taylor 114 vs furch g40 vs seagull s6

von oskopik, 10.02.17.

  1. oskopik

    oskopik Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.05.08
    Zuletzt hier:
    15.08.18
    Beiträge:
    667
    Zustimmungen:
    93
    Kekse:
    878
    Erstellt: 10.02.17   #1
    Ich weiss es ist kein fairer Vergleich trotzdem habe ich mir gestern diese drei Gitarren im Shop im direkten Vergleich angehört und möchte einfach kurz meine Eindrücke schildern.

    Also erstmal fand ich alle drei Gitarren toll wenn auch total unterschiedlich zumal auch die seagul eine dread nought ist und die beiden anderen grand auditoriums.

    Die seagull und die furch haben eine decke aus kanadischer zeder während die Taylor eine decke aus sitka fichte hat. Bei allen drei gitarren sind die seiten und die rückwand laminiert.

    Alle drei modelle sind sehr spartanisch ausgestattet. Also weder Pickup noch Cutaway.

    Die furch hat einen etwas breiteren Sattel aber dafür ein sehr flaches Halsprofil. Für mich persönlich war das erst mal etwas ungewohnt.

    Die Taylor war am leichtesten zu bespielen und vom Klang her sehr Brilliant. Die Furch hat aber den wärmesten und vollsten klang. Die seagull konnte meiner Meinung nach klanglich nicht ganz mit der Taylor und Furch mithalten war aber trotzdem durchaus attaktiv und hat mir sehr gut gefallen. Durch die dread nougt form ist die seagull natürlich basslastiger, besitzt aber auch klare schöne höhen. In den mitten ist die furch die stärkste und in den höheren mitten und höhen brilliert die taylor. Mir haben alles drei gut gefallen obwohl und gerade weil sie so unteschiedlich klingen.

    Preislich ist die Seagull auch die günstigeste mit ca. 500 euro, gefolgt von der Taylor mit ca. 600 und die Furch kommt dann schon auf ca. 650

    was auch zu beachten ist, ist das Furch in der tschechischen Republik gefertigt wird. Die Taylor glaube ich in Mexico und die Seagull in Kanada.

    So das war mein kurzes Review zu den drei Gitarren die ich gestern anspielen durfte.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  2. saschaa

    saschaa Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.06.10
    Zuletzt hier:
    17.08.18
    Beiträge:
    577
    Ort:
    Bayern
    Zustimmungen:
    78
    Kekse:
    420
    Erstellt: 10.02.17   #2
    hey,

    hey, muss man es aus einem ganz bestimmten Grund beachten?
     
  3. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.04.04
    Beiträge:
    3.864
    Ort:
    Schwarzwald
    Zustimmungen:
    2.493
    Kekse:
    20.188
    Erstellt: 10.02.17   #3
    Natürlich kann ich verstehen, dass du dich nicht entscheiden kannst, aber ich wüsste auch nicht, wie das jemand anderes als DU SELBST entscheiden kann. DU musst die Gitarre spielen und anhören (und bezahlen). Du musst wissen, was dir letztendlich besser passt. 
    Die Seagul kenne ich nicht, aber die Furch und die Taylor. Ich persönlich mag beide sehr. Ich persönlich liebe den brillianten Taylor-Klang, aber das eher klassisch-warme der Furch ebenso.  
    Dass das Herstellungsland ein Thema sein soll verstehe ich allerdings auch nicht. Willst du mit der Gitarre sprechen und hast angst, sie versteht dich nicht? :D 
     
  4. oskopik

    oskopik Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.05.08
    Zuletzt hier:
    15.08.18
    Beiträge:
    667
    Zustimmungen:
    93
    Kekse:
    878
    Erstellt: 10.02.17   #4
    Wer hat gesagt das ich mich für eine dieser Gitarren entscheiden muss?

    Nein im ernst ich bin zur Zeit sehr viel am anspielen und so viel Modelle wie möglich zu vergleichen. Guter Ding braucht weil.

    Ich schreibe diese Berichte deshalb weil meine Erfahrungen vielleicht dem einen oder anderen helfen können.

    Und das Thema mit dem Herstellungsland habe ich deshalb erwähnt weil es den einen oder anderen auch interessieren könnte. Ich gehe immer sehr in die tiefe wenn ich mich mit einer Materie auseinandersetzte und davon können andere dann auch profitieren.

    Das Herstellungsland spielt eine Rolle in bezug auf Fertigungsqualität, Holzauswahl, Preis/Leistungsverhältnis und so weiter. Mich wundert es eher das das hier teilweise auf unverständnis stösst und sogar ins lächerliche gezogen wird.
     
  5. rw

    rw Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    10.06.07
    Beiträge:
    3.073
    Zustimmungen:
    654
    Kekse:
    5.898
    Erstellt: 10.02.17   #5
    Das ist in dieser Pauschalität problematisch. Allenfalls Preis-Leistung könnte auf Grund des Gehaltsniveaus einigermaßen geschätzt werden. Hölzer werden international gehandelt und mittlerweile wird häufig in klimatisierten Werkshallen gearbeitet, so dass das Argument des Bauklimas auch nicht mehr die Bedeutung hat wie früher, sonst würden hier die asiatischen Instrumente regelmäßig auseinanderfliegen. In China werden gleichermaßen Schrott- als auch sehr gute Instrumente gefertigt. - Interessant aber ist das Herkunftsland auf jeden Fall, von daher finde ich Deine Information gut.
     
