(Teilweises) Feststellen von schwebenden Vibrato Systemen

Pie-314
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Hey MB Gitarrenkollegen,

Ich suche Tipps und Beratung zu den verschiedenen Systemen, mit denen man Vibratos - in meinem Fall Floyd Rose Modelle - ganz oder teilweise feststellen kann.

Mein Einsatzzweck wäre, dass bei einer gerissenen Saite auf der Bühne sich die Gitarre bezüglich der übrig gebliebenen Saiten nicht zu sehr verstimmt.
Wenn das System bedingt, dass nur noch Tremolobewegungen nach unten (Dive Bombs) möglich wären, aber kein Höherziehen der Saiten mehr, dann wäre das absolut okay für mich.
Ich finde verschiedenste Systeme bei der Suche im Netz, auch in verschiedenen Preisklassen. :m_git1:
Ein paar Systeme sind bereits in meiner Auswahlliste hängen geblieben.






Hier heißt es in der Artikelbeschreibung "Für Vintage Systeme geeignet", wurde laut Kundenfeedback aber auch für Floyd Rose genutzt.






Zu diesem System hat mir der Gitarrenbauer meines Vertrauens geraten, es verhindere zuverlässiger, dass sich die anderen verbleibenden Saiten nach unten verstimmen, wenn eine Saite reisst.





Wer von Euch hat praktische Erfahrungen mit dem einen oder anderen System, im Idealfall sogar mit beiden, oder nutzt ein drittes System?

Ich will keine halben Sachen machen, und freue mich daher auf Eure Tipps und Ratschläge! :rock:
 
Wenn das System bedingt, dass nur noch Tremolobewegungen nach unten (Dive Bombs) möglich wären, aber kein Höherziehen der Saiten mehr, dann wäre das absolut okay für mich.

Das System muss dass ja zwangsläufig bedingen. Denn das verstimmen der restlichen Saiten rührt ja daher, dass durch die gerissene Seite die Gesamtzugkraft abnimmt und das freischwebende Tremolo außer Balance gerät.

Im Grunde bezwecken beide Teile das gleiche wie ein aufliegenden Standard-Tremolo. Ein klarer Endanschlag in die eine Richtung.
 
Ich hatte in einer meiner Superstrats mit Floyd Rose über 10 Jahre lang die Göldo Back Box und kann das Teil empfehlen. Der Einbau ist easy, und es lässt es sich in der Härte gut einstellen.
Habe die Back Box so eingestellt, daß ich die Gitarre mit dem Feinstimmer der tiefen E-Saite auf Dropped-D stimmen konnte und die Gitarre war immernoch in Stimmung. Auch Höherziehen war mit etwas mehr Kraftaufwand möglich.
Alle anderen Systeme kenne ich nur aus Zeitschriften oder YouTube-Videos; nicht aus persönlicher Erfahrung.

Hier noch ein System, das ich zuletzt man bei YT gesehen habe; Bernd Kiltz hat es vorgestellt.



Viele Grüße,
Bowhunter
 
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Federn ganz Fest ziehen und ein Eis Stil dazwischen klemmen.
Oder den Holzklotz , den man sowieso zum stimmen braucht, drin lassen und Federn lockern oder ausbauen.
Kostenlose Version.

Ich finde FR sehr anspruchsvoll was das stimmen betrifft.
Mann braucht Werkzeug, Kreuzschlitz für die Federspannung Holzklotz für ins Tremolo Fach und Imbussschlüssel für den Sattel.
Ich probiere es zur Zeit anders herum, mit eisstäbchen.
Feder etwas fester und zwischen Tremolo Klotz und dem Federkasten stecken, dann verstimmt sich erstmal nichts. Erst wenn die Federn gelockert werden und das Eis stielchen entfernt ist, dann kann man mit dem Kreuzschlitz die Saiten alle auf einmal stimmen und das Tremolo mal nutzen.
Zum stimmen kommt das Eishölzchen wieder dazwischen. Eventuell die etwas Federn fester und schon ist es fest.
Mit dem Eishölzchen ist ca 2 mm ziehen entspricht ca 3 Halbtöne.

Was ich generell nicht so mag ist das das erstmal dauert bis die Saiten die richtige Dehnung erreichen.
Stillgelegt mit Eisstäbchen kann man's sofort spielen.
Wozu ist eigentlich die Feder Abdeckung, die muss doch dauernd ab?
 
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Hey,
Göldo finde ich sehr gut, hab ich seit über 20 Jahren in der Haupt Strat, allerdings mit vorher Vintage ABM System, jetzt etwas moderneren Vintage Gotoh.
Ich habe den Anschlag recht fest eingestellt dh das System schlägt recht fest daran an. Dadurch kostet es zwar mehr Kraft via Tremolo die Saiten nach oben zu ziehen(wobei ich beim ABM einige dieser dünnen Vintage Arme abgerissen habe🙉) beim Saitenriss verhält es sich dann aber fast wie eine fixed Bridge. Der dickere gesteckte Gotoh Hebel hält das sehr viel besser aus.
Ich weiss nur nicht ob diese sehr stramme Arbeitsweise zum Floyd passt. Allerdings ist der nächste Vorteil, dass es sich dann auch bei Bendings verhält wie ne fixed Bridge...was bei nem weichen Floyd n totales Geeiere ist...vor allem, da du ja von der Paula kommst.
Ich hab in anderen Gitarren noch diese günstigen Nachbauten von Musiklilly drin...funktionieren genauso.
Allerdings gibt es wohl speziell für Floyds wohl deutlich besseres...sogar von lbanez selbst (?)...das soll dann die weiche Bedienung erhalten und trotzdem beim Saitenriss und Bendings stabil bleiben...
Gruß,
Bernie
Beitrag automatisch zusammengefügt:

...hab darüber nix gefunden...hörte schonmal, dass das Ibanez Teil nicht mehr hergestellt wird.
Dann bleiben die "üblichen Verdächtigen"...wobei das Allparts Tremol-no ziemlich abgefeiert wird...das Tremmory allerdings noch mehr!
Kleiner Aspekt noch: das Göldo (und Nachbauten) wird mit sehr dünnen kleinen Schrauben montiert.
Bei Gitarren mit Eschekorpus halten diese bombenfest, bei Erle ists noch gut, in Linden oder Pappelkorpussen wäre ich da schon eher skeptisch.
Mahagoni neigt dazu, dass Holzschrauben darin gerne ihr "Gewinde" heraus brechen (oft n Problem bei Paula Gurtpins)...sollte die Ibanez aus einem dahingehend heiklen Holz sein, wäre die schraubenfreie Tremmory Lösung ratsam...zumal ich nicht weiß, wie dick bei der die "Decke" des Tremolofaches ist (da kommt es darauf an, wie tief die Elektrik Fräsung von vorne ist und wie dick der Korpus insgesamt) denn da müssen die Schrauben drin halten😉.
So, viel Text...ist aber auch n recht heikles Thema.
 
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So, viel Text...ist aber auch n recht heikles Thema.
oh ja, heikel...
meine "Idee" dazu. Es ist sicher von Gitarre zu Gitarre verschieden; das/der Body ist ja so ausgefräst, dass man womöglich in die Aussparung, wo der Tremblock sitzt, noch ein Holzstück einsetzen kann, das man zuvor exakt ausmessen muss, damit das Trem horizontal auf dem Body schwebt, aber durch das Holz blockiert wird, um das Ziehen nach oben zu verhindern. Der Tremblock liegt also exakt auf dem Holz auf.

Weshalb ich Holz vorschlage; die oben genannten Systeme sind sicher gut funktionstüchtig, allerdings gibt es eine Barriere, dieses Kunstoff (Gummi) des Bolzens, dass das Trem quasi stoppt. Ich denke, darunter leidet die Tonalität, mit Holz nicht. Aber, das ist meine Denkweise, die davon ausgeht, dass das Body Schwingung transportiert, es auf das Trem-System überträgt, somit Sustain erhalten bleibt, womöglich den tonalen Charakter der Gitarre nicht untergräbt, Stichwort Resonanz.
Das Holz kann man einfach mit geignetem Kleber fixieren, wenn nötig auch einfach wieder entfernen (Holz), die Klebestelle wegschleifen.

Die oben genannten Systeme müssen mit Bohrlöchern fixiert werden, was mir außerdem etwas widerstrebt.
 
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klar, Schrauben reindrehen ist professionell, hatte ich grad vorhin vergessen.
 

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