Spielt Ihr beim öffentlichen Auftritt auswendig oder nach Noten?

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Shanty
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Hallo, Shanty,

ich spiele fast ausschließlich Stücke, die ich auswendig spielen kann, habe aber immer die Noten da stehen. Das bringt mir Sicherheit,
1. weil ich mir auf den Notenblättern Notizen mache,
2. weil ich die Illusion habe, schnell wieder in ein Stück zurück zu finden, wenn ich mich mal verhaspelt habe,
3. weil ich beim Auflegen eines neuen Notenblattes das Stück kurz überfliege, und mich so auf den nächsten Vortrag einstelle,
4. weil ich durch Blick in die Noten Störungen aus der Umgebung besser ausblenden kann.

Ich habe mir schon oft vorgenommen ohne Notenblätter zu spielen, trau mich aber immer wieder nicht.

Gruß
Reinhard
 
Hallo Shanty,

wie schon weiter oben gesagt, spiel ich meist für mich - oder in Gruppe, aber privat.

Beiden seltenen "öffentlichen" Auftritten, geht es mir ähnlich wie Reini2: Spielen tu ich da grundsätzlich nur Stücke, die ich sehr gut kenne, habe aber aus den gleichen Gründen wie Reini2 auch immer "Noten" dabei. Wobei Noten mitunter etwas zu hoch gegriffen ist.

Denn mitunter sind das nur die Harmoniefolgen und Grobeinteilungen des Stücks. Vielleicht auszugsweise mit ein paar Schlüsselpassagen im Notentext. Das hauptsächlich dann, wenn ich mit meinem Sax-Spieler zusammen auftrete. Denn da wir immer beide unter Lampenfieber leiden (er mehr als ich ), kann es schon vorkommen, dass mal einfach eine Passage "vergessen" wird. Und da ich mir (leider) nicht jede einzelne Note, jeden einzelnen Akkord merken kann, bin ich in solchen Situationen immer wieder mal froh drum mit einem kurzen Blick auf meine "Zusammenfassung" wieder zu wissen wo ich stehe, denn dann sehe ich mit den Augen, wie es denn da weitergeht, wo mein Mitspieler grad mal wieder ist und hab dann den Kopf frei um an die Musik zu denken.:redface:

So habe ich was davon und die Zuhörer letztlich auch - und um die geht es in dem Moment ja maßgeblich.;)

Gruß, maxito
 
Hallo zusammen,

meistens spiele ich zwar für mich allein, aber ab und zu nehme ich das Instrument zu geselligen Veranstaltungen mit oder bin als Alleinunterhalter unterwegs.
Ich habe mir auch schon mal überlegt in einem Akkordeonverein zu spielen, doch da ich mit Noten auf Kriegsfuß stehe habe ich das wieder verworfen. Ich kann zwar Noten lesen, aber das Spiel vom Blatt klappt meistens nicht. Jedoch wenn ich ein Lied höre, kann ich in kürzester Zeit auch mitspielen.

Gruß
Markus
 
Hallo Shanty,

ich habe die Beiträge in einen separaten Thread ausgelagert, da das doch eine etwas andere Fragestellung ist.

Zum Thema: Die meisten Stücke, die ich (öffentlich) spiele, sind mir mit der Zeit in Fleisch und Blut übergangen. Notenständer und Notenheft/-mappe habe ich trotzdem oft dabei - hin und wieder ist ein "Sicherheits-Blick" zur Orientierung notwendig ;)...

Hier noch ein paar "verwandte" Diskussionen:
https://www.musiker-board.de/akkordeon-forum-sonst/384928-spielen-ohne-noten.html
https://www.musiker-board.de/akkord...l-zum-gehoerspiel-mit-meiner-steirischen.html
 
Ich bin ja noch in der Akk.-Ausbildung:D. Und meine öffentlichen Auftritte beschränken sich auf die unfreiwilligen Zuhörer, die sich aufgrund meiner geöffneten Fenster nicht wehren können. Meine Akk.-lehrerin besteht allerdings aufs auswendig spielen. Musiktheoretisches Verständniss hilft mir ungemein beim auswendig lernen. Allerdings kann ich damit nur begreifen, warum und wie ein Stück funktioniert. In der unmittelbaren Vorspielsituation bringt mir dass allerdings erst mal garnichts. Und ich habe gemerkt: "Wer auswendig spielen, muss auswendig spielen lernen." Einschl. möglicher Ablenkungen, Verhaspeln usw. usf. Wenn es dann irgendwann bei mir tatsächlich zu einer Vorspielsituation kommt, dann werde ich mich wahrscheinlich am besten fühlen, wenn ich das Stück auswendig kann und trotzdem die Noten in Sichtweite liegen.
 
