Technische Fragen zum Bau einer mobilen Voice Booth

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anjohu

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Hallo zusammen,

auch wenn das Thema bei der ein oder anderen Person hier dazu führt dass sie die Hände über dem Kopf zusammenschlagen will, ich möchte eine mobile Voice Booth bauen. Jetzt habe ich mich hierzu schon belesen und mir ist bewusst dass dies ein größeres Unterfangen wird.

Frage 1: Wie viel Erfahrung hast du schon mit Raumakustik? (Mehrfachstimmen erlaubt!)

[X] Hab ein paar Videos geschaut
[X] Habe mich ein bisschen in die Materie eingelesen

Frage 2: Was willst du in dem Raum machen?
[X] Sonstiges: Gesangsproben vllt. gelegentliche Aufnahmen.

Frage 3: Hast du Probleme mit Nachbarn?
[X] Meine Nachbarn hören mich, wenn ich Musik mache.

Frage 4: Ich weiß, was das Problem in meinem Raum ist, nämlich...
[X] Sonstiges: Voice Booth wird noch geplant/gebaut

Frage 5: Welche Qualität erwartest Du Dir?
[X] Probemitschnitt

Frage 6: Wie hoch ist Dein Budget?
ca. 3000 EUR (Softcap)

Frage 7: Wie weit bist Du bereit, deinen Raum vom aktuellen Zustand ausgehend zu verändern?
Soll eine mobile Voice Booth werden

Frage 8: Ist Selbstbau von Absorbern etc. geplant/möglich?
[X] Vollprofi

Frage 9: Welches Equipment ist vorhanden (Interface, Monitore, Messmikro)? Kannst du damit umgehen?

Frage 10: Lade bitte einen Raumplan mit allen Maßen (Länge x Breite x Höhe), Fenstern, Türen, Dachschrägen und Kaminen etc. hoch! Fotos sagen oft mehr als 1000 Worte, sind hier also gerne gesehen!
Soll eine mobile Voice Booth werden mit maximal folgenden Außenmaßen: Breite ca. 200 cm / Tiefe ca. 250 cm / Höhe ca. 230 cm

Bei der ganzen Ideensammlung und durchstörbern von Foren und dem vergleichen von kaufbaren Fertigteilen haben sich nun ein paar Fragen angesammelt und ich hoffe hier kann mir die jemand beantworten.

1. Bei den fertigen Kabinen die sich im Preissegment um die 3-4000 EUR bewegen, wird häufig eine Wandstärke von 30-50mm angegeben mit einem Kern aus 25mm MDF, hierbei soll eine Reduktion von 25-30db erziehlt werden können. Ist das realistisch? Für mich klingt das auf den ersten Blick etwas zu optimistisch.

2. Das ganze soll ein Grundgestell sein wo dann von außen die einzelnen Module eingeschoben und verschraubt werden sollen. Die Module sollen dann auch eine Falz mit Dichtung haben und folgenden Aufbau haben:
Von Außen:
25mm MDF / 120mm Holzfaser / 25mm MDF / ca. 40-50mm Holzfaser / 10mm MDF mit Ausschnitten.
Bei der innersten MDF Platte (10mm) hätte ich Ausschnitte (ca. 100mm Löcher) angedacht damit die innere Dämmschicht (ca. 40-50mm Holzfaser) zur Raumakustik beiträgt. Die genauen Details müssen natürlich noch geplant und dann gemessen werden.
Ergibt diese Konstruktion für den Bau einer Voice Booth sinn? Und welche Reduzierung könnte man hier erwarten bzw. sind die 30db was Hersteller angeben damit erreichbar? (Vorrausgesetzt alles ist ordentlich gebaut, abgedichtet und entsprechend Dicht)

3. Jetzt kommt ein Problem, die Seitenwände sind ja mit ca. 23cm Gesamtstärke geplant. Die ganze Kabine soll eine maximale Außenhöhe von 230cm haben, jedoch wäre es schön wenn die Kabine eine Innenhöhe von 190 cm hat. Es bleiben also ca. 40 cm für Decke + Boden + Entkopplung. Gibt es Tricks/Materialien um beim Boden eine deutliche geringe Stärke zu verwenden ohne dass dieser zu einem Schwachpunkt wird? Was ist zb. wenn man dort statt Holzfaser kleinere Betonplatten verbaut? Also zb. folgender Aufbau von Oben:
10mm Gummimatte / 50mm Betonplatte / 10mm Gummimatte / 30mm MDF
Hier wäre ich um jede Idee / Ratschlag dankbar wie man in ca. 16/17cm Höhe einen Boden + Entkopplung hinbekommt ohne dass dies zu einer Schwachstelle wird.

