Sound bei Live Konzerten. Der hass!

  • Ersteller jollyroger
  • Erstellt am

bugged

  • Strat S-S-S

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  • Strat H-S-S

    Stimmen: 0 0,0%

  • Umfrageteilnehmer
    0
Jetzt muss ich doch mal...!
Also, ich kenne das Spiel von beiden Seiten. Ich bin zum einen seit mehreren Jahren als Toner/Lichtler unterwegs, zum anderen mache ich seit mehr als 10 Jahren selber Mucke. Das heisst, ich maße mir an, beide Seiten beurteilen zu können.
Klar, man kann auf´m Gig echt böse Pech mit unfähigem Pultpersonal haben, grade im kleineren Bereich. Oft haben die werten Kollegen echt keinen Plan welcher Sound für welche Musik gefordert ist. Das geht dann nach dem Motto "Das passt bei Band XY doch auch. Und die machen wir schon seit ... Jahren. Du hast doch echt keine Ahnung!"
Ich habe aber auch schon viele Gigs mit echt fähigen Mischern erlebt, die aber trotzdem relativ sch... geklungen haben. Und das lag nicht am Raum...!
Fakt ist nun mal, als Tonmann arbeitet man nach dem Prinzip "Shit in, Shit out". Und wenn man von der Bühne nur Müll kriegt, kann man nur noch Schadensbegrenzung betreiben. Um Aufschreie zu vermeiden, mit Müll meine ich nichts spieltechisches, mir gehts nur um Sounddinge.
Grade Gitarristen neigen oft dazu, beim Sound zu übertreiben, bzw. zu vergessen das man nicht mehr im Probraum ist und der Sound in ´nem größeren Raum doch eventuell "geringfügig" anders sein kann. Zu laut, zu fett, zu viel Verzerrung, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Ne Gitarre die auf der Bühne vielleicht eigentlich etwas dünnlich daher tönt, kann PA-verstärkt trotzdem ´ne Waffe sein. Man vergisst nur zu gerne, das jedes Instrument seinen eigenen, typischen Frequenzbereich besitzt. Und durch übermäßiges Aufreissen des Amps und boosten was geht, hängt man ganz schnell mal im Frequenzbereich von wem anderem. Und dann mumpfts, matschts und dröhnts. Und da kannste dich am Pult auf den Kopp stellen und mit den Füßen wackeln, die Karre kriegst Du nicht mehr ausm Dreck.
Das gleiche gilt für Drummer die generell der Meinung sind, Haudrauf ist Tango, egal ob im Club oder bei ´nem 40000er Open-Air. Und wenn der in nem 50-Mann Laden spielt wie auf ´ner 40m-Stage, dann kann man als Mischer auch nur noch besser sich dem Catering widmen als zu vesuchen noch was zu retten und sich trotzdem hinterher unflätigst beschimpfen zu lassen. :evil:
`n großzügiger Soundcheck hilft da auch nicht wirklich weiter. Bei kleinen Bands wird doch ganz gerne mal nach dem Motto "Oh, so viele Leute! Mal lieber ´n bischen lauter machen." gehandelt. Da kannste dir den Soundcheck dann komplett sparen.
Und bei den "großen" Bands findet ein eigentlicher Soundcheck großenteils gar nicht mehr statt. Entweder spielen die Backliner mal kurz die Instrumente an oder es findet ganz und gar nur ein "Line-Check" statt, d.h. es wird nur mal kurz gehört ob man auf jedem Pultkanal ´n Signal hat. Grob die Klangregelung voreingestellt and that´s all. Band auffe Bühne, aufdrehen und gucken, was man draus basteln kann...! :?
Das kann dann gutgehen oder aber nicht... .

Also nochmal, ich möchte keinesfalls alle Mischer bei schlechten Gigs in Schutz nehmen, aber oftmals steht die Ursache für ´nen Sch....sound auch auf der Bühne...!


In diesem Sinne und jetzt ab mit´m Kopp...
 
Klingt interessant Nimos und auch einleuchtend.
Aber wenn wie angesprochen wie Machine Head ihren eigenen Mischer mitbringt, der wahrscheinlich schon was draufhat, sie die PA buchen (also sie auch von technischen her kennen) und so weiter, warum kommt es dann immer wieder zu solchen Ausfällen in Sachen Sound? Betrifft ja noch andere „große“ Bands.

Ich mein, auf der Bühne und am Mischpult stehen doch Profis.
Und wenn einmal der Amp übersteuert oder der Schlagzeuger zu laut spielt kann man doch da bestimmt miteinander reden?!
Gerade Leute die schon mehr als 10 Jahre ihr Instrument spielen sollten doch so einsichtig sein und auf Ratschläge hören bzw. die Nöte der Soundmänner doch schon kennen.

