Stimmen

von speedkills, 03.06.07.

  1. speedkills

    speedkills HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 03.06.07   #1
    Der eine oder andere spielt seine Harps ja über nen Längeren Zeitraum und es braucht nicht diskutiert zu werden, dass sich die harps dadurch verstimmen. das fördert nicht gerade das image der Harp (ne gestimmte hap hört sich einfach besser an:great:) kein gitarrist spielt mit ner verstimmten git. and sagt das sei halt der charakter des instrumentes:mad:
    es MUSS also nachgestimmt werden! und wie wirds gemacht?
    erstmal keine angst das instrument aufzuschrauben!
    DAS ist jetzt mal was wofür man wunderbar den ganzen BILLICHscheiß verwenden kann! (ich würde meine ersten stimmversuche nicht unbedingt an meinen besten harps machen!)

    wenn ein ton schon ungefähr 0,5-1 ton zu tief ist braucht man nicht mehr zu stimmen, dann hat die zunge nen haarriss (meist ziemlich vorne am schaft) und is hin!

    prinzip: wenn man an der spitze der zunge etwas abschleift wird sie leichter, kann schneller schwingen und wird dadurch höher
    wenn man hinten was wegnimmt wird die zunge dünner/biegsamer, vibriert langsamer und wird dadurch tiefer.

    die zunge wird mit einem dünnen blättchen aus dem schlitz gehoben, von unten gestützt und dann VORSICHTIG mit einer feinen feile entsprechend Material abgenommen (bitte KEIN DREMEL!!!) der ton sollte immer wieder kontrolliert werden, besser zu oft als zu wenig! bei den ziehtönen (unten) ist das am einfachsten, weil die stimmzungen außen montiert sind. bei den blaszungen liegt die zunge "innen" um den ton hier höher zu feilen (spitze) kann man genauso wie bei den ziehzungen vorgehen, wenn der ton tiefer werden muss braucht man einen schmalen gegenstand, den man durch die blasöffnung der kanzelle unter die platte schiebt um die zunge zu stützen (bitte hier kein blättchen von der spitze her reinschieben, sonst is die zunge verbogen!) dann kann man auch hier am schaft vorsichtig Material wegkratzen.
    wichtig ist auch, dass man die zunge im schlitz nicht verdreht und das sich kein feilstaub in den schlitz zwischen platte und zunge klemmt, dann würde die zunge blockieren.

    So, ist doch garnix großes, und das publikum, die mitmusiker und euer gehör werden staunen, wie sich ne harp anhören MUSS!:great::great::great:

    derdaniel
     
  2. rocking-xmas-man

    rocking-xmas-man Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.06.07   #2
    mach da mal noch n youtube video von, oder wenigstens noch bilder und der thrad ist reif gepinnt zu werden:great:
     
  3. speedkills

    speedkills Threadersteller HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 07.06.07   #3
    ich hätts gerne oben noch eingefügt, aber der editbutton is net da....
    Der rote Strich zeigt an, wo gefeilt werden muss
    wie gesagt, bitte vorsichtig sein beim angeln der stimmzungen, man hat schnell was verbogen!!! beim tieferstimmen der Blaszunge bietet sich ein Skalpell oder ähnliches "kratzwerkzeug" an, da man mit einer Feile da nicht so richtig gut drankommt

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]



    viel Erfolg,
    derdaniel
     
  4. Spuki

    Spuki Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.06.07   #4
    Zitat Daniel: "bitte KEIN DREMEL!!!" Hahaha, ja, kenn ich, "Hey! Wo ist die Stimmzunge geblieben!" Aber die kleinen Trennscheiben für die Dinger sind ideal zum abschleifen von hochgebogenen "inneren" Stimmzungen.

    Wenn ich Stimmzungen tiefer mache, schleife ich nicht mehr, sondern tue etwas Pattex oder Nagellack auf das Stimmzungenende. Pattex kann man noch etwas nach hinten schieben, wenns zu tief ist. Probierts aus! Es hält!

    Spuki
     
  5. speedkills

    speedkills Threadersteller HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 18.01.08   #5
    ist schon ganzschönweit weggerutscht, ich schiebs aufgrund einer nachfrage malwieder nachoben.
    derdaniel
     
  6. peter55

    peter55 A-Gitarren, Off- & On-Topic Moderator HFU

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    Erstellt: 18.01.08   #6
    Hi Daniel,

    hab den Thread erst heute entdeckt ... sehr gut :great:

    *bewert*

    Greetz :)
     
  7. Herrrmann

    Herrrmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.08   #7
    is das bei nem instrument, durch das man atmet, nicht aus gesundheitlichen gründen etwas bedenklich?

    ein kumpel von mir stimmt seine harps mit ner auseinander gebogenen büroklammer (als kratzwerkzeug).

    schöne grüße, rouven
     
  8. Muha?

    Muha? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.05.08   #8
    Wenn alles ausgehärtet ist, dürfte es neutral sein. Man kann ja auch mit Sekundenkleber, 2K-Kleber, Silikon, Heißleim oder geschmolzenem Kunststoff experimentieren. Hauptproblem dürfte die haftfestigkeit sein. Man will ja weder ausdünstungen noch abgesplitterte Partikel einatmen. Ich denke, dass Silikon hier am besten abschneiden würde. Dünstet Silikon irgendwas aus? Anti-Schimmel-imprägnierung vielleicht?

    Mir fällt gerade noch Löten ein. Auf Messing dürfte Zinnlot hervorragend haften. Und es gibt ja auch kleine und kleinste Lötkolben, dazu Entlötlitze um mal was wegzunehmen. Oder man kratzt das weiche Lot runter, dürfte noch einfacher als Messing abzukratzen sein.
    Falls man die ggf. eingesetzten Lötwässerchen noch runterkriegt, wäre das wohl gesundlich und technisch die beste Löstung.
    Es gibt auch Lötwässerchen, deren Rückstände Wasserlöslich sind. Kolophonium ist übrigens ungeeignet, das ist ein sprödes Harz das eigentlich draufbleibt und sich auch nicht gut entfernen lässt.

    PS: es könnte zu einem leichten Bimetalleffekt beim abkühlen kommen. => ausprobieren und ggf. zurückbiegen.

    Ich sehe schon eure billigen Muhas sich ängstlich in der Schublade verkriechen ;-)
     
  9. t-tris

    t-tris Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.09   #9
    Warum was auflöten oder kleben? Hinten lässt es sich doch bei Zieh- und Blaszunge gut kratzen. Die Zunge ist so dick, dass man sie ohne weiteres ein paar mal nachstimmen kann. Aufpassen, dass ihr sie nicht verbiegt....
     
  10. oldboy

    oldboy Registrierter Benutzer

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  11. VikHarmonica

    VikHarmonica Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.12.10   #11
    Hallo Daniel,

    Mir ist es jetzt das zweite mal passiert, dass sich die 8. Ziehzunge um 1/2oder 1 Ganzton verstimmt hat. Das erste mal ist es mit einer sehr guenstigen Harley Benton Harp passiert. In Athen (Bin gerade auf Reisen und lernen Mundharmonika spielen) habe ich mir also eine Hohner fuer 35 Euro besorgt, mit dem Hintergedanken das diese Harp mehr aushaelt. Ich spiele gerne sehr kraeftig. Vor allem seitdem ich die Overblows auf den hoeheren Stimmzungen spielen kann. Bei meiner zweiten edleren Mundharmonika war ich geduldiger und die ersten Tage (oder Wochen?) war ich vorsichtiger und sanfter. Trotzdem entstand ein Haarriss (jedenfalls passt es zu deiner Beschreibung). auf der Bedienungsanleitung von Hohner steht leider nur mager 'Spielen Sie ihre Hohner Mundharmonika die ersten Wochen sachte.'

    Ich bin kein wirklich erfahrener Mundharmonikaspieler.
    Ist sowas bei Anfaengern wie mir ueblich?
    Kannst du mir vielleicht Tipps zum Handling geben?
    Wo kann ich Stimmzungen ersetzen?

