Tele Stimmung

von SpeedyMcS, 05.12.07.

  1. SpeedyMcS

    SpeedyMcS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #1
    Tag tag! Ich bin nicht gerade ein Vollprofi in sachen Setup und habe mit meiner Lite Ash Tele ein Problem. Ich stimme jede Leersaite sehr genau, greife ich dann jedoch beispielsweise ein A oder B auf der G-Saite, ist der Ton um einiges zu hoch. Also so in den ersten 5 Bünden ist das wirklich störend; in Richtung des 12. nimmt es ab und der 12. hat die nahezu perfekte Oktave zur Leersaite.
    Das Problem tritt praktisch nur bei G- und B-Saite auf, schwächer auch auf der D-Saite. Woran liegt das? Die Saitenlage ist nicht übertrieben hoch...
    Hilfe! Dann schreibe ich meinetwegen auch ein Review :D
    Danke im Voraus!
     
  2. bizzy49565

    bizzy49565 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #2
    Man kann die Intonation an der Bridge einstellen indem man die Reiter (woe die saiten aufliegen) nach vorne und hinten verstellt!
    Nach Vorne (zum PU hin) > ton wird Tiefer
    umgekehrt halt umgekehrt :D

    Sonst weis ich da nix :D
     
  3. Miles Smiles

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    Erstellt: 05.12.07   #3
    Eventuell sind zu hohe Sattelkerben die Ursache. Ich habe eine Strat-Kopie, da ließ sich das Problem durch Bearbeitung der Sattelkerben beheben. Hat aber mein Gitarrenmechaniker gemacht.

    Es gibt allerdings kaum, zumindest ich besitze keine, eine Gitarre bei der z.B. das g# am ersten Bund der G-Saite nicht zu hoch wäre. Diese Unsauberkeiten wäre zum Teil also auch normal.

    Blöd wär's allerdings, wenn der Sattel an der falschen Stelle säße. Hatte ich auch schon vor ca. 10 Jahren bei einer nagelneuen Samick (RG-Typ). In welchem koreanischen Werk werden die Lite-Ash erzeugt? ;)
     
  4. SpeedyMcS

    SpeedyMcS Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.07   #4
    @bizzy jau danke für diese info, man lernt ja doch nie aus :rolleyes::D

    Najaa ok, das Gis, da zeige ich mich ja kulant. Aber im jetzigen Zustand klingt je nach Stimmung entweder ein offener C-Akkord gut oder zB ein Barrée-F im ersten Bund. Oder aber man geht einen Kompromiss ein und stimmt so, das beides 50/50 scheiße klingt :o

    Das mit dem Sattel regte mein ehemaliger Gitarrenlehrer auch schonmal an, aber ich besitze keine so kleine Feile. Trotzdem danke für den Tip, ich werde einfach mal den Sattel mit dem der Epi SG vergleichen.. die zeigt dieses Phänomen längst nicht so stark... naja muss erstmal zum Zivi. Thx :great:
     
  5. Miles Smiles

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    Erstellt: 05.12.07   #5
    Zur Not soll es auch mit einem Laubsägebogen gehen. In diesen Spanne man eine Saite ein, die zur zu bearbeitenden Sattelkerbe passt. Aber immer aufpassen dass die Kerbe nicht zu tief wird. Etwas sollte sie nach hinten hängen, damit die Saite sicher vorne, also griffbrettseitig aufliegt und kein Spalt entsteht.
     
  6. IanC

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    Erstellt: 05.12.07   #6
    Ich hab mit meiner Lite Ash das gleiche Problem und bin deswegen mal zum Gitarrenladen.
    Der Techniker sagte man kann bei diesen Doppelreitern, wie sie die Lite Ash ja hat, eigentlich immer nur nen Kompromiss finden weil man ja eigentlich immer gleich zwei Saiten bewegt. Hab mir schon überlegt ne andere Brücke mit Einzelreitern draufzusetzen.
    Dann sollte das Problem behoben sein.
     
  7. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.12.07   #7
    Offenbar nicht, da hier die Oktavreinheit halbwegs hergestellt werden konnte.

    Man muss aber nicht gleich die ganze Brücke austauschen, sondern kann sich kompensierte Reiter kaufen und diese "richtig" einbauen.

    Z.B. diese:
    http://www.rockinger.com/index.php?cat=WG081&product=2620V
     
  8. IanC

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    Erstellt: 05.12.07   #8
    Auf den ersten Blick sehen die genau so aus wie die Originalen. Oder täusch ich mich ?
     
  9. Miles Smiles

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    Erstellt: 05.12.07   #9
    Soviel ich weiß, sind auch bei den Ash-Teles die Schrauben nicht schief sondern rechtwineklig angesetzt. Die kompensierten Reiter stehen aber nicht rechtwinkelig zu den Saiten, sondern schräg.

    Man muss nur ein wenig tüfteln, da die Neigungen bei allen drei Reitern unterschiedlich sind und für das Paar d-g die Schräge nach hinten laufen (also g-Saite länger, aber nur wenn sie nicht umwickelt ist) muss, während die beiden anderen Paare nach vorne laufen (höhere Saite jeweils kürzer).

    Aber irgendwo hatten wir vor einiger Zeit darüber diskutiert und es gab sogar Fotos, nur wo das war, weiß ich jetzt nicht.
     
  10. SpeedyMcS

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    Erstellt: 05.12.07   #10
    Richtig, mit der Brücke hatte ich mich schon beschäftigt.. bräsig, das Ding. Die Reiter sind übrigens rechtwinklig zur Schraube.
    Also, ich habe gerade einen qualitativen Vergleich vorgenommen, und die Saitenlage ist direkt am Sattel tatsächlich höher als bei der SG. Ob das so viel ausmachen kann? Vermutlich ja, abgesehen von der Bundreinheit (bzw. Position des Sattels) fiele mir keine andere Begründung ein :confused:
     
  11. RomanS

    RomanS Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.12.07   #11
    Also bei Dir ist das ziemlich eindeutig ein Problem mit dem Sattel - sonst würd die Gitarre ja am 12.Bund gegriffen nicht richtig gestimmt klingen!

    Greife die Saiten mal am 3. Bund, und schau Dir dann an, wie groß dabei der Spalt zwischen Bundoberkante und Saitenunterkante am 1. Bund ist: die Saite sollte hier gerade nicht aufliegen, es sollte nur ein minimaler Spalt vorhanden sein, so dass grad ein Blatt Papier dazwischen ginge; ist der Spalt grösser, haben wir Dein Problem - dann wird, wenn Du in den tiefen Lagen spielst, die Saite beim Niederdrücken gedehnt, und klingt zu hoch; wenn Du dagegen am 12. Bd. spielst, ist der Abstand zum Sattel schon weit größer, die Saite wird weniger gedehnt, und klingt halbwegs richtig.

    Ist's wirklich ein Sattelproblem, würd ich das vom Gitarrenbauer machen lassen - sollte höchstens 20-25 Euro für die Arbeitszeit kosten, ein Satz Sattelfeilen kostet das doppekte, und Sattelkerben feilen gehört nicht grad zu den trivialsten Arbeiten an der Gitarre ( die Kerben müssen nicht nur die richtige Tiefe haben, sondern auch den richtigen Winkel - so daß zum Korpus hin das höhere Ende der Kerbe liegt, und auch den richtigen Querschnitt - minimal breiter als die verwendete Saitenstärke, udn unten leicht verrundet, also ein "U", kein "V").

    Ach ja, zur Tele-Brücke: Generationen von Gitarristen hatten kein Problem damit, dass man die Saitenreiter nicht 100%ig richtig für jede einzelne Saite einstellen kann, sondern immer einen Kompromiss für zwei Saiten finden muss; aber sollte es Dich wirklich stören, gibt's ja jede Menge Auswahl an kompensierten Sätteln - entweder die komplett schräg stehenden (z.B. bei Rockinger, Glendale, Callaham, Harmony), oder die (für mich ästhetischeren) gerade stehenden, aber an beiden Saiten unterschiedlich gewinkelten von Wilkinson (die günstigste Variante, z.B. bei Guitarfetish oder über Ebay), Budz (über ToneToys - teuer!) oder Glendale.

    Letzere Variante benutze ich auch selber, und zwar die Wilkinsons, die sind samt Bridge billiger als die kompensierten Sättel alleine bei anderen Herstellern - heir ein Link zu "meinen":

    http://store.guitarfetish.com/wicotebrbrsa.html

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