Solo über folgende Akkordfolge ????

von luke_, 10.11.05.

  1. luke_

    luke_ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.05   #1
    hi,
    ich habe folgende Frage an euch. ich habe folgende Akkordfolge:

    4/4 Takt;
    Takt 1: auf die 1 dmaj7(6/9)
    Takt 2: auf die 1 E(2)G#
    Takt 3: auf die 1 Em7(4) und auf die 4 als kleine Überleitug A/B
    Takt 4: auf die 1 f#m7(4)
    Takt 5: auf die 1 F# und auf die 3 E open als Überleitung zürück zum Anfang (dmaj7(6/9)) und so weiter....

    Wie kann ich nun darüber solieren:( (vor allem welche Substitute kann ich verwenden)
     
  2. Martin Dillinger

    Martin Dillinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.05   #2
    Vertikal improvisieren?! :confused: :)
     
  3. luke_

    luke_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #3
    anders gehts wahrscheinlich net aber trotzdem müssen deine Übergange stimmen und das ist auch ninch ganz einfach. deshalb frage ich ja:D
     
  4. asdfjkl?

    asdfjkl? Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #4
  5. Cudo

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    Erstellt: 12.11.05   #5
    Hallo Luke,
    also mal der Reihe nach. Zunächst ein paar prinzipielle Sachen zu Deinen Changes.

    1.) Zu dem von Dir gebrauchten Akkordsymbol "dmaj7(6/9)" wäre zu sagen dass man Kleinbuchstaben im Jazz/Pop Bereich NICHT verwendet. Weiterhin kann ein Akkord der eine Septime beinhaltet keine Sexte beinhalten. Kommt in einem Septakkord dennoch eine Sexte vor, wird diese als Tredezime (13) bezeichnet und auch dementsprechend stimmführungsmäßig behandelt. Das von Dir gewünschte Voicing müsste also Dmaj13 heißen. Die None wird bei dieser Schreibweise automatisch mit eingeschlossen.
    2.) Was meinst Du mit "E(2)G#"? Solltest Du E mit hinzugefügter None und der Terz im Bass meinen wäre folgende Schreibweise angebrachter: Eadd9/G#.
    3.) Was meinst Du mit "kleine Überleitung A/B?" Soll der A/B von E-7sus4 nach F#-7sus4 überleiten? Das tut er gewiss nicht da er von Soundcharakter her dem F#-7sus4 sehr ähnlich ist und dadurch in etwa die gleiche Funktion einnimmt. Eine Überleitung kann man das deshalb wirklich nicht nennen.
    4.) Warum schreibst Du das "F" von "F#-7sus4" klein?
    5.) Was ist "E open"? Wenn Du den E Durdreiklang ohne Terz meinst, dann schreib' es auch -> E omit3.
    6.) Wie kann E nach Dmaj13 zurückleiten? E hat in D Dur weder Subdominant- noch Dominantfunktion.


    Also Luke, irgendwie werde ich aus Deiner Akkordfortschreitung überhaupt nicht schlau. Kann es sein dass Du die Akkordsymbole falsch notiert hast und in Wirklichkeit was ganz anderes spielst?

    Martins Kommentar "Vertikal improvisieren?!" kann ich ebenso wenig nachvollziehen. Es ist doch durchaus angebracht sich vor einer Improvisation die vertikalen Strukturen der Akkorde und damit natürlich auch die zugehörigen Chordscales klar zu machen und zu analysieren. Insofern ist Lukes Anliegen natürlich absolut nachvollziehbar.

    Also Luke, nimm doch mal Deine Akkordfolge mit Gitarre/Klavier auf. Vielleicht kann man danach besser verstehen was genau gemeint ist.

    CIAO
    CUDO
     

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  6. Hans_3

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    Erstellt: 12.11.05   #6
    @Luke: Ich hab's auch net gerafft. Wie wär's, wenn Du das erstmal als Tabs postest. Wie Cudo schon sagte: so wie geschrieben, klingt es entweder nicht, oder es klingt und Deine Bezeichnungen sind derb falsch oder es passt beides net.
     
  7. asdfjkl?

    asdfjkl? Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #7
    Oder die Noten aufschreibt, einscannst und postest.
     
  8. Martin Dillinger

    Martin Dillinger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.11.05   #8
    Ich meinte doch nur damit, dass er zum jeweiligen Akkord einfach die jeweilige Tonart drüberimprovisiert. Die Methode ist sowieso viel effektiver und besser als das "horizontale" Spielsystem.
     
  9. luke_

    luke_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.11.05   #9
    also: die Akkorde habe ich aus einem gekauften Songbook abgeschrieben, dürften also richtig sein (weiß zwar selber nicht genau wie sich die leute den dmaj7(7/9) vorstellen). Im generellen ist das ein part des sückes "jake to the bone" von toto. natürlcih könnte ich jetzt genau das nachspielen was steve spielt, wäre natürlich eine herausvorderung, würde aber mir auf Dauer keinen Spaß machen.


    zur verdeuilichung meiner beschreibung habe ich hier den brteffenden part rausgeschnitten:
    ps. immer wenn ich das höre kommen mir die Tränen:great:

    http://rapidshare.de/files/7592550/toto.mp3.html
     
  10. Cudo

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    Erstellt: 14.11.05   #10
    Hallo luke,

    Du schreibst:
    ... die Akkorde habe ich aus einem gekauften Songbook abgeschrieben, dürften also richtig sein ...

    Ich sage: nicht alles was Geld kostet muss richtig sein!

    Also, so ganz verkehrt waren sie ja nicht. Die Bezeichnung "dmaj7(6/9)" könnte man ja auch so auffassen, dass man entweder Dmaj7 oder eben D6/9 spielen kann. Nur würde man das auch dementsprechend deutlicher notieren. Der Akkord A/B ist definitiv falsch und führt in die falsche Richtung. Auch der Akkord F# im letzten Takt ist falsch.
    Nun, bei insgesamt nur 7 Akkorden ist die Fehlerquote doch recht hoch, mit anderen Worten, das Buch ist sein Geld NICHT wert.

    Die ganze Geschichte steht also in A Dur. Das Opening (das ist jedenfalls der erste Akkord auf der von Dir geschickten MP3 File) bildet der Akkord subV7/IV.
    Klingt toll, oder? subV7/IV nimmt in der Regel MM4 kann aber auch MM7 nehmen was er in unserem Falle tut. Das an dieser Stelle von Toto gespielte Voicing erinnert mich irgendwie an Klaus Ogermann. Egal, der nächste Akkord, Dmaj7, steht somit auf der IV Stufe in unserer Tonart A Dur und nimmt demzufolge Lydisch.
    Der Wechsel zwischen dem Ton G# (= #11 von Dmaj7) und dem Ton G ( = Mollterz von E-7sus4) kommt in diesem Stück eine ganz besondere Bedeutung zu. Er ist sozusagen die Würze des Stückes.
    Den Weiteren Verlauf der Changes und die dazugehörigen Chordscales entnimmst Du bitte der Angehängten Graphik. Und nicht vergessen! F#-7 im vierten Takt ist dann wieder Äolisch und nicht Phrygisch und hat somit eine große None (= der Ton G#) in seiner Chordscale.

    CIAO
    CUDO
     

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  11. luke_

    luke_ Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.11.05   #11
    also vielen dank für diese ausführliche Antwort, die angehängte Graphik beschreibt eigentlich genau das, was ich gesucht habe.

    also vielen dank :great: :great: :great:

    ps: voher weißt du das alles, entweder du hast musik studiert oder du bist ein Freak (im positiven Sinne :D )
     
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