Stromschlag durch Saitenberührung

  • Ersteller jimmypage_Rocks
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Was wenn der vermieter sagt: "OK, dann raus mit euch, werde es wie lagerraum verwenden"
Wenn der Vermieter wirklich uneinsichtig ist, dann wäre das wohl sogar die beste Möglichkeit. Ein Umzug von einem Proberaum in den nächsten ist jetzt nicht der Akt, und wenns auf Kosten der eigenen Sicherheit billig ist - dann sollte man sich mal in einem ruhigen Moment fragen was einem mehr wert ist.

Ich kenn diesen Typus Mensch, die lassen sich nicht eben mal überzeugen, das eine vernünftige Elektrik auch mal Geld kosten darf.
 
Ich kenn diesen Typus Mensch, die lassen sich nicht eben mal überzeugen, das eine vernünftige Elektrik auch mal Geld kosten darf.

Du meinst, wenn einer Geld hat ein komplettes 3-stöckiges Mietshaus zu bauen und sich dann denkt: Hey cool, mein Bruder versteht davon was, der macht die Elektrik.

Da kommt dann sowas raus:
Verteiler2.jpg
Verteiler.JPG
Sicherungskasten_k.jpg

Muss der blöde Gabelschuh auch vor den Schraubenkopf rutschen. Und auf die Prüfung des Verteilers hatte wohl keiner so recht Lust, oder das passende Gerät...

Aber wenn sowas hinterher als Brandursache raus kommt, dann ist der Vermieter total am A****.
Wäre in dem konkreten Fall aber egal gewesen, der war schon pleite...

Edit: Der verbaute FI Personenschutzschalter hält übrigens weniger Strom als die Sicherungen davor und schützt Personen überhaupt nicht, da es ein 500mA Typ für Industrieanlagen ist. Der schaltet erst bei dem 10-fachen des tödlichen Stroms.
Der Meister, der dann aber gerufen wurde, um die Verteilerschiene in Ordnung zu bringen, fand das aber in Ordnung.
-> zum k*****
 
Edit: Der verbaute FI Personenschutzschalter hält übrigens weniger Strom als die Sicherungen davor und schützt Personen überhaupt nicht, da es ein 500mA Typ für Industrieanlagen ist. Der schaltet erst bei dem 10-fachen des tödlichen Stroms.
Der Meister, der dann aber gerufen wurde, um die Verteilerschiene in Ordnung zu bringen, fand das aber in Ordnung.
-> zum k*****

Sowas kenn ich zur Genüge. Manchmal frage ich mich echt, wie es kommt dass ich als jemand der rein rechtlich während der Arbeit keine Lampe anklemmen darf einen Schaltschrank sauberer (und vor allem sicherer) zusammenklemme als so mancher vom Fach. Zum Glück ist das nicht der Regelfall.

Und über diese Art von Vermieter brauchen wir gar nicht zu reden. Ich hab in einem Fall mal schön blöde geguckt, als die gelb/grüne Masseleitung eben mal als Phase mißbraucht wurde. Antwort darauf: Was soll man denn machen? Da war damals halt ein Kabel zuwenig... ich reiß doch nicht die Wände wieder auf :mad: Das war so das krasseste was ich mal erlebt hab.
 
Sowas kenn ich zur Genüge. Manchmal frage ich mich echt, wie es kommt dass ich als jemand der rein rechtlich während der Arbeit keine Lampe anklemmen darf einen Schaltschrank sauberer (und vor allem sicherer) zusammenklemme als so mancher vom Fach. Zum Glück ist das nicht der Regelfall.

Das mit Phase und Null habe ich hier in der Wohnung. Man muss fairerweise sagen, das ist eine alte Verkabelung -> Schaltader und Schutzleiter rot.

Ansonsten kenne ich das Problem, nichts machen zu dürfen. Lampe anklemmen darf ich als Dipl. Ing., aber keine Verteilung abnehmen.
Kein Witz, aber ich überlege mir, als Externer die Meisterprüfung zu machen. Das geht wohl nach ein paar Berufsjahren.
Dann wäre Ruhe!
 
