(Teilweises) Feststellen von schwebenden Vibrato Systemen

Ich weiß jetzt nicht, was an meiner Aussage "Ich suche keine DIY Tipps" so schwer zu verstehen ist. :unsure: 😉😄
Nichts, aber es wäre natürlich günstig das am Anfang zu schreiben, statt mitten drin irgendwo zu schreiben.
 
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Wer von Euch hat praktische Erfahrung mit der Back Box gemacht und kann mir davon berichten?

Ich habe drei Gitarren mit Tremolo (2x 2-Point Vintage und 1x Floyd Rose) und in allen die Black Box verbaut. Bei meiner Neusten habe ich den Einbau dokumentiert und ein bisschen was zur Einstellung geschrieben: Beitrag im Thema 'Ich baue mir eine Partscaster (HS Strat)'

Ich bin mit der Black Box soweit zufrieden, sie kostet nicht viel und bietet mir - richtig eingestellt - die für mich entscheidenden Vorteile:
  • Drop D möglich, ohne dass sich die anderen Saiten verstimmen.
  • In gewissem Maße eine Art Ruhepunkt fürs Tremolo (gut für Bendings).
  • Upbends bleiben trotzdem möglich, wenn auch mit etwas mehr Kraftaufwand.
  • Ich meine auch einen geringfügig volleren Klang und besseres Sustain festgestellt zu haben. Kann aber auch Einbildung sein, also nicht darauf festnageln ;)
Ansonsten sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sich der kleine Filzpunkt für die Dämpfung bei 2 von 3 meiner Black Boxen direkt verabschiedet hat. Ich hab mir stattdessen mit einem kleinen Stück Klebefilz auf dem Sustainblock geholfen (s.a. verlinkter Breitrag).

Gruß, Patrick
 
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Ich habe sowohl Erfahrung mit dem Tremol-No als auch mit der Black Box.

Beim Tremol-No hat sich eine (wichtige) Madenschraube beim ersten Mal anziehen komplett reingefressen. Ich bin bei weitem KEIN Bodybuilder. Thomann angeschrieben, das ging sofort wieder zurück. Nie mehr versucht.

Die Black Box habe ich immer mal wieder reingeschraubt (oder geklebt). Ich komme damit nicht klar. Das wobbelt mir an allen Stellen immer zuviel um stimmtstabil zu sein beim Saitenriss und ein schnelles Droppen zu ermöglichen.

Joa, dat war's. Das Engl-Teil würde ich sofort bestellen, wenn es nicht so unverschämt teuer wäre. Ja, Qualität kostet, ja, Ideen kosten, ja, es wäre den gesparten Frust wert, aber... ich scheine geografisch dann doch zu nah an Schwaben zu wohnen und kriege es nicht über's Herz.
 
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Würde wohl auch noch nicht genannt, habe es in einer Gitarre und funktioniert sehr gut und bietet verschiedene Möglichkeiten
 
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Mein Einsatzzweck wäre, dass bei einer gerissenen Saite auf der Bühne sich die Gitarre bezüglich der übrig gebliebenen Saiten nicht zu sehr verstimmt.
Geht es um Deine neue alte Saber? Willst Du Dir wirklich das großartige Feeling eines frei schwebenden Lo-Pro EDGE Systems mit all seinen Möglichkeiten (insbesondere der Flutter-Effekte) komplett verbauen, nur für das eine, überaus selten vorkommende Szenario, dass live eine Saite reißt und man einen Song mit fünf restlichen Saiten einigermaßen unfallfrei zu Ende bringen muss? Nimm doch Deine Paula als Backup-Gitarre mit auf die Bühne, wechsel g'schwind die Gitarre und gut is. :cool: Und ja, das geht auch innerhalb eines Songs.
 
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trotzdem nehme ich immer eine Ersatzgitarre mit

Ich auch, und zwar mit einem A/B-Umschalter und einem extra Kabel.

Ja, das mache ich auch so. Exakt so.
Leute, ich spiele live seit den 90ern, ich bin nicht unerfahren in sowas. 😉





Aber nur mal so: Wenn einer in einem Board Thread nach Erfahrungen und Tipps zum Thema X anfragt, und dann kommt "Das willst Du doch gar nicht, mach doch Y", dann ist das ein bisschen eine Themaverfehlung / am Thema vorbei, oder? :unsure:

Ich danke Euch für Euren Denkanstoß, aber lässt uns jetzt bitte wieder Tipps zum Thema "Systeme, mit denen man ein Floyd Rose (teilweise) feststellen kann". :)
 
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über 10 Jahre lang die Göldo Back Box und kann das Teil empfehlen.