4. Welches Fenster nutzt man hierfür am besten? Reicht ein einfaches 3 fach festverglastes Fenster oder sollte man lieber selber mehrere Acrylglasscheiben in ein Holzmodul einfräsen und abdichten?

5. Lüftung: Hier ist der Plan ein Lüftungsmodul zu bauen wo mehrere PC Lüfter bei niedriger Drehzahl durch eine verschachtelte Schlangenlinienkonstruktion mit gedämmten Wänden entsprechend Luft befördern. Gibt es hier bessere Optionen? Wäre es Sinnvoll hier ein Zuluftmodul und ein Abluftmodul zu bauen?

6. Kabeldurchführung: Spricht, außer längere Leitungen, etwas dagegen diese beim Lüftungskanal mit durchzuführen?

7. Innenraumakustik: Der Innenraum soll ungefähr folgende Maße haben:
Tiefe 160cm (davon sollen ca. 40cm Ablage sein) / Breite 120 cm / Höhe 190 cm
Mir ist natürlich bewusst dass man das nicht Pauschal beantworten kann da hier viele Faktoren eine Rolle spielen aber mit welcher Aufbaustärke der Akustikoptimierung muss man hier grob kalkulieren? Auch mit hinblick auf die angedachte Holzfaserschicht mit Ausschnitten? Mir geht es hier darum dass der Innenraum am Ende nicht zu klein und bedrückend wird und ob man hier vielleicht direkt 10-20cm mehr tiefe/breite einplanen sollte.

Mit ist bewusst dass ich mir hier noch über einige Punkte gedanken machen muss, es würde mir allerdings sehr helfen wenn mir jemand die Denkfehler bei den bisherigen Punkten aufzeigen könnte. Aktuell ist das ganze Projekt noch in der Planungsphase, es kann also noch alles überarbeitet werden. Gerne auch Verlinkungen wo entsprechende Themen bereits ausführlich behandelt wurden, ich habe zwar die SuFu benutzt aber so 100% konnte ich die offenen Fragen damit noch nicht beantworten.

Schonmal danke im Vorraus für jede Hilfe
Grüße

Andreas
 
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hierbei soll eine Reduktion von 25-30db erziehlt werden können. Ist das realistisch?
Meine Frau hat eine Mobile Sprecher-Kabine über Kleinanzeigen von einem PA-Event-Verleiher gekauft, der hatte die wohl damals extra anfertigen lassen.
Im Grunde ist das gesamte Konstrukt aus Flightcase Komponenten gebaut, für den Transport wird das ding zur kiste und ist glaub ich 160 x 50 x 120cm groß, aufgebaut ist sie dann 160*140*220cm groß... nagel mich da nicht auf die genauen Maße fest :D
lange rede Kurzer Sinn- die kabine ist
- 10mm Multiplex,
- innen mit 10mm Case schaum beklebt
- 3 Plexiglasfenster zum Rausgucken

meine Frau macht Deathmetal Growl Vocals, also durchaus laut.

wenn die Kabine genutzt wird und die Zimmertür geschlossen ist, dann hört man im Flur wenig, eins Tiefer im Erdgeschoss eher nix.
Außnahme sind Körper und Trittschall, (hoffe die Begriffe sind die Richtigen)

also ja, ich halte das für realistisch, zumal man nochmal sagen muss, dass unsere Flightcasekabine ja weder Gummidichtungen zwischen den vewendeten Schließprofilen hat und auch beim besten willen nicht hermetisch dicht ist.
die Seitenwände sind ja mit ca. 23cm Gesamtstärke geplant.
Was ist zb. wenn man dort statt Holzfaser kleinere Betonplatten verbaut?

