Stagg BC-300 Einstellung


migu
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Hallo,
auch auf die Gefahr hin, dass da irgendwo mal diskutiert wurde(und ich wegen dem Stagg belächelt werde), hab ich mal eine Frage zu Einstellarbeiten des Bass...
*weiterausholmodusAN*
Ich hab mich für den Stagg entschieden aus mehreren Gründen:
1. hab ich keine Ahnung wie sich ein "guter" Bass anhört und bespielen lässt, wie soll ich also die Spreu vom Weizen trennen?
2. Wollte ich sowieso erst mal nur schauen ob es wirklich dauerhaft SPass macht und ob ich bei der Stange bleibe.
3. Hab ich Yamaha, Johnson, und Squier Bässe von meinem Verkäufer zum Spielen bekommen, und was soll ich sagen, mehr als ne Tonleiter war zu diesem Zeitpunkt nicht drin...
4. gefiel mir der bass rein optisch
5. achso ja der Preis natürlich ;)

Nun zu der Entwicklung:
Bass ausgepackt und rumgeklimmpert, na toll es kommen tiefe Töne raus, die sich ändern wenn ich auf dem Griffbrett rumfinger....das ist ja schon mal was!
Beim Lehrer gewesen, der hat dann gesagt, dass die Gitarre verdammt leicht ist....und die Saiten stehen zu weit vom Hals ab...hab ich dann nicht lange gefackelt und hab mich lt. der Anleitung von Justchords.com am Einstellen des Halses versucht, mit dem Erfolg, dass ich ein Schnarren auf der E-Saiter im Bereich von A# bis C hatte, und zwar oberhalb bei A....alle anderen Seiten scharren ein wenig nur bei "sehr" stark angerissenen Saiten beim gegriffenen ersten Bund.
Die Aussage von meinem Lehrer: Ist doch O.K!
Hmmm, hat mich aber nicht befriedigt. Ich hab kontakt zu einem Gitarrenbauer aufgenommen, der dann meinen Bass auf Bundierung und Halslage vermessen hat und der meinte alles i.O. aber die ist ja super leicht, und da wird vermutlich alles ungewollt irgendwie mitschwingen. Weil das Schnarren so gut wie gar nicht übertragen wird, hat er gesagt, wäre das auch nicht schlimm. Wir haben dann Flatwoundsaiten aufgezogen, welche mir rein Akkustisch sehr gut gefallen haben, da war das Schnarren(ist eher eine art Klirren) noch weniger zu hören (unverstärkt). Dann habe ich noch ein bischen rumexperimentiert, und festgestellt, dass die Muttern, die die Mechanik festehalten lose waren. Nachdem ich also alle Schrauben und Muttern festgezogen habe, vibrierte kaum noch etwas, aber das Schnarren auf der E-Saite bekomme ich nicht weg! Ist natürlich blöd weil ich als Anfänger z.Zt. nur in C-Dur rumdudel und genau da schepperts!!
Hat da jemand eine Idee oder ne Erfahrung gemacht, was da möglicherweise machbar ist. Der Hals wurde von mir so eingestellt, dass die Saiten unten näher am Hals sind, und die Einsteller der Bridge sind ganz unten(waren sie auch vorher). Wenn ich jetzt noch näher an den hals gehe, und die Bridge erhöhe habe noch mehr Scharren. Im Grunde ist es nur der eine Breich und ich könnte damit leben, aber es wäre ja möglich dass es irgend einen Trick gibt, wie man sowas hinkommen kann!

Vielen Dank vorab...

Migu
 
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Mir gefällt dein Enthusiasmus. Mit einem Stagg-Bass zu Gitarrenbauer, nicht schlecht. Der Bass ist in der Tat Müll, aber dass du dich trotzdem darum kümmerst, finde ich sehr cool!

Schon in so jungem Stadium Flatwounds? Ungewöhnlich, aber auch nicht schlecht!...

Ferndiagnose ist immer problematisch, und ganz besonders, wenn dir schon ein Gitarrenbauer gesagt hat, dass da alles in Ordnung sei, weil der wird's zum einen wissen, und zum andern hat er das Instrument live erlebt.

Zwei Dinge könnte ich mir vorstellen.
a) die Saitenlage der E-Saite hat nach oben hin noch ein kleines Stückchen Luft. Je höher sie ist, desto unwahrscheinlicher ist der Fall, dass es scheppert. Bei richtig eingestelltem Hals.

b) dein Anpressdruck könnte zu gering sein. D.h. du greifst die E-Saite mit einem Stück zu wenig Kraft. Obwohl, wenn du einen Lehrer hast, würde er dir das schon sagen. Trotzdem könnte ich mir das zumindest vorstellen.
 
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Milosz schrieb:
Mir gefällt dein Enthusiasmus. Mit einem Stagg-Bass zu Gitarrenbauer, nicht schlecht. Der Bass ist in der Tat Müll, aber dass du dich trotzdem darum kümmerst, finde ich sehr cool!