Kein Witz, aber ich überlege mir, als Externer die Meisterprüfung zu machen. Das geht wohl nach ein paar Berufsjahren.
mal abgesehen davon, das man das so einfach als "externer" auch nicht hinbekommt (schon garnicht ohne entsprechende vorbereitungskurse, knx/eib, ema, bma, sps, kleinsteuerungen, tel.anlagen, die entsprechend vom prüfungsauschuss verlangten planungs (cad) u kalkulaionssoftwaren, sämmtliche vorschriften din,vde,bgv usw), bringt dich der bloße meistertitel rein rechtlich kein jota weiter. um anlagen "abzunehmen" (verteilungen müssen nicht explizit abgenommen werden, für die messung nach vde0100/610 bzw 0105 (e-check) die vorgeschrieben ist braucht man keinen meistertitel). die el. anlage ist als ganzes als "fehlerfrei" zu unterschreiben um vom zuständigen VNB (EVU) nen zähler zu bekommen. dazu brauchst du aber auch ne konzession vom netzbetreiber (installateurverzeichniss) und um die zu bekommen reicht ein meistertitel nicht, du brauchst ua. ne firma, werkstatt, endsprechende messgeräte und werkzeuge (AuS. etc) und so weiter. (ist ne ellenlange liste). der meistertitel berechtigt die einzig und allein ne firma zu eröffnen und lehrlinge auszubilden.
und ich finde, dass ist schon gut so, das nicht jeder überall dran darf. natürlich gibt es zu viele selbstfummler und auch unter den fachkräften unzählige schwarze schafe.
derdaniel
 
mal abgesehen davon, das man das so einfach als "externer" auch nicht hinbekommt (schon garnicht ohne entsprechende vorbereitungskurse, knx/eib, ema, bma, sps, kleinsteuerungen, tel.anlagen, die entsprechend vom prüfungsauschuss verlangten planungs (cad) u kalkulaionssoftwaren, sämmtliche vorschriften din,vde,bgv usw)

Soweit ich das verstanden hab ist er diplomierter Elektrotechniking. Da sollten zumindest sämtliche fachlichen Fragen eher kein Problem mehr sein. Und Vorschriften lassen sich ganz gut pauken.
 
Wenn ich hier mal ganz blöd was fragen darf? Ich habe in alten Häusern schon gesehen, dass man einfach Null und Schutzleiter zusammengeklemmt hat. Wenn dann die Phase ans Gehäuse kommt gibts nen Kurzschluss und die Sicherung fliegt raus. Ist das jetzt noch gefährlicher als ganz ohne Schutzleiter oder unter Umständen besser?

Ich habe nämlich ein Haus, da lagen zwei stoffumwickelte Kupferdrähte in Bleirohren. Hab ich aber alles rausgerissen und neu gemacht.:great:
 
ist jetzt schon etwas of topic, und ich schätze carl auch nicht als dumm ein, wenn du das meinst aber elektronik/nachrichtentechnik ist halt ein etwas anderes fachgebiet. ich hab jetzt auch keine lust über unterschiedliche qualifikationen zu diskutieren, ich wollte nur mal erwähnen um was es da so geht (man kann sich hier nicht aussuchen was man macht wie etwa ein schreiner, sonder es gibt so um die 8 "situationsaufgaben" in den genannten themengebieten die in entsprechender zeit vor dem prüfungsauschuss abgearbeitet werden müssen) und was ihm ein meistertitel überhaupt bringen würde. ich bekomme auch "elektronisch"(kleiner 12V, größer 50hz (oberschwingungsfrei) nicht viel hin obwohl mein fachgebiet auch der oberbegriff "elektrotechnik ist):D
es gibt übrigens elektrotechnisch (meister) nicht nur die fachrichtung "energie und gebäutetechnik", sondern auch "kommunikations und sicherheitstechnik" und "systemelektronik" die aber nicht so weitläufig und verbreitet sind und ich weis nicht wies bei diesen richtungen konzessionstechnisch aussieht (ich denke mal schlecht) da die ja ein ganz anderes ziehl verfolgen...
aber vielleicht wäre das was..
TREI-Lehrgang "Technische Regeln Elektroinstallationen" (Vollzeit-Lehrgang)


