Tech 21 Trademark VS. Vollröhre - hier gehts auch um den technischen Aufwand

von Spell, 24.02.07.

  1. Spell

    Spell Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.07   #1
    Hallo!
    Also gleich vorweg: Bitte keine unqualifizierten Komentare wie z.B. Vollröhre ist besser weil dort Röhren drin sind usw. ;)

    Es geht hier nämlich nicht nur um den sound (der ja auch Geschmacksache ist) sondern eben auch um den technischen Aufwand, der mit einem Amp betrieben wird.

    Argumente die z.B. gegen einen Röhrenamp sprechen, wäre die Sache mit dem Röhrenwechsel.
    Wenn man nämlich keine Ahnung vom Röhrenwechsel hat und auch nicht mobil ist, um den Amp ständig zu irgendwelchen Röhrenfachmännern fahren zu können...
    Dann könnte sowas ja schon ein Nachtreil sein.
    Denn wenn auf einer Herstellerseite dazu geraten wird, den Röhrenwechsel von einem Fachmann machen zu lassen. Dann wird das wohl auch nicht so ganz ungefährlich o. unkompliziert (für Amp und Mensch) sein oder?

    Und jetzt mal die Eigenschaften die ein guter Amp mitbringen sollte:

    - Guter sound bei sehr leiser als auch bei lauter Lautstärke
    - Preiswert bis max. 600 Euro
    - Eine warme Verzerrung! Also keine kallte, sterile Verzerrung ala Transenbrüllwürfel, es sollte viel wärmer, sahniger klingen.
    - 3 gute Klangfarben: Clean
    Der Amp sollte auch bei höheren lautstärken noch ultra clean bleiben und nicht anfangen zu crunchen. Aber dennoch sollte der Amp auch einen guten Chrunchsound haben und eben eine sahnige Rockzerre.
    - Wenig bis gar kein technischer Aufwand was Verschleissteile wie z.B. Röhren anbelangt. Also wenn Vollröhre, dann bitte keine Amps wo man ein Elektroniker sein muß, um die Röhren zu wechseln.
    Nur Amps ohne Röhren Einmessung usw. empfehlen! Alles andere fällt durchs Raster, sorry.
    Wenn Röhre dann sollte das so funktionieren: Alte Röhren raus schrauben und neue rein schrauben fertig.

    Sorry aber es muß eben bedacht werden, das ich kein Elektriker, Röhrenfachmann usw. bin! Und ich habe halt auch kein Führerschein/Auto um den Amp ständig zu Röhrenfachmännern zu fahren.
    Alles was über Glühbirnenwechsel hinaus geht wird abgelehnt;)

    - Keine Umschaltverzögerungen zwischen den Kanälen!
    - Anschluss für externe Boxen usw.
    - Langes Leben: Sehr heufiges an und aus schalten, ständige und lange Benutzung sollte den Amp nicht einschrenken. Also d.h. wenn ich da einen totalen Röhrenverschleiss hätte, ist das auch ein sehr großer Nachteil!
    -Effekte brauch der Amp keine zu haben.
    -Band/Bühnentauglich und für Wohnung geeignet. Amps die nur in einer extremen Lautstärke gut klingen sind auch hier sehr schlecht zu bewerten;)
    Es muß auch in sehr leiser Zimmerlautstärke gut klingen.

    So das wars erst mal... Welcher Amp entspricht (eurer Meinung nach) eher meinen Anforderungen? Sowas wie z.B. der Tech 21 Trademark 60? Oder eher ein Peavey Classic Combo? Oder was anderes?
     
  2. MAI

    MAI HCA Gitarren/Amps HCA

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    Erstellt: 24.02.07   #2
    Nur mal kurz angesprochen, ohne eine eindeutige Pro-Röhrenaussage zu treffen:

