Ton (Gesang) sehr dumpf - Mikrofon (Shure SM58) schuld?!

F
Fappie
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
24.05.22
Registriert
28.04.14
Beiträge
35
Kekse
0
Hallo Leute!

Also ich habe ein echtes Problem mit meinem Setup.
Und zwar bekomme ich es nicht hin, dass meine Stimme natürlich/klar klingt.

Ich gehe mit dem Shure SM58 in den MIC Eingang vom Mischpult (Behringer Xenyx X1222USB) und höre mit In Ear Monitoren (KBEar KB06) vom Kopfhöhrerausgang ab.

Ja, das Behringer MP ist nicht das Goldene vom Ei und ich erwarte keine Wunder, aber das Klavier geht auch durch und hört sich super klar an - genauso wie die Gitarre, oder wenn ich über USB Musik einspiele.

Auch die In Ears mögen zwar spott-billig sein, aber sie sind mit Abstand die besten Kopfhöhrer die ich je hatte - so eine klare und präzise Tonwiedergabe hatte ich bisher noch nie - ich habe sie zwar nur fürs Musik machen gekauft, verwende sie aber jetzt auch regelmäßig um Musik zu hören. - kann ich also auch als Fehlerquelle ausschließen.

Einzig das Mikro will offenbar nicht ... seit ich die In Ears habe, merke ich erst so wirklich wie unglaublich gedämpft der Gesang ist - am EQ die Höhen etwas rauf, Mitten und Bass runter und sowieso ein Bisschen Kompression, schaffen kaum Abhilfe - so wird es gerade einmal erträglich. Aber wenn ich die In Ears raus nehme und so singe, ist es fast als würde ich Schaumstoff-Ohrstöpsel rausnehmen - nur um den Unterschied zwischen Live Gesang und dem übers Mikrofon zu verdeutlichen.
Eingestellt ist der Gain so, dass die Set Level Lampe beim Singen hin und wieder aufeuchtet

Das trifft wie gesagt NUR auf den Gesang zu - Klavier, Gitarre, Laptop, die alle übers Mischpult laufen, hören sich vollkommen normal an.

Ach ja - ich bin beim Singen sehr nah am Mikrofon dran (wie es sich gehört) - mit jedem cm Abstand verdoppelt sich gefühlt der "Dumpfheits-Faktor". Dazu kommt, dass ich dadurch immer anfange viel zu laut zu singen, um noch irgendein Volumen reinzubekommen...


Das heißt:
1. entweder das Mikro ist scheiße ... dabei wird es von allen Seiten immer gelobt
2. der Vorverstärker vom Behringer ist grottenschlecht (würde mich wundern, weil ich annehme dass er am selbe Niveau sein sollte wie der Rest des Pults, das ich als "schwer okay" einstufen würde)
3. Das XLR Kabel ist mies .. ist es auch - aber es ist keine 2m lang. Habe auch alle Lötstellen gecheckt ... keine Ahnung ob es bei 2m Länge überhaut irgendeinen merklichen Einfluss haben kann... (gleiches Kabel hängt auch ohne Probleme am Klavier und am Effektgerät der Gitarre)


Ist das Shure SM 58 wirklich so mies?! Was könnten noch für Fehlerquellen möglich sein?

Danke schonmal für eure Tipps


Ach ja - Musik ist für mich "nur" ein Hobby - also bitte nicht 15.000€ Mikro/Vorverstärker/Mischpult Kominationen als Problemlösung vorschlagen xD
 
Eigenschaft
 
hmm... da bietet sich doch zuerst einmal das Ausschlußverfahren an. Anderes Mikro, anderes Interface, anderes Kabel testen. Wenn sich da im Bekanntenkreis nix findet, kann man ja auch mal ein paar Mikros "zur Anprobe" bestellen und bei Nichtgefallen zurücksenden. Grundsätzlich nicht schön, aber manchmal eben doch notwendig. Gerade jetzt, wo man nicht vor Ort testen kann, geht es ja nicht anders.

