwischen dem mikro und dem sänger einen plopp-killer montiert dann kann er nichtmehr ganz an das mikro ran - und dann könnt ihr das signal richtig auspegeln...
     
  3. 4feetsmaller

    4feetsmaller Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 21.01.08   #3
    Ein Problem gibt es bei dem Software Kompressor. Ihn kann man nicht vor die Soundkarte (A/D Wandler) schalten und somit ist auch keine Vorkomprimierung möglich. Daher kann man sich schnell wieder Übersteuerungen einfangen und es ist nicht möglich, dass Signal optimal auszusteuern. Eine Hardware-Lösung wäre wahrscheinlich besser, oder euer Sänger muss besser mit dem Abstand arbeiten. (laut - zurück treten | leise auf Position bleiben)
     
  4. shooby

    shooby Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.08   #4
    also er hat es in der hand und er versucht auch bei lauten shouts das micro weg zu halten. aber es ist einfach zu ungenau denn auch bei leisen passagen kann es kurz zu ausreißern kommen und dann is wieder ein knarzen drin.

    ich werd mal die softwarelösung ausprobieren.

    falls das nichts ist, könnt ihr mir einen gescheiten kompressor empfehlen, der vielleicht nicht grad 300€ kostet?

    thx for the help!!
     
  5. JayT

    JayT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.08   #5
    Hi,

    Live schaut das immer toll aus, wenn der Sänger das Mikro zwischen 1mm und 1m von seinem Mund weg bewegt. Das es cool aussieht nützt aber im Studio nicht viel. Nur sehr erfahrene Studio-Sänger mit einem guten Monitoring und sehr guten Ohren können den Abstand oder den Winkel zum Mikro während dem Singen ändern. Das sind dann aber auch keine Meter sondern mm oder einzelne Grad im Winkel.

    Ich hasse das beim Aufnehmen und bitte den Sänger / die Sängerin, das nicht zu machen.
    (Weils eigentlich so ziemlich alle nicht können)
    Man kann nicht Pegeln und hat mit dynamischen Frequenzänderungen (Nahbesprechungseffekt ändert sich laufend) und dynamisch ändernden Raumanteilen zu tun. Das ist also nicht mehr vernünftig bearbeitbar.

    Wenn der Abstand gleich belassen wird, ein Plopp-Killer eingesetzt wird (speziell bei Kondensator Miks, bei einem Mikro mit Schaumstoff wie z.b. beim SM58 braucht man keinen Plopp-Killer)
    und das Mik auf einem Stativ ist (das nicht mit der Hand gehalten wird), dann kann man sehr wohl gut einpegeln.

    Bei einer Aufnahme-Auflösung von 24 Bit kann man gut und gerne 24dB Headroom lassen
    und schenkt damit auch nur 4 Bit her. Also das ist absolut nicht dramatisch, wenn man "leiserer" aufnimmt, solange man Clipping Übersteuerung absolut 100% vermeidet.

    Dann kann man auch gut mit einem Software-Kompressor die Vocals auf eine gleichmässige Dynamik bringen, damit kleine Nuancen gleich gut im Mix durchkommen wie die lauten Stellen.

    lg. JayT
     
  6. JayT

    JayT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 22.01.08   #6
    Bevor zu einem 100EUR Behringer-Kompressor greifst (die absolut auch ihre Berechtigung haben)
    und eventuell durch 1 Mal falsch eingestellte Werte die ganze Aufnahme vergessen kannst, finde ich, wär es besser, das mit Software zu machen.

    Um die Dynamik bei der Aufnahme zu begrenzen verwende ich einen SPL Dynamaxx, der aber den 300 EUR Rahmen sprengt. Verwende ich aber nur äußerst dezent und nur zum Abfangen extremer Spitzen.
    Es geht aber auch wirklich ohne.

    lg. JayT.
     
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