Soundgestaltung

von Timo113, 01.04.17.

  1. Timo113

    Timo113 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #1
    Hallo,

    ich hoffe, dass ich hier mit meiner Frage richtig bin. Ich möchte mir in der nächsten Zeit ein Topteil und ein paar Bodeneffekte für meinen Bass zulegen. Mein "Problem" ist, dass ich bei der Bandprobe und Liveauftritten zwei Basssounds haben möchte. Ein Sound soll ein punschiger mittenlastiger Punk Sound sein Bsp: Beatsteaks - I Dont Care As Long As You Sing
    und der andere ein Sound der etwas basslastiger und dumpfer ist, damit ich ruhigere Stücke wie Balladen begleiten kann.

    Wie stelle ich es am besten an, diese zwei Sounds zu erstellen, um sie auch schnell bei Liveauftritten wechseln zu können?

    Wie löst ihr das Problem? Ein Topteil mit 2 Kanälen und einen Fußschalter? Oder eher ein Topteil mit nur einem Kanal und der zweite Basssound wird mit Fußeffekten gestaltet? (Wenn ja, wie und mit welchen Effekten?). Genügt vielleicht auch einfach am Bass die Tonabnehmer umzustellen und die Spieltechnik zu verändern (Finger, Plektrum)?

    Die beiden Sounds sollten grundlegend nicht allzu verschieden sein. Sie sollten eher aus einem "Guss" kommen der eine eben punschiger und der andere etwas bassiger und smoother.

    Zur Zeit spiele ich einen Sandberg California TSBS und Ampeg SVT410 HE + Ampeg SVT15E Boxen. Ich tendiere Soundmäßig stark zu einem Ampeg V-4B. Da der V-4B ja sehr schlicht gehalten ist, was die Einstellungen betrifft weiss ich nicht, mit welchen Möglichkeiten ich dann meinen zweiten Sound gestalte und wie ich ihn dann Wechsel. Wie löst ihr Dieses "Problem"?

    Ich hoffe ich habe meine Frage präzise genug gestellt.

    Liebe Grüße
     
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  2. Schöngeist

    Schöngeist Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.17   #2
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  3. basshenning

    basshenning Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #3
    Moin @Timo113!

    Im Prinzip bist du sowohl auf die aufwändigsten und kostspieligen Varianten (2-Kanal-Amp bzw.Boden-Preamp/-Effekte) gekommen, als auch auf das naheliegensde: Die Position der rechten Hand, in Zusammenspiel mit der Art den Anschlagens (Plektrum, Finger, Daumen, viel "Fleisch", wenig,...) und im Zusammenspiel der Pickup-Wahl. Dein Bass bringt dann auch noch eine passive Höhenblende mit, mit der du die Höhen reduzieren kannst. Probiere doch mal mit deiner rechten Hand und den drei Potis deines Basses herum, was da so passiert, wenn du das eine oder andere veränderst. Ich würde behaupten, dass 90+x% aller Bassisten zumindest im ersten Versuch so zwischen Rock-/Popsounds und Balladenteppich wechseln. Pedale oder ein zweiter Kanal sind da eigentlich nicht für nötig, sind da eher nice to have oder der individuellen Verwirklichung geschuldet. Manch einer nimmt sich den Luxus verschiedener Bässe für verschiedene Sounds. Aber die Basis für das, wonach du suchst ist Position und Anschlagsart der rechten Hand + individuelle Kombination der Pickups und Höhenblende. Vielleicht reicht dir sogar nur einer der Faktoren. Erlaubt ist, was dir gefällt und dir nützlich ist.
     
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  4. Timo113

    Timo113 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #4
    Danke für den Link!

    Okay, laut dem Bericht liegt der Sound ja signifikant an dem vorderen und hinteren Tonabnehmer, je nachdem welcher gerade gespielt wird.Tatsächlich habe ich den beschriebenen Fehler auch gemacht und immer beide Pickups voll aufgedreht. Ich werde die beiden Pickups mal solo testen.

    Also ist es üblich und durchaus gängig zwei verschiedene Sounds live "nur" über die Pickups des Basses zu regeln? Gibt es andere Alternativen oder Möglichkeiten? Wie löst ihr das Problem?
     