keep on singin`
 
Wie alt ist das Mikro? Kann es sein dass der Windschutz unter dem Korb einfach hoffnungslos verdreckt ist?
Ach ja - ich bin beim Singen sehr nah am Mikrofon dran (wie es sich gehört) - mit jedem cm Abstand verdoppelt sich gefühlt der "Dumpfheits-Faktor".
Das ist komisch. Das Mikro hat einen ausgeprägten Nahbesprechungseffekt, die Bassanteile werden also deutlich mehr, wenn man das Mikro sehr nah bespricht. Mit steigerndem Abstand sollten die Bassanteile eigentlich deutlich abnehmen.
kannst du eventuell vergleichende Aufnahmen machen und hier einstellen?
Ist das Shure SM 58 wirklich so mies?!
Da werden jetzt wohl einige spontan JA!!!! sagen;-) Allerdings finde ich dass es besser ist als der, vor allem in unseren Breiten, angedichtete Ruf. Aber das kann jetzt wieder in eine sehr emotional geführte Diskussion pro und contra SM58 führen.

aber eins bleibt unbestritten, es handelt sich hier um ein phänomen, das nicht normal für das SM58 ist.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo,

...stell' doch mal ein kurzes Stück Aufnahme von Deinem Gesang ein, damit wir mal ungefähr eine Vorstellung bekommen. Das SM58 ist zwar ein Bühnenmikro und hat dort seine Meriten, aber trotzdem sollte mehr als "dumpf" klingender Gesang möglich sein. Ansonsten Ausschlußverfahren, wie von punkadiddle beschrieben. Erstmal anderes Kabel. Besser - ja/nein? Falls ja, Fehler gefunden. Falls nein: Anderes Mikro (vielleicht im Bekanntenkreis leihen). Besser - ja/nein? Falls im Bekanntenkreis ein Interface vorhanden: Geh mal mit Deinem Mic dorthin und probiere es dort aus. So müßtest Du die Sache eingrenzen können...

Viele Grüße
Klaus

EDIT: Da war der Kollege schneller :D Und, nein, auch ich will keine Diskussion pro und contra SM58 lostreten... :D
 
Da werden jetzt wohl einige spontan JA!!!! sagen;-) Allerdings finde ich dass es besser ist als der, vor allem in unseren Breiten, angedichtete Ruf. Aber das kann jetzt wieder in eine sehr emotional geführte Diskussion pro und contra SM58 führen.
Da fühl ich mich direkt ertappt :engel: Ich würde das SM58 als eher dumpf und unklar bezeichnen, aber es gibt zahllose Livekonzerte auf Youtube zu sehen, wo auch ohne komplizierte Eingriffe mit digitaler Technik ein guter Klang bei rauskommt. Möglich ist es also. Ich denke zwar, dass ein anderes Mikro leichter zum Erfolg führen könnte, aber erstmal sollten wir feststellen, ob vielleicht nicht doch ein lösbares Problem vorliegt. Die Vorposter haben ja schon Vorschläge gemacht.

Du hast nicht genau gesagt, was "sehr nah dran" bedeutet, aber bei Lippenkontakt wird das SM58 meiner Erfahrung nach tatsächlich dumpf und unschön. Geht man zwei, drei Zentimeter weg, ändert sich direkt was.

Da du ja die nötig Technik für Aufnahmen hast, magst du mal eine reinstellen, wo du mit unterschiedlichen Abständen ins Mikro singst oder sprichst?
 
am EQ die Höhen etwas rauf, Mitten und Bass runter und sowieso ein Bisschen Kompression,
Höhen “etwas“ rauf könnte zu wenig sein. Ich setze das SM58 bei uns in der Gemeinde ziemlich oft ein, vor allem bei Sängern/Sängerinnen mit starken S-Lauten. Es kann bei entsprechend hoher Anhebung trotzdem genug Höhen bringen.
Natürlich hat dein Mischpult nicht so viele Möglichkeiten, aber ganz dumpf sollte es nicht klingen.

