Systemverkabelung für 2 Tops und 4 Bässe - wie anschließen, welcher Amp?

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Benkho

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Guten Tag,
zuerst ein großes Sorry falls ich dieses Thema in den falschen Trend geschrieben habe oder ein ähnliches Thema überlesen habe.

Meine Technik:
2x Doppel 12" Tops mit jeweils 1000 Watt
6x 18" Bässe mit jeweils 1200 Watt (wollen aber erstmal nur 4 verwenden)

Wir haben derzeit 2 Endstufen für das System, eine für die Tops und eine für die Bässe. Wir sind derzeit dabei Teile der Technik zu verkaufen und zu erneuern. Dazugehört auch mal das Amprack vom Gewicht her zu reduzieren.

Ich habe mal von einer Art gehört wo man an einer Endstufe die Tops und Bässe über ein 4 pol Kabel anschließt.
Wie genau geht das? und hat man einen merklichen Leistungsabfall? Wie sieht das mit dem Ohm aus?

Ich stelle mir das so vor, dass man die Tops an 1+/- macht und die Bässe an 2+/- und dementsprechend durchschleift. Ist das Richtig? hat man dann 2 Ohm oder an den Tops 8 Ohm und an den Bässen 4 Ohm? Ich komme auf die Trennung der Ohm Zahl wegen den verschiedenen Adern.
Wäre dabei eine 4 Kanal Endstufe schlauer, wen man 2 Kanäle davon brückt?

Habt ihr auch noch eine Gute Lösung für eine Endstufe?

Mit freundlichem Gruß
Julian
 
Y

yamaha4711

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die Tops an 1+/- macht und die Bässe an 2+/- und dementsprechend durchschleift. Ist das Richtig?
Korrekt, nennt sich Systemverkabelung. Eigentlich auch nix anderes als ein kleines Multicore.
Gibt es auch mit 2x4 Adernpaare. Du könntest dir auch mittels Multipin Harting ein Mehrfach Lastmulticore für NF bauen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Das mit der Impedanz (du nennst es Ohmdingens) ist wie es ist und gehorcht immer noch den Gesetzen von Georg Simon Ohm: Parallelschaltung in der Regel.

Wäre dabei eine 4 Kanal Endstufe schlauer, wen man 2 Kanäle davon brückt?
Kommt darauf an. Wenn es die 4-Kanal zerlegt, dann sind eben 4 Kanäle weg. Brücken ist jedoch nie eine gute Idee, sondern immer nur eine Notlösung, wenn überhaupt.

Bei den genannten Daten der LS und dem wohl sehr begrenzten Budget würde ich so etwas wie die Crown XTi oder etwas von RAM Audio empfehlen. Wegen mir auch eine tsa4-1300. Allerdings darf man diese Stufen nicht dauerhaft brücken, vor allem nicht im Baß.

Die Zusammenschaltung zur Systemverkabelung wird dann in einem Patchpanel gemacht, die es auch ferttig konfiguriert gibt:
https://www.thomann.de/de/the_box_p...anel.htm?sid=1c68dc16ca6ac0e3241f3a61ad651763
 
B

Benkho

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Ok, perfekt. Danke für die schnelle Antwort.

Eine Frage habe ich jetzt noch:
Ist ein merklicher Leistungsabfall zu verspüren, also bei der Systemverkabelung?

Ich habe auch so in Richtung RAM Audio, Lab Gruppen oder PL Audio gedacht.
Was gibt es sonst noch so? Glaube db Audio, Lax, Nova! Puhhh, muss noch einiges mal durchsehen.

Die TSA4-1300 bringt bei den Bässen nichts, da geht die Endstufe bei Last in die Knie :)

Das Panel haben wir selber gebaut damals.
 
Y

yamaha4711

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Ist ein merklicher Leistungsabfall zu verspüren, also bei der Systemverkabelung?
Wie meinst du das?

Da werden ja nur 2 getrennte Leitungspaare innerhalb eines gemeinsamen Mantels vereinigt. Elektrisch ist das immer noch getrennte und wie wenn zwei getrennt Leitungen nebeneinander lägen.
 
SB

SB

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Bei mir greifen grundsätzlich alle Lautsprecher das Signal auf 1+/1- ab und 2+/2- sind vom Speakon-In zum -Out durchgeschleift. Dazu habe ich eine 4-Kanal-Endstufe (TSA4-1300) und kann direkt von den vierpolig belegten Ausgängen A und C rausgehen. Dabei versorgen Kanal A und C die Subs und B und D die Tops. Letztere schleife ich mit einem "Crossover-Kabel" von den Subs weiter. Da sind die Adernpaare 1 und 2 gekreuzt, somit bekommen die Tops wieder auf 1+/1- das Nutzsignal, obwohl die Endstufe dieses ja auf 2+/2- rausschickt.

Wenn die Tops geflogen werden oder ich die Subs mal als Monocluster stelle, kann ich aber genauso gut mit normalen zweipoligen Leitungen Subs und Tops direkt zur Endstufe verkabeln. Für mich ist das die flexibelste Lösung, weil ich so eine Systemverkabelung realisieren kann, aber das Ganze eben auch mal problemlos mit ausschließlich zweipoligen Leitungen anschließen kann oder mal jemandem was ausleihen kann, ohne dass der sich Gedanken machen muss, wie er da jetzt das Signal auf 2+/2- bekommt, was bei einer intern entsprechend umgebauten Box ja erforderlich wäre...
 
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EDE-WOLF

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Crossover ist auch n schönes Modell...
Zu meinen Passivzeiten hatte ich die Bässe auf 2 und die Tops immer auf 1 liegen...

Da ich doppel 12er Bässe habe, hab ich die auf 16ohm in Reihe geschaltet und dann je 2 Bässe am einem gebrückten AMP betrieben...

Anders als der Kollege Yamaha, der aus iiirgendwelchen Gründen immer ein Problem mit gebrückten Amps hat, habe ich im Bass eigentlich Amps seit ich in dem metier überhaupt tätig bin IMMER gebrückt... Ne Zeit lang auf 4 Ohm (seiner Zeit PSE Amps...) Später dann auf 8ohm und ich hatte noch nie irgendwelche systemischen Probleme!

Ich kann ehrlich gesagt auch nicht erkennen, wo da elektrotechnisch überhaupt das Problem sein soll, einen AMP zu Brücken...

Vielleicht erklärt das ja Mal jemand technisch nachvollziehbar...
Naja...

Auch wenn ich noch Reste von 4-Kanal-Amps besitze bin ich übrigens deiner Meinung, dass man lieber 2-Kanaler nehmen sollte.
Beispiel:
Ich habe seiner Zeit 2 1HE Amps gegen einen 4Kanal t.amp getauscht
...
Hat im Grunde nur den Nachteil geringerer Ausfallsicherheit bzw. Hat man plötzlich GAR NIX mehr zur Verfügung wenn der 4-Kanaler abraucht...
Der einzige Grund bei mir Mal: ich bräuchte alles doppelt und nochmal 2 Amps zu kaufen war mir zu teuer...

Also 4Kanaler kann ich höchstens aus Kostengründen empfehlen, nicht aus technischen Gründen...
 

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