Was verstehst du unter Mobil? wenn du die Kabine oft auf und abbauen möchtest sind diese Dimensionen schon arg dick, wenn es nur darum geht, dass du die irgendwann auch mal umziehen kannst absolut ok.
Reicht ein einfaches 3 fach festverglastes Fenster oder sollte man lieber selber mehrere Acrylglasscheiben in ein Holzmodul einfräsen und abdichten?
wenn du die Kabine Transportieren willst hat Acrylglas aus meiner Sicht den Vorteil, dass es flexibler ist. Ein richtiges Fenster wie man es in Gebäuden nutzt hat wiederum den Vorteil, dass du bei Pausen bei Offener tür und fenster gut stoßlüften kannst, die geplante Wandstärke gibt das in jedem Fall her.
Wäre es Sinnvoll hier ein Zuluftmodul und ein Abluftmodul zu bauen?
wenn du luft rausbeförderst muss neue ja reinkommen, d.H. ich würde Zu- und Abluft einbauen, wobei ich nur in einen Kanal, entweder Zu- oder Abluft lküfter einbauen würde. sinnvoll ist auch Zuluftoben und Abluft unten, damit die Luft der ganzen Kabine möglichst gut getauscht wird, wenn du z.B. zu und abluftrohr direkt nebeneinander machst findet der Lufttausch im dümmsten fall da statt wo du gar nciht davon profitierst.

Spricht, außer längere Leitungen, etwas dagegen diese beim Lüftungskanal mit durchzuführen?
ich geh jetzt mal davon aus, wenn du sowas bauen willst hast du auch einen Lötkolben zur verfügung.
d.H. mach dir für innen und aussen patchbays, Strom, HDMI, USB, CAT, XLR und Klinke gibts alles auch als D-Norm Buchsen, da kannst du z.B. recordingrechner außerhalb der Kabine abstellen und Peripherie nach innen legen.
Screenshot 2026-06-10 070050.webp


wenn du einen aktuellen Mac nimmst und die Kabine ausschließlich selber nutzt, dann würde ich den rechner innerhalb der Kabine nutzen, spart dir die Buchsen und hören tut man den eher nicht.


aber mit welcher Aufbaustärke der Akustikoptimierung muss man hier grob kalkulieren?
da kann ich leider nix zu sagen, aber allgemein würde ich evtl mal einen Blick zu Kommerziellen Herstellern als Inspiration nutzen. der Hersteller Studiobox hat z.B. ein Konzept das dem was du vor hast sehr nah kommen dürfte:

die haben auch bei ihren Boxen Messwerte angegeben und man kann die wohl auch testen, klick dich einfach mal durch deren Homepage:

ich würde auch im zweifel mal anfragen was deren Kabinen kosten, nicht dass du mühsam im Selbstbau was aufbaust was im dümmsten fall das gleiche kostet 😉
 
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Die Werte, die du oben nennst sind realistisch, wenn:
- Alles neu und passgenau ist.
- Man penibel arbeitet. Eine einzige Schallbrücke macht alles kaputt.
- Man ausschließlich Luftschall betrachtet.
Die geringe Wandstärke kommerzieller Kabinen ist u.a. möglich, weil sie nur in dem Frequenzbereich funktionieren müssen, in dem Gesang stattfindet. Bezüglich der Idee mit den Löchern: Es geht da um zwei Dinge; Einmal soll das Ding nach außen dicht sein. Und dann klingt es innen auch irgendwie. Spoiler: Alle mir bekannten Kabinen klingen innen zum heulen.
 
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weil sie nur in dem Frequenzbereich funktionieren müssen, in dem Gesang stattfindet.
stimmt.
ich hab jetzt auch nochmal den direktlink zu den Messwerten rausgesucht, da sieht man
21db bei 50Hz
53db bei 5000Hz


btw. @anjohu man kann bei Produktfotos ja nur schätzen, aber das von mir Verlinkte Studiobox teil hat mit sicherheit weniger als 23cm wandstärke, würde jetzt auf 15 cm oder so schätzen.

und mir ist nochwas über die Füße geflogen, das ist ein sehr ähnliches Konzept:

