the t-bone TWS One Vocal mal kurz ausprobiert!

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Liebe Sparfüchse, ich hab was Neues für Euch unter meine Lupe genommen: ein drahtloses Gesangsmikro für gerade mal schlappe 49 Euro :eek: Nach meinem Test des "Großen Bruders":
Vergleichstest: the t.bone TWS 16 HT UHF wireless system bin ich auf das One Vocal neugierig geworden:


In dem Paket aus Treppendorf befand sich außer reichlich feiner fränkischer Landluft ein kleiner Plastikkoffer mit Klemmverschlüssen, die irgendwie auf dem Kopf zu stehen scheinen und auch keinen sehr transportsicheren Eindruck machen. Wer das Köfferchen oft und längere Strecken durch die Gegend zu tragen beabsichtigt, sollte sich nach einem kleinen Gurtbändchen umschauen ;)

Nebenbei: ich vermißte schmerzlich die sonst üblichen Kupferklammern, vor allem, da meine Bestellung von Carina Kupfer bearbeitet wurde :D :D :D

IMG_5930.JPG


Scherz beiseite, ich habe schließlich kein Koffercase sondern ein Funkmikro gekauft :) Dieses fand ich wie erwartet ordentlich und sicher verpackt im Koffer:

IMG_5931.JPG


Schick sieht das Mikro aus, das Gewicht ist ähnlich gering wie beim 16er System. Für den sofortigen Einsatz ist alles vorhanden, also alles raustreten aus der Folie und die mitgelieferten Batterien einlegen:

IMG_5934.JPG


Ebenso wie beim TWS16 ist der Batteriefachdeckel ist nicht gegen Verlust gesichert - und, wie ich finde, ein größerer Makel: das Batteriefach ist für manche Akkus zu klein, meine Akkus von FischerAmps klemmen zu straff, geht gar nicht :(

Der Schalter macht auf den ersten Blick einen unsicheren Eindruck, er ist sehr leichtgängig. Allerdings habe ich bei all meiner Testerei nicht geschafft, ihn versehentlich zu betätigen, trotzdem scheint mir da ein Stückchen Gaffa angebracht ;) Vor allem, da er nicht nur das Audiosignal mutet, sondern die Funke komplett abschaltet, was den Empfänger frei macht für die vielen anderen Störsender, die in dieser Gegend funken :eek:

Zu diesem Punkt ist zu sagen, daß keine Ausweichfrequenz und kein regelbarer Squelch zur Verfügung steht, wer so wie ich einen Störsender mit Radiomusik (vermutlich einen drahtlosen Kopfhörer) in der Nähe hat, hat eben Pech gehabt :ugly:

IMG_5932.JPG


Das unsymmetrische Klinkenkabel funktioniert, allerdings muß sich das Signal durch einige enge Kurven winden:

IMG_5936.JPG


Schön ist anders, aber ok, es tut ja wenigstens... in einer der Bewertungen bei Thomann steht:
Falls ihr vorhabt das Mikrofon mit einen Klinken auf XLR Adapter zu verwenden rate ich euch das ganze mit einen thomann Unsymetrischen Kabel zu machen, da sonst das Mikrofon nicht wirklich funktioniert.
Das kann ich so nicht bestätigen, sowohl mit symmetrischem Klinke/Klinke-Kabel als auch mit Adapterkabel Klinke/XLR ist das Mikro problemlos am A&H MixWizard und auch am ADA8000 zu betreiben.

