Streetlight Manifesto / Everything Goes Numb / 2003 / CD

von SkaRnickel, 10.11.06.

  1. SkaRnickel

    SkaRnickel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.06   #1
    [​IMG]
    Genre: Ska-Punk, sehe es persönlich aber viel näher am Ska
    Label: Sony BMG
    Laufzeit: 55 Minuten

    Lange haben Anhänger der neusten Ska-Welle auf ein neues Werk von Thomas Kalnoky, dem Mastermind(Komponist/Gitarrist/Sänger), der uns allen schon von Catch 22 bekannt ist, warten müssen. Streetlight Manifesto heißt seine neue Band, welche aus Bandmitgliedern von Catch 22, aber auch aus alten Freunden zusammengesetzt ist. Dass die Band den Catch 22 Kurs fortsetzt (was Catch 22 meiner Meinung nach mit dem neuestn Album nicht tut), ist schon nach einmaligem hören der CD eindeutig. Hier zunächst einmal meine Impressionen zu den Songs (Nicht die ersten, habe die Platte schon sehr lange)

    1: Everything Went Numb
    So der "Aufmacher" des Albums, Trägt auch den Titel des Albums (naja..ist sehr ähnlich sagen wir lieber). Nach einem Bläserintro, welches leider etwas steril und plump klingt, geht es direkt mit voller Geschwindigkeit los, rasanter Gesang und wunderbar schnelle Gitarre, untermalt vom groovigem Bass. Dann: Unterbrechung, kurzer, langsamer Break, danach direkt schnell weiter. Was der Hörer noch nicht weiss: Dieses Feuerwerk an Tempiwechsel wird ihn das ganze Album durch erwartet. Dieses Stück fasst quasi das ganze Album zusammen, und trägt deshalb zurecht den Namen des Albums.
    9/10

    2: That'll be the Day
    Auch hier gefällt mir das Intro nicht so Recht, wieso musste da unbedingt die verzerrte Intro ins Lied, das ansonsten fast vollständig "normal" mit cleaner Gitarre gespielt wird? Was danach kommt reisst aber natürlich einiges raus. Der schnelle Gesang ist selbstverständlich, Refrain mit vielen Backgroundsängern, weiterhin klasse Drumspuren. Trotzdem gehört es nicht zu meinen Lieblingsliedern auf der Scheibe.
    8/10

    3: Point Counterpoint
    Ruhig besinnliches Akustikgitarren Intro mit depressiv wirkendem Gesang, und plötzlich: PENG, unerwarteter Übergang ins schnelle Ska-typische, direkt danach kurzer ruhiger Break, und wieder schnell. Noch krassere Tempiwechsel als auf dem Rest der Platte, und ein Refrain der sich sofort ins Ohr brennt. Dieses Lied ist absolut Streetlight typisch, Abwechslung, immer neue Überraschungen. Nichts negatives zu finden, mein absolutes Lieblingslied der CD!
    10/10

    4: If And When We Rise Again
    Langsames, verstimmt wirkendes Intro, Steigerung und..wer rät was kommt? Schnelle Ska Beats? Falsch. Eine verzerrte Gitarre die es krachen lässt mit einem schönen Bläsersatz dahinter. Und DANN erst schnelle Ska-Beats, ohne die Streetlight einfach nicht auszukommen scheint. Gewohnt ausgefallene Vocals, klasse Drumspuren. Zwar ziemlich Mitreißendes Tempo, aber geht mir trotzdem nicht so ins Ohr wie andere Titel.(Anm.: Ich merke dass ich mich wiederhole, were mich bei den folgenden Liedern daher kürzer fassen).
    8/10

    5: A Better Place A Better Time
    Fällt ganz klar aus dem Streetlight "Schema", im Gegensatz zum Rest ein sehr ruhiges Lied, nie steigt das Tempo so an, dass man dazu schnell tanzen könnte. Kommt streckenweise nur mit Stimme und einem einzigen instrument aus, wunderschöner zweistimmiger Gesang. Für dieses Album mein Tipp für kalte Winterabende :D
    Anders, aber auf seine Art wirklich klasse!
    10/10

    6: We Are The Few

    Zu diesem Lied kann ich nichts schreiben was nicht weiter oben schon gesagt worden wäre, leicht verzerrt gespielt, aber sonst wieder: Typisch Streetlight.
    9/10

    7: Failing Flailing
    Für diese Platte schon agressiv zu nennen, aber auch ansonsten wieder wie der Rest der CD. Der Gesang klingt teilweise aber ein wenig..als ob er den Sänger etwas überfordert. Als Effekt gewollt um es "punkig" klingen zu lassen oder Unvermögen? Egal, es gibt dem Song einen gewissen Charme.
    9/10

    8: Heres To Life
    Das Intro macht direkt Lust auf mehr. Das Lied geht insgesamt ins Ohr, unterscheidet sich auf schwer zu benennende Weise vom oft genannten Rest. Gegen Ende ein sehr ruhiger Part. Irgendwie liegt mir dieser Song nicht wirklich, aber da es auf dieser CD wirklich keinen echten Ausfall gibt:
    7/10.


