SSD für Audio-Aufnahmen?

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FL-Guitarworks
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Hallo,
bin gerade beim durchsehen geeigneter PCs für Recording-Zwecke auf das Thema Solid-State-Drive Speicherung gestoßen. Nachdem ich kein "EDV-Mensch" bin und mir das nicht einfach so herleiten kann, wollt ich mal fragen ob mir hier jemand was dazu sagen kann. Wäre es eurer Meinung nach sinnvoll einen PC mit derartiger Ausrüstung für Recording-Sachen anzuschaffen?
 
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Für System und Programme nutze ich eine SSD. Für Audio ist SSD weniger sinnvoll. Die Geschwindigkeit einer 7200er Platte ist für Audio in fast allen Fällen mehr als ausreichend und bei der Häufigkeit von Schreibvorgängen sehe ich auch Vorteile für eine übliche HD.

Beim System finde ich mit SSD den Performance Gewinn beachtlich.
 
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Gerade bei Audio benutze ich eine SSD oder Flash-Speicher, weil er keinen Lärm macht. Es darf natürlich auch sonst nichts Geräusche verursachen. Wie lange ein System bootet ist mir egal, ob 3 Sekunden oder 3 Minuten. Da sitze ich doch nicht daneben und warte. :eek:
 
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Viele Programme laufen schneller und flüssiger mit SSD. Das kann je nach Programm ähnliche Effekte wie mehr RAM haben.

Für die Aufzeichnung von Audio ist mir SSD noch zu teuer. Wenn ich 32 Spur Live-Mitschnitte mit 192 kHz bei 4 Stunden Aufnahmezeit mit gespiegelten Platten mache, wird SSD seeeehr teuer.
 
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Meine Idee wäre eine SSD mit 3 Partitionen (zusätzlich zu einer HDD):
Partition 1: Für Windows
Partition 2: Für Programme D. h. auch die Sample Libraries
Partition 3: Arbeitspartition D. h. das Projekt an dem gearbeitet wird auf diese Partition kopiert, wo es solange liegt, wie es benötigt wird. Und am Ende der jeweiligen Session wird das Projekt eben wieder auf die normale HDD kopiert. Ist zwar ein wenig umständlich, aber ich war eigentlich der Überzeugung, daß das Arbeiten auf der SSD durchaus einen Performancevorteil bringt, oder liege ich da etwas falsch? Ich habe allerdings auch keine 4 Stündigen 32 Spur Live Mitschnitte bei 192 kHz. ^^ Mein Projekte bewegen sich eher so um die 2-10 GB.
 
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ich war eigentlich der Überzeugung, daß das Arbeiten auf der SSD durchaus einen Performancevorteil bringt, oder liege ich da etwas falsch? Ich habe allerdings auch keine 4 Stündigen 32 Spur Live Mitschnitte bei 192 kHz. ^^ Mein Projekte bewegen sich eher so um die 2-10 GB.

Dann macht das durchaus Sinn. Das Arbeiten auf SSD bringt durchaus Vorteile in der Performance. Jedoch erhöht das dramatisch die Schreibvorgänge auf der SSD und die sind im Gegensatz zu einer üblichen HD limitiert, will sagen die SSD altert dann schneller. Ob das für die Praxis ein Nachteil ist, weiß ich allerdings auch nicht. Da habe ich keine Erfahrungswerte.
 
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Das SSDs tendenziell eine geringere Lebensdauer haben, zumal ggf durch die zusätzlich Beanspruchung ist mir klar. Drum wäre es ja auch mein Gedanke sie nur temporär zum Arbeiten für wichtige Daten zu verwenden. ;)
Falls es jemand interessiert: Eine Alternative wäre auch noch den Arbeitsspeicher zu erweitern und eine RAM-Disk zu generieren. Ist zwar im Verhältniss die teuerste und unsicherste Variante, da wenn Strom weg alles weg! Aber dafür auch die absolut schnellste. Ich hab mit Leuten geplaudert (vor allem Photoshop User, Videocutter und Grafik Renderer) die drauf schwören. Eine USV um im Notfalls noch alles speichern zu können sollte man sich dann allerdings dann besser auch zu legen.
 
CharlesMonroe198
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Also der Pc Spezialist bei dem ich zuletzt war, hat mich bei Arbeitsrechnern vor SSDs gewarnt. Er meinte auch dass die Schreibvorgänge limitiert sind und dadurch sich die Lebensdauer drastisch verkürzt wenn auf der SSD das System usw sitzt. Denn da wird ja ständig geschrieben und gelesen. Egal was man auf dem Rechner gerade macht. Und sein größtes Bedenken war, dass SSDs nicht langsam kaputt gehen, sodass man reagieren könnte. Sondern iwann kommt der Tag X in 2 oder 3 Jahren, wenn man die Platte viel benutzt und dann sind sie im Eimer. Wenn dann noch wichtige Daten drauf waren wärs halt fatal. Sind nur Programme und das OS drauf kann man das ja wieder herstellen, wenn auch aufwendig. Aber Projektdaten usw sind dann eben einfach weg.
 
