töne anstossen

von raupe, 20.03.08.

  1. raupe

    raupe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.08   #1
    hallo zusammen!

    ich habe einige themen nach meinem problemchen bereits durchgeforstet, bin aber nie fündig geworden, daher eröffne ich nun dieses neue thema...
    ich helfe derzeit einem freund wieder saxophon zu spielen (nach ca. 8 jähriger pause). von den griffen, der luft und dem ansatz her, gibt es eigentlich keine probleme. allerdings weiß ich beim anstossen nicht weiter. mein freund unterbricht nämlich den luftstrom beim anstossen, indem er zusätzlich auch den hals "dicht macht". wie kann ich ihm das abgewöhnen, bzw. welche übungen gibt es dafür????
    und wie lernt man es, dass der ton, wenn man ihn anspielt sofort da ist, und nicht wie bei der oboe erst nach kürzerer zeit??

    es wär echt toll, wenn ihr mir helfen könntet!! :)
     
  2. TigerTatziKatzi

    TigerTatziKatzi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.08   #2
    hm, also ich glaube nicht, dass ich soooooo ne große hilfe bin, da ich selber das problem etwas hatte /habe. Also ich habe einfach den ton lange ausgehalten, mich gezwungen den luftstrom auszuhalten und dann mit der zunge ans blatt zu gehen um den ton zu unterbrechen.

    Was das Problem mit dem Ton kommt zu spät angeht....also ich leg die zunge ansblatt und während ich reinpuste lass ich los, dann kommt er knackiger wie wenn ich einfach reinblas. Aber ob das die richtige Lösung ist?

    Mich würden paar Tipps hier auch interessieren...


    Wenn wir schon dabei sind, wie geht denn die Doppelzunge? Da steht in Erklärungen immer ta - ka -ta -ka. Aber wo ist der Unterschied zwischen ta und ka? kann mir das jemand erklären?^^


    Edit: Hab auch selber mal son Beitrag eröffnet, hier gucken: ^^ https://www.musiker-board.de/vb/sax/238147-staccato-bei-sax-mit-zunge-wenig-puste.html
     
  3. .birgit.

    .birgit. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.07.08   #3
    zu deiner frage mit der doppelzunge .. ich habs zwar noch net am sax ausprobiert , dafür auf der trompete .
    der unterschied ist , das TA kommt mit dem zungenanstoss und das KA kommt von der kehle raus [ oder wie ich sagen soll : P ]
    also im prinzip eh wie dus sprichst ; )
    das hat den vorteil , dass du eben nicht jeden anstoss mit der zunge machen musst und sie so etwas entlastest .

    aber wie gesagt , habs nur auf der trompete gespielt , am sax is mir das auch noch schleierhaft wie das mim zunge anstossen geht . gg
    aber der thread den du aufgemacht hast, is sicher eine gute hilfe : )))
     
  4. franziw

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    Erstellt: 25.07.08   #4
    das mit dem hals zumachen is ne blöde kopfsache... kenn ich auch ^^
    da muss man sich imho erstmal auf luftführung, blastechnik und halsstellung an sich konzentrieren. die luftführung darf NIE abreißen, die halsstellung darf nicht zu verkrampft sein und nie "zuklappen" und die blastechnik - naja, die ergibt sich ja dann aus allem zusammen :D
    das alles übt man am besten mit ganz normalen basic-sachen, da gibts einiges, was man machen kann:
    - beim spielen Ö denken um den hals auf zu bekommen. oder ein tiefes englisches "saw" - funktioniert imho noch besser ^^
    - lange und laute töne aushalten, um sich einfach wieder an das blasgefühl zu gewöhnen. und wieder zu merken, was da alles duch geht durch so ne kanne.
    - dann einfach nur mit mundstück und/oder s-bogen spielen. erstmal töne aushalten. und irgendwann nen luftballon über den s-bogen (mit mpc ;) ) spannen und den eben aufblasen. hilft auch wieder dabei, das blasgefühl zu regenerieren und sich wieder neu drauf einzustellen.
    - dann - und das is meiner meinung nach die effektivste möglichkeit - macht mein lehrer mit mir immer folgendes:
    ich hab das sax um und geb nur luft. er greift die töne. dh ich muss mich ausschließlich auf luft und blasgefühl konzentrieren. er macht den rest.

    die ganzen übungen einfach ganz oft machen und irgendwann automatisiert sich dann das blasgefühl und die luftführung.
    dann macht die luft auch keine probleme mehr beim anstoßen :)

    lg, franzi
     
  5. Freelancer

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    Erstellt: 26.07.08   #5
    @Franzi: Hä? das scheint mir aber echt umständlich. Für mich sind das zwei baustellen.