    9: A Moment Of Silence
    Reggaemäßig, sehr Ruhig. Kritischer Text, "chillige" Gitarre, groovt sehr aus dem Bass heraus. Sehr schön, ich kann mich immern noch nicht dran satt hören, zhält zu den Krachern des Albums. Was mich als Posaunist sehr freut: ein schönes Posaunensolo :D
    10/10

    10: A Moment Of Violence
    Moment..da war doch was.. erinnert uns der titel nicht an etwas? Nicht nur der Titel..auch das ganze Lied.
    Schmissiges Drum-Intro, hier merkt man direkt wo der Hase läuft. Es geht in sehr punkigtypischer Manier weiter, sehr schnell treibt die Band den song voran. doch irgendwie klingt er ab der Hälfte wie "A Moment Of Silence", kamen da keine Ideen mehr? Oder wollte man die Parallele zwischen den Songs auf für die ganz dummen deutlich machen, indem man sogar teilweise den selben Text benutzt!? Es gefällt trotzdem einigermaßen
    8/10

    11: The Saddest Song
    Der Titel ist nicht wirklich ernstgemeint. Nach den ganzen untypischen Nummern, die wir vorher gehört haben, kommt nun wieder ein Streetlight Feuerwerk nach Maß. Schnell, mitreissend, aber ohne Parts die ihn über die anderen Songs erheben.
    9/10

    12: The Big Sleep
    Wieder ein melancholischer Ska-Song, falls so etwas Möglich ist. Ein weiteres meiner Lieblingsliedern, klasse Text, wunderbare Übergänge, irgendwie besinnlich. Schwer zu beschreiben was diesen Song ausmacht, aber er ist wirklich gelungen, und eignet sich wirklich super als "Absacker" des Albums. Denn wir sind hier auch leider schon fertig.
    10/10

    Fazit:
    Ein wahrer Knaller der hier einmal wieder abgelegt wurde. Das ganze Album bekommt von mir 10/10, da eine wunderbare Abwechslung zu finden ist, ohne vom eigenen Stil abzuweichen. Neben "Keasbey Nights" (Catch 22, neu aufgenommen von Streetlight Manifesto) für mich die Beste New-Wave Ska Platte auf dem Markt.

    Ohje, jetzt ist das ganze doch etwas länger geworden als ich vorhatte, aber ich hoffe jemand nimmt sich die Zeit und liest es durch :great:

    P.S: Wieso bin ich der erste der ein Ska-Review erstellt hat? Lasst das hier nicht das einzige sein!
     
  2. Nayeli

    Nayeli Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.06   #2
    Was wurde jetzt an diesem Beitrag geändert seit dem er gestellt wurde?
    Naja,ich hab noch einen Zusatz zu If And When We Rise Again: Dieses Stück ist stark an den Ungarischen Tanz, Nr.5, dem Allegro davon,von Johannes Brahms angelehnt , v.a. merkt man das an der Stelle 3:22-3:44, da ist kein Gesang und es ist jedenfalls die Melodie aus diesem Tanz, das wichtigste Motiv,das da benutzt wurde.Natürlich verändert,aber klar erkennbar.
    Was der Instrumentation und dem Gesang angeht, finde ich, passt der ziemlich gut dazu.
     
  3. SkaRnickel

    SkaRnickel Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.11.06   #3
    Ich habe nur ein paar kleine Rechstschreibfehler und Lappalien verändert gehabt, nichts großartiges. Das mit dem Ungarischen TAnz ist natürlich vollkommen richtig, ich wusste auch dass die Melodie von "aussen" her kam, aber kannte den Namen nicht, danke für die Info :great:
     
  4. blarp`

    blarp` Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.08.07   #4
    Hi,
    Nettes Review allerdings hättest du ein wenig mehr auf die Texte achten sollen, da diese das Album so genial machen. Bei Track 11 "The Saddest Song" ist der Titel auf jeden Fall ernst gemeint wie man merkt wenn man sich die Lyrics anschaut. Thomas Kalnoky hat die "fröhliche" Melodie nur gewählt damit der Song nicht wie, Zitat, "Viagra für Emo-Kids" wirkt.

    Ich denke der ähnliche Name und Inhalt von "A Moment of Silence" und "A Moment of Violence" ist keine Einfallslosigkeit. Ich vermute hier wurden aus einem Track nur zwei gemacht.

    Ansonsten aber alles sehr gelungen,

    Mfg..
     
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