Kann es sein dass der Windschutz unter dem Korb einfach hoffnungslos verdreckt ist?
Da würde ich als erstes ansetzen und mal den Kopf abschrauben und dann durch einen Windschutz, oder eine Feinstrumpfhose ohne Kopf den Sound aufnehmen.
Falls alles nix bringt, kann ein anderes Mikrofon hier schon die Sonne aufgehen lassen.
Dann bestell dir mal ein Audio Technica AT2010. Das ist nicht teuer, hat aber einen sensationellen Sound!
Ich liebe es und nutze es für mich und auch einige andere Sänger/Sängerinnen nutzen es bei uns in der Gemeinde. Da muss der Equalizer kaum verändert werden, was in deinem Fall des eingeschränkteren Equalizers deutlich helfen könnte.
Review AT2010
 
  • Interessant
Reaktionen: 1 Benutzer
Hi :hat:

Auch die In Ears mögen zwar spott-billig sein, aber sie sind mit Abstand die besten Kopfhöhrer die ich je hatte
Also ich hab ein klein wenig den Eindruck, dass vielleicht das Monitoring in Verbindung mit gleichzeitigem Singen zu einer verzerrten Wahrnehmung führt. Man hört sich ja nicht nur über Kopfhörer, sondern auch das Live Signal, was direkt von den Stimmbändern im innern des Schädels zum Trommelfell gelangt. Darum hört sich bei vielen Sängern die eigene Stimme in einer Aufnahme auch fremd an, ganz einfach weil in der Aufnahme diese Übertragung im Schädel fehlt, und ausnahmsweise mal nur "von aussen" gehört wird.

Warum ich ein technisches Problem ausschliesse?
Das trifft wie gesagt NUR auf den Gesang zu - Klavier, Gitarre, Laptop, die alle übers Mischpult laufen, hören sich vollkommen normal an.
Ein Mikrofon kann nicht unterscheiden zwischen Gesang und anderen Schallquellen. Für das Mikrofon ist das einfach nur Schall, egal was es für eine Quelle ist.

Von da her, wie schon genannt: Ein Klangbeispiel wäre hilfreich. Vielleicht eine Gesangs- UND eine Klavieraufnahme, damit wir vergleichen können.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Potentiell möglich, dass du womöglich auch eine falsche Erwartungshaltung am Sound des SM58 hast.
Und zwar bekomme ich es nicht hin, dass meine Stimme natürlich/klar klingt.
Das SM58 ist nun einmal ein (legendäres) Bühnenmik und auch kein fein zeichnender Studio-Kondensator.
Bühnenmiks müssen mit anderen Erfordernissen auf der Bühne klar kommen (u.a. Schalldruck, Feedbacks usw) und ihre Unempfindlichkeiten werden u.a. durch ihren Frequenzgang gelöst, bzw. sie klingen in der Regel etwas dumpfer und nicht so linear wie die empfindlichen Kondensatoren, die man üblicherweise für Gesangsaufnahmen im Studio benutzt.
Auch der ungekonnte Umgang mit Miks trägt nun nicht gerade selten zu schlechteren Ergebnissen im Sound bei, obwohl die Miks in ihrer Natur besseren Sound liefern.
Ach ja - ich bin beim Singen sehr nah am Mikrofon dran (wie es sich gehört)
Es ist natürlich vom Song, der Dynamik und der Gesangsstimme/Timbre/Voluminösität abhängig, ob näher ran (wenn leiser) oder weiter weg (wenn lauter) getreten wird.
Wer aber immer nur im Abstand von 0,2 cm in die Kapsel und wie an einer Eistüte sabbert, der hat nun mal ein permanent betonteren Bass und ein dumpferes Klangbild auf Kosten der Sprachverständlichkeit und helleren Mitten des SM58. Da kannst post-edit noch soviel Höhen reindrehen, du bekommst den Soundeindruck "als würde man ein Kissen vorhalten" so nicht weg und haust noch Rauschen hinzu.
Bei einem Abstand von ca.15 cm hat man das an sich eigentlich ausgewogenste Klangbild beim SM58, ist unter Live-Bedingungen mitunter aber auch schon einen Schritt zu weit weg.
Inwieweit hinsichtlich Laustärken, Feedback usw. der ideale Abstand und Ausrichtung auf Soundqualität und der eigenen Stimme getroffen werden kann, muss man mal mit Basisabständen von 5-15 cm ausprobieren und wie sich der Sound verhält, wenn man mal wirklich ab und zu den Korb knutscht.
Ist das Shure SM 58 wirklich so mies?! Was könnten noch für Fehlerquellen möglich sein?
Welches Mik das Beste für einen ist, ist nun mal auch stark von der eigenen Stimme, Vorhaben und auch von der Musik/Situation (Live?) abhängig.
Ein z.B. jazziger Crooner ist mit einem anderen Mik besser bedient als ein rockiger Shouter.
Auch die Wahl der Pre-Amps spielt mitunter ein Rolle, ob es mehr punchy oder laissez faire geht.
Insgesamt kann man nicht pauschalisieren, ob ein Mik mies ist.
Man kann höchstens zum Schluss kommen, dass ein Mikro für die Situation und einen selbst nicht geeignet wäre oder damit eben nicht verstanden wird, effizient umzugehen.

