Software-Synthesizer über Keyboard spielen und zugleich auch wieder aufnehmen

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Fischbiergeiger
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Hallo Leute,

ich wende mich hierher, da ich eine Idee verfolge, aber mir nicht sicher bin, ob diese funktioniert. Zudem war die Suchmaschinen-Suche nicht sehr aussagekräftig... vlt auch, weil ich nicht ganz weiß was ich in diesem Fall eingeben sollte.

Also: ich möchte über eine (Freeware-)Synthesizer-Software aufm Laptop über USB/MIDI ins Keyboard gehen. Anschließend geht's mit dem Synthesizer-Klang wieder raus und zurück in den PC, wo ich dann in einem (Freeware-)Aufnahme-Programm diesen Sound aufnehmen möchte. Ob es dabei zu einer Latenzverschiebung kommt, ist insofern egal, da ich das im Nachhinein wieder zurecht rücken kann... Mir ist wichtig, dass das funktionieren muss.

Mein Keyboard hat einen MIDI In und einen MIDI out und ein Interface von KLinke zu USB hab ich bereits, MIDI-Kabel erwerbe ich demnächst.

Muss ich dabei etwas beachten, um diese Idee zu realisieren? Oder klappt das überhaupt nicht? Oder muss der Synth von einem anderen PC bedient werden, um gleichzeitig aufzunehmen?


Grüße
 
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hairmetal81
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Normalerweise ist der Weg so, dass du MIDI-Signale vom Keyboard in die Recording-Software (DAW) schickst, und dort dann ein entsprechendes Synthesizer-Plugin auf einer MIDI-Spur geladen hast.

Drückst du also im Transportfeld der DAW den Record-Knopf, wird alles was du auf dem Keyboard spielst über MIDI oder USB an die Recording-Software gesendet, dort durch das Synthesizer-Plugin geleitet, der Output des Plugins aufgezeichnet und am Ende an den PC-Ausgängen wieder ausgegeben.

Zwingend notwendig für dieses Unterfangen ist ein Audio-Interface mit soliden(!) Treibern, welches entsprechend niedriege Latenzen überhaupt ermöglicht.


HTH
:hat:
 
Fischbiergeiger
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:Dok mal sehen, ob ich es verstanden hab.

Ich geh vom MIDI-Output des Keyboards in das Interface. Das Signal wird entweder erst durch das Synthesizer-PlugIn (zB "Kairatune") gebracht und dann ins Aufnahmeprogramm (zB "Audacity") rein oder direkt ins Aufnahmeprogramm, wo es aber mit einem PlugIn vom Synthesizer irgendwie verändert wird... Oder verwechsle ich da was?

ok, ich glaube ich muss mich mal weiter belesen irgendwo ;)
 
egoldstein
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Der ganze Aufwand ist für dein Vorhaben von der Hardware her unnötig kompliziert und wird so selbst im Hobby-Bereich nie betrieben. Mit einer DAW-Software kann man nämlich Projekte erstellen, innerhalb denen man sowohl die Noten, als auch die Sound-Einstellungen für Software-Synthesizer speichern und beliebig aufrufen kann. Dafür muss man auch nicht alles gleich als Audio-Datei abspeichern, sondern kann die vom Software-Synth zu spielenden Noten verschieben, loopen oder sonstwie bearbeiten. Wenn man damit dann zufrieden ist, kann man das Ergebnis natürlich wieder in einem Audio-Format exportieren. Dafür musst du auch nicht mit den Audio-Ein- und Ausgängen experimentieren, das geht alles ohne Qualitätseinbußen innerhalb des Computers, genauso wie es klingt, wenn du den Synth einfach so spielst. Ein Keyboard lasst sich natürlich trotzdem anschließen und verwenden.

