Tipps zur perfekten Time beim Aufnehmen

von NightmareZzx, 04.04.16.

  1. NightmareZzx

    NightmareZzx Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #1
    Hallo zusammen!
    Vielleicht gabs so ein Thema schon, hab ein bisschen gesucht aber nichts dergleichen gefunden..
    Ich habe mir vor ein paar Wochen Aufnahme-Eq besorgt, um mal diesdas aufzunehmen. Hab mich mit einer bekannten Sängerin abgesprochen, wir würden gerne zusammen gecoverte Songs aufnehmen.
    Ich selbst spiele Gitarre, Bass und Schlagzeug, Gitarre vornean klassisch seit 10 Jahren, Schlagzeug seit 2 1/2. Spiele Bass seit einigen Jahren in einer Band und hab auch ne Zeit lang Schlagzeug in einer Band gespielt, an sich hab ich rhythmisch keine Probleme, mir sind so beim spielen nie Schwierigkeiten aufgefallen, der Schlagzeuger und ich am Bass sind auch ein eingespieltes Team.
    Nun habe ich aber schon einige Testaufnahmen gemacht (Scarlett Interface, Ableton Live 9) und ich hab wirkliche Schwierigkeiten, auch mal nur 8 Takte am Stück perfekt in der Time zu bleiben. Wenn ich beim Aufnehmen das Metronom an hab, dann hört es sich beim abspielen nicht perfekt an, auch in der Spur kann man grafisch erkennen, dass ich die Töne mal zu früh, mal zu spät ansetze.
    Mir ist bewusst, dass es Übung braucht, deshalb will ich mir auch Tipps abholen. Wie nehme ich am besten auf, auf was muss ich mich beim einspielen konzentrieren? Bereits aufgenommene Instrumente im Hintergrund laufen lassen oder nur den Beat bzw ein vorprogrammiertes Schlagzeug? Oder habt ihr sonst irgendwelche Tipps? Bin schon dabei, fleißig zu üben.
     
  2. mjmueller

    mjmueller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #2
    Hallo,

    jaaaa, das kenne ich doch woher ...;)

    Was mir hilft: Die Art und die Lautstärke des Klicks und der verwendete Kopfhörer. Klingt banal, aber irgendwann hatte ich festgestellt, dass mir der Klick "verloren ging" auf dem Kopfhörer. War echt komisch. Mit einem anderen Sound und einem Kopfhörer, der den Klick präsent, aber nicht überbetont bringt und noch etwas Probieren mit dem Monitor-Mix, war es auf ein Mal deutlich besser.
    Auch nicht uninteressant: 4tel oder 8tel. Je nach Art der Stücke mal das Eine oder das Andere probieren.
    Und klar, auch Übung ist sicher nicht verkehrt :)
    Und nicht zuletzt muss ich mich wohlfühlen mit dem Sound auf den Ohren und dem Klick, sonst wird das nix.
    OMG :eek: Also nee, kann ich mir nur ganz schlecht vorstellen.
    Ja, damit das Feeling für den Song da ist. (Ich nehme die Drums ganz zum Schluss auf - bis auf einige wenige Ausnahmen)
    Grüße
    Markus
     
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  3. Zelo01

    Zelo01 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #3
    Hi:hat:

    Auch ich kenne das Problem. Es ist bei mir eine Mischung aus Lampenfieber, und die Tatsache, dass ich mich nicht gewöhnt bin zum Klick zu spielen. Ich denke vieles ist übungssache. Es kann zB nicht schaden, wenn man auch beim Üben mit Klick spielt, das gibt bei der Aufnahme wenigstens etwas Sicherheit.
    Bei mir ist es oft so, dass ich zwar ziemlich tight im Takt bin, aber mein Gitarrenspiel dann genau so langweilig wird, wie der Klick ist^^
    Bei meinen eigenen Produktionen programmiere ich meistens Drum und Bass vor, anstatt mit Klick.
    Oder wenn ich ne komplette Band aufnehme, die mit dem Klick nicht so gut klar kommt, dann erstelle ich meistens zuerst ein Basistrack. (Die Band spielt gemeinsam den Song komplett ohne Klick ein, und das wird einfach mal profisorisch mit einem Raummikrofon aufgenommen. Anschliessend ziehe ich den Track in die DAW rein, und quantisiere das genau in den Takt. Wenn Pausen im Song sind, füge ich an dieser Stelle ein Klick, oder eine HiHat im Vierteltakt ein, damit keiner den Einsatz verpasst...
    Das ist ne ziemlich grosse Arbeit, aber als Kopfhörermix aus meiner Sicht das Beste. Qualitativ wird das nicht gut klingen. Einerseits schlechte Aufnahme, andererseits durch das Timestreching vom Quantisieren. Allerdings die Atmosphäre und die Steigerungen im Song, sind bereits im Basistrack mit enthalten, und man kann sich da gut mitreissen lassen, als ob man Live mit der Band spielen würde:) Der profisorische Basistrack wird nach dem Aufnehmen der definitiven Einzelspuren natürlich wieder gelöscht bzw gemutet.
     