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Verschlissene SSDs lassen sich eigentlich immer noch lesen, nur nicht mehr schreiben. Und die Lebensdauer sollte auch kein Problem sein. Meine soll nach einem Jahr täglichem intensivem Gebrauch mit sehr vielen Schreibzugriffen (Kompilieren, zig mal am Tag) laut der Software SSDLife-Pro noch bis 2017 halten.

Die größeren Probleme entstehen durch schlechte Firmware und durch Inkompatibilitäten zwischen Motherboard und SSD. Aber wenn das passt, dann rennt das schon sehr schön. Backups sollte man so oder so machen.

Ich möchte meine SSD (240Gig, System und meine Daten bis auf die ganz großen Brocken und meine virtuellen Maschinen) nicht mehr missen. Probleme bisher: null.

Außerdem hat Microsoft in Windows inzwischen einiges an SSDs angepasst (seit Windows 7), sowohl was die Performance als auch die Reduktion von Schreibzugriffen betrifft.

Banjo
 
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Die Schreibzyklen von SSDs werden unterdessen sehr gut verteitl, d.h. sofern die SSD die Möglichkeit dazu hat, erreicht sie eine hohe Lebensdauer, vergleichbar mit der von HDs. Wo die SSD ins schledern käme, ist, wenn man von einer 64GB SSD 60GB mit etwas beschrieben hat, dass man nie löscht (also immer nur ReadOnly) und dann beginnt die restlichen 4 GB extrem stark zu belasten. Dann kann die SSD nicht "ausweichen". Solange man aber z.B. auf einer SSD die aktuell genutzen PlugIns etc. hat und das jeweils wieder wechselt bei neuen Projekten, kann die SSD auch die Schreibvorgänge wieder gut aufteilen. Und wie Banjo geschrieben hat, schlimmsten falls kann die SSD nichts mehr schreiben, aber immernoch lesen.
Wirklich heikel bei SSDs sind eigentlich nur zwei Dinge 1.) es gibt noch einige Modelle mit Kinderkrankheiten und 2.) bei mechanischen HDs hat man noch die Chance zu hören, dass die HD langsam den Geist aufgiebt, dass fällt bei SSDs komplett weg. Aber in Praxis hat man von seinen Projekten - egal ob auf HD, SSD oder sonstwas - eh immer ein BackUp, dass man machen muss. :)
 
Reflex
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Wo die SSD ins schledern käme, ist, wenn man von einer 64GB SSD 60GB mit etwas beschrieben hat, dass man nie löscht (also immer nur ReadOnly) und dann beginnt die restlichen 4 GB extrem stark zu belasten.

Ist denn nicht genau das der Fall, wenn man auf der SSD Windows + Programme, und eventuell einige Sample Libraries speichert?
 
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Also der Pc Spezialist bei dem ich zuletzt war, hat mich bei Arbeitsrechnern vor SSDs gewarnt.

Ich will ja nichts sagen... aber "Spezialisten" gibt's viele. Wenn ich mir anschaue, was für Leute da in freier Wildbahn herumlaufen und sogar noch Geld für ihre Arbeit nehmen, graust's mir sehr... Und vor allem die älteren unter ihnen glauben ganz gerne mal das, was sie glauben wollen. (Naja, wer von uns tut das nicht...) Der an den du geraten bist, scheint auch ein bisschen dazu zu gehören (siehe Banjos Ausführungen).


Meine Idee wäre eine SSD mit 3 Partitionen (zusätzlich zu einer HDD):
Partition 1: Für Windows
Partition 2: Für Programme D. h. auch die Sample Libraries
Partition 3: Arbeitspartition D. h. das Projekt an dem gearbeitet wird auf diese Partition kopiert, wo es solange liegt, wie es benötigt wird.
[...]
Mein Projekte bewegen sich eher so um die 2-10 GB.

Würde ich nicht so machen.
Grundsätzlich: Ich hab Windows und die installierten Programme auf der gleichen Partition. Denn ist das System futsch, was bringen die Programme auf der extra Partition, wenn die Registry im Eimer ist? Gar nichts. Im Endeffekt ist es also egal auf welcher Partition die Programme liegen, das nur zum Verständnis meiner folgenden Rechnung.

