Stagebox an Mischpult

von c-note, 30.04.08.

  1. c-note

    c-note Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.08   #1
    Hallo zusammen,

    hab schon gestöbert, aber nur halbe Antworten gefunden. Meine Frage:

    Ich möchte mir folgende Stagebox für unsere Band besorgen:
    https://www.thomann.de/de/the_sssnake_sk415-30_multicore.htm

    Nun stellt sich die Frage, wie man das alles an folgendes Mischpult anschließt:
    http://www.musik-service.de/yamaha-mg-166-cx-prx395760072de.aspx

    Mikrofone sind klar.

    Nun haben wir 2 Gitarren, 1 Bass, ein E-Drum uns 3 Keyboards.

    Habe jetzt erklärt bekommen, dass man die E-Drums und Keys an Di-Boxen anschließen muss und von da an die Stagebox.
    Nur welche Kabel benutze ich an den Ausgängen des Multicores, um in den Mischpult zu gelangen. Die haben nur Klinke, bzw. Chinch. Kann ich einfach Adapter benutzen? Und müssen die Gitarren auch an eine DiBox???

    Hoffe ihr könnt mir helfen Leute. Ist alles schon kompliziert und nerverzerreissend:confused:
     
  2. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.04.08   #2
    Hallo c-note!

    Also erst mal, die Stagebox ist der Kasten mit den Anschlüssen, der vorne auf der Bühne steht. Das gesamte Teil nennt sich Multicore (kurz: MuCo). ;)

    Also unter "Ausgänge des Multicores" verstehe ich die Anschlüsse am "Spliss" ( =Kabelpeitsche). Nun, wie du geschrieben hast: Die Mikros sind klar; die Instrumente soweit möglich über DI-Boxen. Wenn du dann noch die Klinke/Chinch-Anschlüsse benutzen willst, braucht du pro Kanal 2 Adapter: An der Stagebox und am Pult! Denn eine DI-Box bringt das Signal auf Mikrofon-Pegel herunter. Dazu brauchst du am Pult dann wieder einen Mic-Preamp, der aber nur hinter einem XLR-Anschluss sitzt.

    --> Wenn dir die XLR-Anschlüsse am Pult ausgehen, musst du wirklich auf Adapter zurückgreifen. Beachte aber, dass du bei Cinch in keinem Fall eine symmetrische Signalleitung hast und bei Klinke auch in den wenigsten Fällen. Und die Symmetrie ist bei einer 30m Leitung schon wichtig...

    Sind jetzt noch konkrete Fragen offen?


    MfG, livebox
     
  3. c-note

    c-note Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.08   #3
    Hallo Livebox!!!!

    Vielen Dank für deine prompte Antwort!!! Ja eine Frage hätt ich dann schon noch:

    und zwar sagtest Du, dass die Signale auf Mikropegel runtergedreht werden und später durch die Vorverstärker wieder gehoben werden (=so hab ichs jedenfalls verstanden)
    Wie verstärke ich aber dann die Signale, wenn keine Verstärker (bei den Stereokanälen) vorhanden sind? Wie schließt man denn üblicherweise Keyboards an???

    Freu mich auf ne Antwort:great:
     
  4. livebox

    livebox Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 30.04.08   #4
    Na ja, was "üblich" ist, kommt auch ganz auf die Situation drauf an! Auf einem riesen Open Air gehen die Keys über DI-Boxen und dann in XLR-Buchsen rein. Bei solchen großen Geschichten ist die Kanalzahl am Pult aber in der Regel auch kein Problem! Hier ist eben wegen er langen Leitung die Symmetrie wichtig, welche dann durch die DI-Box auch gegeben ist.

    Nehmen wir dagegen eine kleine Band, die in einer Kneipe spielt und sich selbst von der "Bühne" aus mischt, haben wir andere Verhältnisse: Kanalzahl am Pult ist evtl. knapp bemessen, die Anschaffung jeder DI-Box wird zweimal überlegt - und lange Kabelstrecken hat man da eh nicht.
    (So grob als Wert - spätestens ab 10m länge sollte das Signal nur noch symmetrisch geführt werden; kommt auch drauf an, wo es überall vorbeiläuft. )
    Hier nimmt man dann üblicherweise einfach 2 Klinke-Kabel und geht in den Stereo-Eingang.