View: https://youtu.be/Af6DDGLTcI8?si=0SM2YHkqZeK8P4YR

 
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Jede Frage einzeln zu beantworten würde ein Roman. Daher hier nur stichwortartige Denkanstöße:

a) Ich gehe davon aus, dass Du mit "mobil" meinst, dass man das auf- und wieder abbauen kann. Die Anzahl der Einzelteile wird vermutlich recht groß werden --> entsprechend lange Ab- und Wiederaufbauzeiten --> mobil?
b) Das Volumen im abgebauten Zustand wird vermutlich nicht gering sein --> mobil?
c) Das Gesamt-Gewicht wird vermutlich recht groß werden --> mobil?
d) Feste Verbindungen übertragen Vibrationen (Körperschall) --> Grundgerüst, Verschraubungen, Fenster?
e) Boden muss alles tragen --> Stärke des Bodens von vornherein einschränken?
f) Starre Materialien --> bessere Schallisolation, aber ggf. Eigenresonanzen / Flexible Materialien --> weniger Schallisolation, aber weniger Eigenresonanzen
g) Mehr Isolation --> mehr Schallenergie im Innenraum --> mehr nachträgliche akkustische Optimierung --> weniger Platz im Innenraum
h) Öffnungen sind schalldruchlässig --> je größer die Öffnung, desto weniger Isolation
i) Durchlüften in Pausen?

Und schließlich: Schallisolation ist frequenzabhängig. Schallisolation tieferer Frequenzen erfordert mehr Aufwand, als Schallisolation höherer Frequenzen.

Blöde Frage: Da das im Sinne von "mobil" vermutlich ohnehin motorisiert transportiert werden soll, könnte vielleicht der geräumige PKW / Kleintransporter in der stillen Einöde (wo es niemand stört) bereits eine für den (mir nicht bekannten) Anwendungszweck ausreichende "Vocal Booth" abgeben? Also wenn's wirklich nur um Stimme geht?
 
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  • #6
Erstmal vielen Dank für die Anworten,
was ich definitiv mitnehme ist, dass ich die Wand- und Materialstärke durchaus ein wenig reduzieren kann.

Was verstehst du unter Mobil? wenn du die Kabine oft auf und abbauen möchtest sind diese Dimensionen schon arg dick, wenn es nur darum geht, dass du die irgendwann auch mal umziehen kannst absolut ok.
Definitiv zweiteres, mir ging es nur darum dass es keine 2x2m Wände werden sollen und das ganze im Grundsatz beliebig oft auf- und abgebaut werden kann.
ich geh jetzt mal davon aus, wenn du sowas bauen willst hast du auch einen Lötkolben zur verfügung.
Ich dachte tatsächlich gar nicht an so viele Anschlüsse und wollte es einfach und schnell austauschbar halten.
da kann ich leider nix zu sagen, aber allgemein würde ich evtl mal einen Blick zu Kommerziellen Herstellern als Inspiration nutzen. der Hersteller Studiobox hat z.B. ein Konzept das dem was du vor hast sehr nah kommen dürfte:
Das kommt meiner Idee tatsächlich schon nah, ich dachte nur an ein Grundgestell wo dann die Module von außen eingeschoben und von innen verschraubt werden können, damit das ganze dann mit Dichtungen auch entsprechend dicht wird. Die Seite kannte ich auch noch nicht, ich sollte meine Suchbegriffe erweitern, dankeschön.

Die Werte, die du oben nennst sind realistisch, wenn:
- Alles neu und passgenau ist.
- Man penibel arbeitet. Eine einzige Schallbrücke macht alles kaputt.
- Man ausschließlich Luftschall betrachtet.
Die geringe Wandstärke kommerzieller Kabinen ist u.a. möglich, weil sie nur in dem Frequenzbereich funktionieren müssen, in dem Gesang stattfindet. Bezüglich der Idee mit den Löchern: Es geht da um zwei Dinge; Einmal soll das Ding nach außen dicht sein. Und dann klingt es innen auch irgendwie. Spoiler: Alle mir bekannten Kabinen klingen innen zum heulen.
Das es passgenau ist und das dauerhaft ist immer schwierig, deswegen soll nur Plattenmaterial (primär MDF und Sperrholz) verwendet werden, gleichzeitig möchte ich das ganze verschrauben (mit Rampamuffen habe ich gute Erfahrung gemacht) und mit einer Falz+Dichtungen arbeiten. Und natürlich muss das ganze entsprechend entkoppelt werden.
Inwiefern zum heulen? Zu tot?

