Tailpiece unsymmetrisch gesetzt - was tun?

Ja aber ich finde das B5 auf ner 335style auch zu klobig.
 
Wie man aus dem allerersten Foto erkennt, sitzen die Schrauben bzw. Gewindehülsen vom Tailpiece nicht symmetrisch zur Bridge bzw. zu den schwarzen "Rallye-Streifen".
Ein umgefeiltes Tailpiece oder auch ein "Bigsby" würde das nicht ändern und optisch auch nur eher schlecht als recht kaschieren - man würde immer sehen, dass die Schrauben nicht symmetrisch sind, was als ziemlich störend charakterisiert wurde.

Da die Idee eines Trapez-Tailpiece ja auch nicht geht, bleibt eigentlich nur die Versetzung der Gewindehülsen (alte Löcher verschließen, neue an den richtigen Stellen bohren).
Wenn man oder der Gitarrenbauer das richtig gut machen kann, ist das auch die "richtige" Reparatur für das Problem, und sieht hinterher wohl auch am besten aus.

Grüße
 
Das kann man einfach und günstig selbst machen. Für die Hülsen besorgst du dir eine lange Schraube, nach Durchmessers des Gewindes M6 oder M8 etc. und schraubst die durch die Hülse durch und solange bis die Hülse sich nach oben gezogen hat und entweder ganz nach oben schrauben oder voll ziehen.
Im Baumarkt gibt es Buchenholzstäbe, den leimst du ein und bohrst hinterher die Löcher richtig. Wichtig ist halt dass die Holzstäbe stramm sitzen und erst nach Aushärten des Leims korrekt kürzen.
Wenn du mit bohren Schwierigkeiten hast, einen Schreiner oder Bekannten fragen der dir die Löcher bohrt.
Gitarrenwerkstatt geht natürlich auch, der ist aber wahrscheinlich nicht begeistert wenn er nur die Löcher bohren soll.
Mit ein wenig handwerklichem Geschick bekommt man das hin.
 
Wir haben ja hier im Forum einen thread der die KI-Thematik zum Inhalt hat.

Warum nur fällt mir das wegen der letzten Äußerungen hier wieder ein...?

*
 
*edit*
Ja warum?
 
Grund: edit by C_Lenny -> Vollzitat Vorpost
Bei Bohrung der neuen Löcher überlappend in die mit Buchenholzdübeln verschlossenen Löcher, arbeitet der Bohrer in zwei verschieden harte Hölzer: In den Dübel zum einen, und in das Holz des Korpus zum anderen.
Das führt leicht dazu, dass der Bohrer in das weichere Holz, das Holz, das sich leichter bohren oder vom Bohrer wegschneiden lässt, ausweicht, und dabei das Zentrum des Bohrlochs dabei verrutscht.
Auch mit Standbohrer könnte beim Bohren der Gitarrenkorpus deswegen etwas verrutschen, sodass am Ende das Loch um 1-2mm oder so daneben liegt.
(Vermutlich wird man erst mit einem dünneren Bohrer ein "Pilotloch" bohren wollen, und dann erst mit dickeren Bohrern es auf das Maß bringen wollen..?)

Wie @Zwachi in Beitrag #10 geschrieben hat, sollte das wohl mit einem Standbohrer gemacht werden.
Außerdem hat er dort geschrieben, er habe einen sehr fähigen Gitarrenbauer, der kniffelige Gurtpin-Probleme und andere kosmetische Arbeiten erledigt habe.

In Beitrag #8 schrieb @Zwachi, dass es sich bei der Gitarre um ein Sammlerstück aus den 90ern handele. Die Gitarre hat also materiellen oder sentimentalen/emotionalen Wert für ihn.

Von daher erscheint mir die beste Wahl zu sein, den fähigen Gitarrenbauer mit der Reparatur zu betrauen. Der sollte die notwendige Erfahrung haben, die Reparatur erfolgreich durchzuführen.

Grüße
 
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Mit ein wenig handwerklichem Geschick bekommt man das hin.
....oder merkt, dass "ein wenig" ein wenig zu wenig ist und versaut sich damit die Gitarre ganz.

Ich würde das, wenn ich nicht 100% sicher bin von einem Gitarrenbauer machen lassen.