Seit Beginn 2005 gilt für die Eintragung in das Elektro-Installateurverzeichnis eine Neuregelung, die vom Bundesinstallateurausschuss (BIA) verabschiedet wurde. Die Regelung war notwendig geworden, da auf Grund der Novellierung der Handwerksordnung ein erweiteter Personenkreis dem Elektrotechnikermeister gewerberechtlich gleichgestellt worden ist. Hierzu zählen u. a. die Ingenieure, Absolventen von technischen Hochschulen und staatlichen oder staatlich anerkannten Fachschulen für Technik, Industriemeister und die Gesellen (G6) mit mindestens sechs Jahren Berufserfahrung, aber auch Personen aus dem erweiterten Kreis des EU-Binnenmarktes. Die Eintragung in die Handwerksrolle bedeutet nicht automatisch, dass ein ausreichendes Qualifikationsprofil vorhanden ist, um eine Eintragung in das Elektro-Installateurverzeichnis zu erhalten. Der Bundesinstallateurausschuss (BIA) hat sich auf ein mindest erforderliches Qualifikationsprofil – Technische Regeln Elektroinstallation (TREI) – verständigt. Der notwendige "Sachkundenachweis für Netzanschlüsse" besteht aus drei Teilen: Schriftlicher Kenntnisnachweis, praktische Prüfung sowie Fachgespräch.

Inhaltsübersicht:
Rechtlicher Rahmen NAV (früher: AVBEltV), Technische Vorschriften und allgemein anerkannte Regeln der Technik (z.B. BGV A3, BGR A2, DIN VDE 0100, Teile 410, 520 und 704, DIN VDE 0298, Teil 4), Prüfen und Inbetriebnahme von elektrischen Anlagen (DIN VDE 0100 Teil 610, DIN VDE 0105 Teil 100), Schaltanlagen und Verteiler, Projektierung für elektrische Anlagen

quelle BZL-online.de (BZL Lauterbach)
die werkstattabnahme vom vnb (siehe in meinem letzen post) und eintragung in handwerksrolle und installateurverzeichniss brauchst du aber trotzdem)
derdaniel
 
Wenn ich hier mal ganz blöd was fragen darf? Ich habe in alten Häusern schon gesehen, dass man einfach Null und Schutzleiter zusammengeklemmt hat. Wenn dann die Phase ans Gehäuse kommt gibts nen Kurzschluss und die Sicherung fliegt raus. Ist das jetzt noch gefährlicher als ganz ohne Schutzleiter oder unter Umständen besser?
das ist auf jeden fall besser und sogar so vorgeschrieben! das ist als tn-c netz oder als "klassische nullung" bezeichnet und war früher stand der technik. das system genießt sogar bestandsschutz, wenn die anlage zu den zum zeitpunkt der errichtung geltenden vorschriften errichtet wurde. der nachteil ist dabei, wenn der graue (nullleiter/pen) abbricht oder abbrennt, hat das gerät keine funktion mehr UND es liegt volle netzspannung am gehäuse an . deshalb hat man das tn-s netz eingeführt (neutral u schutzleiter getrennt).
derdaniel
 
das ist auf jeden fall besser und sogar so vorgeschrieben! das ist als tn-c netz oder als "klassische nullung" bezeichnet und war früher stand der technik. das system genießt sogar bestandsschutz, wenn die anlage zu den zum zeitpunkt der errichtung geltenden vorschriften errichtet wurde. der nachteil ist dabei, wenn der graue (nullleiter/pen) abbricht oder abbrennt, hat das gerät keine funktion mehr UND es liegt volle netzspannung am gehäuse an . deshalb hat man das tn-s netz eingeführt (neutral u schutzleiter getrennt).
derdaniel
Danke:great:
Bei meiner Schwiegermutter ist es nämlich noch so, dann muss ich mir da ja keine Sorgen machen:D
 
der meistertitel berechtigt die einzig und allein ne firma zu eröffnen und lehrlinge auszubilden.
und ich finde, dass ist schon gut so, das nicht jeder überall dran darf. natürlich gibt es zu viele selbstfummler und auch unter den fachkräften unzählige schwarze schafe.
derdaniel

Ist OT, aber wenn wir schon dabei sind:
Bei den letzten beiden Sätzen gebe ich dir uneingeschränkt recht. Und ja, als Nachrichtentechniker habe ich momentan die Vorschriften nicht im Kopf, komme aber ran und kann mich einlesen, wenn ich es brauche. Ziel wäre es nicht zuletzt, sich dadurch auch das genauer aneignen zu müssen.