Jede Frage einzeln zu beantworten würde ein Roman. Daher hier nur stichwortartige Denkanstöße:

a) Ich gehe davon aus, dass Du mit "mobil" meinst, dass man das auf- und wieder abbauen kann. Die Anzahl der Einzelteile wird vermutlich recht groß werden --> entsprechend lange Ab- und Wiederaufbauzeiten --> mobil?
b) Das Volumen im abgebauten Zustand wird vermutlich nicht gering sein --> mobil?
c) Das Gesamt-Gewicht wird vermutlich recht groß werden --> mobil?
d) Feste Verbindungen übertragen Vibrationen (Körperschall) --> Grundgerüst, Verschraubungen, Fenster?
e) Boden muss alles tragen --> Stärke des Bodens von vornherein einschränken?
f) Starre Materialien --> bessere Schallisolation, aber ggf. Eigenresonanzen / Flexible Materialien --> weniger Schallisolation, aber weniger Eigenresonanzen
g) Mehr Isolation --> mehr Schallenergie im Innenraum --> mehr nachträgliche akkustische Optimierung --> weniger Platz im Innenraum
h) Öffnungen sind schalldruchlässig --> je größer die Öffnung, desto weniger Isolation
i) Durchlüften in Pausen?

Und schließlich: Schallisolation ist frequenzabhängig. Schallisolation tieferer Frequenzen erfordert mehr Aufwand, als Schallisolation höherer Frequenzen.

Blöde Frage: Da das im Sinne von "mobil" vermutlich ohnehin motorisiert transportiert werden soll, könnte vielleicht der geräumige PKW / Kleintransporter in der stillen Einöde (wo es niemand stört) bereits eine für den (mir nicht bekannten) Anwendungszweck ausreichende "Vocal Booth" abgeben? Also wenn's wirklich nur um Stimme geht?
a)+b)+c) Das ganze soll beliebig oft den Ort wechseln können, dass da ein Transporter/Anhänger benötigt wird ist klar.
d) Geplant ist, dass die Kabine in sich eine stabilie Konstruktion ist aber komplett schwimmend steht.
e) Die Last von Wänden und Decke werden ja über die Wände an den Seiten getragen und da plane ich aktuell mit 8x8cm. Der Boden muss also nur sich selbst und die Person tragen, der Rest wird über den äußeren Ring quasi abgeleitet. Da ich aber jetzt dazu neige bei der Wandstärke etwas einzusparen ist das eh hinfällig.
g) Das mit dem Platz ist tatsächlich eine Sorge die ich habe, deswegen möchte ich das Grundgestell so groß dimensionieren das man mind. 120x120cm zum stehen hat damit man auch nachträglich noch Spielraum hat.
i) Ich werde hier wohl ein zu- und abluftmodul verbauen die dann Luft diagonal durch die Kabine befördern. Aktuell rechne ich mit mind. 25m³/h (ein Sportler hat einen Bedarf von bis zu 12m³/h).


Edit: Ich werde die Tage jetzt auf jedenfall mal meine 3D Konstruktion fertig machen und dann mal posten, vielen Dank schonmal für den bisherigen Input.
 
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Ich dachte tatsächlich gar nicht an so viele Anschlüsse und wollte es einfach und schnell austauschbar halten.
dann würde ich es dennoch nicht wirklich durch den Luftschacht legen, weil den wolltest du ja verschachteln, das macht das zeihen ätzend 😉

theoretisch kannst du auch einfach eine Kabeldurchführung machen und mit schaumstoff auskleiden, das läst such auch schnell tauschen und ändern, quasi ähnlich einem Elastischen Klemmprofil wie bei Schaltschränken, z.B. von Rittal kenn ich das:
 
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  • #9
Also ich habe jetzt mal einen ersten Entwurf gemacht wie ich es mir vorstelle das hilft vermutlich auch meine Gedanken besser zu verstehen. Das ganze ist die erste Version und manche Dinge gefallen mir selber noch nicht so richtig daran.

Ein paar Punkte dazu:

