Spezielles Akustik Problem im Proberaum...

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Gast264907
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Der Titel sagt es schon. Unser Proberaum hat nen blöden Grundriß, der aber eben nur durch Umzug zu ändern wäre. Dieser (also der Grundriß, nicht der eventuelle Umzug) führt dazu, daß ausschließlich das tiefe A von mir (also A-Saite leer, E-Saite am 5. Bund oder B-Saite am 10. Bund) massiv dröhnt. Alles andere klingt gut bis sehr gut.
Der Basser der anderen Band, mit der wir den Proberaum teilen, hat das Problem nicht. Aber der spielt auch vollkommen anderes Equipment. Und hat seine Boxen genau in der Ecke stehen 90° Ecke, Boxen auf 45°...

Da ich mein Equipment nicht ändern möchte:
Könnten Bass Traps helfen? Oder sollten wir umstellen und ich schauen, daß auch meine Boxen 45° in einer 90° Ecke stehen?
 
Eigenschaft
 
Jein, dafür müßte ich mit dem Bassisten der andren Band reden. Da wir aber an unterschiedlichen Tagen proben, sehen wir uns nur alle paar Monate mal. Aber ich hab seine Nummer.
 
Genau für so einen Fall hatte ich mir mal einen parametrischen Equalizer gegönnt. Das Dumme ist nur, dass man heute kaum noch PEQs als Effektgerät bekommt ... bzw. PEQs, die auch für Bass geeignet sind. Also gleich mehrere Bänder, die auch tief runtergehen können. Rolls bietet einen an, da beginnen die vier Frequenzbänder bei 70, 150, 300 und 600 Hz. Find' ich für Bassanwendungen nicht so prickelnd ...

Bleibt fast nur Gebrauchtmarkt. Wenn Du einen tc electronic tc 1140 in gutem Zustand (die werden schon seit x Jahren nicht mehr gebaut) schießen kannst - das Teil ist echt amtlich. Ich hatte mehr aus Zufall heraus einen kombinierten GEQ/PEQ erworben: 30-Band-GEQ plus drei voll (!) parametrische Bänder, nennt sich Q4 Audio PE137. Der ist auf dem Gebrauchtmarkt aber ein absoluter Exot ...

PEQs sind heute vor allem digital. Auf Bassic.de hat ein User berichtet, dass er ein dbx Driverack PA2 "zweckentfremdet", indem er nur die PEQ-Sektion benutzt. Klar, das Teil ist ein LS-Management-System und auch nicht gerade für 'n Appel und 'n Ei zu bekommen - geht aber auch.

Umstellen ist natürlich die günstigste Lösung. Bass Traps ... ich weiß nicht ... die schlucken ja mehr als nur gerade diese Resonanzfrequenz und sind daher mehr zur generellen Bassdämpfung geeignet. Um eine Resonanzfrequenz "loszuwerden", brauchst Du eine schmalbandige Eingriffsmöglichkeit, und das liefert ein PEQ ...

Bässte Grüße

MrC
 
Bevor du in Basstraps oder einen EQ investierst, ruf den anderen Basser an und einigt euch, wie ihr umstellen könnt, dass ihr beide gut damit leben könnt. Das scheint mir die vielversprechendste Lösung zu sein, wenn er das Problem nicht hat.
 
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kann man nicht einfach mal testweise provisorisch den amp bzw. die box um 45° oder 90° drehen, umschieben, in eine ecke rücken?

falls das was ändert, kann man überlegen, wie man dauerhaft umstellt.
falls es immer noch dröhnt, kann man mit basstraps, eq etc. experimentieren.
 
In der Ecke steht normalerweise das Equipment des Kollegen aus der anderen Band. Aber ich werde mit ihm reden.
 
@lord-of-fire Wenn das Problem trotz Umpositionierung der Boxen weiterhin besteht, würde ich einen EQ als Bodentreter einsetzen. Die gibts schon für nen schmalen Taler und auch speziell für Bass. Ich habe einen Harley Benton BEQ-1, der hat ca. 25 € neu gekostet.
Damit kannst du dir auch einen weiteren Sound basteln oder ihn als Booster benutzen.
 
