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dibabgf
Registrierter Benutzer
- 24.11.12
- 24.11.12
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- Dresden
Thema abgetrennt aus https://www.musiker-board.de/contemporary-pop-jazz-rock-soul-etc-voc/207079-wie-tiief-sollte-kehlkopf-beim-singen-gehen.html
Antwort auf mos:
Weil das Thema mich auch lange Zeit betraf, zeitlos ist und SĂ€nger aller Fachrichtungen immer interessieren wird, will ich hier, nach so langer Zeit, trotzdem meinen Beitrag leisten: Ich habe Deinen Gesang auf Deinen Links angehört. Du hast Zweifel, weil den besonders schönen, sonorischen Charakter (metallischen Klangkern) Deiner Stimme, trotz tiefstehendem Kehlkopf, bei Deinem leisen, hauchenden Gesang kaum jemand hören kann, ist es dem Schall, bei kraftlosem Gesang, nĂ€mlich nicht möglich, die Akustik der ResonanzrĂ€ume vor und hinter Deinen Stimmlippen zu verbinden und voluminöse Töne zu erzeugen. Das ist etwa so, wenn Du versuchst, mit einem Farbquirl, in einer kleinen Handbohrmaschine eingespannt, Mauermörtel anzurĂŒhren.
Traue Dich auch laut zu singen, wenn Du gefĂŒhlvolle Lieder interpretierst. Ein gefĂŒhlvolles Klagelied klingt nur verzweifelt schön, wenn Du fast schreist. (z. B. Die Tenor-Arie der neapolitanischen Barockoper "Tre giorni son che Nina" ) Verwöhne Dich nicht immer mit einem Mikrofon! Sing ohne - und Du wirst Deine Stimme neu entdecken! Ăbe schonungslos fĂŒr Deine Nachbarn! Gib Deinem Gesanglehrer oder Korrepetitor exakt das auf die Ohren, was Du auf der BĂŒhne prĂ€sentieren willst. Und ist die LautstĂ€rke unertrĂ€glich, dann Ă€ndere die Einrichtung des Ăbungsraumes, auf keinen Fall aber Deine LautstĂ€rke! In kahlen, ĂbungsrĂ€umen, ohne Teppich, wie sie auch hĂ€ufig in Musikhochschulen ĂŒblich sein mögen, brauchst Du keinen GesangsĂŒbungen beginnen. Eine Ăbungsstimme gibt es nicht. Oder hast Du schon einmal einen Hochspringer mit einem Spazierstock trainieren sehen? Du wirst auf der BĂŒhne nie besser singen, als bei Deinem Gesangsunterricht. Je lauter Du singst, desto mehr wird Dein Gesangslehrer bemĂŒht sein, Dich gut singen zu lehren. Wenn Dein Gesangslehrer von Dir verlangt, hĂ€ufig Piano zu singen, dann will er Dich nicht zu Höchstleistung bringen, oder hat einfach zu wenig BĂŒhnenerfahrung, ist er mehr Zuschauer und zu wenig Lehrer. NatĂŒrlich darfst Du nie mit zu groĂer Anstrengung singen und musst eben, wie ein Sportler, Deine KrĂ€fte Deinen "WettkĂ€mpfen" (Auftritte und Ăbungsstunden) anpassen und umgekehrt auch.
Da Du ausnahmslos den letzten Ton eines Legatos immer falsch - nĂ€mlich als Decrescendo - singst, musst Du Dich unbedingt wieder um Deine AtemstĂŒtze bemĂŒhen, bevor Du wieder Auftritte planst oder sogar Tonaufnahmen veröffentlichst! Singe prinzipiell und immer nur in Einatemhaltung und mit einem Minimum an Luftauslass! VerĂ€ndere den Resonanzraum in Deinem Brustkorb nie innerhalb eines Tonklanges! Singe bei zĂ€rtlichen Interpretationen nie vornĂŒbergebeugt. Vermeide die Assoziation, ein Baby, oder einen Liebsten im Arm zu halten.
Ich bin auf Deine nĂ€chsten Tonaufnahmen gespannt und grĂŒĂe Dich freundlich mit gutem Ton.
Andre HĂŒller, Basso profondo mit Ausnahmestimme (4 Oktaven), Komponist und Arrangeur, bei DiBaB in Dresden
PS: Ich bin kein Gesangslehrer und habe auch noch keine BĂŒhnenerfahrung als Solist, gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen aus meinem Gesangsunterricht mit verschiedenen Gesangslehrern wieder. Ich habe tĂ€glich Gesangsunterricht bei dem besten Opern-Bass und Gesangslehrer, den es gibt. Heute ist er 72 Jahre jung. Daher weiĂ ich, dass es noch einige Jahre dauern wird, ehe ich Tonaufnahmen prĂ€sentieren kann. Dann wird es sich aber lohnen hinzuhören.