- Das ganze ist aktuell auf perfektes Maß konstruiert, mir ist bewusst dass dies in der Praxis so nicht möglich ist.
- Die Verbindungen sind noch nicht eingezeichnet
- Die Geplante Ablage ist noch nicht eingezeichnet und soll an den 8x8cm Stehern befestigt werden
- Licht und Kabeldurchlass ist noch nicht eingezeichnet
- Die Wandmodule sollen von außen eingeschoben und von innen verschraubt werden.
- Bei den einzelnen Modulen soll jeweils umlaufend ein Dichtungsband hin, damit diese beim verschrauben auch entsprechend Dicht sind.
- Ich habe die Wandstärke im Gegensatz zur ersten Idee verringert, Boden, Wände und Decke haben jedoch mindestens 11cm Stärke.
- Wandaufbau von außen ist nun: 16mm MDF - 80mm Holzfaser - 16mm MDF - 60mm Holzfaser - 10mm MDF
- Der Bodenaufbau ist anders und ist aktuell von außen: 16mm MDF - 80mm Holzfaser - 16mm MDF - 25mm MDF - 10mm Gummimatte/Teppich (soll ja bequem sein)
- Die freigelassenen Teile bei Bild 1 sind für Tür, Zuluftmodul, Abluftmodul, Fenster
- Die Außenmaße sind aktuell: Breite 174 cm / Tiefe 222 cm / Höhe 224 cm
- Die Innenmaße sind aktuell: Breite 136 cm / Tiefe 184 cm / Höhe 190 cm
- Das bräunliche soll die Holzfaserdämmung darstellen, wie man sieht soll die 60mm Schicht direkt für die Innenraumakustik genutzt werden. Den Vorteil sehe ich daran dass man einerseits das Verhältnis zwischen Holzfaser und harter Oberfläche sehr gut anpassen kann.
- Die Tür soll ebenfalls selbst gebaut werden, hier möchte ich mich an Kühlhaustüren orientieren, die sind ja überlicherweise recht dick und dicht.
- Gewicht muss ich noch berechnen, ich schätze das ganze erstmal grob mit 1 Tonne ein.

Jetzt stellen sich mir noch folgende Fragen:

1. Ist es möglich so eine Kabine vernünftig zu Entkoppeln wenn man hierfür nur 6cm Aufbauhöhe hat? Bei Plattenspielern nutzt man ja Betonplatten, wäre ein Sandwich aus Gummimatte - Betonplatte - Gummimatte hier Zielführend?

edit: Ich werde vermutlich einfach zu Sylomer greifen können, ich habe die Beschreibung auf der Website mit bis zu 160kg/m² falsch interpretiert, ich ging davon aus dass die Belastung pro vollflächigen m² angegeben ist, sie zählt jedoch pro Block und kann damit vollkommen für mein Vorhaben ausreichen.

2. Wie hoch sind meine Erfolgschancen eine gute Aktustik in dieser Kabine zu bekommen? Einerseits gibt es ja schon großflächig 60mm starke Holzfaserdämmung und man hat ja noch einen gewissen Spielraum.

Um weitere Ratschläge und Kritik wäre ich sehr dankbar.

Grüße
 

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Grund: Neue Informationen Gefunden.
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  • #10
Nur ein paar Anmerkungen, die mir gerade aufgefallen:
- Eine beplankte Rahmenkonstruktion bringt dir nichts, da ist die Körperschallübertragung wie bei einem Brett. Saubere Konstruktion ohne Schallbrücken ist absolut zentral.
- Holzfaser dürfte ungeeignet sein, noch zu entkoppeln, wenn da Gewicht drauf steht. Schau dich für den Bodenaufbau bei DIY Drumpodesten um.
- Die Dämpfung nach außen ist erst mal das Thema. Der Klang innen kommt danach. Dafür gilt es erstmal, ein Ziel zu definieren. „Möglichst trocken“ hat fürs Recording manchmal Vorteile, ist aber sehr unangenehm, wenn man sich in der Bude aufhält. Auch wenn man sich drin aufhält, um Laute von sich zu geben. Etwas Leben würde ich der Kiste daher lassen. Viel geht aber nicht, weil die Dimensionen halt auch nur den Raumeindruck einer Duschkabine ermöglichen. Ein guter Schachzug wäre vermutlich, keinen Kubus zu bauen, sondern eine „schiefe“ Konstruktion, die Raummoden entgegenwirkt.
- Insgesamt ist das ein Projekt, das sicher aufwändiger ist, als auf eine gebrauchte Kabine zu lauern. Man lernt viel dabei, zahlt vermutlich aber auch Lehrgeld.
 
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  • #11
- Eine beplankte Rahmenkonstruktion bringt dir nichts, da ist die Körperschallübertragung wie bei einem Brett. Saubere Konstruktion ohne Schallbrücken ist absolut zentral.
Ich glaube du hast da etwas missverstanden, das ganze soll schwimmend ohne irgendeine Befestigung frei im Raum stehen.
- Holzfaser dürfte ungeeignet sein, noch zu entkoppeln, wenn da Gewicht drauf steht. Schau dich für den Bodenaufbau bei DIY Drumpodesten um.
Die Holzfaser ist nur die Füllung der Sandwichplatten und zusätzlich um im Inneraum direkt eine bessere Akustik zu erzielen. Da ist keinerlei Last drauf.
 
