einstellen saitenlage/hals/pickups

von Veeti, 07.09.16.

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  1. Veeti

    Veeti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.16   #1
    hy leute,

    ich weiß vermutlich gibts schon einige threads zu den thema, aber mich würde auch eure persönlichen (positiven) erfahrungen interessieren, da jeder was anderes sagt, gitarrentechniker raten was anderes als profis oder musikverkäufer... untern strich würde mich interessieren wie ich die gitarre perfekt auf MEIN spiel einstelle?

    ich spiele mit einen 2.00 plek auf 10-52 saiten und habe auch gerne etwas fleisch/bauch oder wie man es auch immer bezeichnen mag... wenn man die saiten runter drückt möchte ich ein feeling und einen ton mit sustain und kein starkes schnarren was mir den ton bremst, gleichzeitig sollte es aber noch bespielbar sein auch für schnelle sachen...

    ich weiß wo ich was drehen/machen muss zum einstellen, deswegen möchte ich das einstellen auch selbst machen, es geht mir mehr darum wie ich dort hin komme bzw welche veränderungen sinnvoll sind...
    dazu 3 fragen:

    a) wie sehr "gerade" sollte der hals sein, viele sagen so gerade wie möglich, zb so das es in den 1-3. bund nicht schnarrt? oder darf es schnarren hauptsache gerader hals?

    b) brücke bei einer strat/tele mit 6 saitenreiter... einstellen nach den griffbrettradius (radiuskarte ansetzen am saitenreiter oder auf der saite zum einstellen)? oder kerzengerade?

    c) abstand der pickups, ich gehe für einen vintageton sehr gerne nahe ran, aber zb bei der tele habe ich das problem das der stegpu stärker ist und dadurch auch deutlich lauter als der neck pu... kann ich das irgendwie ausgleichen?

    danke!
     
  2. Senchay

    Senchay Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.16   #2
    a) wie sehr "gerade" sollte der hals sein, viele sagen so gerade wie möglich, zb so das es in den 1-3. bund nicht schnarrt? oder darf es schnarren hauptsache gerader hals?

    So gerade wie moeglich, ohne das es schnarrt :-) Schnarren darf es, solange man es am Amp nicht hoert.

    b) brücke bei einer strat/tele mit 6 saitenreiter... einstellen nach den griffbrettradius (radiuskarte ansetzen am saitenreiter oder auf der saite zum einstellen)? oder kerzengerade?

    nach Griffbrettradius natuerlich. Kommt natuerlich auch auf den Radius an. Ich hab bei meiner Fender zb 7.25er Radius, da muss ich schon danach gehen sonst sind ja die auesseren Saiten mit viel weiterem Abstand als die inneren. Was nicht gerade zur Bespielbarkeit beitraegt...

    c) abstand der pickups, ich gehe für einen vintageton sehr gerne nahe ran, aber zb bei der tele habe ich das problem das der stegpu stärker ist und dadurch auch deutlich lauter als der neck pu... kann ich das irgendwie ausgleichen?

    dann stell den der lauter ist einfach so ein das er mehr Abstand hat. Solange es den Ton nicht negativ beeinflusst ist das schon ok.
     
  3. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.16   #3
    Es ist alles auch Geschmackssache !!

    a) keine Ahnung wie gerade der Hals seien sollte .....? Ich hab in 40 Jahren überhaupt erst 1-2 mal am Halsstab einer Gitarre gedreht.
    Ich brauche aber auch keine Briefmarkenflache Saitenlage und Schnarren das nicht über dem Amp kommt ist mir auch egal .......

    b) natürlich ungefähr dem Radius des Griffbretts anpassen

    c) Klar1) Bridge PU runterschrauben 2) lauteren Neck PU einbauen 3) leiseren Bridge PU einbauen
    oder doch 4) alles so lassen. Wie gut klingt der Neck+Bridge Sound für dich ?
    Kommt der gut würde ich nichts wesentliches ändern !!
    :)
     