Ein Arbeitsablauf für dein Vorhaben wäre zum Beispiel:
-DAW öffnen und dort den Software-Synthesizer laden
-Per Keyboard ein paar Noten aufnehmen (dabei hört man auch gleich was man spielt)
-Bei Unzufriedenheit vielleicht das Timing korrigieren, ein paar falsche Noten verschieben, löschen oder noch mal aufnehmen
-Das Ergebnis dann abspeichern und als Audio-Datei exportieren

Audacity ist nebenbei keine DAW. Aber zum Einstieg tut es hier auch die kostenlose, 60-tägige Demo-Version von Reaper.
 
hairmetal81
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Also: ich möchte über eine (Freeware-)Synthesizer-Software aufm Laptop über USB/MIDI ins Keyboard gehen. Anschließend geht's mit dem Synthesizer-Klang wieder raus und zurück in den PC, wo ich dann in einem (Freeware-)Aufnahme-Programm diesen Sound aufnehmen möchte.

Da ist ein Denkfehler drin. Mit einem Software Synthesizer kannst Du nichts an Dein Midi Keyboard schicken. Wozu auch?

Wenn ich das richtig verstehe willst Du den Sound des Midi Keybaords aufnehmen. Das geht mit jeder handelsüblichen DAW. Zuerst mal brauchst Du was in der Art:

https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_2i4.htm

da sind Audio- und Midi Ein- und Ausgänge dran. Du verbindest die Audio Ausgänge des Keyboards mit dem Audio in des Interface. Und den Midi out des Keyboards mit dem Midi In des Interface. Von da geht beides in die DAW. Da brauchst Du je nach dem ob Mono oder Stereo eine Mono oder Stereo Audio Spur. Und eine Midi Spur. Ist alles richtig angeschlossen, gehst Du auf Aufnahme und spielst los. Audio und Midi wird aufgenommen und das kannst Du auch hören. Spielst Du das ab, hörst Du die Audiospur in der Software.

Legst Du jetzt einen Midi Weg zurück zum Keyboard an, kannst Du die aufgenommenen Midi Daten wieder ans Keyboard schicken und das spielt dann den Sound. Hier kannst Du natürlich nach belieben Aenderungen in der Midi Spur machen. Noten dazu oder weg. Oder was Dir sonst so in den Sinn kommt.

Das ist ein Szenario, das denkbar wäre, um das zu erreichen, was Du willst. Vorausgesetzt, ich habe das einigermaßen verstanden, was Du da machen willst.....
 
Fischbiergeiger
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Ok, da hab ich einen enormen Denkfehler gehabt.:(

Alles was ich erreichen wollte ist, neue Klangfärbungen zu verwenden und mit diesen herum zu experimentieren und aufzunehmen. Die Synthesizer Klänge auf meinen keyboards gefallen mir nicht mehr so sehr und reichen auch nicht aus, um neue Ideen um zu setzen...
 
hairmetal81
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Ein Interface wird sein müssen...

Als positive Nachricht: Die meisten Interfaces kommen heute bereits mit einer abgespeckten Recording-Software als Bonus daher - innerhalb der Recording-Software ist meist auch ein Synth-Plugin vorhanden.


:hat:
 
hairmetal81
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Entschuldige, aber:
Ein USB-MIDI-Interface hat keinen Einfluss auf die Ausgangslatenz...


Wenn ich "Interface" sage, meine ich schon sowas hier:




:hat:
 
egoldstein
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Ein Interface wird sein müssen...
Also wenn es darum geht, nur die Sounds des Software-Synthesizers zu verwenden, muss das nicht sein. Da die am PC erzeugt werden und auch direkt dort als Audio-Datei exportiert werden können, geht das alles auch ohne. Auch ein Anschließen des Keyboards als Controller über einen USB/Midi-Adapter wäre möglich, obwohl ich die Latenz solcher Geräte nicht beurteilen kann.

Wenn natürlich die Sounds des Keyboards auch aufgenommen werden oder (vielleicht auch in Zukunft) andere Hardware-Klangerzeuger zum Zug kommen sollen, kommt man um ein Interface nicht herum.
 