Dito hab seit 1990 ca gute Erfahrungen mit der Back Box + FR in einer Gitarre. Saitenhochziehen geht, aber
ich hab die Federspannung der BB recht hoch eingestellt.... Runter geht genauso butterweich wie vorher.

mit all seinen Möglichkeiten (insbesondere der Flutter-Effekte) komplett verbauen, nur für das eine,
In meinem Fall ja, denn den Flutter Effekten kann ich so gar nix abgewinnen vorsichtig ausgedrückt....
 
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lässt uns jetzt bitte wieder Tipps zum Thema "Systeme, mit denen man ein Floyd Rose (teilweise) feststellen kann".
Sorry, lieber Pie, ich sehe ja ein, das DIY-Vorschläge am Thema vorbeigehen, aber man wird doch wohl noch die eigentliche Motivation hinterfragen dürfen, bevor man technische Tiefenbohrungen zu Systemen macht, die im Lauf der letzten Jahre und Jahrzehnte x-mal hier im Board besprochen wurden (SuFu is your Friend) und zu denen es zahllose Rezensionen beim großen T und sonstwo gibt. Vielleicht ist das mit dem Live-Saitenriss-Szenario auch nur ein klitzekleiner Vorwand, weil das Floyd Rose mit all seinen (vermeintlichen) Komplikationen aktuell doch zu ungewohnt und zu fremd ist?

Aber gut, sei's drum, ich werde mal in mich gehen und die Pros&Cons zu den Systemen aufschreiben, die ich kenne und nutze: BackStop, B(l)ack Box, Tremol-No.:prost:
 
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Vielleicht ist das mit dem Live-Saitenriss-Szenario auch nur ein klitzekleiner Vorwand, weil das Floyd Rose mit all seinen (vermeintlichen) Komplikationen aktuell doch zu ungewohnt und zu fremd ist?

Meine ersten beiden Gitarren überhaupt waren Floyd Rose Gitarren, ich kenn die wirklich nicht so schlecht. Die erste eine Claim, die zweite eine Ibanez.
Von 2014 bis 2017 hatte ich meine dritte FR Gitarre, eine S570.
Das ist jetzt meine vierte.

Ich möchte mich mit dem Thema Feststellsysteme beschäftigen, was darüber lesen, in den Austausch treten, welche testen, und gegebenenfalls!!! welche nutzen.
Daher meine Frage nach diesen Systemen. Ich möchte meinen Horizont diesbezüglich erweitern.

Da bringen mir DIY Sachen oder Vorschläge zu alternativen Wege halt null Infogewinn.
Aber so ist das halt in Foren, in Threads gibt's immer Unmengen an Ballast, der am Thema vorbei geht. Hier in diesem Thread ist es halt besonders extrem, aber das werd ich aushalten. 😄





Aber gut, sei's drum, ich werde mal in mich gehen und die Pros&Cons zu den Systemen aufschreiben, die ich kenne und nutze: BackStop, B(l)ack Box, Tremol-No.:prost:

Vielen lieben Dank, das würde mir dann tatsächlich weiterhelfen! :prost:
 
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Tremmory hatte ich mal zwischenzeitlich in meiner ExGuthrie Charvel (non locking FR). Dann hatte ich das Sophia Trem System entdeckt Iist zwar in dem Sinne nicht fixierbar, aber durch im Sustainblock im Widerstand regelbare Stoßdämpfer sehr intonationsstabil).
Zurück zum Tremmory: ich hatte die Version „S“ (die Größeneinteilung ist ähnlich den Maßeinheiten für Klamotten….I, eigentlich ganz okay, aber das TremFach der Charvel war/ist recht klein(kurz), es passte grad so rein…..und genau das war problematisch, weil sich das Tremmory bei upbends manchmal aus der TremKralle löste.
Fazit: allergenauestes Ausmessen der „TremCavity“ und am besten dann zwei Varianten ordern und probieren. Grundsätzlich halte ich aber dieses Gerät für eine brauchbare Lösung und die Rändelschraube läßt sich gut handhaben, allerdings fällt die TremFach Abdeckung weg (hat man ja eh selten draufgeschraubt….)
HTH
 
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So, hier kommen - wie versprochen - ein paar persönliche Beobachtungen aus der Praxis zu verschiedenen bereits genannten Produkten.



Rockinger Black Box aka Göldo Back Box

Aktuell im Einsatz in meiner Ibanez RG7620RB zur Erleichterung des Stimmvorgangs, bis vor kurzem außerdem im Einsatz in meiner Ex-PL1770GP in Kombination mit ToneVise Pitch Shifter (das ist ein D-Tuner fürs EDGE Floyd Rose, er benötigt eine fixierte Ruhelage, sonst gibt's Verstimmungen).

Alte Version
20260208_192933.jpg

Neue Version
20260208_192918.jpg

Vorteile
+ Gute Verfügbarkeit, Preis in der Größenordnung von EUR 25,- (neu) oder auf dem Gebrauchtmarkt
+ saubere Ruhelage des Vibratos
+ Federkammerdeckel kann bleiben --> aufgeräumter Look

Nachteile
- kein Flutter-Effekt möglich
- Nur beim Saitenriss einer .009er E1-Saite bleiben die anderen fünf stabil, in anderen Fällen (dickere E1 oder andere Saiten) ist die Federspannung zu gering und es kommt zu Verstimmungen
- 2 Bohrungen erforderlich (alte Version 3 Bohrungen) --> permanente Veränderung der Gitarre



Ibanez Back Stop

Kam als Werksbestückung in vielen meiner Ibanesen von 1987..1989.

20260208_193003.jpg
Vorteile
+ saubere Ruhelage des Vibratos
+ doppelte Federleistung im Vergleich zu Rockinger/Göldo --> beim Saitenriss einer .011er E1-Saite (oder einer Saite mit vergleichbarem Zug) bleiben die anderen fünf stabil
+ Federkammerdeckel kann bleiben --> aufgeräumter Look

Nachteile
- kein Flutter-Effekt mehr möglich
- Als Einzelteil nur noch auf den Gebrauchtmarkt zu hochgehypeten Sammlerpreisen erhältlich (einige Spinner verlangen hunderte von Euros dafür :bad:)
- 60g zusätzliches Gewicht im Body
- 2 Bohrungen erforderlich --> permanente Veränderung der Gitarre (wenn man's nachrüstet)



Tremol-No!

Habe vor ca. 20 Jahren als Jemsite Forum User die Entwicklung durch Kevan J. Geier und die Serienreifmachung für die Allparts-Produktion live mitverfolgt und war dementsprechend neugierig, also habe ich mir eines angeschafft und in meiner Warmoth-Gitarre zum Ausprobieren eingerüstet.

20260208_122836.jpg
Vorteile
+ Einbau ist reversibel --> keine permanente Veränderung der Gitarre (sofern man den Federkammerdeckel entfernt und in Ruhe lässt oder ersetzt, siehe unten)
+ Entweder "Hardtail Mode" zur vollständigen Fixierung oder "Down-only Mode" möglich
+ bei gelösten Rändelschrauben nach wie vor Flutter-Effekt möglich
+ bei gelösten Rändelschrauben kein zusätzlicher Kraftaufwand beim Hochziehen von Tönen

Nachteile
- Hoher Preis, Größenordnung heute EUR 85,-
- Für die Bedienung muss man den Federkammerdeckel entweder ganz weglassen (siehe Foto) oder eine Öffnung reinsägen
- In Kombination mit Ibanez EDGE muss der Block Lock weggelassen werden.



@Pie-314 you happy now? :hat:
 
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Es gibt eine englischsprachige Website https://joe.emenaker.com/TremStabilizers/index.html , die sich eingehend mit den folgenden Systemen auseinandersetzt:
Es gibt Bilder, Erklärungen und Reviews mit Bewertungen.
 
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Super, vielen Dank, das sehe ich mir heute Abend gleich an! :giggle:

Ob ich solche Systeme in der Zukunft nutzen werde, weiß ich jetzt noch nicht, aber so kann ich mir schon mal über diese ganze Thematik ein Bild machen.

Danke Danke! :giggle:
 
Ergänzung aus der Erfahrungsecke:
Black Box habe ich ca. 6x im Einsatz, davon 1x mit FR … taugt und macht den Job.
Keine Raketenwissenschaft und mit den 2 Schräubchen minimalinvasiv.
 
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