  • #12
Ok, dann habe ich es nicht verstanden. Was schwimmt denn da auf was?
 
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  • #13
Ok, dann habe ich es nicht verstanden. Was schwimmt denn da auf was?
Schwimmend, also wie schwimmend verlegter Boden ohne irgendeine Verschraubung oder Verklebung, theoretisch könnte man dann die Kabine jederzeit hin und her schieben, oder sogar aufhängen oder Rollen drunter schrauben. Da kommt wohl zu sehr der Handwerker in mir raus, Entschuldigung.

Würden Gummirollen eine gute Entkopplung bieten?
 
  • #14
Üblich sind komplett zweischalige Konstuktionen, also eine geschlossene innere Hülle in einer ebenfalls geschlossenen äußeren Hülle, zwischen denen sich keine Medien befinden, die Körperschall übertragen, also z.B kein Holzrahmen, sondern eben nur z.B. Holzfaser. Die kann dann auch eingepackt sein in Vlies oder so. Dazu müssen sich natürlich beide Schalen selbst tragen und die Flächen dürfen möglichst wenig schwingen, daher braucht es ggf. Versteifungen. Die innere Schale lastet samt Inhalt komplett auf ihrem Boden, der muss das also können. Als Untergrund gibt es verschiedene Varianten aus dem Baubereich, Maschinenbau aber auch Dinge wie Squashbälle und Yogamatten. Schau da wirklich mal bei Leuten, die sich entkoppelte Drumpodeste bauen.
 
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  • #15
Also quasi eine Kabine innerhalb der Kabine. Aber spätestens bei der Tür kann man das doch dann nicht mehr vernünftig umsetzen.
Ich habe mich bei meiner Konstruktion an einigen positiven Erfahrungen hier im Forum sowie bei einigen Anbietern orientiert. Und bei 80mm Holzfaser befürchte ich wird das nicht dauerhaft Formstabil bleiben sondern beginnen abzusacken. Da müsste ich mir vermutlich einfach Material besorgen und das testen oder das Dämmmaterial austauschen, denn grundsätzlich könnte man bei meiner Idee die äußere Schicht durchaus entkoppeln.
Ein Beispiel wo das System so umgesetzt wurde und der Aufbau ersichtlich ist hast du nicht zufällig? Mir geht es primär darum welches Dämmmaterial in welcher Stärke genutzt wurde.
 
  • #16
Meistens habe ich das aus hpl gesehen, innen oft mdf irgendwie beklebt oder bespannt. Versteifungen aus Latten. Zwischendrin meistens lose Mineralwolle.
Es spricht ja nichts dagegen, die Holzfaser zu befestigen, wenn du da Angst hast.
 
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  • #17
Gewicht muss ich noch berechnen, ich schätze das ganze erstmal grob mit 1 Tonne ein
Das wird ja auf einem anderen Boden stehen: werden alle(!) Orte an denen das potentiell aufgebaut werden könnte, eine solche Belastung erlauben (bedenke maximale Belastung in kg/m²)?

1. Ist es möglich so eine Kabine vernünftig zu Entkoppeln ... Bei Plattenspielern nutzt man ja Betonplatten ... Sandwich aus Gummimatte - Betonplatte - Gummimatte hier Zielführend?
Nach meinem Verständnis zieht der Vergleich mit Plattenspielern hier vielleicht nicht: Die zu unterdrückende Vibration ist *unter* dem Plattenspieler und vermutbar nicht energiereich genug, um das *träge* Gewicht zu bewegen, auf dem der Plattenspieler steht. Bei Dir ist es genau umgekehrt. Zwar wird der Schall in der Kabine die Betonplatten kaum bewegen können (Schallisolation), aber tieffrequenter Körperschall (Tritte, Brummen o.ä.) wird sich tendenziell besser in den Untergrund übertragen. Es braucht dann also eine wirklich gute Entkoppelung. So zumindest meine Vermutung.

2. Wie hoch sind meine Erfolgschancen eine gute Aktustik in dieser Kabine zu bekommen? Einerseits gibt es ja schon großflächig 60mm starke Holzfaserdämmung und man hat ja noch einen gewissen Spielraum.
Definiere "gute Akkustik" ... :cheer:. Und für welche/n Anwendungsfall/fälle? Das wird ein sogenannter Small Room mit den dafür typischen Problemen werden. Weiteres zu Small Rooms kann man im Internet recherchieren. Wäre es mein Projekt, würde ich die Frage zum jetzigen Zeitpunkt zwar bereits bedenken, aber noch nicht beantworten wollen. Ich wüsste ich jetzt schon, dass ich noch eine ganze Weile unzufrieden wäre und dieses und jenes probieren müsste, um die Akustik im Inneren zu verbessern. Aus meiner Sicht kommt das Verständnis dafür, wie ein spezieller Raum funktioniert, erst mit der Zeit und damit auch die Ideen und Lösungen zur Optimierung.

Zur Holzfaserdämmung: Kenne ich nicht und frage mich, ob man die in einem Raum, in dem viel geatmet werden wird, einfach offen lassen sollte? Jedenfalls vermute ich, dass Holzfaserdämmung eher nur höhere Frequenzen "schluckt" und wenn ca. 50% der Innenfläche kaum Höhen reflektieren, wird der Raum meiner Vermutung nach "dumpf" (unlebendig) klingen.
 
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  • #18
Das wird ein sogenannter Small Room mit den dafür typischen Problemen werden
Dem stimme ich auch zu.

Ich sehe diese Kabinen eher als platzsparendes Übungstool mot der Möglichkeit zum Mitschneiden, sofern man dies möchte.

Eine Aufnahme für ein Album würde ich in einem studio mit entsprechenden Raum machen der eh schon gut klingt.
 
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  • #19
Und für welche/n Anwendungsfall/fälle? Das wird ein sogenannter Small Room mit den dafür typischen Problemen werden. Weiteres zu Small Rooms kann man im Internet recherchieren. Wäre es mein Projekt, würde ich die Frage zum jetzigen Zeitpunkt zwar bereits bedenken, aber noch nicht beantworten wollen
Ich sehe diese Kabinen eher als platzsparendes Übungstool mot der Möglichkeit zum Mitschneiden, sofern man dies möchte.
Genau dafür ist die Kabine auch geplant, ich möchte trotzdem versuchen so viel wie möglich rauszuholen. Und ich habe in anderen Themen rauslesen können dass die Kabinen von anderen mit der Optimierung doch etwas zu eng geworden ist, deswegen möchte ich den dafür notwendigen Platz so früh wie möglich einplanen. Deswegen versuche ich jemanden mit mehr Ahnung eine unverbindliche Einschätzung rauszulocken an der ich mich grob orientieren kann.

Zur Holzfaserdämmung: Kenne ich nicht und frage mich, ob man die in einem Raum, in dem viel geatmet werden wird, einfach offen lassen sollte?
Eine Stoffschicht muss wahrscheinlich schon davor gespannt werden aber im Gegensatz zu Glaswolle ist Holzfaser wirklich angenehm.

Das wird ja auf einem anderen Boden stehen: werden alle(!) Orte an denen das potentiell aufgebaut werden könnte, eine solche Belastung erlauben (bedenke maximale Belastung in kg/m²)?
Das muss natürlich immer beachtet werden, der primäre Standort wird ein Keller. Sollte es irgendwann woanders stehen zb. Wohngebäude muss ähnlichen wie bei einem großen Aquarium entsprechend unterbaut werden.
 
  • #20
... dass die Kabinen von anderen mit der Optimierung doch etwas zu eng geworden ist ... den dafür notwendigen Platz ... eine unverbindliche Einschätzung ...
Ich - also keineswegs objektiv - würde dafür rundherum (bis auf den Boden natürlich) bis zu ca. 15 - 20 cm vermuten. Ob das dann wirklich rundherum wird, oder an einer Wand mehr und an einer anderen Wand weniger oder gar nichts wird sich zeigen. Wenn die Deckenhöhe ein Kill-Kriterium wäre, könnte dafür natürlich mit dem maximalen Wert, also vielleicht besser noch 25 - 30 cm gerechnet werden. Oder es gibt eine fixe Position für die Person über der dann an der Decke nichts oder nur wenig gemacht wird.

Wichtig: Wie von Dir schon geschrieben *unverbindlich*.
 
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