Ein Windows 7 mit ein paar grundsätzlichen Programmen (Virenschutz, DAW und andere Musik-Programme, Office-Software,...) braucht gut und gerne seine 70 GB. Dabei gehe ich davon aus, dass die "eigenen Dokumente" (oder wie der Rotz heutzutage heißt) entweder so gut wie leer oder auf eine andere Partition ausgelagert sind.
Jetzt lass mal noch 3 Projekte à 10 GB auf der Platte liegen - dann sind wir bei 100 GB. Womit eine 128 GB SSD (wenn man die echte Größe nimmt und nicht die vom Marketing angegebene) schon fast voll ist. Und dann hast du noch keine Instrumenten-Libraries.
Nebenbei bemerkt: Eine SSD sollte man nie randvoll machen. Ab etwa 80% wird sie langsamer. Die Rechnung, warum das bei diesem Anwendungsfall sowie vielen andern (z.B. in der digitalen Kommunikation) so ist, erspar ich mir und dir jetzt - "das ist einfach so".

Wie 968 schon schrieb: Eine 7200er-Platte ist für Audio-Anwendungen schnell genug. Die paar Bits, die da bei 32 Kanälen auf die Platte und von der Platte gestreamed werden, macht die locker mit. Was bei der Audio-Bearbeitung Power braucht, sind die ganzen Soundbearbeitungen der DAW. Und was die brauchen, ist CPU-Leistung und Arbeitsspeicher - nicht Plattengeschwindigkeit. (Zumindest nicht, solange das System hier nicht Arbeitsspeicher auf die Platte auslagert - da ergeben sich dann wieder andere Probleme.)

Ich würde dir eher empfehlen: Hau das OS und die Anwendungsprogramme auf die SSD und nutz den restlichen Platz für oft geladene Libraries. Und das mit der Partitionierung... würd ich bei den vergleichsweise geringen Speichergrößen von SSDs gleich ganz bleiben lassen. Solltest du das System neu aufsetzen müssen, kommt's aufs Hin- und Herschieben von den paar GB an Samples jetzt auch nicht mehr drauf an. Kannst sie ja beim Backup gezielt außen vor lassen, um den Speicherplatz des Backup-Mediums zu schonen.

Ich hab mit Leuten geplaudert (vor allem Photoshop User, Videocutter und Grafik Renderer) die drauf schwören.

Videoschnitt - vor allem in HD - kann nie genug CPU-Power und RAM haben. Grafik-Rendering ist so n Spezialdingens. Wenn du damit Renderings im Filmeberich meinst, siehe den Satz eben dazu. Ich weiß nicht mehr welcher Film es war (Herr der Ringe oder einer der Star Wars vielleicht), für den man in Neuseeland eine riesen Serverfarm aufgestellt hat mit der Technik, auf der Watson basiert. Und von Narnia I hab ich gehört, dass die finale Berechnung 3 Stunden pro Bild gedauert hat.

Die Photoshoppler... wie soll ich sagen... brauchen tun die eigentlich nicht so viel. Glauben tun sie aber, dass sie die modernste Technik der Welt brauchen, "um kreativ arbeiten zu können und nicht von der Technik behindert zu werden." Und ohne einem überteuerten weißen Kasten geht das ja sowieso mal gar nicht :rofl:

Naja, meine Empfehlung siehe weiter oben in diesem Posting.

MfG, livebox
 
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Ist denn nicht genau das der Fall, wenn man auf der SSD Windows + Programme, und eventuell einige Sample Libraries speichert?
Ansich ja, das ist genau dann ein Problem, aber da ist der letzte Zusatz wichtig: "und dann beginnt die restlichen 4 GB extrem stark zu belasten."
Denn das macht kaum jemand.(resp. ich kenne niemanden der das macht) Wie livebox schon gesagt hat, die meisten haben auf der SSD System und Programme und noch ein paar Sachen wie Word Dokumente, aber mehr nicht. Und So "Kleinkram" hin und her zu schieben ist für die SSD noch lange keine Extrembelastung. So anfällig sind die Speicherzellen nicht ;)
 
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Vielen Dank für die ganzen Anregungen. ;)

Also logisch würde sich das mit den vermehrten Speicherzugriffen schon anhören. Die SSDs daher nicht fürs Betriebsystem zu verwenden steht allerdings im absoluten Wiederspruch zu der geläufigen Meinung/Erfahrung, denn gerade hier liegt der wirklich spürbare Nutzen. Langzeiterfahrung gibts allerdings wohl erst in einigen Jahren. ;)

Ich gebe zu meine Partionierungsphililosophie ist noch sehr von den eigenheiten der HDDs geprägt ;). Ich habe total vergessen, daß Partitionen bei SSDs eine ganz andre Rolle spielen. Allerdings macht es für mich nichts desto Trotz durchaus Sinn System und Programme auf eine jeweils eigene Partition aus zu lagern. Schmiert das Windoof nämlich ab kann ich das System sauber neu aufsetzten und hab danach immer noch Zugriff auf diverse Daten, wie z. B. Bookmarks u. Ä. Danach werden die Programmfracks sowieso gekickt. Des Weiteren könnte ich die Samples dann auch auf diese Partition lagern und würde mir ggf. das erneute Überspeilen sparen.
 

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