Jetzt freue ich mich noch über das kleine, platzsparende Steckernetzteil, dessen Stecker schön straff in die Buchse des Empfängers paßt:

IMG_5937.JPG


Und dann kann es schon losgehen:

IMG_5938.JPG


Schön bunt, allerdings vermisse ich blau? :rofl:

Die Poppanfälligkeit ist ähnlich gering wie beim DS16, je nach Übung des Sprechers/Sängers kann man sich den Schaumgummi sparen und den elegant wirkenden Korb des Mikros offen zeigen :)

Die Höhenwiedergabe gefällt mir etwas besser als beim DS16, allerdings habe ich den Eindruck, da hat jemand eine Badewanne mit dazugeschraubt, also in den Höhen und den Tiefen etwas getrickst. Mich stört es nicht, wenn es so wäre, wer mag kann ja an diesen Stellen ein bißchen zurücknehmen :)

Auch die Feedbackanfälligkeit ist ähnlich gering. Wobei ich den starken Verdacht habe, daß da ein (gut arbeitendes) Gate dahintersteckt. In leiser Umgebung kann man das voll aufgezogene Mikro sehr nahe vor die Box halten, aber wehe, eine Stecknadel fällt zu Boden! Der leise Klick öffnet das Gate und das Feedback pfeift fröhlich durch die Trommelfelle :eek:

Die Handgeräusche sind um einiges stärker als beim DS16, aber man muß schon ziemlich dolle dran rumfummeln, um sie in den Bereich "störend" zu bekommen.

Beim TWS16er Test habe ich ja Wert auf die Anzeige-LED des Senders gelegt, bei manchen Veranstaltungen stört (mich) die allzu grelle On/Off-LED. Hier ist das ganz anders, zunächst ungewohnt, dann aber genial gelöst: beim Einschalten blinkt die LED mal ganz kurz, vielleicht eine Viertelsekunde auf und erlischt dann bis die Batterien fast leer sind - dann leuchtet sie "Warnung!" :) Soweit bin ich noch nicht, auch die Reichweite habe ich noch nicht ausprobiert, mal sehen, vielleicht morgen :)

Da die Frage nach Handy-Einstreuungen aufkam: mit meinem kleinen Samsung Klapphandy mit Vodafon-Vertrag ist ein Abstand ab 10 cm vom Sender oder vom Empfänger störungsfrei :)

Ich habe mir ohne große Erwartungen das Funkmikro gekauft, um bei meinem jährlichen Chortreffen und anderen Veranstaltungen die Möglichkeit zu haben, ungebunden mal über die Bühne zu gehen und den Monitorsound kontrollieren zu können :) Und wer weiß, für die Moderation ist es vielleicht auch ganz nett mit einem drahtlosen Mikro hantieren zu können und nicht immer an das Stativ angebunden zu sein ;) Zumindest für den ersten Zweck wird sich das Mikro hervorragend eignen, soviel ist jetzt schon klar :great: :great: :great:
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Entschuldigung, die Links zu den Hörproben hab ich doch glatt vergessen. Ich hab also das One Vocal, das DS-16H und die ew100 in der Hand gebündelt und mit ca. 1-2 cm Abstand besprochen:


Zuerst das Sennheiser ew100 G2:
https://www.dropbox.com/s/ph6nsrjlsawan9l/t_bone_ew100.MP3

Dann das DS-16H:
https://www.dropbox.com/s/7ciqkewhm5va1jn/t_bone_DS16H.MP3

Und hier der Testkandidat, One Vocal:
https://www.dropbox.com/s/fnv7ikvcgfhpbjt/t_bone_VocalOne.MP3
 
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feuertaenzer

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Wow...- Ich bin überrascht- scheint ja wirklich mal ein echtes Schnäppchen zu sein.
Aber nicht dass der Preis jetzt wie beim andern hochgeht weil du hochjubelst :D
 
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Naja, es sind ja noch die konkreten Fragen nach Reichweite und Batteriestandzeit offen, nach 5 Stunden hatte ich Feierabend und die LED für "Akku alle" leuchtete bereits :eek: Und ein paar kurze Empfangseinbrüche hatte ich auch gehabt, als die Funke im Tonstudio vorm Fenster lag und ich und eine dicke Mauer zwischen ihr und dem Empänger standen... das hab ich aber vor, noch genauer zu testen. Non-Diversity eben, das sollte man berücksichtigen ;)
 

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