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Ah, ok, so könnte ich das angehen: also kaufe ich mir ein solches "Interface" (obwohl ich eher das Focusrite Saffire 6 USB holen würde, hab mir das schon länger mal ins Auge gefasst); und nutze mit der beigelegten Software Ableton Live und einem Synthesizer-PlugIn meiner Wahl die Synthesizer?
 
egoldstein
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Exakt, so kannst du es machen. :)
 
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Aber wir reden schon von Echtzeit-Anwendung oder...?
Auch das ist problemlos möglich. In meiner Stamm-DAW Logic routet man dafür einfach den Ausgang des Kanals mit dem Softsynth auf einen Bus und erzeugt eine Audio-Spur mit dem Bus als Eingang. Stelt man dann beide scharf, kann man gleichzeitig MIDI und Audio aufnehmen, wofür auch immer man das bei einem Softsynth braucht.
Habe es gerade auch noch mit einer Lite-Version von Ableton Live 9 probiert und dort geht das Ganze recht ähnlich, auch wenn man dort keinen extra Bus braucht, weil man anscheinend gleich geladene Plugins als Input-Quelle nehmen kann.
 
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Ich plädiere auch ganz klar für ein Interface (z.B. das genannte Saffire 6 USB).

Als sehr kostengünstige Midi- und VST-fähige DAW-Software werfe ich auch gerne ins Rennen:

Cubase in der abgespeckten LE-Version, gibt es bei PPV-Medien für rund 15,00 Euro.
Die älteren LE-Versionen (gerade die Version 5 LE) hat noch am meisten Spuren zum Aufnehmen.

Wenn Dir aber erstmal 24 MIDI-Spuren, 16 Audiospuren, 8 Instrumentenspuren ausreichen, greife lieber zur aktuellen Cubase 8 LE.

Gerade, wenn man mit einer DAW anfängt ist es vorteilhaft, eine Software zu nutzen, die viele nutzen - denn viele User können Deine Fragen beantworten.

Ob es nun Reaper, Cubase, ProTools, Ableton o.a. sind, ist fast egal.
Wichtig wäre, wenn Du erstmal kostenlose virtuelle Instrumente nehmen willst, daß die Software eine sog. VST-Schnittstelle hat.
Somit wäre ProTools schonmal raus...kostenlose VST-Instrumente gibt es wie Sand am Meer...
 
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So, verzeiht wenn ich mich so spät melde, war chaotisch in dieser Woche...

Ist es denn auch Möglich, dass ich in Cubase 8 LE den Synth aufnehme und dabei aber zu der Musik aus einem anderen Aufnahme (Magix Music Maker) abspielen lasse und das nur im Nachhinein dort rein exportiere? :gruebel:So hab ich das eine Zeit lang gemacht, wenn die meisten Instrumente in Audacity aufgenommen worden waren, aber die E-Drums nicht erkannt worden sind :redface:
 
hairmetal81
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Ist es denn auch Möglich, dass ich in Cubase 8 LE den Synth aufnehme und dabei aber zu der Musik aus einem anderen Aufnahme (Magix Music Maker) abspielen lasse und das nur im Nachhinein dort rein exportiere? :gruebel:


Zur selben Zeit? Nein.

Du kannst aber eine Aufnahme aus Music Maker exportieren, z.B. als .wav-Datei und diese dann in Cubase 8 in eine separate, neue Spur wieder importieren, um dann wieder neue Synth-Spuren zu ergänzen.


:hat:
 
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Theoretisch ja. Einfach im Musix Maker die erste Spur abspielen, dann zu Cubase wechseln, um dort die Aufnahme zu starten und das Ergebnis dann exportieren und danach wieder in den Musix Maker übertragen, dort dann so zurechtschieben, dass beides synchron ist und dann hast du es so ungefähr.

Genauso gut kannst du aber auch den bisherigen Backingtrack in Cubase importieren, dann kannst du die Aufnahme direkt so abstimmen, dass beide Spuren synchron sind. So müssen auch nicht zwei Progamme gleichzeitig laufen und du musst nachher nichts mehr hin- und herschieben. ;)
 
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ok, aber Dank so weit. Dann kommt es ja hin. Problematisch ist bei mir eben, dass ich immer schon ne Menge andere Instrumenten Spuren hab und deswegen die begrenzten Anzahl der Spuren in manchem Programm (zB diese, die es zu Interfaces dazu gibt) etwas zu wenig scheinen... Da ich mir momentan zumindest auch nicht grade die teuren Programme leisten kann, muss es eben so funktionieren...
 

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