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  4. toni12345

    toni12345 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 04.04.16   #4
    Ziemllich sicher ist das aber kein Recording-Thema, denn ich gehe mal davon aus, dass bei den von dir beschriebenen Symptomen dein Timing auch nicht gut ist, wenn du nicht aufnimmst, oder?

    Da wäre die Frage, ob es sich besser anhört, wenn du kein Metronom mitlaufen lässt. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber ich meine das ganz ernst. Es gibt ja auch Musikstile bzw. -stücke, bei denen leichte Temposchwankungen dazugehören, und wenn deine Sängerin das mitgeht, muss sich das nicht unbedingt schlecht anhören. Um welchen Musikstil geht es denn bei dir?

    Ansonsten hilft außer viel üben vielleicht noch üben oder auch üben;):D.
     
  5. NightmareZzx

    NightmareZzx Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.16   #5
    Vielen Dank erstmal für die Antworten, ich werde mich mal dransetzen und Probieren!

    Als erstes Stück zum Einsteigen haben wir uns Zombie, Cranberries, vorgenommen, da wir es so live, "Bandprobenmäßig" drauf haben, ist ja auch einfach :)
    Da siehts halt so aus, dass ich vorerst mal das Schlagzeug programmiert irgendwo hernehmen muss, da ich keine Mikrofonierung dafür hab. Mit einem Mikro geht das eher schlecht. Den Rest spiele ich ein, also verzerrte E-Gitarre, Akustikgitarre und Bass. Da geht es eher schlecht ohne Klick, bei reinen Gesang-Gitarre-Songs funktioniert das natürlich. Das zweite Lied wäre wahrscheinlich so eins, werde mal bei dem ganz ohne Klick probieren!
    Bedeutet ne Mischung aus Rock und Akustik.
     
  6. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 05.04.16   #6
    Hallo,

    ...immer wieder gerne verlinkt:



    Schau Dir doch da mal die Anordnung mit nur einem Mikrofon an - so etwa bei 2:50, und irgendwo bei zehneinhalb oder elf Minuten gibt's den Sound dazu (abgesehen davon, daß sich ohnehin das ganze Video lohnt!). Es könnte sein, daß Du angenehm überrascht wirst, was mit nur einem Mic geht... ;)

    Viele Grüße
    Klaus
     
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  7. NightmareZzx

    NightmareZzx Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.04.16   #7
    Danke, ich werde es mir auf jeden Fall anschauen! Ohne das Video gesehen zu haben, bin ich schon der Gebrauchsanweisung gefolgt und hab das Mikro ca 20 cm über der Crash mittig überm Set aufgehangen. Oben hört sich alles super an, die Bass ist aber sehr sehr.. hm. Kommt nicht durch. Muss da noch etwas rumprobieren :) Und ab einer gewissen Höhe, fängt mein Mikrostativ an, instabil zu werden, obwohl ich nicht das billigste geholt hab, sondern eins von K&M für 20€, das Mikro ist doch recht schwer :D
     
  8. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikros Moderator HCA

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    Erstellt: 05.04.16   #8
    Hallo,

    ...na, dann wirst Du Dich beim Videoschauen schon wundern ;) - das Mic ist nämlich etwas über der Oberkante der BD und keinesfalls über den Becken angeordnet... ich wünsche fröhliches Staunen (...ich war übrigens auch sehr angenehm überrascht von dieser Mikrofonanordnung).

    Viele Grüße
    Klaus
     
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  9. mjmueller

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    Erstellt: 05.04.16   #9
    ... und ich bleibe immer wieder dran hängen :great:
     
  10. Onihendos

    Onihendos Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.04.16   #10
    Das "Studio" ist immer der Knackpunkt wo man als Musiker oder Band merkt wie "tight" man wirklich ist.
    Ich will nicht der Spielverderber sein aber das ist reine Übungssache und mit üben meine ich MIT dem Metronom üben, alles andere hat keinen Sinn.

    Im Zweifelsfall kann man immer alles im DAW editieren aber da sollte grundlegend schon eine solide Time vorhanden sein.
     
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  11. Laguna

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    Erstellt: 04.05.16   #11
    Aus meiner Drummer-Zeit habe ich noch einen nützlichen Trick zum Üben mit Click. Der ist natürlich auf alle anderen Instrumente anwendbar und hat bei mir sehr sehr gut funktioniert.

    Wenn man Timing übt, sollte man sich einen einfachen Groove aussuchen und zunächst mit einem 16tel click anfangen. Dann reduziert man alle paar Tage die Frequenz des Klicks auf 8tel, 4tel, halbe und ganze und dann nur noch einen Klick alle 2 oder 4 Takte. Ziel hierbei ist es zu Üben, das Timing auch über einen längeren Zeitraum einzuhalten. Das ist garnicht so einfach, aber mit einer langsamen, Schrittweiten erhöhung klappt das ganz gut.
    Das ganze kann man dann auf andere, komplexere Grooves anwenden.

    Wenn man dann in einer Aufnahmesituation ist, stellt man sich den Klick zum song passen beispielsweise auf viertel ein, hat dann aber für sich selber das Fundament, dass man auch zu deutlich selteneren Klicks sauber und präzise spielen kann.

    So Far...
    Laguna
     
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