Die SM58 sind eigentlich ziemlich robust und wie ein Panzer gebaut und daher auch sehr unverwüstlich.
Dennoch kann es selbstverständlich sein, dass dein Mik vlt. auch einfach nur defekt ist- oder ein Teil im Glied der Kette, wie @punkadiddle durch Ausschlussverfahren zu eruieren vorschlägt, ob etwas nicht das hergibt was es hergeben sollte.

Das trifft wie gesagt NUR auf den Gesang zu - Klavier, Gitarre, Laptop, die alle übers Mischpult laufen, hören sich vollkommen normal an.
Anderer Schalldruck, andere Transienten, andere Präsenzen.
Wenn du vergleichsweise zum "0,2cm Gesangsabstand" das Mikro ins Schallloch der Gitarre oder in den Resonanzboden des Klaviers legen würdest, dann klänge das auch alles ziemlich dumpf.
 
Zuletzt bearbeitet:
oh wow - ich hatte jetzt gar nicht mit so vielen Antworten gerechnet!

Anderes Mikro, anderes Interface, anderes Kabel testen
Außer ein anderes Kabel - bzw das gleiche Kabel aber in verschiedenen Längen - kann ich leider nichts wirklich austauschen. Und ein Mikro kaufen und wahrscheinlich wieder zurückschicken kommt mir etwas assozial vor - da will ich vorher definitiv alles ndere ausschließen.

Wie alt ist das Mikro? Kann es sein dass der Windschutz unter dem Korb einfach hoffnungslos verdreckt ist?
Hab ich bereits gecheckt - auch ohne Korb ist es das Selbe ... aber -
Das Mikro hat einen ausgeprägten Nahbesprechungseffekt, die Bassanteile werden also deutlich mehr, wenn man das Mikro sehr nah bespricht. Mit steigerndem Abstand sollten die Bassanteile eigentlich deutlich abnehmen.
vielleicht ist das ein Faktor ... möglicherweise vertausche ich gefühlt "Dumpfheit" mit weniger Lautstärke... dachte immer dass man möglichst nah dran sein sollte und habe es dementsprechend eingestellt 🤔

Anderes Mikro (vielleicht im Bekanntenkreis leihen). Besser - ja/nein? Falls im Bekanntenkreis ein Interface vorhanden
traurig aber wahr - ich bin der einzige im Bekannten-/Freundeskreis, der irgendwas mit Musik machen am Hut hat ... und wie gesagt - ich mag es echt nicht sachen zu kaufen, wo ich weiß, dass sie wahrscheinlich wieder zurück gehen :/

Höhen “etwas“ rauf könnte zu wenig sein.
Wenn ich die höhen zu viel anhebe, klingt es irgendwie "falsch" ... vielleicht kann man es blechern nennen.

Also ich hab ein klein wenig den Eindruck, dass vielleicht das Monitoring in Verbindung mit gleichzeitigem Singen zu einer verzerrten Wahrnehmung führt. Man hört sich ja nicht nur über Kopfhörer, sondern auch das Live Signal, was direkt von den Stimmbändern im innern des Schädels zum Trommelfell gelangt.
Das könnte auch ein Faktor sein - ich versuche die In Ears immer möglichst leise zu lassen, weil ich mir noch etwas unsicher bin, wie laut ich sie stellen kann ohne irgendwelche Schäden davonzutragen ... bisher hatte ich das Gefühl dass ich trotz niedriger Lautstärke deutlich mehr höre als vorher. Bei den alten offenen Kopfhörern habe ich halt oft so laut drehen "müssen" dass ich nachher gemerkt habe, dass es zu laut war ... aber leiser ging nicht, wenn ich alles hören wollte...

