Stimmumfang erhöhen...

von Herrrmann, 16.01.04.

  1. Herrrmann

    Herrrmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.04   #1
    Hi, hab heute beim Proben wieder mal gemerkt, dass mein Stimmumfang zu klein ist...wuede manchmal gerne ne oktave höher singen, aber klappt net...hmm.
    koennt ihr mir tipps geben, wie ich des bessern kann ?
    Gruß, Rouven
     
  2. bart

    bart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.04   #2
    der erste punkt in deinen interessen (profil) hilft da schonmal nicht *g*

    wie groß ist denn dein stimmumfang? spielt ihr die lieder so, dass sie auf deine stimme zugeschnitten sind, so einigermaßen? (also so in etwa die tonlage)

    benutzt du die kopfstimme?
    wie soll es denn klingen? wenn du keine entwickelte kopfstimme hast, und du JETZT so hoch singen willst, nur stellenweise, und es ok für dich ist, dass es dann so klingt wie bei matt bellamy (muse), dann benutze falsett, versuche so zu klingen wie bellamy und du wirst, falls du nich nicht weisst, wie du es erzeugst, es ziemlich schnell herausfinden, und man kann seinen klang durch probieren auch relativ schnell kräftigen.
    ähm, damit kannst du dann 2 oktaven höher singen :D
     
  3. Herrrmann

    Herrrmann Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.04   #3
    also, bis zum hohen e' (hohe e saite )geht grade so, aber mehr auf keinen fall..
    kopfstimme geht érst ab dem 5, bund hohe e saite (a''?) sonst, bekom ich nur ein undefinierbares gurgenln hinaus ;) .

    wat isn falsett ? erklär mal bitte...sorry, bin net so der gesangsakrobat ;) ... singe nur weil wir keinen sänger mehr haben, und es eigenlich ganz lustig is´...
    Gruß, Rouven
     
  4. bart

    bart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.01.04   #4
    sogenannte "falsche stimme" (ital. falsetto, im englischen heists auch so).
    die stimme wird normalerweise dadurch erzeugt, dass die stimmbänder dicht zusammen sind und den luftkanal fast verschließen, die vorbeiströmende luft lässt sie vibrieren.

    beim falsett sind die stimmbänder weiter auseinander, und der klang wird nicht dadurch erzeugt, dass sie selbst schwingen, sondern, wie bei einer flöte durch eine stehende luftsäule, daher von der klassischen schule bei frauen auch "pfeifenregister genannt".
    damit kann man viel höhere töne erzeugen, als es die stimmbänder zulassen würden, denn die kann man ja schließlich nicht bis ins unendliche dehnen.

    versuche mal, eine weibliche stimme zu imitieren, aber keine tiefere, sondern sopran.

    in der klassik sind gerade die sogenannten counter-tenöre modern, die singen fast nur in falsett und benutzen die richtige stimme nur als dramatischen effekt. deren falsett klingt so kräftig, dass man es von einer richtigen stimme aum unterscheiden kann - frauenstimme, counter tenöre singen so in sopran stimmlage ;)

    man muss nur aufpassen, dass man, wenn man felsett oft und kräftig einsetzen will, auch die stimmbänder benutzt um den raum zu formen, indem sich die luftsäule bildet.
    es kann passieren, dass man stattdessen die seitentaschen der stimmbänder (wenn ich das korrekt übersetzt habe und mich an den text korrekt erinnere... *g*) zum schwingen bringt, und damit den klang erzeugt, das kann schädlich für die stimme sein.
    als übung, um im hals alles so "eingestellt" zu haben, dass die luft da langfließt, wo sie soll, war angegeben:
    zunächst stimmlos mit den lippen vibrieren, dann gleichzeitig mit der zunge ein "kutscher-r" machen (ein russisches, "gerolltes" R),
    dann einen ton dazugeben, tonhöhe so wie du entspannt sprechen würdest.
    dann, während immernoch das mit den lippen und der zunge gemacht wird, mit dem ton höher gehen.
    wenn du bei einem einigermaßen hohen ton angekommen bist, lass das lippen und zungengeräusch weg, und du hast den sauberen ton.

    zur kopfstimme:
    beobachte mal im spiegel deinen kehlkopf.
    hast du ihn bei höheren tönen weiter oben als wenn du ganz tief singst?
    wenn er sehr weit oben ist, drückt er dir die luft ab, dazu ist er ja da, beim schlucken allerdings.
    stell dich vor nen spiegel, und versuche beim höhergehen mit dem ton, dem kehlkopf gedanklich zu "befehlen", dort zu bleiben, wo er ist, mit viel übung wird das besser, nud irgendwann automatisch, dass zumindest bei nur etwas höheren tönen das ding nicht gleich ganz oben klebt.
    so fallen einem die höheren töne leichter.