Sicher ist ein Bigsby auch möglich, aber wer kein Trem will, für den könnte sowas noch eine Lösung sein:
https://www.ebay.de/itm/236657389953
und die Gewindehülsen einfach mit einem flachen Stopfen verschließen
 
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Die Bigsby Platte wäre zwar das einfachste, liegt dann aber wahrscheinlich nicht schön am Korpus auf.

Es ändert auch nichts an dem Problem, dass der mittlere Abstand der Bohrungen nicht auf der Mittelachse der Streifen liegt. Der Versatz wird wegen der zwar konisch, aber doch fast parallel verlaufenden Linienführung der Außenform des Bigsbys noch viel stärker betont.
Auf dem Foto sieht es so aus, als würde die Mittelachse der Bohrungen nicht im rechten Winkel zu der Mittelachse der Streifen verlaufen? Das kann natürlich täuschen, da die Bridge leicht verwinkelt montiert wird. Sollte es aber der Fall sein - Ein auf zwei parallelen Streifen versetzt und verwinkelt montiertes Bigsby würde bei mir einen starken Brechreiz auslösen.

... ich finde das B5 auf ner 335style auch zu klobig.

Die Gitarre scheint aber keine Semihollow zu sein, jedenfalls nicht im 335er Style.

... eine Archtop Gitarre ähnlich einer Les Paul ...
 
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Die vernünftigste Lösung wäre, kauf dir eine handwerklich gute Klampfe, was ja heutzutage gar nicht teuer sein muss, anstatt die Kohle für Umbauten rauszuhauen. Es sei denn, die Gitarre ist so gut, dass sich eine solche Investition lohnt, was ich bezweifle.
 
Die vernünftigste Lösung wäre, kauf dir eine handwerklich gute Klampfe, was ja heutzutage gar nicht teuer sein muss, anstatt die Kohle für Umbauten rauszuhauen. Es sei denn, die Gitarre ist so gut, dass sich eine solche Investition lohnt, was ich bezweifle.
Neue Klampfe ist immer eine gute Lösung, aber nie die vernünftigste.
 
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Hey,
die Gitarre ist ja schon älter und scheint also trotzdem einwandfrei zu funktionieren.
Spielst du viel live oder eher zuhause?
Ich frag deswegen: wenn du nur zuhause spielst ist die Gitarre (nun da es deine ist) dort in ihrem "natürlichen Umfeld" dh, du wirst immer das schiefe Tailpiece sehen, es wird dich immer stören.
Wenn du viel live spielst rate ich dir Bilder von dir in ner Live-Situationen mit der Gitarre zu machen...kann gut sein, dass auf diesen das schiefe Tailpiece gar nicht auffällt oder stört...was dann immens helfen könnte dass du deinen Frieden damit machst, es einfach so lässt und dich über ne gute Klampfe freust...😉
Gruß,
Bernie
 
Es ändert auch nichts an dem Problem, dass der mittlere Abstand der Bohrungen nicht auf der Mittelachse der Streifen liegt. Der Versatz wird wegen der zwar konisch, aber doch fast parallel verlaufenden Linienführung der Außenform des Bigsbys noch viel stärker betont.
Auf dem Foto sieht es so aus, als würde die Mittelachse der Bohrungen nicht im rechten Winkel zu der Mittelachse der Streifen verlaufen? Das kann natürlich täuschen, da die Bridge leicht verwinkelt montiert wird. Sollte es aber der Fall sein - Ein auf zwei parallelen Streifen versetzt und verwinkelt montiertes Bigsby würde bei mir einen starken Brechreiz auslösen.
Ich hätte ja wenn eine Bigsby Adapterplatte konstruiert, die den Versatz kompensiert. Die Platte wäre ja dann mittig und symmetrisch zu den Streifen.
Das Foto täuscht, der Steg ist schief, das Tailpiece im rechten Winkel zur Mittellinie. Selbst wenn das Tailpiece auch nochmal schief wäre, verstehe ich den Einwand dennoch nicht. Eine angepasste Platte ähnlich der Vibramate würde die korrekte Ausrichtung meiner Ansicht vollständig bewerkstelligen - man ist halt dann weiter auf das B5 angewiesen, welches aus meiner Erfahrung eher ein optisches Asset ist, als ein nützliches Trem und das muss nicht jeden Geschmack treffen.