  4. Veeti

    Veeti Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.16   #4
    a) am amp wirst du es aber nie schnarren hören oder? es geht hier mehr um das feeling und das nix den ton ausbremst auch akkustisch gespielt!
    b) also meine tele und strat haben einen 9er und 12er radius... soll ich jetzt diese radiusschablone auf die saitenraiter stellen und demnach einstellen oder soll ich die schablone auf die saiten stellen?
    c) du meinst einfach solange runter schrauben bis er ungefähr gleich laut ist? er wird dann halt nicht mehr kräftig sein vom ton... :(
    --- Beiträge zusammengefasst, 07.09.16 ---
    a) ja wie gesagt über den amp wird das nie hören, mir gehts aber ums feeling und das auch unplugged gespielt die gitarre den ton klingen lässt und nicht durchs schnarren abstirbt...
    c) das ist eine kloppmann serie da gibt es keinen stärkeren neck pu - zusammen klingen sie eh okay es geht nur rein um den lautstärkenunterschied... zb wenn ich solieren und dann auf den neck pu wechsle fällt mir dann auf das es mir fehlt....
     
  5. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.16   #5
    zu a) Bei High Gain hast du recht aber wenn du clean spielst, kann auch das Schnarren hörbar sein/werden
    zu b) klar kannst du eine Schablone benutzen so du eine besitzt. Ich mach das nach Gefühl und komme damit so klar.
    zu c) ALLE meine Gitarren haben einen lauteren Bridge PU.
    Warum ... weil ich es mag wenn ich im Crunch Sound umschalte und etwas mehr Zerre im Sound habe.
    Wenn dir das nicht gefällt musst entweder die Höhe eines PUs verändern oder was anderes einbauen........
     
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  6. Senchay

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    Erstellt: 07.09.16   #6
    kann schon vorkommen das man das am Amp hoert, klar. Wenns arg schnarrt uebertreagt sich das. also mir ist es schon wichtig das es so wenig wie moeglich schnarrt. Aber deswegen wuerde ich mir jetzt keine Bananenform einstellen.

    Den Radius stelle ich nicht nach Schablone ein. Ich schau von hinten, vom Tremolo aus der Laenge nach wie der Radius verlauft und stelle demnach ein. So 100%ig genau muss es nicht sein.
     
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  7. Dr Dulle

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    Erstellt: 07.09.16   #7
    Ganz genau !!

    Vorallem Spielen - justieren - spielen - justieren - usw usw .....
     
  8. stoffl.s

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    Erstellt: 07.09.16   #8
    Jep, es brauchen auch nicht alle Saiten den gleichen Abstand zum Hals. Es sollte ungefähr hinkommen, bei jeder Saite so, wie du dich am wohlsten fühlst.
    Was die Halskrümmung betrifft: nicht zu stark biegen, auch nicht kerzengerade und vollkommen entspannter Halsstab. Ein Gitarrenbauer hat mal zu mir gesagt, beides wär nicht gut für den Hals, der sich dann leicht verwindet. Und damit kaum noch nutzbar ist.
    Ollie von Session hat übrigens ein recht gutes Video zu dem Thema auf YT: wegen des Schnarrens: wenn es auf den unteren Bünden schnarrt ist der Hals zu flach - hier aber wie gesagt nur sehr vorsichtig nachstellen. Wenn es an den höheren Bünden schnarrt ist die Saitenlage zu niedrig. Es ist also wirklich ein Geduldspiel, bis es passt.

    Und ganz wichtig: immer nur eine Einstellung auf einmal machen, probieren, setzen lassen (Holz arbeitet durchaus noch etwas nach) und dann die nächste Einstellung. Nicht alles auf einmal - da kann es passieren, dass du eine an sich brauchbar eingestellte Gitarre verschlimmbesserst.
    Und auch nicht vergessen: die Oktavreinheit kann auch darunter leiden, wenn du Halskrümmung und/oder Saitenhöhe änderst. Also unbedingt auch überprüfen!
     
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  9. BUTTERKR?M

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    Erstellt: 08.09.16   #9
    Ich stelle die Hälse immer fast gerade ein, aber eben nur fast. Tiefe E-Saite mit der linken Hand im ersten Bund drücken, dazu mit der anderen Hand bzw. Finger im letzten Bund drücken. Mit einem übrigen Finger ;-) die Saite anschlagen: der Ton muß noch erklingen, wenn der Hals nicht ganz gerade ist, sonst setzt die Saite auf und Du hörst nichts mehr. Wenn es fast gerade eingestellt ist, erklingt eben noch ein Ton und wenn ich jetzt noch den Hals etwas nach hinten ziehe, dann sollte er bald absterben, der Ton. So überprüfe ich meine Halseinstellungen. Nur meine Vorgehensweise, es gibt auch noch zig andere Methoden, für mich funktioniert das am besten und schnellsten. Ohne Saiten drauf ist der Hals quasi ganz gerade, die Saiten ziehen den Hals dann etwas nach vorne.