    Dazwischen gibt es nicht wirklich was. Entweder man lässt die Symmetrie links liegen und geht den Weg über die Adapter wie oben beschrieben. Oder man nimmt doch DI-Boxen auf der Bühne und hängt vor das Pult nochmal einen externen Vorverstärker, so was zB.
    (nur willkürliches Beispiel, ich kenne das Teil nicht, also auch keine Aussage zur Qualität...)
    Von dem dann mit TRS (Stereoklinke) in die Klinken-Eingänge des Pultes.

    Hier aber auch die Symmetrie beachten: Ist ein Teilstück des Signalweges (ab der DI-Box Richtung Pult dann) unsymmetrisch, ist das gesamte Signal unsymmetrisch! Wie gesagt - hinter dem Preamp dann TRS, und schau auch mal im Manual des Pultes, ob die Klinke-Eingänge symmetrisch ausgelegt sind! Cinch ist wie oben erwähnt bei der Geschichte ganz außen vor.

    MfG, livebox
     
  5. Trommelmuckl

    Trommelmuckl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.05.08   #5
    Hallo c-note,

    das MuCo willst du erst noch kaufen, aber das Pult ist schon vorhanden, ist das richtig? Wenn nicht, würde ich bei eurer Besetzung nochmal überlegen, ob das Pult die richtige Größe hat. Bei deiner Aufzählung der Besetzung komme ich bei 2 Gitarren, 1 Bass, ein E-Drum uns 3 Keyboards auf 11 Kanäle. Noch ein bis zwei mal Gesang, und schon wird es eng. Ich persönlich würde auch nie ein unsymmetrisches Signal durch ein 30m-Core schicken. Deswegen ist die beschriebene Vorgehensweise mit den DI-Boxen schon richtig.

    Ich würde glaub ich anders vorgehen, wenn besagtes Pult schon gekauft ist, und zwar würde ich die 3 Keyboards direkt auf der Bühne in einem separaten kleinen Mischpult zusammenmischen (Submixer), so dass dann nur noch 2 statt 6 Signale zur Stagebox und dann weiter zum "richtigen" Mischpult gehen. Dann kommst du an dem Pult mit den 10 symmetrischen Eingängen hin. Diese unsäglichen Stereoeingänge am Pult sind meiner Meinung nach eher zum Anschließen von z.B. CD-Player o.Ä. direkt am Pult zu gebrauchen. Für Instrumente ist das nix, und das mischen ist auch nur ein Kompromiss, weil dir ja jeweils nur ein Fader für die 2 Kanäle eines Stereoeingangs zur Verfügung steht.

    Gruß,
    der Trommelmuckl
     
  6. c-note

    c-note Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.08   #6
    Hallöle,

    also ein größerer Pult wär natürlich die Lösung, nur haben wir eben erst auf dieses Mischpult Yamaha MG 166CX erweitert. Den wieder zu verkaufen, hätte wieder ein Verlust zur Folge.
    Ich finde den Vorschlag von livebox noch am realisierbarsten: alle unsymmetrischen Leitungen per Di-Box zu symmetrieren und all samt über den Rulticore Richtung Pult zu schicken.
    Vor dem Pult werden dann die XLR-Kabel, die an die Stereokanäle dranmüssen (die kein XLR bzw.Verstärker haben), durch ein Mikrofonverstärker mit balanced/unbalanced Klinkenausgänge auf Linepegel gebracht und per Klinkenkabel in die Klinkeninputs angeschlossen.
    Für mich scheint das ziemlich plausibel... Oder funzt das nicht :( falls ich mich irgendwo täuschen sollte, kann mich ja jemand bitte korrigieren. :D
     
