Gesangs-Töne treffen und halten können, ohne Unterricht?

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TwistAndShout
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ich hab das Problem, dass ich gerne singen würde, nur leider keine Töne treffe und wenn dann doch mal diese nciht halten kann.

Gibts irgendwelche Sachen, die man auch ohne Gesangsunterricht lernen kann?

Ziel ist nciht ein bombensänger zu werden, sondern einfach nur so singen zu können, dass man es gut anhören kann, falls ich mal mit meinen Songs einen Gig haben sollte.

Schon mal vielen Dank im Voraus :'D
 
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Du könntest dir zunächst mal ein Programm aus den Internet suchen, das anzeigt, welche Höhe ein ins Mikrophon gesungener Ton hat, also einen Software-Tuner. "Syaku" ist kostenlos und völlig ausreichend dafür - eigentlich für Flöten gedacht aber es funktioniert auch mit Stimme. Ein chromatischer Tuner - z.B. Korg CA 30 oder Seiko SAT 500 geht natürlich auch, kostet aber Geld (unter 20 Euro).

Dann suchst du dir einen Grundton, z.B. C, der sich bequem singen läßt. Von da aus singst du langsam die Dur-Tonleiter hoch und runter und überprüfst immer mit dem Tuner. Bitte immer einigermaßen laut singen. Wenn es dir peinlich ist, mußt du da üben, wo es niemand hört. Wenn du zu leise singst, machst du deine Stimme kaputt und lernst es trotzdem nicht richtig. Suche dir einen Klang, in dem es dir einfach fällt, einen großen Tonumfang zu erreichen, ohne den Klang ändern zu müssen, und bleib dabei. Nicht jeder hat eine vollklingende Säuferstimme und die braucht man auch nicht unbedingt.

Übung 1 (wie oben beschrieben):

C D E F G A H C' H A G F E D C H_ A_ G_ F_ E_ D_ C_ D_ E_ F_ G_ A_ H_ C (C_ ist eine Oktave tiefer, C' eine höher)
Drei Oktaven ist ein netter Tonumfang für die Stimme, du kannst das natürlich reduzieren. Erstmal ist es wichtiger, die Töne, die du bequem erreichst, sauber zu intonieren. Das bedeutet, daß du den Ton sauber triffst und in der Tonhöhe nicht groß schwankst. Vermutlich erweitert sich dein Stimmumfang im Laufe der Zeit.

Ab jetzt benutzt du den Tuner nur noch für den Grundton, am besten hast du ein Instrument dabei, zu dem du singen kannst, denn die Töne, wie sie ein Tuner vorgibt, werden so nicht gesungen, sie werden so intoniert, daß sie zum Umfeld passen.

Übung 2 - jetzt in kurzen Tonfolgen
CD DE EF FG GA AH HC' C'H HA etc.

Übung 3
CDE DEF EFG usw.

Übung 4
CDEF DEFG EFGA FGAH etc.

Und so weiter, bis zu acht Tönen.

eine andere Übung:

CEDE DFEF EGFG usw.
und
CFE DGF EAG etc. (abwärts rückwärts, also E'HC' D'AH C'GA usw.)

Du kannst dir auch selbst neue Übungen ausdenken.

Tempo ist nicht wichtig, achte darauf, die Töne zu halten und nicht außer Atem zu kommen. Atem ist das A und O beim Gesang. Ein Lehrer ist die beste Möglichkeit, das richtig zu lernen.

Statt direkt Gesangunterricht zu nehmen, kannst du dich auch in den umliegenden Kirchen erkundigen, ob es dort Chöre gibt, bei denen du mitsingen kannst. Es klingt für viele sehr seltsam, in einem Kirchenchor zu singen aber dort lernt man eine Menge und du brauchst es ja keinem zu erzählen :D Ein guter Kantor macht auch Atemübungen, erklärt, worauf man achten muß und so weiter. Es macht übrigens auch viel Spaß - selber singen ist ganz anders als zuhören zu müssen!
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn Du hörst, dass Du falsch singst, dann ist der wichtigste Schritt doch gemacht. ;)

Der Tipp von Guendola mit dem Chor ist auch nicht schlecht. Kontakt zu einem Stimmbildner, erfahrenen Chorleiter oder aber auch versierten Chorsängern lässt dich das Ganze mit anderen Augen sehen.

Ansonsten bleibt üben. Mach einfach die Tür zu und übe. Wenn Du dich dabei noch aufnimmst umso besser. Hinterher hört sich nämlich alles nochmals anders an. :redface:
 
C D E F G A H C' H A G F E D C H_ A_ G_ F_ E_ D_ C_ D_ E_ F_ G_ A_ H_ C (C_ ist eine Oktave tiefer, C' eine höher)
Drei Oktaven ist ein netter Tonumfang für die Stimme, du kannst das natürlich reduzieren.