Was mich stutzig gemacht hat ist folgender Satz in dem nächsten Post (hierfür vielen Dank)
Die Regelung war notwendig geworden, da auf Grund der Novellierung der Handwerksordnung ein erweiteter Personenkreis dem Elektrotechnikermeister gewerberechtlich gleichgestellt worden ist. Hierzu zählen u. a. die Ingenieure, Absolventen von technischen Hochschulen und staatlichen oder staatlich anerkannten Fachschulen für Technik, Industriemeister und die Gesellen (G6) mit mindestens sechs Jahren Berufserfahrung, aber auch Personen aus dem erweiterten Kreis des EU-Binnenmarktes.
Bisher war es nämlich interessanterweise so, dass man sich als Ingenieur zwar Schaltschränkeweise Elektronik, Geräte, Installation etc. überlegen konnte, aber höchstens einen Prototypen fertigen durfte. Für eine Serienfertigung brauchte man weiterhin einen Meister im Betrieb. Für die Ausbildung von Lehrlingen ebenso.
Fazit: Sobald man seine Entwicklungen auch produzieren wollte, brauchte man einen Meister. Noch vor guten 10 Jahren haben die schon Ingenieurbüros angemosert, nur weil ein Lötkolben rum stand. Und die Gemeinde wetterte mit, weil sie von einem Gewerbe im Gegensatz zum Freiberufler Gewerbesteuer abkassieren konnten.
Der zitierte Satz klingt so, als wäre das jetzt hinfällig.

Noch mehr OT:
Mich beim E-Versorger zu registrieren wäre mir egal, wie oft brauche ich schon einen anderen Zähler und lande bei einem Meister, der es 3 Monate nicht schafft, die fertige Fertigmeldung aufs Fax zu legen und stattdessen die E-Werke beschuldigt, sie wären zu doof :mad: Die letzten Wochen war ich nur leider mit den Vermietern (große Vermietungsgesellschaft) und den E-Werken in engem Kontakt und hoffentlich hat der Kerl dafür richtig Ärger bekommen:D.
 
ja, das ist in deutschland sehr schwierig was man wo sein muss um irgendetwas tun zu dürfen. ich weis nur wies im handwerk aussieht und so versorgertechnisch. ansonsten dachte ich, das der ing. oder techniker eigendlich mindestens, wenn nicht noch mehr rechte hat als ein meister. (kommt aber vielleicht auch wieder auf die genaue fachrichtung an)
derdaniel
 
ja, das ist in deutschland sehr schwierig was man wo sein muss um irgendetwas tun zu dürfen. ich weis nur wies im handwerk aussieht und so versorgertechnisch. ansonsten dachte ich, das der ing. oder techniker eigendlich mindestens, wenn nicht noch mehr rechte hat als ein meister. (kommt aber vielleicht auch wieder auf die genaue fachrichtung an)
derdaniel

Wie gesagt, nach deinem Zitat mag sich da was geändert haben, aber ich bin auf dem Stand, dass ich als Dipl. Ing. nichts 'Materielles' verkaufen kann, was wirklich in den Einsatz geht. Jede Lötstelle an jedem Gerät und jedes Kabel darf nur 'Prototyp' sein und darf im Prinzip nie in den dauerhaften Gebrauch. Planen ja, ausführen / produzieren nein.
Sobald etwas als Serie produziert wird, bedarf es eines Gewerbes, in dem ein Meister angestellt ist.
Und als sich mein Vater mal vor ca. 15 Jahren zum Thema Hausinstallation erkundigt hat, war die Grenze eben beim Sicherungskasten. Also Steckdosen installieren Ja, aber Sicherungskasten / Unterverteilung abnehmen Nein. Die Innung hatte da natürlich ein starkes Interesse, die Rechte von Ingenieuren sehr einzuschränken.
Daver verstehst du vielleicht, warum theoretisch ein Meistertitel praktisch wäre.
Schön, wenn das überholt wäre.

PS: Ganz ehrlich: Bei manchen Berufen finde ich die Aufhebung des Meisterzwangs bescheuert (Büchsenmacher z.B.). Ansonsten sind vielleicht 30% der Elektrotechnikingenieure in der Lage einen Sicherungskasten korrekt zu verkabeln. Aber von 100 Elektromeistern unterziehen 70 einen Sicherungskasten auch nur einer 10 sec. Sichtprüfung und 30 erzählen einem totalen Käse. Entweder aus Profitinteresse (ich muss neue Kabel ziehen, kann hier statt 16A CEE keine 3 Einzelsteckdosen installieren, das macht der Nullleiter nicht mit) oder leider viel zu oft aus Dummheit (hinter 35A Schmelzsicherungen gehört ein 25A FI, damit der zuerst fliegt...).
 

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