  5. Gast 2356

    Gast 2356 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #5
    Die Knöbbscher am Bass sind nicht nur zur Zierde. Alleine damit lassen sich schon die unterschiedlichsten Sounds erzeugen. Dafür hat der Herr sie auch erschaffen, sonst kann man sie auch weglassen (was dem Ton eigentlich sehr gut tut)
     
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  6. Bass Fan

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    Erstellt: 02.04.17   #6
    Ich spiele seit mehreren Jahrzehnten E-Bass - spiele abwechselnd 8 Precis, 2 JBs sowie einen Semi Acoustic und Fretless - Effekte/Bodentreter brauche ich keine! Den Klang kriege ich aus dem Instrument (beim PB gibts halt nur die Tonblende), den Saiten, dem Anschlag - Finger/Plek, Position des Anschlags - und dem Amp. Bei 2 PUs muss man halt probieren, wo man den besten Sound erhält. Ich kann nur empfehlen, keep it simple! @usdz hat es korrekt ausgedrückt!

    Live spiele ich am liebsten einen alten Fender Preci mit einem Hartke LH500 Amp mit einer FMC410 Box von Hans, das gibt mir den Klang, den ich liebe, mehr brauche ich nicht.
     
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  7. Slate1987

    Slate1987 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #7
    Hey Newbie Timo,
    ich kann mich dort meinen Vorrednern nur anschließen. Die Knöpfchen am Bass und die entsprechende Spieltechnik führt meistens zum besten Ergebnis ohne viel Zauberei. ein paar Bodentreter können live niemals falsch sein um den Sound etwas glatt zu bügeln aber sonst würde ich dein Instrument klingen lassen.

    Interessieren würde nicht jedoch wie sowas für eine Studioaufnahmen aussähe. @Bass Fan, nutzt du exakt die selben Sounds auch für Studioarbeiten oder ist es da schon mal üblich hier und da einen Sound durch eine Veränderung der Topteil Einstellungen zu gestalten anstatt ihn durch verschiedene Bässe zu erzeugen?
     
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  8. MrC

    MrC Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.17   #8
    Das Wesentliche ist schon von meinen Vorrednern gesagt worden. Ballade = Hals-PU, evtl. Höhen etwas rausdrehen, Fingerpicking, Hand über Hals-PU oder sogar noch weiter Richtung Hals. Punchig-punkig: Steg-PU, evtl. Höhen dazu, Plektrum, Anschlag nahe am Steg. Da sollten die beiden Grund-Sounds schon deutlich unterscheidbar sein.

    Ich persönlich habe meinen Lieblings-Bass, dem ich dank aktiver Elektronik schön gehörig Soundvarianten entlocken kann. Einen Zweitbass für tiefer gestimmte Sachen. Einen Multieffekt, um mal Effekte dazu zu packen (z.B. Zerre, Octaver, Chorus), ständig in Betrieb sind da aber eigentlich nur Kompressor und ein bißchen EQ-Unterstützung. 2-Kanal-Lösungen können für SEHR unterschiedliche Grundsounds (wie schon erwähnt: clean vs. angezerrt) oder auch zwei verschiedene Bässe (z.B. einmal fretted, einmal fretless) sinnvoll sein.

    Hilfreich ist eine Umschaltmöglichkeit (Amp / Effekte), wenn Du z.B. mitten in einem Stück den Sound ändern / variieren musst oder willst. Dann dauert es im Zweifel einfach zu lange, bis Du an den Knöppschen gedreht hast. Wenn es um unterschiedliche Sounds in verschiedenen Songs geht, probier die Regelmöglichkeiten an Deinem Bass erst einmal gründlich aus, wie bereits beschrieben.
     
  9. Bass Fan

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    Erstellt: 03.04.17   #9
    Recording ist (noch) nicht mein Ding, daher kann ich kaum mitreden, aber generell kann man den Sound auch am Topteil gut beeinflussen, wie durch Equalizer oder Tone Stack, abhängig von der Amp-Ausstattung.
     
  10. Timo113

    Timo113 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.17   #10
    Danke für eure Rückmeldungen! Ihr habt mir sehr weiter geholfen!

    Liebe Grüße
     
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