Und so Newcomerbands kann man das doch kurz vor den Auftritt bestimmt verklickern das sich ruhig zu verhalten haben und den Sound den Mischer machen lassen sollen!

Naja, kann ich wahrscheinlich nicht wirklich beurteilen!

Aqua
 
Aqua schrieb:
Ich mein, auf der Bühne und am Mischpult stehen doch Profis.
Und wenn einmal der Amp übersteuert oder der Schlagzeuger zu laut spielt kann man doch da bestimmt miteinander reden?!
Gerade Leute die schon mehr als 10 Jahre ihr Instrument spielen sollten doch so einsichtig sein und auf Ratschläge hören bzw. die Nöte der Soundmänner doch schon kennen.

Ich denke da ist gerade das Problem. Nach 10 Jahren Erfahrungen sind dann alle der Ansicht, dass was sie da machen zu 100% richtig sei und die Fehler nur die anderen machen. Ich mein, als Newcomerband hast dus natürlich auch gut, wenn du nen unerfahrnen Mischer hast (achtung ironie), weil der dir dann auch nicht wirklich weiterhelfen kann....
 
Du hast das Problem bereits selber angesprochen. Die "10 jahre spielen".
Du kriegst doch relativ häufig zu hören, das man schon wisse was man tut. Weil, man spielt ja schon sooo lange und man könne nur mit diesem Sound spielen und leiser und mit weniger , z.b., Bässen, das würde ja null drücken. Man hätte ja null Ahnung und solle doch sein Maul halten (wirklich schon gehört! :evil: ), und außerdem, man würde sich sonst nicht hören (jaja, die Lebenslügen der Gitarristen ;) ). Das es gegen
das Nicht-hören auf Bühnen diese lustigen Kisten auf der Bühne, Monitore gennant, gibt, scheint gerne vergessen zu werden... Bei den Drummern gibt´s ne ganze Menge, die können irgendwie nicht leise spielen, da kannste dann auch reden wie du willst, es bringt nix.

Grade bei kleinen oder relativ neuen Bands kommt doch oft der Faktor "Bei Manowar, Maiden,..., ist es doch auch so, dann müssen wir doch auch so laut" oder "Ich hab´ doch ´nen neuen Amp, und der geht sogar bis 12, also muß der das auch...!"
Und wieder kannste deine Puste sparen, weil, naja dein Pult hört dir eh besser zu...!

Aber wie gesagt, es gibt natürlich die Fälle in denen der Mischer genau gar keine Ahnung hat was er tut. Da kann dann die Band so gut sein wie sie will. Wenn dann allerdings ´ne "ignorante" Band und ´n unfähiger oder z.b betrunkener Mischer "hmm´nach´m 6. Bier klingen die ka doch gar nicht so schlecht..." zusammenkommen, dann wird´s die Hölle.

Also, mal häufiger auf den Mann hinterm Pult hören, auf der Bühne und am Pult den Alk möglichst weg lassen (Alk beeinflusst nämlich das Hörverhalten bzw. die Wahrnehmung, auch von Sounds), dann klappt´s auch mit ´nem guten Live-Sound.

In diesem Sinne...


Oops, da war der Monsy schneller mit dem was ich anfangs geschrieben habe...
 
Kein Problem :)
An dieser Stelle nochmals danke für die qualifizierten Kommentare. Aber wie du bereits erwähnt hast ist es auch wichtig für die richtige Musik den richtigen Mischer zu haben. Ich meine, wenn du Death Metal spielen willst und du hast nen Mischer, der sons nur für Partybands zuständig ist und privat nur klassik hört... hmmmm... naja ;)
 
Hm, ich weiß ja nich wie das Verhältnis ist zwischen Mischern und anderen Nicht-Bandmitgliedern, aber kann man den Guitartech nicht per Funk/Handzeichen verklickern das er mal unauffällig den Amp runterdrehen sollte?!

Und wenn man dir als Mischer dumm kommt, kannst du nicht einfach mal sagen: "Na leck mich doch, entweder wir machen das so wie ich das sage weil ich von Akustik einfach mal mehr plan habe als du oder du spielst mit deinen kleinen 100Watt Amp ohne PA in der 3000 Mann Halle alleine!"

Klar, das Risiko das du gefeuert wirst ist groß, aber manchmal muss man halt auch mal seinen Standpunkt durchsetzten, schließlich hat man eine Verantwortung für die Zuschauer zutragen.

Den kleinen Bands würde ich eh in den Arsch treten, vielleicht immer vorher nen Kaffee trinken und erzählen wie man ausgebildet wurde, das beeindruckt und hilft vielleicht bei der Kompromissfindung!