Ein Mikrofon kann nicht unterscheiden zwischen Gesang und anderen Schallquellen. Für das Mikrofon ist das einfach nur Schall, egal was es für eine Quelle ist.
das ist mir schon klar - ich meinte, dass ich mit dem (elektronischen) Klavier bzw dem Effektgerät der Gitarre direkt in den Line In Eingang vom Pult gehe, und sich da alles super anhört ;)

muss man mal mit Basisabständen von 5-15 cm ausprobieren
ich dachte ebe immer, das wäre für diese Art von Mikrofon viel zu weit... habe mich wohl geirrt


Das mit dem Aufnehmen und hier hochladen ist halt so eine Sache ... es ist mir einfach furchtbar unangenehm, weil ich erst vor einem Jahr angefangen habe zu singen und dementsprechend schlecht bin xD ... ABER - mir wurde schon bestätigt, dass ich mich live 1000x mal besser anhöre als wenn ich was (mit dem Setup) aufnehme


Also ich werde einmal Probieren:

1. Nochmal den Korb reinigen
2. Mehr Abstand und dementsprechend neu einstellen
3. Aufnehmen und anhören ... ob es an den In Ears liegt
3.1. ich habe noch ein billiges USB Mikrofon (Fame Studio CU2) das ich eigentlich nur für Videochats verwende - mal hören ob es da Unterschiede gibt
4. viellech einmal ein gutes Kabel kaufen - wäre wohl sowieso eine vernünftige Investition
 
Den Korb kann man nicht reinigen - es wird der Schaumstoffeinsatz ausgetauscht.
(das ist spezieller Akustik-Schaumstoff, kein „Packmaterial“)
Du würdest den Unterschied aber direkt hören, wenn du es ohne Korb aus etwa 10cm Abstand besprichst. Die ggf entstehenden Popp-Laute ignoriert man dann, da es nur um den Klang geht.

Selbst billig-Kabel sind nicht so schlecht, dass sie den von dir beschriebenen Effekt auslösen. Es sei denn, dass irgendwo ein mechanischer Fehler besteht, zB Kurzschluss mit der Abschirmung oder eine feine Brücke durch schlechtes Löten.

Nicht zu vergessen: woher stammt das Mikro ? Neu oder gebraucht gekauft ?
Böse Falle: es gibt unzählige Fälschungen des SM58, die äusserlich praktisch nicht vom Original zu unterscheiden sind.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
... über den Umtausch bei einem großen Händler würde ich mir wenig Gedanken machen , das müssen die eben tragen wenn sie mit ihren Preisen den lokalen Händlern die Kundschaft wegnehmen . Und sie bieten das ja auch extra an , finde ich okay .
Wenn ich vor Ort beim kleinen Händler was kaufe sehe ich das anders .

Wir kämpfen auch noch mit dem SM 58 , die ideale Lösung bei Aufnahmen ist noch nicht gefunden , deswegen verfolge ich das hier mal .
Benutzt du ein Stativ oder Freihand ?
 
alt ist das Mikro? Kann es sein dass der Windschutz unter dem Korb einfach hoffnungslos verdreckt ist?
Auch mein erster Gedanke
phänomen, das nicht normal für das SM58 ist.
sehe ich auch so

Ich empfehle dir, so die Reinigung nichts bringt, deinen Abstand zu erhöhen und mit dem PreAmp auszugleichen . Die genannten 10-15cm sollten schon drin sein.Evtl.ist das Hörempfinden zunächst ungewohnt da du scheinbar mehr Raum und weniger Wums auf dem MIC hast allerdings wirst du sicher einen enormen Sprung im Frequenzspektrum erfahren.
Dicker, wenn nötig, machst du es dann im Mix
 