Antwort auf mos:
Weil das Thema mich auch lange Zeit betraf, zeitlos ist und SĂ€nger aller Fachrichtungen immer interessieren wird, will ich hier, nach so langer Zeit, trotzdem meinen Beitrag leisten: Ich habe Deinen Gesang auf Deinen Links angehört. Du hast Zweifel, weil den besonders schönen, sonorischen Charakter (metallischen Klangkern) Deiner Stimme, trotz tiefstehendem Kehlkopf, bei Deinem leisen, hauchenden Gesang kaum jemand hören kann, ist es dem Schall, bei kraftlosem Gesang, nĂ€mlich nicht möglich, die Akustik der ResonanzrĂ€ume vor und hinter Deinen Stimmlippen zu verbinden und voluminöse Töne zu erzeugen. Das ist etwa so, wenn Du versuchst, mit einem Farbquirl, in einer kleinen Handbohrmaschine eingespannt, Mauermörtel anzurĂŒhren.
Traue Dich auch laut zu singen, wenn Du gefĂŒhlvolle Lieder interpretierst. Ein gefĂŒhlvolles Klagelied klingt nur verzweifelt schön, wenn Du fast schreist. (z. B. Die Tenor-Arie der neapolitanischen Barockoper "Tre giorni son che Nina" ) Verwöhne Dich nicht immer mit einem Mikrofon! Sing ohne - und Du wirst Deine Stimme neu entdecken! Ăbe schonungslos fĂŒr Deine Nachbarn! Gib Deinem Gesanglehrer oder Korrepetitor exakt das auf die Ohren, was Du auf der BĂŒhne prĂ€sentieren willst. Und ist die LautstĂ€rke unertrĂ€glich, dann Ă€ndere die Einrichtung des Ăbungsraumes, auf keinen Fall aber Deine LautstĂ€rke! In kahlen, ĂbungsrĂ€umen, ohne Teppich, wie sie auch hĂ€ufig in Musikhochschulen ĂŒblich sein mögen, brauchst Du keinen GesangsĂŒbungen beginnen. Eine Ăbungsstimme gibt es nicht. Oder hast Du schon einmal einen Hochspringer mit einem Spazierstock trainieren sehen? Du wirst auf der BĂŒhne nie besser singen, als bei Deinem Gesangsunterricht. Je lauter Du singst, desto mehr wird Dein Gesangslehrer bemĂŒht sein, Dich gut singen zu lehren. Wenn Dein Gesangslehrer von Dir verlangt, hĂ€ufig Piano zu singen, dann will er Dich nicht zu Höchstleistung bringen, oder hat einfach zu wenig BĂŒhnenerfahrung, ist er mehr Zuschauer und zu wenig Lehrer. NatĂŒrlich darfst Du nie mit zu groĂer Anstrengung singen und musst eben, wie ein Sportler, Deine KrĂ€fte Deinen "WettkĂ€mpfen" (Auftritte und Ăbungsstunden) anpassen und umgekehrt auch.
Da Du ausnahmslos den letzten Ton eines Legatos immer falsch - nĂ€mlich als Decrescendo - singst, musst Du Dich unbedingt wieder um Deine AtemstĂŒtze bemĂŒhen, bevor Du wieder Auftritte planst oder sogar Tonaufnahmen veröffentlichst! Singe prinzipiell und immer nur in Einatemhaltung und mit einem Minimum an Luftauslass! VerĂ€ndere den Resonanzraum in Deinem Brustkorb nie innerhalb eines Tonklanges! Singe bei zĂ€rtlichen Interpretationen nie vornĂŒbergebeugt. Vermeide die Assoziation, ein Baby, oder einen Liebsten im Arm zu halten.
Ich bin auf Deine nĂ€chsten Tonaufnahmen gespannt und grĂŒĂe Dich freundlich mit gutem Ton.
Andre HĂŒller, Basso profondo mit Ausnahmestimme (4 Oktaven), Komponist und Arrangeur, bei DiBaB in Dresden
PS: Ich bin kein Gesangslehrer und habe auch noch keine BĂŒhnenerfahrung als Solist, gebe hier nur meine persönlichen Erfahrungen aus meinem Gesangsunterricht mit verschiedenen Gesangslehrern wieder. Ich habe tĂ€glich Gesangsunterricht bei dem besten Opern-Bass und Gesangslehrer, den es gibt. Heute ist er 72 Jahre jung. Daher weiĂ ich, dass es noch einige Jahre dauern wird, ehe ich Tonaufnahmen prĂ€sentieren kann. Dann wird es sich aber lohnen hinzuhören.
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Tut man das, wird das tatsĂ€chlich irgendwann der Stimme schaden und nĂŒtzen tut es erst noch nichts. Wenn die technischen Voraussetzungen nicht da sind, kann ich so laut singen wie ich will, in Begleitung eines Orchesters wird vom Zuhörer trotzdem nur ein fadendĂŒnnes Stimmchen wahrgenommen.
Mit "aufdrehen" meine ich, dass man mehr öffnet (Kehle, Brustraum), sich stĂ€rker im Körper verankert, dazu dann zwar schon auch etwas mehr vordere Resonanzen gibt, aber alles in allem einfach mehr Körper gibt, sozusagen: der Körper wird "lauter". Dass dadurch dann automatisch auch etwas mehr LautstĂ€rke resultiert ist sozusagen ein Nebenprodukt. Und fĂŒr ein schönes getragenes Piano kann man dann diese Körpereinstellungen beibehalten und die Stimme gleichzeitig wieder zurĂŒcknehmen.