Tiefe Töne langsamer als hohe?

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Auf http://www.bws-tonstudio.ch/mastering.htm gefunden:

Zitat: "Tiefere Frequenzen brauchen länger als hohe Frequenzen um ein Kabel zu durchlaufen."

Woher wissen die einzelnen Elektronen im Kabel, dass sie für einen tiefen Ton zuständig sind und sich daher langsamer bewegen müssen als die Elektronen für die hohen Töne?

Das klingt doch etwas abstrus.

mfg
 
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Ich bin gerade auch etwas verwirrt, aber ich sage mal, wie ich mir das denke, es kann gerne korrigiert werden :)
Die Elektronen müssen überhaupt nichts wissen. Stattdessen ist es Definition von tiefen Frequenzen, dass sie langsamer durch ein kabel gehen ;) Zunächstmal beewgen sich die Elektronen nicht mit Lichtgeschwindigkeit fort, sie selber wandern also nicht durchs kabel. Stattdessen machen sie eine kleine und vergelichsweise langsame Bewegungen. Das, was durchs Kabel geht, ist ein elektrisches Feld, eine Ladungsänderung, die Bewegug der Elektronen löst das nur aus.
Bei einer Wechselspannung, die ja bei der Übertragung eines Audiosignals über so ein Kabel geht, "schwingt" ja die Spannung von +x Volt nach -x Volt. Und die Geschwindigkeit dieser Schwingung ist ja die Frequenz. Auf dem Kabel fließt die Ladung also hin und her, bei hohen Frequenzen dann also schneller als bei niedrigen.
 
.Jens
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Nachdem ich die Tipps von BWS normalerweise als zwar knapp, aber korrekt kenne, muss das, was sie DA geschrieben haben, entweder ein Fehler sein oder ein ganz grobes Missverständnis.

Wie ars ultima schon sagte: Was letztlich interessiert, ist nicht die Bewegung der Elektronen (die ist wirklich langsam und bei Wechselspannung sogar im Mittel 0), sondern das elektrische Feld. Und das läuft nun wirklich für alle Frequenzen erstmal gleich schnell durchs Kabel (zumindest für den Audio-Bereich).

Was dann allerdings (und das ist soweit erstmal korrekt - aber für Audioanwendungen sehr akademisch) bei wirklich hohen Frequenzen passiert, ist die nächste Frage. Wahrscheinlich meint der Autor dort die Dispersion - aber die kann man bei Frequenzen bis max. 20kHz und bei den üblichen Kabeltypen und -längen ganz getrost vernachlässigen.
 

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