*Schmunzel* - Deine Übung erstreckt sich hier aber auch nur über drei Oktaven, weil du die kleine Oktave einfach auslässt. 3 verschiedene C's in einer Übung (Auch so, wie du sie beschrieben hast) bedeuten zwei Oktaven - und das ist für eine ungebildete Stimme oft schon viel zu viel.
 
...bedeuten zwei Oktaven - und das ist für eine ungebildete Stimme oft schon viel zu viel.

Natürlich ist das viel, aber so hat er jedenfalls freie Auswahl. Es könnte ja Leute geben, die "CDEFGAHC" lesen, sich mit dem tiefen C abquälen und eigentlich bis zu nächsten A singen könnten ;) .
 
@TwistAndShout
Auch das mit den Tönen halten kann man üben. Ich kann zwar singen, habe aber länger nix gemacht und hatte neulich das Problem, dass ich keine Töne halten konnte. Auch da hilft Übung. Nimm dir aber nicht zuviel vor, à la "ich will diesen Ton jetzt 20 Sekunden halten" oder "tiiiiiieeeef einatmen". Das setzt den Brustkorb unter Druck und du kannst die Atmung nicht gut kontrollieren. Langsam anfangen und wenn du merkst, dass es besser wird, ein Stückchen weitergehen :)
 
Ich hab bei Anfängern die Erfahrung gemacht, dass man schon mit kleinen Tipps viel erreichen kann.. Angefangen damit, den Mund wirklich weit aufzumachen, auch wenns blöd aussieht, oder bewusst mit dem Zwergfell zu atmen. Werde Dir des Sprachrohrs in Dir bewusst ;)
Ich empfehle übrigens den Schulchor, falls man mit Kirche nicht so viel am Hut hat. Hab sämtliche Technik auch ausschließlich dadurch erworben und bis heute noch in mir...
 
Richtiges Atmen kann durchaus weiterhelfen. Anfänger neigen dazu, in die Brust zu atmen. Am Besten ist es, wenn du übst, in den Bauch zu atmen. Erstmal ohne dabei Töne zu singen. Eine gute Übung dafür ist es, sich auf den Boden zu legen und sich 2-3 Bücher auf den Bauch zu legen. (Drei Reklamhefte reichen hier nicht, drei Bände vom Brockhaus sind zu viel, am einfachsten funktioniert es mit etwas größeren, aber nicht ganz so dicken Büchern, zur Not reicht auch ein großes Wörterbuch) Wenn die Bücher dann auf dem Bauch liegen, fällt es einfach zu kontrollieren, ob man wirklich dorthin atmet, wohin man atmen möchte. Langsam einatmen - die Bücher sollten nun langsam nach oben kommen - dann langsam ausatmen und die Bücher wieder runterlassen. Bewegen sich die Bücher (und demnach auch die Bauchdecke) in die jeweils andere Richtung, atmest du in die Brust. ;-)
So kannst du deine Atmung trainieren und demnach auch länger Töne halten.

Was das Treffen der Töne angeht... Ich würde tatsächlich auch die Variante mit dem Chor empfehlen. Allerdings solltest du da auch darauf achten, auf welchem Niveau der Chor singt. Kirchenchöre sind für Anfänger gut geeignet, der Unichor hier bei uns zum Beispiel nicht.
Auch normale Kirchenbesuche können helfen, die Kirchenlieder sind alle sehr einfach, weil ja jeder mitsingen soll, und der Kantor spielt die Melodie immer laut auf der Orgel mit. Und selbst wenn du noch so laut mitsingst, es hört dich eh keiner. ;-) Ist aber Geschmackssache... ;-)
 
Guendola

wie heist der program weil ich finde den nicht
kanst du mir noch mal sagen bitte

weil Software-Tuner habe ich gesucht aber nicht gefunden
 
Hallo kostel,

Guendola ist seit Anfang 2011 nicht mehr online gewesen. Außerdem schrieb sie:
"Syaku" ist kostenlos und völlig ausreichend dafür - eigentlich für Flöten gedacht aber es funktioniert auch mit Stimme. Ein chromatischer Tuner - z.B. Korg CA 30 oder Seiko SAT 500 geht natürlich auch, kostet aber Geld (unter 20 Euro).
Was hier auch oft vorgeschlagen wurde ist das Programm Earmaster.
 
also das kann man nicht kostenlos runter laden oder wie
 
Genau. Der Gerät (Earmaster) ist kostenpflichtig!! :)
 
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