Wenn ich das alles so von dir höre kannst du sicherlich 1. und 4. streichen und musst einfach noch viel üben mit deinem Equipment so umzugehen, dass die Einstellungen passen.
Lass einfach jemand vertrautes die Aufnahmen anhören und ehrliches Feedback geben.
Das wird schon! Gerade die eigene Stimme aufnehmen ist nicht einfach!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
1. entweder das Mikro ist scheiße ... dabei wird es von allen Seiten immer gelobt
2. der Vorverstärker vom Behringer ist grottenschlecht (würde mich wundern, weil ich annehme dass er am selbe Niveau sein sollte wie der Rest des Pults, das ich als "schwer okay" einstufen würde)
zu 1. Das SM58 ist nicht scheiße, seit Jahrzehnten hat man damit mehr als brauchbare Ergebnisse erzielt.
zu 2. Die Vorverstärker der Xenyx Serie sind nicht schlecht, ganz im Gegenteil zur vorherigen Euromix Serie.

Ich würde den Augenmerk hauptsächlich auf den EQ richten.
Mehr Höhen heißt beim Xenyx an 12kHz rumzuschrauben. braucht man höchsten ganz dezent oder du wolltest Fledermäuse aufnehmen.;)
der Mid EQ greift bei 2,5 kHz, der Bereich der für Sprachverständlichkeit, Artikulation und Durchsetzungsfähigkeit sorgt.
Experimentiere in diesem Bereich ausführlich.
Die Bassabteilung, fängt mit dem Lo-Cut bei 60 Hz an.
Der Filter sollte bei Stimme aktiviert sein, außer du wolltest eine Magenverstimmung dokumentieren. ;)
ok, bei einer Barry White Stimme könnte man es mal ohne Lo-Cut probieren, ansonsten tummeln sich dort nur unerwünschte und Energiereiche Frequenzen.
Der Low Eq greift bei 80 Hz. Auch dieser Bereich sollte, gerade mit dem Nahbesprechungseffekt des SM58, sehr vorsichtig bedient werden.
Dann gibts da noch den Compresser, wenn der die ganze Zeit blinkt ist er schon zuviel. weniger ist hier meist mehr.
Die Clip LED wollte ich bei einer Aufnahme auch nicht sehen, denn es könnte sich bereits um Verzerrung handeln.
Einfach eine Minilaus zurück drehen dass sie nicht mehr aufleuchtet.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
nach mehrmaligen Durchlesen tippe ich mal auf ein defektes oder falsches Mikrokabel
ist das wirklich ein XLR Kabel also XLR auf beiden Seiten? denn Du hast es auch am Effektgerät
gleiches Kabel hängt auch ohne Probleme am Klavier und am Effektgerät der Gitarre)
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Ich gehe jetzt mal von irgendwelchen Vorbehalten bezüglich der Hardware weg und nehme die Idee meines Vorredners auf. Da ich neben dem Gitarrespielen auch mixe, kann ich vielleicht ein paar Hinweise geben.

Der Low Cut ist ein typischer Ausdruck aus dem Studiobereich, bei uns Musikern spricht man eher vom Trittschallfilter. Dabei geht es um die tieffrequenten Klänge, die durch Schritte, die Berührungen des Mikrofons oder des Mikrofonständers usw. entstehen. Den kann man setzen, er wird aber das Problem der "muffeligen" Vocals nicht lösen.

Wenn es wirklich "dumpf" und muffelig klingt, liegt es oft an Resonanzen, die der Raum erzeugt oder am Mikro (bauartbedingt). Der dabei zu betrachtende Frequenzbereich liegt sehr wahrscheinlich erst einmal zwischen 200 und 450Hz. Wenn man dort den betreffenden Frequenzbereich absenkt, wird es schon einmal besser. Darüber hinaus gibt es auch noch einen Bereich um die 1.000Hz (800 bis ca.1.200 Hz), in dem die sogenannte "boxiness" zu Hause ist, also dort wo es klingt, als sänge man in einen Karton. Auch dort kann man etwas absenken, je nach Ausprägung. Die Sprachverständlichkeit befindet sich zwischen 1.000 und 4.000Hz. Das ist davon abhängig, ob es sich um eine Frauen- oder Männerstimme handelt. Dort eine leichte Betonung (Anhebung), sorgt für eine bessere Verständlichkeit und mehr "Frische". Im Livebetrieb sind Frequenzen über 10 kHz für Vocals eher unineressant, bei modernen Produktionen im Popbereich ist eine flache Anhebung ab 10kHz für den Mix üblich. Da spricht man dann von Air...
Für das Recording nutzt man gern Preamps (Plugins), die auch einen EQ-Bereich beinhalten, mit dem man das alles gut machen kann. Im Livebetrieb, bei der Nutzung von Digitalpulten, hat man oft die Möglichkeit den integrierten parametrischen EQ zu verwenden, der eben auch, wie ein Plugin, ermöglicht diese Einstellungen zusätzlich auf Sicht zu machen und ggf. abzuspeichern.