    versuche auch, deinen mund etwas weiter zu öffnen (nicht bis zum anschlag, aber deutlich weit auf, soweit es geht ohne große anspannung) und so eine schmale O-form zu machen, aber nicht seitlich aufreissen, sondern dabei entspannt halten,
    es fällt leichter, dabei den kehlkopf unten zu lassen, als wenn man den mund kaum offen hat oder einen auf "breitmaulfrosch" macht.


    allgemein, für jedes register kann man sagen, dass man beim mit einem luftstrom arbeiten sollte, der gerade ausreicht, um den ton sauber zu erzeugen.
    viele drücken zu viel luft durch die kehle, das ist nicht ganz gesund und man lernt auch nicht so effizient, seine stimme gut zu kontrollieren, wenn man einfach drückt, was das zeug hält, die stimmbänder fliegen nur so hin und her und reiben aneinander.
    wenn man nach dem üben etwas heiser ist, war's zu viel...


    ja gesang ist schon fein ;)


    PS: nette sig :twisted: :D
     
  5. Herrrmann

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    Erstellt: 18.01.04   #5
    uff, danke... den haufen an infos muss ich erstma durch arbeiten ;) ...
    würde es sich lohnen nen buch zu kaufen, so generell zum singen ?

    Gruß, Rouven
     
  6. bart

    bart Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.01.04   #6
    wenn du ein GUTES, wirklich gutes körpergefühl hast (gute "verbindung" zu deinem körper), dann mit sicherheit.
    hier im forum wurde das ja auch schon einige male erwähnt(?), "rock 'n' roll singers survival manual" von mark baxter, englisch, im normalen buchhandel zu bekommen, ist recht empfehlenswert.
    andernfalls ist unterricht wohl besser, wobei das buch da immernoch unterstützen kann *und*, es zeigt dir, worauf du achten musst, um einen guten gesangslehrer auszusuchen, da gibts nämlich nicht nur gute...

    das buch kostet glaub ich 17..18 eur, das ist es auf jeden fall wert!

    allerdigs macht kein buch und kein lehrer dich in 2 wochen zu einem guten sänger, da sollte man sich kein illusionen machen.
    oft klingt man am anfang gar nicht schlecht, nud wenn man dann übungen macht, hört es sich nicht so gut an und man neigt vielleicht dazu, es hinzuschmeissen...
    dabei basiert das "gut klingen" am anfang oft auf imitieren und grobe stimmveränderung (nicht mit seiner "echten" stimme singen), was viel anspannung erfordert.
    wenn man das erstmal aufgibt, und in kauf nimmt, dass man erstmal etwas an (scheinbare) kontrolle über seine stimme verliert, gereicht einem das nur zum vorteil, man gewinnt flexibilität und kann auch länger als 20 min singen ohne dass die stimme "alle" ist oder schmerzt.

    also, mit großen veränderungen, so sagt baxter, braucht man vor 1/2 jahr nicht zu rechnen (sicher individuell verschieden, ist n durschschnitt),
    und er hat recht.

    ich bin gerade dabei, immer lockerer zu werden, obwohl ich am anfang dachte, dass ich schon recht locker wäre, wie man sich doch täuschen kann... ;)

    singen sollte angenehm sein, und mit anspannung nichts zu tun haben.
    hohe töne zu _erzwingen_ ist ganz schlecht.. höchstens mal als ausnahme ein paar einzelne (für seine stimme)ganz hohe noten, aber ständig über seinem stimmfach zu singen ist auf dauer ungesund,
    genauso wie "power" durch mit gewalt luft durchpressen erreichen zu wollen...
    du musst durch experimentieren herausfinden, wie du bei den verschiedenen vokalen ein maximum an resonanz erzeugst, resonanz ist der weg zu großer lautstärke, und nicht, sich die stimmbänder aus dem hals zu schreien.

    vielleicht schaffe ich es auch noch, davon abzukommen, tenor sein zu wollen, obwohl ich eher lyrischer bariton bin... :D
    ich hab schon ein bedürftnis nach heavy metal gesang, aber es ist schwer für mich... sinatra oder jim morrison mag meine stimme lieber :-/

    grüße,
    bart
     
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