    Du spielst ein 2 mm Pleck, hervorragend! ;-) Das nehme ich nämlich immer, um meinen Radius der Saiten einzustellen! Ich stelle die Saiten nämlich auf ca. 2 mm im zwölften Bund ein, die drei hohen etwas weniger. Wenn also das Plek im zwölften oder dreizehnten Bund durch die Saiten oder auf die nächste Saite rutscht, dann sind es ca. 2 mm. Bei den hohen dann eben vierzehnter, fünfzehnter Bund. Mache ich schon seit Jahren so, auch nur meine Vorgehensweise! ;-)

    Für den Lautstärkeunterschied der PUs kann man nur näher oder weiter wegschrauben, denke ich. Mache ich jedenfalls so.
     
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  10. Veeti

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    Erstellt: 09.09.16   #10
    @BUTTERKR?M: "Tiefe E-Saite mit der linken Hand im ersten Bund drücken, dazu mit der anderen Hand bzw. Finger im letzten Bund drücken. Mit einem übrigen Finger ;-)die Saite anschlagen: der Ton muß noch erklingen, wenn der Hals nicht ganz gerade ist, sonst setzt die Saite auf und Du hörst nichts mehr." schlägst du den ton zwischen den pickups an oder am griffbrett zwischen 1. und letzten bund?
     
  11. BUTTERKR?M

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    Erstellt: 09.09.16   #11
    Der Ton muß natürlich zwischen den gegriffenen Bünden angeschlagen werden. Da muß ja eine ganz leichte Krümmung sein, damit der Ton noch erklingt. Klingt er nicht, liegt die Saite da auf, der Hals ist zu gerade oder sogar nach hinten gebogen.
     
  12. Veeti

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    Erstellt: 09.09.16   #12
    okay das heißt dazwischen einfach mit den finger anschlagen...?! bin gespannt, werde das heute noch testen....
     
  13. BUTTERKR?M

    BUTTERKR?M Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.16   #13
    Ja, ein bisschen knifflig, geht aber.
     
  14. Veeti

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    Erstellt: 10.09.16   #14
    ich hab das jetzt so getestet und wenn den ton anspiele klingt er sehr dünn und es schnarrt dabei! jetzt habe ich den hals mal etwas gelockert jetzt klingt der ton etwas kräftiger...
    wenn ich jedoch entlang der E saite alle töne normal anspiele fangt es ca ab 7. bund an zu schnarren...

    ich habe die saitenreiter jetzt nach den radius (9.5") eingestellt (siehe foto! schaut das gut aus??)...

    aber jetzt kommts, vom feeling her fühlt es sich leider noch immer etwas zu nieder an vorallem nachdem die reiter nach den radius gestellt habe... soll ich jetzt mit den reiter noch höher gehen?
     

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  15. Dr Dulle

    Dr Dulle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.16   #15
    wenn du die Bespielbarkeit nicht gut findest, dann eben höher einstellen nach Gefühl !!
     
  16. murle1

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    Hallo, zum besseren Verständnis ein Bild. Ich drücke NICHT am letzten Bund, weil bei einigen Hälsen ab dem 15./16. Bund eine minimale Neigung nach unten beginnt. Das hat Vorteile.
    Ich drücke am 16. Bund, und tippe mit dem Zeigefinger auf die Saiten über dem 8. Bund. Wenn dann noch Luft zwischen Saite und Bund ist, ein bis zwei Papierstärken, dann sollte es normal in Ordnung sein. Bei der nicht gedrückten Saite stelle ich die Höhe über dem 12. Bund ein auf 1,5- 1,8mm für E6; für E1 = 1,2-1,4mm. Mit dieser Einstellung sollte fast jeder klar kommen. (Die Reihenfolge der beiden Bilder ist "verkehrt".)


    IMG_2850.jpg


    IMG_2848.jpg
     
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