Straßenkarriere

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Mal angenommen, n drummer will sein leben wegschmeißen und nur von der musik leben. Net berühmt werden, einfach so gerade noch davon leben können... er findet n paar leute die mitmachen... nach nem jahr sagen die andern sie wolln net mehr... schöne scheiße, unser drummer steht alleine da. natürlich könnt er sich ne andere band suchen. Es braucht immer irgendwer nen drummer... oder? Aber wenn die dann auch keine lust mehr haben? Dann müsst er doch von band zu band reißen... und wenn dann irgendwann mal keine mehr da iss?

Er könnt auch ne solokarriere starten, aber das haut ja bekanntlich nur ganz selten hin... Also was soll tun unser drummer? Er kann net in sein altes leben, weil er da alles weggeschmissen hat.

Optionen? Ideen?
 
Eigenschaft
 
das was alle Berufsmusiker machen!
in möglichst vielen Telfonbüchlein und Karteien auftauchen, damit er von vielen verschiedenen Bands, Studios, Projekten, zur Aushilfe, etc. gebucht wird.

Dazu muß der Musiker halt die passenden Fähigkeiten mitbringen, Können, Notenlesen, Qualität, Pünklichkeit, Zuverlässigkeit, menschlich entsprechend passen, und vieles mehr...

zweite Alternative ist Unterrichten - aber da bedarf es auch noch einiger pädagogischer Fähingkeiten.
 
1. Wie kann man als Musiker sein Geld mit nur EINER Band verdienen wollen? :screwy:
Schonmal imho sehr blauaeugig.
2. Ein "normaler" Berufstrommler gibt meistens Unterricht (und das nicht zu wenig) spielt in 2-3 eigenen Bands und macht dazu noch etliche Projekte wie Studioaufnahmen, Aushilfsgigs etc.
3. Werbung, Werbung, Werbung
Auch sollte man sich vielleicht in Sachen Percussion ein kleines Standbein aufbauen.

edith sagt: zu langsam.
 
Er kann net in sein altes leben, weil er da alles weggeschmissen hat.

Optionen? Ideen?

Ein neues Leben aufbauen :) Also wenn das aktuelle nicht funktioniert. Er könnte sich überlegen ob seine neue Werteverteilung das Wahre ist.

Will er wirklich nur von Musik leben, dann soll er in mehere Bands, eventuell Unterricht geben.... naja wurde alles schon geschrieben.

Zudem kann man ja dennoch nebenbei Jobben und sich so eine nette kleine, aber feine Existenz aufbauen, die nicht zu 100% von Musik abhängt.
 
Ein neues Leben aufbauen :) Also wenn das aktuelle nicht funktioniert. Er könnte sich überlegen ob seine neue Werteverteilung das Wahre ist ...
..ob ma das besser nicht vorher hätte überlegen sollen...?!!!
Berufsmusiker ist ein Scheißjob - das kann dir ziemlich jeder sagen, der das macht - bei etwas Nachfragen wäre das u.U. erspart geblieben.
 
..ob ma das besser nicht vorher hätte überlegen sollen...?!!!
Berufsmusiker ist ein Scheißjob - das kann dir ziemlich jeder sagen, der das macht - bei etwas Nachfragen wäre das u.U. erspart geblieben.
Was nicht heißt dass man nicht Berufmusiker werden soll!!

Man muss aber auf jedenfall unbedingte und absolute Leidenschaft aufbringen, sonst wird einem das schnell zuviel.
 
kein stress, hab ja e noch nix vor^^

aber ich denke, es will doch jeder seine leidenschaft gern zum beruf machen. und wenn man sich ohne luxus zufrieden gibt, warum net. blöd wirds dann, wenn man sein instrument verkaufen muss, weil man sonst verreckt, weil dann hat man ja wirklich nix mehr...

also heißt dass, dass man mit mehreren bands, unterrichts,... durchaus über die Runden kommt?

und wie siehts denn da in fremdsprachigen ländern aus?
 
kein stress, hab ja e noch nix vor^^

aber ich denke, es will doch jeder seine leidenschaft gern zum beruf machen.
[...]


Najaaaa... wer sein Hobby zum Beruf macht, der hat kein Hobby mehr :)

Ich würde mir sowas immer zweimal überlegen, da es unter umständen recht schwer und stressig sein kann, evtl. sogar so stressig, dass man den spaß dran verlieren könnte.
 
und wie siehts denn da in fremdsprachigen ländern aus?

Hallo ROCKtheBEAT,

ich habe in Deutschland mehrere Jahre semiprofessionell getrommelt. D.h. ich habe einen Großteil meiner Kohle mit Musik gemacht und den Rest mit "normaler" Arbeit. Das Musikmachen war normalerweise schon fein, manchmal hatte ich allerdings auch super langweilige Jobs. Da muß man wohl aber durch, wenn man nicht sehr bekannt ist. Und ohne unterrichten ging ja wohl gar nichts. Außerdem ist Deine Ausstrahlung total wichtig. Ich habe Kollegen gehabt, die wesentlich schlechter als ich spielten, aber sich besser vermarkten konnten und letztendlich bessere Jobs bekamen. Außerdem gab es sehr oft Probleme meine "normale" Arbeit mit dem Musikerleben zu kombinieren. Man muß eben als professioneller Musiker zeitlich sehr flexibel sein.