    Hier eine sehr gute Übung zur Artikulation. Selbst für fortgeschrittene ist das noch ganz sinnvoll, da man diese Übung echt auf Tempo treiben kann. Eignet sich aber auch für den Anfänger ideal, um mal den dreh mit der Zunge hinzubekommen.

    Einfach einen Ton immer wieder hintereinander anstoßen aber mit folgenden Rhythmus.
    ||: x xx x xx | xx xx xx xx :|| (ist klar das das 4tel und 8tel sind, fortgeschrittene sollten dass natürlich als 8tel und 16tel interpretieren)

    Bitte diese Übungen mit Metronom machen. Man kann den schwerpunkt auf Stakato stezen oder weiches anstoßen. UND NATÜRLICH muß man hier auf einen kontinuierlichen Luftstrom dabei achten.
    Man sollte zwar die Übungen auf einem Ton machen, aber es muß ja nicht immer der gleiche sein.

    Doppelzunge. Hier wechseln sich (wie schon erwähnt) Zungenstoß (Tö) mit Rachenschluß (köh) ab.
    Das muß langsam angefangen werden und dann im Tempo gesteigert werden. Dies macht echt nur Sinn bei sehr schnellen Wiederholungen.

    Soundübungen und richtiger Ansatz sowie Atemtechnik usw. sollten mit Longtones geübt werden. Aber bitte nicht nur reintuten. Legt bei jedem Ton den Schwerpunkt auf einen anderen Aspekt, man kann nicht immer an alles denken.
    Forgeschrittene sollten Longtones mit Obertonübungen und INtonationsübungen verbinden. Ich mache sie auch, sollte sie aber noch regelmäßiger machen.
     
  6. franziw

    franziw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.07.08   #6
    @ freelancer:
    wieso umständlich? und wieso verschiedene baustellen?
    die frage hieß ja nicht: 'wie bekomme ich meine zunge fit und wie übe ich richtig zu artikulieren?'
    sie war ja eher auf die luft ausgerichtet, die nicht fließt und abbricht. die beschriebenen übungen helfen da meiner meinung nach.

    wenn die luft nicht fließt und ständig abbricht beim anstoßen, dann muss man eben an der "lufteinstellung", dem luftstrom und dem blasgefühl arbeiten. und ich hab das so gemacht, wie beschrieben. mir hats geholfen, weil sich eben wie schon gesagt mit der zeit alles automatisiert. dann passts.

    allerdings muss jeder selber wissen, wie er das macht. war nur n vorschlag ;)

    lg, franzi
     
  7. TigerTatziKatzi

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    Erstellt: 27.07.08   #7
    was für ein toller Zufall, hab vorhin wieder ausgiebig Saxophon geübt und mich wieder darüber aufgeregt, dass mein Staccato einfach sch... langsam nur geht.

    Wie schnell könnt ihr denn z.B. 16tel spielen nur mit dem Ta?
    Und wie schnell mit TaKa?

    Also Ta ist mit Zunge, Ka irgendwie Hals zu?
     
  8. Saxofreak88

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    Erstellt: 27.07.08   #8
    Kommt drauf an ... wenn du Übungen wie oben auf einem Ton machst,
    ist das wesentlich einfacher als es in Läufen zu machen o.Ä., weil du
    da nicht nur Luftstrom und Zunge kontrollieren musst, sondern diese
    Sachen auch noch mit deinen Fingern synchronisieren musst.
    Ich denk, so 110-120 geht einigermaßen sauber in Läufen.

    Ich benutz meist keine Doppelzunge, irgendwie funktioniert das auf dem
    Sax nicht so sauber wie z.b. beim Blech ^^ aber sag doch mal ein "ka".
    Dann entsteht der "k"-Laut eher hinten im Rachen und der "a"-Laut im
    eigentlichen Mundraum und um ersteren geht es bei der Doppelzunge
    meines Wissens.
     
  9. Freelancer

    Freelancer Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.08   #9
    Un wie stehts mit ner ordentlichen Jazzphrasierung?
     
  10. tantrix

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    Erstellt: 29.07.08   #10
    Der Stoßtechnik kommt eine große Bedeutung zu. Ist allerdings leichter theoretisch erklärt als getan.
    Das Qualitätskriterium ist es ein wundervoller weicher Anstoß. Da unterscheiden sich die Geister - jedenfalls bei Posaunisten.
    Grundsätzlich ist das nicht viel. Da gibt es Ta, Da, und Ha. Das mit Doppel- und Trippelzunge lassen wir mal aussen vor. Man kann diese Stöße auch kombinieren und unterschiedlich akzentuieren.
    Sowohl bei Übung, bzw. im Spiel gelten die üblichen musikalischen Begriffe wie Legato, Marcato (hat was mit "markieren" zu tun), Staccato, Portato etc. Dies ist Instrumentunabhängig. Ich schlage erstmal vor: die Luft strömen lassen und die Zunge einbauen. Ist auch eine Bewußtseinsübung. Bei Geigern hört man ein leichtes Plop (je häufiger desto besser), wenn Strich und Fingerdruck exact aufeinandertreffen.
    Ein Besonderheit ist der Stoß, den mein Prof. immer Spezialstoß nannte. Er kommt in der alten Musik vor (ein Portato). Auf diesen Stoß hat er immer sehr viel Wert gelegt und ich muss ihm heute recht geben. Aber auch ein Boogie Woogie Thema kann man so üben. Ich habe da einen Boogie von Tommy Dorsey, wo genau das Orchester diesen Stoß macht. Tommy sowiso und mehr. Er spielt schließlich eine excellente Kantilene. Ich denke, Saxer sollten das auch können und können das auch oder ich habe mich verhört.
     
  11. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.08   #11
    War das an mich gerichtet ? Wenn ja, was meinst damit ? Doppelzunge im Jazz ?

    @tantrix: Klar, "geht" das auf m Sax schon ... Ich find, es ist nur nicht
    dasselbe wie bei einem Blechinstrument, schon allein, weil du dein MPC
    im Mund hast und damit dort schonmal weniger Platz zum Arbeiten.
    Der Unterschied zwischen einfachem Stoß und Doppelzunge ist deutlicher
    zu hören als beim Blech ... wenn du meine Erfahrungen und Kenntnisse
    allerdings widerlegen willst, dann mach das ! :great: Ich lern gern dazu =)
     
  12. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.08   #12
    @saxo
    wo sollte ich was widerlegen?
    Jedes Instrument hat seine Schwierigkeiten, und davon will der Hörer wenig wissen.
    Wenn ich ein gutes Sax höre ist das Seelenmassage. Woher derjenige das hat und wie man es hinkriegt interessiert mich nicht. Das macht mal schön unter euch aus.
     
  13. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.07.08   #13
    Aso ^^ Hat sich so angehört, als wüsstest du ne spezielle Technik,
    mit der sich auch auf'm Sax die Doppelzunge "gut" anhört ...
     
  14. wiesenforce

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    Erstellt: 30.07.08   #14
    Also mein Lehrer hat mich immer Trckenübungen machen lassen. das ist im Prinzip Saxophonspielen ohne ein Saxophon im Mund. Dabei immer schön die Luft rauslassen. Da merkt man einfacher, wie die Luft unterbricht..

    ich glaube das hilft..
     
  15. TigerTatziKatzi

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    Erstellt: 30.07.08   #15
    @wiesenforce: das stimmt...manchmal mach ich das auch zwischen durch, wenn ich mir net sicher bin ob die luft überhaupt noch gleichmäßig fließt.

    Was mein staccato angeht: ich übs jetzt langsam mit metronom und steiger es jeden tag ein bisschen...auch wenn ich mir immer noch wie ein hoffnungsloser fall vorkomme...
     
  16. Saxofreak88

    Saxofreak88 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 31.07.08   #16
    bist du sicher nicht, du musst es nur langsam üben ...
    wie jeder andere auch ;)
     
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