    • Röhren sind nicht so kurzlebig, wie Du jetzt vielleicht vermutest: Endstufenröhren kannst Du, je nach Bespielen des Amps, dem schonenden Umgang damit locker mehrere Jahre ohne Wartung zu betreiben. In meinen Marshall DSL 401 sind seit 1999 die gleichen Röhren drinnen. Letztens habe ich den Vergleich mit einem relativ fabrikneuen gemacht, um mal den Verschleiß im A/B-Vergleich zu beurteilen. Die Röhren sind noch absolut in Schuss und ich denke gar nicht daran, diese jetzt zu wechseln. Einmal in 4-5 Jahren damit zum Röhrenwechsel zu fahren, sehe ich jetzt nicht unbedingt als entscheidendes Argument gegen einen Kauf eines Röhrenamps.
    • die Vorstufenröhren halten noch länger. Da kann man zum Variieren des Sounds mal ein paar unterschiedliche Typen ausprobieren. Das geht ohne Einmessen, einfach raus und reinstecken.
    • Schonender Umgang ist einfach lebensverlängernd. Das trifft sowohl auf Transistor und Röhrenamps zu. Die Röhren im Standby-Betrieb ne Minute aufwärmen lassen und nach dem Benutzen ein wenig abkühlen lassen, bevor man dem Amp Erschütterungen durch den Transport aussetzt.
    • ein guter Röhrenamp kann häufiges Ein-und Abschalten schon gut ab und klingt auch bei geringen Lautstärken schon gut. Moderne Röhrenamps sind meist darauf ausgelegt, daß der Sound in der Vorstufe entsteht und dadurch die Endstufe nicht zwangsweise in Sättigung gefahren werden muß.
    • Bei einem Class A Röhrenamp musst Du z.B. gar keine Endstufenröhren einmessen. Da steckst Du einfach die Neuen rein und das war's. Die werden nämlich immer voll angefahren und sind nicht auf Anpassung des Ruhestroms angewiesen. Nachteil: höherer Verschleiß. Aber wie gesagt, leicht selbst auswechselbar.
    Wie gesagt, ich werde Dir hier nicht zwangsweise einen Transistoramp abschwatzen, aber ich würde Dir raten, daß Du Dich von angeblichen fortlaufenden Kosten wg. eines ominösen Röhrenverschleißes nicht auf die falsche Fährte bringen lässt.

    Wenn Dir der Sound z.B. der hochwertigen Tech 21 Transistoramps besser gefällt, dann nimm diese. Tech 21 kann ich bedenkenlos empfehlen, was die Qualität angeht. Aber es gibt auch gute Röhrenamps, deren "Nachteile" ich hier hoffentlich etwas relativieren konnte.

    Röhrenamps um die 600 € wären diese hier meine Empfehlungen, die die von Dir beschriebenen Attribute durchaus erfüllen können:
    https://www.thomann.de/de/laney_lc30ii.htm
    https://www.thomann.de/de/laney_vc30112_egitarrencombo.htm
    https://www.thomann.de/de/laney_vc30_210.htm
     
  3. dusty7

    dusty7 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #3
    Vor kurzem war hier mal ein Peavey Thread in dems darum ging die Endstufenröhren zu wechseln. Hat sich dann ähnlich wie bei Mesa rausgestellt das die einen fixed Bias haben, also einfach gematchte Röhren einbauen, kein neuer Bias muss eingestellt werden.
    Das wäre dann für dich interessant, da du ja sagst es soll ähnlich wie ne Glühbirne funktionieren ;)
    Allerdings kann ich dir leider nicht mehr genau sagen welcher Amp das jetz genau war...

    Was man jetzt auch noch empfehlen könnte wären die Marshall Combos bzw. Topteile. Genauer jetzt die TSL Reihe könnte was für dich sein (gebraucht).

    Gruß
    manu
     
  4. KlausP

    KlausP HCA Gitarre HCA

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    Erstellt: 25.02.07   #4
    Die genannten Anforderungen werden von dem Trademark 60 eigentlich alle erfüllt.

    meiner Meinung nach klingt er vor allem bei sehr geringer Lautstärke besser als ein Vollröhrenamp.
     
  5. Matzel

    Matzel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.07   #5
    wieso musste ich direkt an dich denken, als ich den titel gelesen habe :p

    aber ich stimm dem zu. der Trademark ist einfach ein super amp, klingt clean und crunchig schön satt, nicht steril, ausser man möchte es gezielt einstellen. technischer aufwand müsste fast = 0 sein.

    wobei ich auch dem anderen ich zustimmen muss, amps wie z.b. der classic 30 von peavey klingen auch recht leise schon ziemlich gut. bei sehr leisen ist der trademark aber deutlich besser, meiner meinung nach.
     
  6. Spell

    Spell Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #6
    Hi!
    Na super, werft ruhig noch mehr Amps in den Raum, um mir die Entscheidung zu erschweren:D

    Auch wenn viele Musiker vielleicht auf Röhre schwören... Kann ja sein, das sich mein Traumsound eher von einem warm klingenden Transistoramp entlocken lässt.

    Wenn man jetzt z.B. auf der Suche nach einem Amp ist, der nicht unbedingt eine Mainstream Verzerrung liefert... Vielleicht wäre ich da mit ner Transe auch besser bedient?

    Was für ein Tech 21 Equipment haben eigentlich die Ärzte benutzt?
    Irgendwo stand halt mal, das die Ärzte auch etwas von Tech 21 benutzt haben.
    Aber bei welchen Alben, Konzerten haben die Ärzte Tech 21 Equipment benutzt? Und was haben sie da genau benutzt?
     
  7. burny

    burny Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #7

    Moin.
    Nur, weil hier mal wieder"keine Ahnung" aus jeder Zeile spricht einige qualifizierte Kommentare:
    Vorstufenröhren kann jeder, der in der Lage ist, einen Schraubenzieher richtig herum zu halten, selber wechseln.
    Endstufenröhren sollte bei Class A/B-Amps immer ein Techniker neu einmessen. Da Endröhren aber nicht ständig gewechselt werdenmüssen, muss man auch nicht ständig zum Röhrenfachmann.
    Bei Class A-Amps ist kein Einmessen der Endstufenröhren nötig, dafür halten im Class A-Betrieb Endröhren nicht ganz so lange.
    Bei Class A/B halten Endröhren guter Qualität, bei "normaler Beanspruchung" locker 2 Jahre. In meinem Engl habe ichnach5 Jahren die Enröhren wechseln lassen, rein vorsorglich, die alten waren noch voll o.k.

    Jeden gut klingenden Amp kann man auch leise benutzen, wenn die Lautstärkeregelung feinfühlig genug ist.
    Laut klingt oft besser, was aber oft auch am Speaker liegt, der erst ab ner gewissen Leistung im optimalen Bereich arbeitet (hat ergo nix mit Transe/Röhre zu tun).

    Ciao
    Burny
     
  8. Matzel

    Matzel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #8
  9. akustikandy

    akustikandy Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #9
    Tech21 funktioniert:great: Habe ca. 20 Gigs nur mit einem Tri A.C. gespielt.
    Ab in die PA und auf den Monitor damit. Der Frontsound war immer gut (für mich das Wichtigste), die Git. auf dem Monitor zu haben, muss man mögen, ist für mich als Sänger angenehm - und für meine Mitmusiker erst :)
     
  10. Matzel

    Matzel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.03.07   #10
    hast ne pm
     
  11. Spell

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    Erstellt: 02.03.07   #11
    Hat eigentlich schon mal jemand den Tech 21 Trademark 30 Combo getestet?

    Welcher Amp passt eurer Meinung nach soundtechnisch gut für Ärztesongs?
     
  12. rollthebones

    rollthebones Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #12
    Ich glaube, daß das lediglich der Rod (? - bin keine Ärztefan) für seinen Bass benutzt hat (oder noch benutzt?).
     
  13. schandmann

    schandmann Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.03.07   #13
    Rod benutzt und benutzte nen Sansamp (welchen weiß ich nicht genau) für seine Gitarrenspuren.
     
  14. punkbeatle

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    Erstellt: 02.03.07   #14
    Spell du hast jetzt schon 2 Threads mit den gleichen Inhalten(inkl. deiner wahrscheinlich gleich formulierten Äußerungen). Warum ersparrst du dir nicht die Arbeit und holst deinen alten Thread wieder hoch, falls du dir irgendwann einen Amp kaufen willst. Es sei denn du denkst du kannst mit dem Infragestellen von Fakten dein Karma aufbessern;)
     
  15. yacob_crow

    yacob_crow Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.03.07   #15
    ich habe ebenfalls den trademark 60!

    bin sehr zufrieden damit!

    benutz ihn so das der erste kanal perlig clean ist und der zweite eine ordentliche rockzerre drin hat von ACDC über led zep und oldschool metal alles suuper. damit der solosound nicht so schreiend ist hau ich dann den boss bluesbreaker rein, ton etwas zurück und mit ein weing mehr gain noch anfetten! funktioniert prima.

    auch der eingebaute reverb kling super. so ein "kleines" vollweriges equipment hatte ich noch nie! klampfe, amp, und 2-3 Effekte (WahWah, BB, Tuner) und fertig!

    durch den direkt out muss er bei auftritten auch nich abgemikt werden...
     
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