Naja, ohne Enthusiasmus geht das meines erachtens nicht, und der Gitarrenbauer war alles andere als Überheblich oder abweisend, sondern nett und hilfsbereit....mal schauen, evtl. bin ich ja mal so gut, und kann mir einen Bass von ihm leisten!

Schon in so jungem Stadium Flatwounds? Ungewöhnlich, aber auch nicht schlecht!...

Wie gesagt es war nur eine Probe, uind ich hab mich sofort in den Klang verliebt...mein Lehrer war auch ganz begeistert, selbst er hat noch nie Flats benutzt, ist aber auch eher der Kontrabassspieler!

Ferndiagnose ist immer problematisch, und ganz besonders, wenn dir schon ein Gitarrenbauer gesagt hat, dass da alles in Ordnung sei, weil der wird's zum einen wissen, und zum andern hat er das Instrument live erlebt.

Zwei Dinge könnte ich mir vorstellen.
a) die Saitenlage der E-Saite hat nach oben hin noch ein kleines Stückchen Luft. Je höher sie ist, desto unwahrscheinlicher ist der Fall, dass es scheppert. Bei richtig eingestelltem Hals.

Das ist ja auch der Fall, wenn ich den Hals wieder etwas entspanne, so dass die Saiten sich vom hals entferne, dann ist das Scheppern weg,aber der bass auch nicht gut bespielbar, sogar im Beriech des 7 - 10 Bundes!

b) dein Anpressdruck könnte zu gering sein. D.h. du greifst die E-Saite mit einem Stück zu wenig Kraft. Obwohl, wenn du einen Lehrer hast, würde er dir das schon sagen. Trotzdem könnte ich mir das zumindest vorstellen.

Ich hab da draufgedrückt, bis mir das Blut abgedrückt wurde, sogar von oben, nur zum ausprobieren...nix! Aber wenn ich jetzt z.B. mit dem kleinen Finger das C greife, und mit dem Zeigefinger das A greife ist das Scheppern weg, es kommt also von oberhalb des gegriffenen Bundes, und nicht darunter!

Danke trotzdem für die klare Ansage (Bass ist Müll) Ich werde ihn zum Lernen trotzdem weiter benutzen!
 
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migu schrieb:
Wie gesagt es war nur eine Probe, uind ich hab mich sofort in den Klang verliebt...mein Lehrer war auch ganz begeistert, selbst er hat noch nie Flats benutzt, ist aber auch eher der Kontrabassspieler!
Gerade dann ist er ein Flatwoundspieler! ;)
Das ist ja auch der Fall, wenn ich den Hals wieder etwas entspanne, so dass die Saiten sich vom hals entferne, dann ist das Scheppern weg,aber der bass auch nicht gut bespielbar, sogar im Beriech des 7 - 10 Bundes!
Mh-mh, nicht den Hals lockern, sondern nur und einzig allein den Saitenreiter (das T-förmige Metallding da an der Brücke) der E-Saite ein klitzekleines Stückchen nach oben drehen.
Ich hab da draufgedrückt, bis mir das Blut abgedrückt wurde, sogar von oben, nur zum ausprobieren...nix! Aber wenn ich jetzt z.B. mit dem kleinen Finger das C greife, und mit dem Zeigefinger das A greife ist das Scheppern weg, es kommt also von oberhalb des gegriffenen Bundes, und nicht darunter!
Wie greifst du den Ton eigentlich? Irgendwo im Bund oder genau auf dem Bundstäbchen?
 
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nicht auf, sondern direkt hinter dem Bundstäbchen!!
 
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Milosz schrieb:
Gerade dann ist er ein Flatwoundspieler! ;)

Falls er Stahlsaiten spielt und man von der Kernkonstruktion absieht, es sei denn er spielt diese ganz billigen Dinger von Thomastik-Infeld...
 
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Die, die ich jetzt drauf habe sind von Thomastik....der Gitarrenbauer hat die als gute Qualität bezeichnet.
Sind Kontrabasssaiten von der Firma schlecht?
 
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migu schrieb:
Sind Kontrabasssaiten von der Firma schlecht?
Äääh, nein, die Saiten dürften aber die deutschlandweit am häufigsten anzutreffenden sein...
 
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migu schrieb:
Sind Kontrabasssaiten von der Firma schlecht?

Um Himmels Willen, so kann man das nicht sagen, die haben nur ein sehr breites Programm, und "billig" und "Kontrabaß" sind 2 Vokabeln, die sich meiner leidvollen Erfahrung nach nicht ausstehen können. Ich hatte von denen schon Saiten für Kontra-, E-Bass und Klampfe, die zum absolut besten gehören, was mir je in die Finger geraten war.
 
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Genau hier stößt Du an die Grenze der Verarbeitungsqualität der Stagg Bässe. Nach Deiner Beschreibung müsste der Hals ein klein wenig entspannt werden und die Reiter entsprechend herunter gedreht werden. Du gibst aber an, dass diese schon ganz unten sind. :(

Theoretisch könnte man den Halswinkel noch nachjustieren. Dazu müsste man den Hals demontieren und einen Keil zwischen Hals und Korpus einlegen. Dann hast Du wieder Spielraum mit den Reitern.