Aber gut, was weiß ich schon von Touralltag, könnt auch über das Leben eines australischen Wühlkäfers schreiben, weiß genauso viel drüber

als denn,
Aqua
 
Ich find das lustig wie nun Mischer und Musiker gegenüber gestellt werden. Ich weiß dass ihr es nicht so meint, aber es klingt als wären sie Feinde in einem Kampf, in dem sich ständig der eine gegen den anderen behaupten muss ;)
 
Ach ja, kam mir grade in den Sinn von wegen Musiker:

Als ich Februar letzten Jahres beim No Mercy Festival in Berlin war ist mir doch schon sehr aufgefallen wie verschieden Bands über die gleiche PA rüberkamen.

Bei Nuclear Assault war alles ein einzig wüterender Brei, während hingegen bei Death Angel alles druckvoll und klar war und bei Testament alles ziemlich laut aber dennoch einigermaßen ok war.

Scheinst wirklich recht zu haben Nimos, kommt immer auf die Leute an die auf der Bühne stehen!

Aqua
 
Gerade bei Dream Theater ist ein 1a Sound vorhanden. Man könnte fast meinen die spielen Lieder von CD. ;)
 
Also die besten Sounds und auch von der Lautstärke her erträglich in unterschidlichen Hallen in den letzten Jahren waren AC/DC, Toto, Rush, Iron Maiden, ZZ Top.
Ich denke , es ist was dran, was die Jungs auf der Bühne dem Mischer anbieten.
Und was heisst hier, die Mischer sind alles Techniker. Die haben von Sound keine Ahnung, aber Ohren. Und da hört man doch wenn es brüllend laut ist.
Die Mischer mit denen unsere Band bisher gearbeitet hat, sind auch Techniker aber mit ´nem EQ und Kanalfader können die allemal umgehen.
 
Also Danko Jones spielt Live wie von Platte. Ist kaum Unterschied hörbar. Einfach arschgeil.

Sonst haben Bands oft einen eigenen, ich sag mal "Livesound", der den Aufnahmen nicht immer so ganz entspricht. ;)
 
Ich habe in letzter Zeit hauptsächlich Gigs mit ziemlich gutem Livesound gesehen. Speziell Blind Guardian und Tool, aber auch die Ärzte waren richtig gut. Auch Maiden und Motorhead waren okay, ween auch nicht ganz so gut.
Einfach grottenschlecht waren dagegen System Of A Down im Stahlwerk vor zwei Jahren. Das war schon lächerlich.
 
Ich war auf dem Onkelz Underground Konzert im Aladin in Bremen, wo die unter dem Namen "Los Tioz" gespielt haben. Die haben wahrscheinlich ihr ganzes Hallenequipment auf die Minibühne gequetscht und dann voll aufgedreht. Da ist keiner ohne Pfeifen im Ohr rausgegangen.

Der Sound war laut und gut. Nicht perfekt, aber gut...
 
die lautstärke bei konzerten und festivals stört mich auch immer. habe bisher fast nur schlechte erfahrungen gemacht, besonders bei kleineren gigs. ich versteh einfach nicht, wieso man uns bei konzerten das trommelfell aus unseren köpfen blasen muss. es geht auch leiser, ebenso kann man auch bei leiserer musik pogen und bangen. ohne oropaks kann mans sich schon fast nicht mehr livesound antun...
vom sound her waren die ärzte im mai bisher am besten, auch wenn ich mir für 3 wochen nen fetten tinnitus geholt habe...
 
Ähhh Hallo? Schon wach? Der Thread ist über ein halbes Jahr alt Leute.
 
der thread ist wie ein guter wein ;)
 
Aqua schrieb:
Ach ja, kam mir grade in den Sinn von wegen Musiker:

Als ich Februar letzten Jahres beim No Mercy Festival in Berlin war ist mir doch schon sehr aufgefallen wie verschieden Bands über die gleiche PA rüberkamen.

Bei Nuclear Assault war alles ein einzig wüterender Brei, während hingegen bei Death Angel alles druckvoll und klar war und bei Testament alles ziemlich laut aber dennoch einigermaßen ok war.

Scheinst wirklich recht zu haben Nimos, kommt immer auf die Leute an die auf der Bühne stehen!

Aqua

Nicht unbedingt. Viele Plattenfirmen haben einen Mischer fuer ihre Bands waerend die andern Plattenfirmen wieder eine andern Mischer fuer ihre haben.

Es kommt auf beide Seiten an. Wenn du einen Mischer hast der einfach kein Gehoer und Feeling hat und nur weiss welches Kabel wo rein gehoert kanns nix werden. Genauso wenn du eine Band mit Muell-Equipment hast die nicht im Stande ist sauber zu spielen.

Traurigerweise sind sehr viele der Plattenfirmen-Mischer die letzten Pfeifen.
 
Peegee schrieb:
Ähhh Hallo? Schon wach? Der Thread ist über ein halbes Jahr alt Leute.

Ich erinnere mal ans Bassforum, wo du selber sone Schote geschossen hast... :p
 

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