Da ich noch nicht lage spiele, mache ich das meist alleine für mich zu Hause, oder in der Musikschule vor dem Lehrer. Ich habe lediglich mal ein Geburtstagsständchen gespielt, das auswendig.
Wenn ich Stücke oft spiele, kann ich sie auch auswendig. Es passiert mir oft, dass ich auf eine Notenzeile schaue, aber schon eine weiter spiele.
Komplizierte Stellen (für mich als Anfänger komplizierte) spiele ich lieber auswendig. Weil es mir reicht mich auf die linke, wie die rechte Hand und den Balg zu konzentrieren. Dann auch noch auf Noten achten? Das ist mir zu viel.
 
na ja, ich bin oft deim DRK Seniorennachmittag aktiv und spiele dann natürlich die Lieder auswendig. Demnächst gibt es einen Großausflug mit mehreren Bussen, auch da geht es einfach nicht mit Noten. Ich musste mich sehr umstellen. Aber es funktioniert.
Im Orchester und Ensemble geht es nur mit Noten.
Da unser Chorleiter vom Shantychor Handharmonika spielt, hat er ganz viele Lieder in B-Tonarten gesetzt, um sie selber spielen zu können, da schaue ich dann schon genauer hin. Und das geht eigentlich nur nach Noten.
Trotzdem versuche ich immer wieder, Stücke auswendig zu lernen, die ich früher schonmal konnte, obwohl es in meinem Alter nicht mehr so einfach ist :gruebel:
Aber es schult und motiviert.
 
Da ich meistens zu meiner eigenen Belustigung spiele, improvisiere ich. Ab Freitag werde ich aber auch vorübergehend die Messen mit dem Akkordeon begleiten, weshalb ich da schon mal ins Gebetbuch schauen werde.

Grüße

Ippenstein
 
Wie man sieht, gibt es sehr individuelle Fähigkeiten, nach Noten oder auswendig zu spielen. Das sehe ich auch an den Schülern - sie sind total verschieden. Aber man muß auch sagen, dass es eine Frage des Entwicklungsstadiums und der Art des Stückes ist, ob Noten nötig sind oder nicht. Anfangs geht es vielleicht nicht ohne, später stören sie eher weil man das Notenbild nicht mehr genau genug kennt.

Ich persönlich versuche Noten so schnell wie möglich zu verbannen. Schon allein die Fummellei mit Notenständer und Blättern ist schrecklich.
Nicht zuletzt hängt es auch von der Performance ab. Manche Musiken sind auf der Bühne mit Noten einfach undenkbar.
Für mich sind Noten eine relativ grobe strukturelle Skizze, um Musik in Papierform vermittelbar zu machen. In der Funktion sind Noten aber schon eine sehr geniale Erfindung, vor allem weil sie auch Interpretationsfreiheiten lassen.
 
Unser Fels in der Brandung ist bei einem Vortrag (Akkordeon, Steyrische und Gitarre) unser Zieharmonika-Spieler. Der braucht, wenn er "schiebt", den dicken Strich unter Noten oder Text. Neuerdings mache ich ihm unter "Quarte" eine Wellenlienie. (Capella macht`s möglich) Diese so aufbereiteten "Noten" sind uns dreien dann eine hilfreiche Vorlage. Eigentlich geht es aber aus dem Kopf.
Gruß akkotue
 
Mein Ziel ist es immer, ganz ohne Noten zu spielen. Wenn man die vor sich liegen hat, dann klebt man auch irgendwie daran und spielt nicht so frei wie man könnte. Wenn ich schon ein Stück nach Noten gelernt habe, dann spiele ich es halt so lange, bis es ohne Noten klappt. Bei Auftritten spiele ich allerdings eh keine Musik, die ich nach Noten geübt habe. Da verwenden wir nur Akkordzettel mit Ablauf. Da steht dann drauf, aus welchen Akkorden die Strophe und der Refrain usw. bestehen und wie die Parts aneinander gefügt sind. Aber auch da gilt: wenn man erst mal damit angefangen hat, klebt man dran. Besser ist, wenn es ganz auswendig geht.