Ich würde diesen Aufwand nicht unbedingt betreiben, da auch Dein Basslehrer und der Bassbauer keinen dringenden Handlungsbedarf gesehen haben. Ich würde lediglich die E-Saite etwas anpassen und sie einen Tick höher drehen. Damit dürfte sich das Schnarren reduzieren.

Wichtig ist auch, was aus dem Verstärker kommt. Eventuell klingen andere Saiten mit, die Du als Anfänger noch nicht sauber abdämpfen kannst.

Gruß Uwe
 
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Uwe B. schrieb:
Genau hier stößt Du an die Grenze der Verarbeitungsqualität der Stagg Bässe. Nach Deiner Beschreibung müsste der Hals ein klein wenig entspannt werden und die Reiter entsprechend herunter gedreht werden. Du gibst aber an, dass diese schon ganz unten sind. :(

Das ist es ja eben, die Reiter sind schon ganz unten, ich hatte schon überlegt, die Brücke per Fräsung auf dem Korpus zu versenken, aber das ist ja ein AUfwand, der nicht gerechtfertigt ist!

Theoretisch könnte man den Halswinkel noch nachjustieren. Dazu müsste man den Hals demontieren und einen Keil zwischen Hals und Korpus einlegen. Dann hast Du wieder Spielraum mit den Reitern.

Wäre auch ne möglichkeit, aber was nimmste da für en Material, in welcher stärke...Keilform usw. usw....da binich kein Fachmann!

Ich würde diesen Aufwand nicht unbedingt betreiben, da auch Dein Basslehrer und der Bassbauer keinen dringenden Handlungsbedarf gesehen haben. Ich würde lediglich die E-Saite etwas anpassen und sie einen Tick höher drehen. Damit dürfte sich das Schnarren reduzieren.

Der Basslehrer wollte den Bass schon kaufen, da er zum Mitnehmen schön leicht ist!!! hihihi

Wichtig ist auch, was aus dem Verstärker kommt. Eventuell klingen andere Saiten mit, die Du als Anfänger noch nicht sauber abdämpfen kannst.

Die Aussage des Gitarrenbauers ging auch in die Richtung, zwar nicht auf andere Saiten, sondern durch die Leichtigkeit->wenigiger oder leichtes Material schwingt der Hals unkontrolliert bzw. partiell und regt dadurch die Saite auch im oberen Bereich an!

Gruß Uwe


Danke trotzdem für die Info, werd halt noch ein bischen rumspielen.


btw. ich habe den Hals noch weiter verspannt, und dann den Reiter höher gedreht, aber das bringht nichts, ich verschiebe das Schnarren nur nach unten, nun kann man sagen, wer spielt schon auf der E-Saite oberhalb der Oktave, aber befriedigend ist diese Ausrede nicht! Ausserdem schnarrt dann die Leersaite und das ist nicht akzeptabel! Und zwar egal wie hoch der Reiter geschraubt wurde!
Ich sehe schon, werde mich intensiv um's lernen kümmern, und wenn ich der Meinung bin, dass es sich lohnt, werd ich mir mal was anderes aussuchen!
 
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Soooooo......ich hab mal die Anregung angenommen, und zwischen Hals und Body ein Distanzhalter probeweise eingebracht....lacht jetzt nicht es ist (nur vorübergehend, ob es klappt) ein paar Lagen Papier, so 2 mm.....und was soll ich sagen....klappt prima, nirgendwo mehr Schnarren oder gezeter! Bespielbarkeit ist jetzt auch prima! Nur der Hals schaut jetzt etwas raus, aber who cares. Nun musste ich nur noch etwas den Hals ein wenig einstellen, und Stimmen und alles wurde gut!!!!
Vielen Dank für die Anregung!
 
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Ich habe auch (ja ich weiß, ich schäme mich...) nen Stagg BC-300... natural Finish aber das tut erstmal nichts zur Sache..

Wo hast du den Hals denn eingestellt? Vielleicht sollte ich bei mir die Saitenlage auch mal ein bisschen optimieren...
 
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Hi Emo,
tja, zunächst habe ich an der Stellschraube den Hals eingestellt(Die ist übrigens unter der "Dreieck-Abdeckung" am Kopf zu finden ;) ). Das hat aber dazu geführt, dass auf der E-Saite obiges Problem auftrat, die Saitenlage aber o.k. war.
Nach Uwe's Rezept hab ich dann den Hals abgeschraubt, ein paar Blättchen Papier zurechtgeschnippel, sie in die Aussparung des Bodies gelegt, Hals wieder eingepasst und festgeschraubt. Danach hab ich den Hals noch ein bischen Eingestellt, gestimmt und gut is!
 
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Ah da versteckt sich die Schraube also ^^
Kannst du mir grad noch sagen in welche Richtung ich drehen muss damit der Hals sich mehr/weniger krümmt?
 
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rechtsrum biegt sich der Hals nach hinten weg...also die Saiten näher an den Hals.....drehts Du nach links kannst Du die Mutter abdrehen!
 

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