Spätes Musikstudium (über 30) und Bafög?

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Wolle69
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Servus!

Irgendwer hier an Board, der/die zufällig bereits im gesetzteren Alter (;)) ein Musikstudium aufgenommen hat, dabei aber eben normalerweise die Altersgrenze für eine Förderung nach Bafög überschritten hat?

Prinzipiell kann man auch nach diesem Alter noch gefördert werden. Nach hier: http://www.das-neue-bafoeg.de/de/226.php kann man gefördert werden, wenn eine Zulassungsssvoraussetzung eben erst so spät erfolgt ist.

Gilt es, wenn man bspw. sagt, dass man eben jahrelang Unterricht genommen hat, um dann auch wirklich ein sinnvolles Studium durchzuführen? Ich für meinen Teil kenne ein paar Leute, die es eben derart handhaben: erst besser werden - dann zur Aufnahmeprüfung.

Gut, über Sinn oder Unsinn, in dem Alter sowas noch zu studieren muss hier nicht diskutiert werden, denn der konkret vorliegende Fall sieht eh noch ein bisschen anders aus - wäre aber vergleichbar.

Über das Kuntun etwaiger Erfahrungen wäre ich sehr erfreut.

Ciao
Wolle
 
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Johannes Winter
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Hi Wolle, ich kenn leider keinen konkreten Fall, denke aber schon, dass du noch BaföG bekommen würdest, solang du noch kein Studium vorher angefangen hast, bei dem du BaföG bezogen hast. Informier dich am besten mal direkt beim BaföG-Amt.

Ein viel größeres Problem was ich sehe sind die Zulassungsvoraussetzungen vieler Hochschulen. Viele Hochschulen haben Altersbeschränkungen. Hier in Dresden liegt diese bei 25 Jahren. Eine Bekannte, von 28 Jahren hat sich hier in Dresden mal beworben, ist auch tatsächlich zum Vorsingen eingeladen wurde. Als sie dann beim Vorsingen war sagte ihr das Kommittee nur, dass sie zu alt sei, und wieso das nicht schon vorher aufgefallen wäre und sie durfte wieder gehen. Bin mir gar nicht sicher, ob sie singen durfte.

Dies schränkt die Möglichkeiten der Hochschulen ein, an denen du Musik studieren könntest, macht es aber letztendlich nicht unmöglich.

LG

Johannes
 
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WilliamBasie
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Die Zulassungsbeschränkung mit dem Alter ist ziemlich häufig, natürlich besonders bei den populären Fächern. Da hilft nur alle Hochschulen abklappern und dann eventuell das wählen was geht - ...dann halt nicht Sax in Berlin, sondern Fagott in Barcelona.

Sind wir doch mal ehrlich, das mit der Altersbeschränkung ist ja nicht so verkehrt (natürlich trifft es gelegentlich auch mal den Falschen! dafür wurden dann auch ein paar Sonderregeln eingebaut), aber ein Studium ist halt nun mal die Vorbereitung fürs Berufsleben. Und nach dem Studium ist man den Berufsleben immer noch nicht komplett gewachsen, dann kommt nochmal eine Lernphase von ein paar Jahren. Wer zu spät anfängt, geht von der Uni fast schon in Rente, das kann's ja wohl auch nicht sein...?!
 
corke
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Naja, als Ingenieur kann ich sowas verstehen, aber ein Musiker kann ja auch vor seinem Studium so viele Gigs haben das er davon leben kann, deshalb seh ich das eher kritisch mit der Alterbeschränkung
 
fetz
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Bei uns in Hannover waren die ältesten, die ich kenne, zum Beginn des Studiums 27.
Aber dann muss auf dem Instrument auch wirklich schon fit sein.
Was spielst du denn wie gut, und wie alt bist du genau ?
 
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jackson
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ich hab ja mal Workshops bei Frank Sikora gemacht. Der war damals an der Musikhochschule Stuttgart plus noch Swiss Jazz School Bern und in der Auswahljury der Studienanfänger . Da ich auch euphorisch war und schon fast 30 war , hat er uns, die Lust aufs Musikstudium hatten , mal in einigen Sätzen erklärt , was die Aufnahmejury so erwartet und das war leider mehr als nur ernüchternd , für mich.

Du solltest so höchstens 21-23 sein, ältere Leute haben fast 0 Chance.
Du solltest schon einen Namen in der Szene dir erarbeitet haben durch ne CD Produktion auch mit guten Leuten, die schon einen Namen haben oder zumindest ne sehr gute Nachwuchsband-produktion.
Vorspiel usw klar....Dann kommen Fragen. Und wenn der Studienbewerber nur ne ungefähre Vorstellung oder nur ne Luftschloss-vorstellung vom Musikerberuf hat , bzw. er eigentlich nur Musik studiern will und überhaupt keine Vorstellung was er damit beruflich machen will etc pp., hat er schon keine Chance aufgenommen zu werden.

Ich würd dir raten, wenn du wirklich tiefer in die Musikmaterie rein willst, also richtig von Profi Dozenten lernen willst und in keiner Uni aufgenommen wirst, such dir entsprechende Profidozenten und nehm bei ihnen Privatunterricht, besuche z.B. den alljährlichen Jazz Workshop in Inzigkofen/BaWü im Donautal bei Sigmaringen http://www.vhs-heim.de/index.php?id=17 ,sehr gutes Niveau!
oder in Erlangen http://www.jazzworkshops.de/ und knüpf dir dort Kontakte damit du auch ohne Studium an ner Hochschule im Musikfach so weit kommst wie du willst und mache Selbststudium . Zum Lernen ist man nie zu alt! und man kann meiner Meinung nach als Musiker fachlich auch recht weit ohne Studium kommen. ist halt die Frage , was du willst und wenn man offen auch für Umwege ist, um ein Ziel zu erreichen , klappts denk ich auch
 
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WilliamBasie
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Naja, als Ingenieur kann ich sowas verstehen, aber ein Musiker kann ja auch vor seinem Studium so viele Gigs haben das er davon leben kann, deshalb seh ich das eher kritisch mit der Alterbeschränkung
Junger Freund, du ist aber ein schwerer (ich wollte jetzt nicht " hoffnungsloser"schreiben) Optimist! In der Regel wirst du nichtmal nach dem Studium soviele Gigs haben, daß du davon leben kannst!
Nur wer vielseitig ist, wird überleben!
...dazu zählt vor allem Unterrichten, Tätigkeiten am Rande des Musik-Geschäfts, Studioarbeit, Aushilfen in ungeliebten Musikarten, etc.
Berufsmusiker sein ist für viele so ziemlich der hinterletzte Job. Die Sachzwänge oft viel schlimmer als zuvor jemals vorgestellt.
 

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