Und zu Deiner Frage bzgl. Musik im Ausland:
Hast Du denn eine Idee, wo Du hin willst? Informiere Dich genau über die Musik, die dort gehört bzw. "gemacht" wird. Ich z.B. lebe jetzt in Südspanien und lebe hier nicht mehr von der Musik sondern arbeite im Tourismus. Hier hat die Musik, auch die Pop- und Rockmusik, doch einen sehr sehr starken Flamencoeinschlag. Wenn Du nicht mit dieser Musik aufgewachsen bist, wirst Du auch anderen Musikern nicht das Wasser reichen können, auch wenn Du Ihnen vielleicht spieltechnisch überlegen wärst.
Wenn Du nach England oder in die USA gehst, hast Du vielleicht mehr Chancen. Vielleicht gibt es hier in diesem Forum Andere, die darüber berichten können.
 
Hier wurde schon mal etwas ähnliches diskutiert, evtl. sind da schon ein paar Anregungen für dich drin.
https://www.musiker-board.de/vb/plauderecke/124325-brauch-eueren-rat.html

Mal angenommen, n drummer will sein leben wegschmeißen und nur von der musik leben. Net berühmt werden, einfach so gerade noch davon leben können... er findet n paar leute die mitmachen... nach nem jahr sagen die andern sie wolln net mehr... schöne scheiße, unser drummer steht alleine da. natürlich könnt er sich ne andere band suchen. Es braucht immer irgendwer nen drummer... oder? Aber wenn die dann auch keine lust mehr haben? Dann müsst er doch von band zu band reißen... und wenn dann irgendwann mal keine mehr da iss?

Er könnt auch ne solokarriere starten, aber das haut ja bekanntlich nur ganz selten hin... Also was soll tun unser drummer?

Er kann net in sein altes leben, weil er da alles weggeschmissen hat.
Das sind zwei unterschiedliche Annahmen RDB. Entweder er hat es vor, oder er hat schon alles weggeschmissen.

Da du ja jetzt schon etwas konkreter geworden bist:
Etwas hinzuschmeißen und bei null anfangen ist ein steiniger Weg.

Wenn Du etwas erreichen willst und mit Trommeln dein Geld erdienen willst, dann muss dir verschiedenes klar sein, unabhäng davon ob du nur grade so davon leben willst oder ob du bekannt werden willst. Und egal, ob du nen Job neben der Trommelei hast oder ob du wirklich alles auf eine Karte setzt.
Du musst Dich reinhängen. Und zwar rund um die Uhr.
Halbe Sachen gibts nicht, dafür ziehen zuviele die sich voll reinhängen an dir vorbei.
Mit Job bedeutet das halt, das Du noch härter Arbeiten musst, aber ein gewisses Maß an Sicherheit genießt.
Du musst an jeder Milchkanne spielen, mit jeder Musik und mit jeder Band. Vom Kuhstall und der Geburtstagsfeier über Kirmes zu Galaveranstaltungen, Vom Kreuzfahrtschiff zurück zur verräucherten Kneipe.
Erst wenn Du einen Namen hast, kannst Du anfangen und auszusieben.
Du musst, wenn Du keine Gigs hast, üben und werben.
Du musst deinen Namen in Umlauf bringen.
Jeder im Umfeld muss Dich als Drummer kennen. Jeder Musikclub, jeder Kulturverein, jeder Proberaumkomplex jede Musikschule und jeder Musikkalienhändler im Umfeld muss zu Deiner Bühne werden, auf der Du auftrittst um an neue Jobs zu kommen.

Du musst dich verkaufen.
Du spielst Musik, die nicht unbedingt zu deinen Vorlieben gehört. Tanzmuckergigs bringen nun mal Geld. Gigs mit eigener Prog-Jazz-Black-Metalmucke bringen kaum Geld.
Die Kumpels aus der Band, die Du mitgegründet hast, haben kaum Zeit mehr, weil die nen Job haben und/oder Familie? Pech gehabt. Du hast ja noch 3 andere Bands am Start und 2 die dich gerne als Drummer hätten. Jetzt bist du der Arsch. Das ist so.

Bedenke aber, das du, solange Du nicht in einer Musikhochburg bist, Musik wirklich nur am Leben hält. Ohne Unterricht wirds dann auch schon mal eng.

Erst wenn Du nach z.b. Berlin oder Hamburg gehst und versuchst in die Szene zu kommen ( du fängst wieder bei 0 an, diesmal aber gegen noch mehr und bessere Musiker), da unterricht nimmst, weiterempfohlen wirst usw. kann das ganze lukrativer werden.

Solokünstler? Wie viel fallen dir ein? Bist du so gut? Übst du jeden Tag auch fleißig deine 10 Stunden? Was wird dich von Lang, Bozzio, Kelly usw unterscheiden? Was macht dich besonders?
 
@bob
Super Kommentar! Besser kann man ein angehendes Musikerleben nicht beschreiben!
 

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