In der Ecke steht normalerweise das Equipment des Kollegen aus der anderen Band. Aber ich werde mit ihm reden.
Mal dumm gefragt: hat der Raum nur eine Ecke? Oder sind die anderen Ecken so vollgeräumt, dass nix geht?
 
...wir haben damals einfach Amps in Abstimmung mit der anderen Band im Proberaum auch teilweise übereinander gestellt...
 
Die anderen Ecken sind tatsächlich vollgeräumt. Überweigend mit Schwerlast-Regalen voller Equipment.

Und stapeln ist zumindest für mich keine Option, weil mein Stack schon fast bis zur Decke reicht. 215+410 und darauf zwei Racks mit zusammen 10 HE.

Wenn ich dran denke, mach ich heute Abend mal ein paar Bilder.

Edit hat grad ein Foto der Ecke mit den Bass Stacks gefunden:
IMG_20190603_212623.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Gibt's ne Chance, für die Probe den ganzen Stapel einfach um 30 Grad zu drehen? Muss ja nicht permanent quer in den Raum reinstehen, wenn man es zur Probe machen kann reicht das ja. So würde ich mal testen. Direkt an der Wand in so einem "nackten" Raum kann es zu allen möglichen Wellen kommen, da kann ein bisschen anderer Abstrahlwinkel schon was bringen. Muss aber nicht ;) aber testen lohnt...
 
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Klar, für die Probe drehen und anschließend wieder an die Wand stellen, sollte kein Problem sein. Werde ich heute Abend mal versuchen.
 
...und sonst halt schauen, ob man Reflexionsflaechen irgendwie entschärfen kann. Teppich reinlegen, bisschen Stoff an die Wand ... alles keine "Bringer" bei massiven Problemen, aber gerade bei Themen wie irgendwelchen "stehenden" Bass-Wellen und Resonanzen schon einen Versuch wert (weil: koscht fast nix).
 
er Basser der anderen Band, mit der wir den Proberaum teilen, hat das Problem nicht. Aber der spielt auch vollkommen anderes Equipment. Und hat seine Boxen genau in der Ecke stehen 90° Ecke, Boxen auf 45°...
Eine einfache Versuchsmöglichkeit wäre es auch, auf der Vorder- ODER Rückseite etwas so darunterzulegen, dass die Box etwas, oder auch etwas sehr, nach oben bzw. unten abstrahlt.

Der Gedanke dahinter ist es, den Reflektionsweg der (stehenden) Welle und damit ihre Resonanzfrequenz(en) zu verändern.

Ebenso könnte ein zusätzliches Drehen aus derselben Überlegung heraus etwas bewegen (wobei wir eher in 15-Graden als in 1/2 Graden denken sollten). In dieselbe Kategorie fallen auch die bereits vorgeschlagenen Ortsveränderungen der Box(en).
 
ich Würde mal 2 squashbälle halbieren und die unters Stack kleben. Alternativ ne alte waschmaschinenunterlage oder was man sonst so an Gummi da hat. Ansonsten würde ich auch oben genannte Ideen testen bevor ich da mit bassfallen oder EQs anfange zu schrauben.
 
Minimales Drehen des Stacks hat das Problem zwar nicht komplett behoben, aber gemindert. Damit läßt sich leben.
 
Prima. Immerhin ein kleiner Fortschritt :great:
 
Da ich mir für den nächsten Gig den ganzen oben zu sehenden Spaß auf die Bühne stelle, rede ich zwischenzeitlich mal mit dem Basser der anderen Band. Vllt können wir ja danach Plätze tauschen. Die haben nämlich einen Tag vor uns nen Gig, so daß dann kurzfristig beide Stacks aus dem Proberaum raus sind.
Oder aber ich tausch mit einem der Gitarristen. Vor allem aber stell ich nach dem Gig das Ganze auf einen Rollwagen. Und danach kann ich mir dann auch mal nen Nachmittag Zeit nehmen, um am EQ rumzuschrauben. Der DP300 hat zwar nen grafischen, aber möglicherweise find ich ja auch damit ne Einstellung, die funktioniert.
 
die stacks auf so ein wheelboard stellen und dann je nachdem wer probt umherrollen geht nicht?
(keine Ahnung, ob das einen Basssound "zerstört")
 

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