Es lohnt sich, wenn man sich die Zeit nimmt die EQ-Einstellungen, passend für die eigene Stimme, zu finden. Diese passt dann jedoch auch nur für den Raum, wo man singt.
Hat man die o.g. Möglichkeiten im Pult nicht, bleibt nur, dass man sich einen Hardware-Preamp oder EQ besorgt, damit man das sauber machen kann. So wie oben auch schon erwähnt, liegt es auch an der Performance und Erfahrung des Sängers. Weiter weg vom Mikro (10-25 cm) vermeidet man den Nahbesprechungseffekt, der auch für mehr tiefe Anteile im Signal verantwortlich ist. Darüber hinaus hat ein dynamisches Mikrofon den Vorteil, dass weniger Raumanteile aufgenommen werden.

Viele Grüße

Ray
 
Noch ganz was anderes: Wenn Du erst seit einem Jahr singst dann bist Du evtl. nicht gewöhnt, wie Deine Stimme aufgenommen klingt? Das ist für jeden, egal wie gut er singt, eine harte Gewöhnung.

Zum Mikro: Auf gar keinen Fall klingt das SM 58 "scheiße". Gerade wenn die Raumakustik nicht so toll ist kann so ein SM 58 die Rettung sein, weil es eben lange nicht so viel Raumanteil mit aufnimmt wie ein Kondensatormikro. Aber ein Top Studiomikro ist es natürlich nicht.

Testmöglichkeit: Hast Du ein IPhone? Die Iphone-Mikrofone sind für Handyverhältnisse gar nicht mal so schlecht. Du könntest mal eine Gesangslinie mit dem Handy aufnehmen und mit dem SM 58 und vergleichen. Wenn das ähnlich klingt, liegt es an deiner Selbstwahrnehmung.
 
@Signalschwarz, das hast Du fein gemacht, aber leider nicht verstanden oder ich habe mich nicht richtig ausgedrückt...
Wir reden hier gerade über das Recording oder die Performance und dabei insbesondere über eine Vocalaufnahme in wahrscheinlich ungünstiger Räumlichkeit.

Also jetzt noch einmal zum "Mitmeißeln":

Die festgestellten "Problemfrequenzen", wie auch die notwendigen Anhebungen für eine Stimme sind normalerweise relativ statisch, aber auch etwas tagesformabhängig. Deshalb kann man sich die Grundeinstellung dieser Frequenzen aufschreiben, merken, markieren oder als Preset ablegen. Die Raumkorrektur muss man, je nach Raum oder Örtlichkeit, anpassen.

Im Fall von @Fappie, gehe ich davon aus, dass er immer dort singt wo er singt und das aufnehmen will. Wenn das dort seine optimale Position ist, kann er sogar ein "Kreuz" auf den Boden machen, damit der Mikroständer immer an der gleichen Stelle steht.

Wenn dem so ist, sind alle seine EQ-Einstellungen für diesen Raum und die Aufnahmesituation statisch und damit reversibel, wenn er dorthin zurückkehrt oder die Kanaleinstellungen, warum auch immer, verändert hat. Und in dem Fall kann man ohne Weiteres die vorher notierten Werte "auf Sicht" einstellen, weil man sie ja kennt. Schon auf Hardwaregeräten fand und findet man Markierungen für derartige oder andere "Grundeinstellungen".

Abgesehen von alle dem vorher Geschriebenen kann es ggf. auch sein, dass es ein Impedanzproblem mit dem Mikro gibt, was mir naheliegender erscheint...
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben