Suche melancholische Werke

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beethovenfreund
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Hallo erstmal hier an Alle im Board.
Ich bin noch sehr jung (19) und noch nicht allzulange auf den Geschmack der klassischen Musik gekommen. Ich suche empfehlungen bezüglich klassischen Stücken die in die Richtung der Mondscheinsonate oder Mozarts Requiem gehen. Des weiteren haben mir auch Mozartstücke in Moll sehr gute gefallen. Diese jedoch sind sehr rar, da kaum jemand Mozart in Moll spielt. Wer Anregungen hat die mir gefallen könnten, dem wäre ich sehr verbunden. Ich kenne mich leider noch nicht so sehr gut aus und möchte ungern Fehlinvestitionen tätigen, da mein Budget als Student doch sehr überschaubar ist. :D

Dann hätte ich noch eine 2. Frage. Kennt jemand Beethovens Musik für ein Ritterbalett ? Er hat sie wohl in sehr jugen Jahren geschrieben mit 14 glaube ich. Ist dieses Stück das selbe wie seine 1. Symphonie ?

MFG ExElQ
 
Eigenschaft
 
Das "ritterballett" heißt "Die geschöpfe des Prometheus", und hat nichts mit der 1.sinfonie zu tun. Ein thema, ein kontertanz (country-dance) im 2/4 wurde das hauptthema der 3. letzter satz , thema mit variationen. Gibt es auch als "Eroica-klaviervariationen".
Von Mozart gibt es vieles in moll, das ergreifendste und harmonisch kühnste mit den vielen schmerzhaften vorhalten (sollten sich die, die sich im sektor theorie tummeln mal anhören) ist die arie der Pamina aus der "Zauberflöte". Aber auch das klavierrondo in a-moll, die g-moll sinfonien, ein quintett, klavierkonzerte u.a.m. Wer sucht, der findet.
Und wenn es einen melancholiker par excellence gibt, dann ist es Schubert.
 
Ja stimmt von Schubert gefällt mir die Winterreise sehr gut. Vielen Dank für die Information über Beethoven. Du hast mir wirklich sehr weitergeholfen. Ich bin jedoch weiterhin offen für weitergehende Tipps in Sachen Melancholie.

MFG ExElQ
 
G?nter Sch. schrieb:
Ein thema, ein kontertanz (country-dance) im 2/4 wurde das hauptthema der 3. letzter satz , thema mit variationen.



Ein "country-dance" ist aber wenn ich mich nicht täusche ein Ländler!:rolleyes:
 
Asteroid schrieb:
Ein "country-dance" ist aber wenn ich mich nicht täusche ein Ländler!:rolleyes:

Du täuschst dich, wenn ich auch beileibe nicht immer recht haben will. Die country-dances lösten im schon demokratischen England die feudalen paartänze ab, jeder tanzte im verlauf mit jeder, es gab kein rangordnung. Der kontertanz, verballhornt, wurde mode im Europa Napoleons, bevor der stern des walzers aufging, wurde aber als figurentanz imit wechselnden taktarten in bürgerlichen kreisen weiter gepflegt. Worum es hier geht, ist der teil im 2/4 takt, ob identisch mit dem "schottischen", der ècossaise, sicher verwandt mit der polka aus Böhmen, immer geht es um einen wechselschritt oder hacke - spitze -einszweidrei, auch gedreht.
 
G?nter Sch. schrieb:
Du täuschst dich, wenn ich auch beileibe nicht immer recht haben will. Die country-dances lösten im schon demokratischen England die feudalen paartänze ab, jeder tanzte im verlauf mit jeder, es gab kein rangordnung. Der kontertanz, verballhornt, wurde mode im Europa Napoleons, bevor der stern des walzers aufging, wurde aber als figurentanz imit wechselnden taktarten in bürgerlichen kreisen weiter gepflegt. Worum es hier geht, ist der teil im 2/4 takt, ob identisch mit dem "schottischen", der ècossaise, sicher verwandt mit der polka aus Böhmen, immer geht es um einen wechselschritt oder hacke - spitze -einszweidrei, auch gedreht.

Also ich hab noch eine englische Ausgabe (Hinrichsen Edition) diverser Beethovenstücke, und da sind auch vier seiner Ländler (und das sind schon Ländler und keine Kontertänze, Beethoven selbst hat ja nie Kontertänze für Klavier zu zwei Händen komponiert oder arrangiert, auch wenn es entsprechende Arrangements seiner Kontertänze für Orchester für Klavier von Dritten gibt), und die werden dort als "Country-Dances" bezeichnet. Da sich aber in diesem Notenalbum nur "original Beethoven pieces" befinden, sind dort eben leider keine Kontertänze enthalten, ansonsten wäre es interessant wie da die englische Bezeichnung wäre.
 