Gregor
 
Es kommt darauf an.

Im Orchester natürlich nicht. Obwohl die Noten auch nur zur Erinnerung daliegen.
Unter Freunden und in lustiger Gesellschaft auch schon mal gerne ohne.
Im Veedelzooch auch ohne, nur da laufe ich hinter der Lyra her.... und dann kann ich schon sehen was sie spielt... :rolleyes:
Bei einem gebuchten Event mit Noten, aber nicht darauf fest gepappt. Dort spielen wir meistens zu zweit, da ich meinen Mitspieler sehr gut kenne, weiß ich wann er improvisieren will und dann nehme ich mich zurück, bzw..... antworte entsprechend. Meistens sind diese Gigs nicht reproduzierbar.... :)
 
Also ich spiele mit dem Akkordeon eigentlich über 90% nach Noten. Es sei denn, es kommt mal wieder ne "Session" zustande :D.

Mit der Band spiele ich mehr oder weniger auswendig. Allerdings hab ich da zumindest ne Harmonie und n Text und es ist am Keyboard/Klavier.
 
Ich übe meine Stücke gezielt nach Noten so ein, dass ich sie bei Auftritten auswendig spiele. Das ist für das Publikum einfach schöner anzusehen. Außerdem gehe ich oft auch beim Spielen zwischen den Gästen herum, z.B. im Restaurant o.ä., was eben mit Noten nicht ginge. Aber nach ca. 1 1/2 Stunden wird mein "Auswendigrepertoire" knapp. Dann geht's nur noch mit Noten weiter. Bei längeren Auftrittszeiten wechsele ich daher Notenspiel und Auswendigspiel ab (soweit es die Bedingungen zulassen) - dann kann ich auch zu fortgeschrittener Stunde immer noch mal wieder ohne Noten unter die Leute gehen.

Für das Einüben des Auswendigspielens hilft es mir übrigens, wenn ich "Trockenübungen" mache, also die Noten mir noch nicht geläufiger Stücke ohne Instrument vor dem Bauch lese, mir nur die Melodie durch den Kopf gehen lasse und die Finger im passenden Fingersatz bewege. Dann prägt sich mir die Tonfolge einfach besser ein, als wenn ich tatsächlich spiele - ist wohl so eine Art "mentales Musizieren". Liegt wohl daran, dass die Konzentration auf die Tonfolge dann intensiver ist.
 
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Ich spiele seit 3 Jahren auf einem Knopfakkordeon, ich liebe es, darauf zu spielen - vielleicht auch, weil es mich von den Noten weggeführt hat und ich kann nun endlich einfach spielen - und da ich meistens alleine spiele - zu den Kunststückchen meines Clowns - spiele ich recht simple, mir geläufige Stücke einfach so, wie sie mir in den Sinn kommen - wie es eben passt oder manchmal eben auch nicht passt.... und kann seit dem auch improvisieren.... mit dem Knopfakkordeon ist auch ein Tonartwechsel recht simpel wenn z. B. sich plötzlich ein Gitarrenspieler findet, der mal einfach mitspielen möchte, kann ich auch ein Stück, das ich sonst in z. B. g-moll spiele, sofort in e-moll, d-moll o. ä. spielen - das ging bei mir nie so ohne weiteres auf dem Piano-Akkordeon, da mußte ich immer erst überlegen, welche schwarzen Tasten ich denn dann benötigte - auf dem Knopfakkordeon wird das Drücken der Tasten wirklich zum Spielen, es ist wie Fingertanzen - und wie schon geschrieben, Noten benutze ich beim Akkordeon nur noch um neue Stücke kennenzulernen oder um mir interessante Passagen aus den Notensätzen herauszulesen.... ich muß gestehen, ich könnte die Noten nicht einfach vom Blatt auf mein Knopfakkordeon bringen bei dem ich manchmal erst überlegen muß, welche Note sich eigentlich wo befindet..... es ist einfach nicht so strukturiert....

---------- Post hinzugefügt um 16:58:49 ---------- Letzter Beitrag war um 16:53:38 ----------

Diese "Trockenübungen" find ich echt interessant, kann mir aber gerade nicht vorstellen, daß mir das gelingen könnte.... ich meine, ich bin auf den hörbaren Ton bezogen.
 

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