    Gruss aus Kurdistan :great:

    Viktor
     
  12. speedkills

    speedkills Threadersteller HCA Elektrotechnik HCA

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    Erstellt: 05.01.11   #12
    hallo, auf den Kanälen 7-10 gibt es keine overblows, nur overdraws(einatmen) und blasbendings(ausatmen), dass liegt daran, dass ab kanal 7 der ziehton der tiefere ton ist.
    "sehr kräftig spielen" ist auch ein dehnbarer begriff, grungsätzlich benötigt man keinen übermässigen druck zum harpspielen. kanal 8 ziehen ist auch nicht wirklich ein gängiger kandidat als zungenbrecher. schon komisch, dass es immer den erwischt. wird erd denn tiefer oder höher?
    einzelne stimmzungen zu bekommen ist momentan meines wissens schwierig bis unmöglich, da harponline dichtgemacht hat.
    gruss,
    derdaniel
     
  13. Actionschraube

    Actionschraube Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.11   #13
    Hey ich meld mich hier jetzt auch mal ^^
    Also ich hab folgendes Problem, ich spiel seit ner Weile Harp und das Problem ist das die hohen Töne ( 7 - 10) nach einer Weile schwer zu spielen sind. (Klingen auch net mehr so schön.) Am säubern kann es nicht liegen da ich das regelmäßig mache. Komischerweise sind es auch immer nur die hohen Töne, ab 6 klingt die Harp wieder wundervoll. Hoffe jemand hat eine Idee. Zur Info, ich hab ne Hohner Blues Haro in C - Dur.
    Danke im vorraus für Antworten =)
     
  14. dreamaway

    dreamaway Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.11   #14
    Hallo!

    Ich hab ne etwas sonderbare Frage

    Ich hab mir in ebay eine ältere Version der Pro Harp in G ersteigert.
    Die kam heute an und um sie zu säubern ( weil sie wirklich ZIEMLICH dreckig war)
    hab ich sie heute vorsichtig auseinandergebastelt und die metallenen Teile in (und vielleicht mag das seltsam klingen)
    in in Glas Wasser mit diesen Tabletten die ältere Menschen für die Reinigung ihrer Zahnprotesen benutzen gelegt,
    dachte mir da passiert nichts mit den Zungen, ist laut Beschreibung nur aktiv Sauerstoff der den Dreck abperlt.
    Das hat auch super funktioniert, der scheinbare Jahre alte hartnäckige Dreck verschwand restlos und ich hab das
    ding wieder zusammengesetzt, nachdem ich eine Zunge die geklemmt hatte wieder richtig positioniert habe.
    Als ich sie dann getestet hab hat sie auch bis auf leichte aber doch nervige Verstimmung auf 1,2 Tönen einwandfrei funktioniert.
    Jetzt kommts: dann hab ich mal zu meiner Klampfe gegriffen um mal zu testen wie sie so über passende Akkorde klingt.
    Zu meinem entsetzen hab ich festgestellt, dass die komplette Harp scheinbar um einen halbton verstimmt ist, also praktisch auf Fis.
    Hab das nochmal mit dem Chromatic Tuner abgecheckt und als ich dem auch nich glauben wollte hab ichs am Clavinova meiner Schwester
    noch untersucht. Wie kann sich eine ganze Harp um einen Halbton runterstimmen?
    Es ist jetzt nicht tragisch, hab die Harp für weniger als 10 euro bekommen, aber ich will mich nur vergewissern ob ich nich doch irgendetwas falsch mache oder wie das zustande kommt.

    Vielen Dank im vorraus
     
  15. ChicagoHarp

    ChicagoHarp Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.11   #15
    Vielleicht hatte ja jemand mal Stimmplatten in die Harp gebaut, die in Fis gestimmt sind? Ist ja je nach Modell durchaus möglich, dass man andere Stimmplatten einsetzt... Schwupps schon wird aus ner G ne Fis :eek:
     
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