Die vernünftigste Lösung wäre, kauf dir eine handwerklich gute Klampfe, was ja heutzutage gar nicht teuer sein muss, anstatt die Kohle für Umbauten rauszuhauen. Es sei denn, die Gitarre ist so gut, dass sich eine solche Investition lohnt, was ich bezweifle.
Neue Klampfe ist immer eine gute Lösung, aber nie die vernünftigste.
Ich hab schon um die 40 und bin mit guten Klampfen in verschiedenen Preisklassen bestens vertraut, da ich die meisten Gitarren bei Nichtgefallen oder Ablöse auch wieder veräußere. Würde sich die Gitarre so einfach substituieren lassen, wäre ich diesen Weg sicherlich gegangen - wie erwähnt, es ist ein Sammlerstück aus den 90ern, der Preis für die Reparatur/Korrektur wäre im Verhältnis zur Anschaffung fast Peanuts. Nach dem ich sie erst wenige Tage habe und nun nach meinem Bedarf eingestellt habe, kann ich sagen, dass ich sie behalten möchte und stattdessen 2 - 3 andere wieder abstoße. Ich versuche stets rational zu entscheiden - wenn sich die Korrektur optisch unkenntlich umsetzen lässt, war die Anschaffung für mich insgesamt immer noch preiswert - gelegentlich hole ich mir aber auch gern andere Perspektiven für den Reality-Check ein :LOL:.
Hey,
die Gitarre ist ja schon älter und scheint also trotzdem einwandfrei zu funktionieren.
Spielst du viel live oder eher zuhause?
Ich frag deswegen: wenn du nur zuhause spielst ist die Gitarre (nun da es deine ist) dort in ihrem "natürlichen Umfeld" dh, du wirst immer das schiefe Tailpiece sehen, es wird dich immer stören.
Wenn du viel live spielst rate ich dir Bilder von dir in ner Live-Situationen mit der Gitarre zu machen...kann gut sein, dass auf diesen das schiefe Tailpiece gar nicht auffällt oder stört...was dann immens helfen könnte dass du deinen Frieden damit machst, es einfach so lässt und dich über ne gute Klampfe freust...😉
Gruß,
Bernie
Zugegeben, die letzten Konzerte sind vor Corona gewesen und seit dem nur mehr einzelne Gastauftritte. Arbeit und Familienleben ließen seither wenig Zeit für eine Band über - aber das ändert sich hoffentlich (bald!) wieder. :) Insgesamt verbringe ich die letzten Monate aber wieder deutlich mehr Zeit mit Griffbrettgewürge und Spieltechnik. Meine Lieblingsstücke hängen (zu 15) neben mir im Heim-Büro - ich schau da praktisch täglich mehrfach drauf. Bei Live Fotos/Videos wäre das egal - da geb ich dir recht und es würde nur mir auffallen, aber für Konzerte habe ich auch andere, leichtere Gitarren, die sich im Notfall (Beschädigung, Diebstahl, etc.) auch einfacher ersetzen lassen würden. Bei der vorliegenden Gitarre geht es also tatsächlich ums Heimgefudel, Werterhalt und den persönlichen Seelenfrieden. :)
 
Eine weitere Idee wäre, die Bigsby Adapterplatte alleine mit dem benötigten Offset anfertigen zu lassen,
Oops, sorry, da hab' ich beim Überfliegen auch ein paar Fakten übersprungen.
 
Am einfachsten wäre eine neue Lackierung, 'n bissl Sprühfarbe drauf und keinem fälllts auf... 😁
 
Ich hätte ja wenn eine Bigsby Adapterplatte konstruiert, die den Versatz kompensiert. Die Platte wäre ja dann mittig und symmetrisch zu den Streifen.
Wird die kompensierende Adapterplatte mit den bestehenden - bei deiner Gitarre asymmetrischen - Gewindehülsen verschraubt?
Verdeckt dann das Bigsby die Schrauben der Adapterplatte, mit denen die Adapterplatte am Korpus angeschraubt ist?

Grüße
 
*edit*
Die Platte würde nur geringfügig anders als die Vibramate Platte aussehen - lediglich ~2mm Versatz der Befestigungslöcher nach oben/links je nach Betrachtung.
images
Bigsby.png

Die Schraube beim Hebel würde daher mehr verdeckt werden, die andere würde mehr hervorstehen.
 
Grund: edit->Vollzitat Vorpost
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Ach so. Wäre denn deine angepasste Adapterplatte 2mm breiter als die Original-Vibramate-Platte?
Würde man dann trotzdem noch sehen, dass die Montageschrauben für die Adapterplatte asymmetrisch sind, oder wäre das dann optisch unauffällig?

Grüße
 

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