  7. Trommelmuckl

    Trommelmuckl Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.05.08   #7
    Hi,
    also, Lösungen gibt es natürlich viele, und grundsätzlich sehe ich nicht, was an dem, was du vorhast, nicht funktionieren soll. Es hat wie gesagt den Nachteil, dass du das, was auf den Stereokanälen ankommt, nicht wie 2 separate Kanäle mischen kannst. Du kannst auch mal zusammenrechnen, was günstiger ist: ein kleines (gebrauchtes?) 6-Kanal-Mischpult als Submixer für die Keys (wo dann schon die Ausgänge symmetrisch sind, so dass du dafür schon mal keine DI-Boxen mehr brauchst) oder 6 x DI für Keys plus Vorverstärker, um die Stereoeingänge zu nutzen. Diese Submixergeschichte ist durchaus nicht unüblich und wie gesagt, du behälst dann noch 2 Kanäle am Mischpult frei. Die Situation, wo du darüber froh bist, wird früer oder später kommen ;-)
    Aber wie gesagt, ich finde, es ist 'ne Geschmacksfrage. Wenn dir die Idee mit dem Submix nicht schmeckt, lass es.

    Beste Grüße,
    der Trommelmuckl
     
  8. ThomasA1000

    ThomasA1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #8
    Und wenn man mit einer aktiven DI Box das Signal um 20dB anhebt und mittels XLR-Klinken Adapter in den Stereokanal des Mixers geht? Die +20dB werden doch auf den Micropegel zugegeben, oder?
     
  9. RaumKlang

    RaumKlang Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #9
    DIs machen aus Linepegel Mikrofonpegel und eine Impedanzanpassung sowie Symmetrierung.

    Würde man ein Signal auf Bühnenseite symmetrieren und auf Pultseite von XLR auf Klinke (mono) adaptieren, könnte man sich die Symmetrierung auch gleich sparen, weil die komplette Übertragungsstrecke dadurch asymmetrisch wird.

    Die Stereo Line-Ins am genannten Pult sind asymmetrisch, in so fern bleibt für einen sinnvollen Anschluß nicht viel übrig außer einem Übertrager zwischen Multicore und Eingang.
     
  10. ThomasA1000

    ThomasA1000 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.06.08   #10
    ...auch wieder wahr. Nicht ganz zu Ende gedacht.

    Wenn ich also zB ein Keyboard in einen Stereo-Klinken-Eingang eines Mixers bringen will gehts nur so?

    Keyboard->DI->MuCo->https://www.thomann.de/de/millenium_dipro.htm->Klinke/Klinke->Mixer

    Den Übertrager logischeweise 2mal. Oder reicht eine "normale" DI Box in umgekerter Richtung auch? Die 50 cm von der Box in den Mixer können ja ruhig unsym sein. Die Führung bei 30m MuCo ist dann ja sym.

    Bleibt mit diesem Teil das Singal im MuCo sym?
    https://www.thomann.de/de/monacor_ma_100_15.htm
     
  11. SB

    SB Licht | Ton | Elektro Moderator HFU

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    Erstellt: 11.06.08   #11
    Jo mit dem Monacor gehts. Ohne den aber nicht (symmetrisch). Denn sobald du hinten irgendwie wieder auf einen Klinkenstecker adaptierst, zerhaust du dir die Symmetrie. Selbst wenns ein symmetrischer Adapter ohne Übertrager wäre, da die Klinkeneingänge in den Stereokanälen unsymmetrisch sind. Mit dem Monacor gehts aber. Als DI-Box tuts auch die DI-E für 10€.

    Abgesehen davon kann man teilweise schon 30m unsymmetrisch fahren. Kommt halt immer drauf an, wo das Signal rauskommt. Wenns ein Line-Out von Modeller, Amp oder Keyboard ist und der ein wenig Pegel schiebt, so dass man den Gain nicht auf 3 Uhr aufreißen muss, und zudem eine niedrige Ausgangsimpedanz hat, dann geht das schon. Aus nem passiven Bass direkt raus ins Multicore zu gehen kann man hingegen sowohl aus störungstechnischer als auch aus klanglicher Sicht (-> dumpf) komplett vergessen.


    Gruß Stephan
     
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