ExElQ schrieb:
Ich bin jedoch weiterhin offen für weitergehende Tipps in Sachen Melancholie.

Aber immer doch! ;)

* Chopin: Klavierstücke aller Art. Romantik im besten Sinne des Wortes. Und ein gutes Stück Melancholie schwingt immer mit. Mein Favorit: die Chopin-Stücke auf "Horowitz. The Last Recording" :great:

* Webern: frühe Stücke für Streichquartett. Bis etwa 1905. Spätestromantik in Perfektion. Z.B. "Langsamer Satz für Streichquartett", z.B. mit dem Rosamunde Quartett auf ECM. Auf der gleichen Scheibe sind noch zwei Quartette von Schostakowitsch und dem Tschechen Burian drauf. Ebenfalls sehr melancholisch....

* Brahms: "Tragische Ouvertüre". Der Name ist Programm. Kaum keimt ein kleines Dur-Pflänzchen, wird es auch schon von fetten Moll-Tutti plattgemacht. Nichts für Suizid-Gefährdete....

Das ist das, was mir so auf die Schnelle einfällt. :( = :great: (;) )
 
Asteroid schrieb:
Also ich hab noch eine englische Ausgabe (Hinrichsen Edition) diverser Beethovenstücke, und da sind auch vier seiner Ländler (und das sind schon Ländler und keine Kontertänze, Beethoven selbst hat ja nie Kontertänze für Klavier zu zwei Händen komponiert oder arrangiert, auch wenn es entsprechende Arrangements seiner Kontertänze für Orchester für Klavier von Dritten gibt), und die werden dort als "Country-Dances" bezeichnet. Da sich aber in diesem Notenalbum nur "original Beethoven pieces" befinden, sind dort eben leider keine Kontertänze enthalten, ansonsten wäre es interessant wie da die englische Bezeichnung wäre.

Meine lexika schweigen sich aus, aber ich denke, der ländler wurde im übrigen Europa als "Tyrolienne" gehandelt, womit auch seine herkunft deutlich wird. Beethovens ecossaisen kennt jeder klavierschüler, aber die kontertänze waren figurentänze, hübsch dargestellt in den Jane Austen filmen. Man kann das genauer recherchieren, aber da die happy-end-beziehungen "kapellmeister-tänzerin" geradezu sprichwörtlich und filmreif sind, schöpfe ich aus eigenem erleben. !
 
Barbers adagio for strings
 
mahler: kindertotenlieder

wobei die eigentlich nicht mehr als melancholische bezeichnet werden können. die sind tieftraurig...
 
Kontarsky, Bernhard / Ruggiero : Liebesleid
 
Hallo ExElQ,

auf die Schnelle fallen mir u.a. folgende Werke ein:
Mahler - Das Lied von der Erde - Der Abschied
Korngold - Die tote Stadt - Glück, das mir verblieb
Schubert - Streichquintett - Adagio
 
Eigentlich das meiste von Erik Satie und von Ludovico Einaudi die "Le Onde".
 
Guten Tag, ihr alle!

Also zum Thema Werke in Moll von Mozart fällt mir seine Fantasie in c-Moll KV 396 ein, die kaum jemand kennt (nicht zu verwechseln mit der c-Moll-Fantasie KV 450). Es ist allerdings ein Fragment, dass von Abt Maximilian Stadtler bearbeitet wurde. Er hat ihr auch den Titel "Fantasie" gegeben.

Ist auf jeden Fall sehr melancholisch, wird kurzzeitig etwas fröhlicher und in der Mitte dann sehr "stürmisch". Ich mag sie sehr gerne, habe sie schon selbst gespielt und kann sie nur weiter empfehlen.

Und dann auf jeden Fall noch Chopins c-Moll Nocturne Op.48 Nr.1. Ist zur Zeit mein Liebling unter den Sachen, die ich übe.

Anfangs abgrundtief traurig, düster- einfach melancholisch!
Dann sehr ruhig, mit Wechsel zu C-Dur, und dann immer wilder werdend und auch wieder in Moll. Hör sie dir mal an, wenn du sie findest.:)


Sonst fällt mir hier nichts besonderes mehr ein.

LG Feli
 
Sergei Rachmaninow - Die Toteninsel (Isle of the dead)
Typisch russisch, schwer, traurig, dennoch treibend und fordernd. Tolles Stück.
 
Wurde schon Debussy genannt?
Claire de lune ist eines der traurigsten,melancholischten kleinen Stücke Musik, die ich je gehört hab.
dann kann ich noch Arabesque und Valse romantique von ihm empfehlen.
Und viele Waltzer von Chopin sind auch nicht sehr aufmunternd, aber sehr schön.
 
2ter Satz 7. Sinfonie Anton Bruckner.
Hat er in Vorahnung von Wagners Tod geschrieben.
MFG F elix
 

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