  6. dongle

    dongle Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    03.04.09
    Zuletzt hier:
    17.08.18
    Beiträge:
    1.992
    Ort:
    Münchens Westen
    Zustimmungen:
    388
    Kekse:
    4.096
    Erstellt: 11.02.17   #6
    Ich finde es gut, dass auch das herstellungsland erwähnt wird.
    Kann schon für einige interessant sein.
    Wenn ich die Wahl habe, kaufe ich z.b lieber aus Europa als aus China.
    Möglich, dass einige bald auch USA nicht mehr mögen ;)
     
  7. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.04.04
    Beiträge:
    3.864
    Ort:
    Schwarzwald
    Zustimmungen:
    2.493
    Kekse:
    20.188
    Erstellt: 11.02.17   #7
    ne, also ins lächerliche ziehen will ich das nicht, aber mal im ernst: auf Fertigungsqualität hat sowas pauschal mal überhaupt keine Aussagekraft. Wenn ich sehe, was teilweise aus China kommt und dazu das ein oder andere US-Produkt vergleiche frage ich mich schon, wie die hohen Kosten gerechtfertigt sein wollen.

    Es liegt eher an der Ausbildung(!) der Leute, aber hauptsächlich an den Maschinenbedienern und der Wartung der Gerätschaften. Heutzutage wird doch alles mit den gleichen CNC Maschinen gefertigt und der Maschine ist es bumms, in welchem Land sie stehen :)

    Das Thema Holzauswahl wurde ja bereis erörtert. Mir persönlich ist es egal, woher ein Produkt kommt, aber gerade das Thema Holz wird uns nochmal richtig beschäftigen; da bin ich überzeugt; Siehe CITES

    ...ach ja; Der Vollständigkeit halber: Made in Germany ist auch beileibe keine Garantie für Qualität :ugly:


    Und noch ne EDIT: Ich stehe total auf Taylors 1-er Serie und fand den Preisunterschied zwischen 114 und 314 nicht den Mehrpreis wert! :)
     
  8. schmendrick

    schmendrick Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.02.07
    Zuletzt hier:
    17.08.18
    Beiträge:
    11.378
    Ort:
    Aue
    Zustimmungen:
    4.397
    Kekse:
    51.646
    Erstellt: 12.02.17   #8
    Oh doch. Zumindest solange es Musikinstrumente betrifft. Ich kenne kein einziges negatives Beispiel.
     
  9. frama78

    frama78 Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    04.04.04
    Beiträge:
    3.864
    Ort:
    Schwarzwald
    Zustimmungen:
    2.493
    Kekse:
    20.188
    Erstellt: 12.02.17   #9
    Lassen wir die klassischen "Herti-Casters" mal außen vor, stimme ich bei Musikinstrumenten und deren Bauteilen zu :)
     
  10. OldRocker

    OldRocker Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.01.16
    Zuletzt hier:
    17.08.18
    Beiträge:
    1.111
    Ort:
    Radolfzell
    Zustimmungen:
    848
    Kekse:
    4.389
    Erstellt: 14.02.17   #10
    Hi zusamm,

    meiner Meinung nach steht die Seagull S6 stark für sich allein durch ihr "radikales" Konzept. Sieh dir nur ihre Hölzer und Konstruktion an-die seltsame Kopfplatte ist nur ein Detail (halt das offensichtlichste). Klar kann sie in Sachen Feinheit und "Schönklang" nicht mit Taylor und Furch mithalten aber:
    ihr Dynamikverhalten und die direkte Umsetzung des Spiels reichen weit über ihre Preisklasse hinaus.
    Die S6 ist wahrlich kein Allrounder, sondern eben für die Spieler die entweder intuitiv oder bewusst diesen beiden Gesichtspunkten sehr viel Bedeutung zumessen. Solltest du die Gitarre nochmal antesten achte mal darauf.

    Ebenso solltest du bei Furch auf die Spiegelungen in der Deckenlackierung achten-hier kann man gut erkennen, ob sie verzogen ist oder nicht, was bei den sehr filigran konstruierten Furchs schon mal ein Problem sein kann.

    Taylor Gitarren sind sehr ausgewogen abgestimmt, mit Bass und Höhenbetonung. Achte bei Taylors darauf, ob dir die Gitarre genug Musikalität umsetzt und genug "Soul" hat-dieser extrem aufgeräumte Klang kann je nach Geschmack schon mal mit der Zeit dem ein oder anderen zu sauber und etwas glatt und ungelenk vorkommen. Andere Spieler mögen jedoch genau das, weil dieser Klang eben immer "schön macht" und sie nicht so arbeiten müssen auf der Taylor.

    Ich weiß nicht wie lang du getestet hast, solche Erkenntnisse brauchen ne gewisse Zeit. Das kommt sehr auf deine Erfahrung an.

    Grüsse,
    Bernie
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping