Tonartwechsel im Solo - was tun ?

von Markus Gore, 14.07.08.

  1. Markus Gore

    Markus Gore Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #1
    Hi ! Blöde Frage Jungens, aber ich habe keine Antwort drauf, also müsst ihr mir wohl helfen ^^

    Im End-Part eines von mir geschreibenen Instrumental Songs bin ich auf folgenes Problem gestoßen ... Ich finde die entsprechende Tonart nicht, oder es gibt einfach keine, da ein Tonartwechsel stattfindet.

    Die Akkorde sind G-moll, A-moll und C-moll.

    Das ganze sieht so aus, dass die Dreiklänge jeweils in Triolen zerlegt wurden und über 4 Takte folgendermaßen gespielt werden :

    | Gm | Am | Gm | Cm Am |

    So. jetzt soll über diese Reihenfolge Improvisiert werden. Das problem ist, das es keine mir bekannteTonart gibt die diese 3 Moll-Akkorde beinhaltet.

    (Durch reines testen fand ich G-Äolisch und D-Äolisch ganz passend.)

    Also ... Hilfe ! :great:
     
  2. MarcelMarcel

    MarcelMarcel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #2
    Spiel doch einfach eines von denen die passen :). Dann wird sich auch keiner beschweren.
     
  3. Markus Gore

    Markus Gore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #3
    Sie passen ja Theoretisch nicht auf alle Töne.
    Natürlich könnte ich einfach D-Moll oder G-Moll spielen, aber mir gehts ja darum was zu lernen und zu verstehen wie man solch ein problem löst ohne immer die Tonart wechseln zu müssen.
    Ich meine eine Akkordfolge von Gm Am und Cm ist ja sicher nichts ungewöhnliches.

    WO BLEIBEN DIE THEORIE-CRACKS ? :D
     
  4. Yberion

    Yberion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #4
    Ich habe mir das ganze mal angesehen. Spontan habe ich, auf Grund der häufigen Verwendung, G als Grundton gesetzt. Dann habe ich mir alle Töne aus den verwendeten Dreiklängen rausgeschrieben. Die vorhanden Töne sind: G, A, Bb, C, D, E, F.
    Daraus folgt eindeutig eine Dorische Skala. Somit müsste die am besten passende Skala G-Dorisch sein.
     
  5. Hans_3

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    Erstellt: 14.07.08   #5
    Richtig.

    Ohne das Umfeld dieses "Endparts" zu kennen, kann man dazu wenig sagen. Was kommt davor und in welcher Tonart - und wie geht es danach weiter?

    In der Form | Gm | Am | Gm | Cm Am | schon. Nicht alles, was nicht passt, kann auch passend gemacht werden. Wenn man denn die Folge tatsächlich einmal ohne sein sonstiges Umfeld betrachtet, erweckt

    | Gm | Am | Gm |

    ganz eindeutig das Gefühl der Tonart F-Dur (Gm = II. Stufe, Am = III.Stufe von F) bzw. g-moll dorisch.

    Der Wechsel nach Cm wird deshalb als Tonartwechsel empfunden. Im selben Takt jedoch | Cm Am | wechselt die Tonart jedoch schon wieder zurück - wobei sich das im Ohr wenig stabil anhört, da der Zielakkord Am als III. Stufe von F wenig Basis bietet.

    Kurzum: In dieser Form ist die Folge musikalisch nicht schlüssig, ja, man muss sagen: unsinnig. Es lässt sich nichts Sinnvolles damit anfangen.

    Da kommt hier nur die F-Dur-Penta in Frage, die als gemeinsames Tonmaterial für F-Dur (Gm Am) und Cm(dorisch) enthält. Das wird jedoch nichts daran ändern, dass diese Folge sich nicht als "folgerichtig" im Gehör anhören wird.

    Schlüssiger wird es im Ohr, wenn Du die Folge ein wenig umstellst:

    Gm / Gm / Am / Cm / (...Gm / Gm / Am / Cm /.... )

    Hier manifestiert sich G-moll-dorisch durch die doppelte Länge stabiler im Ohr. Als Ergebnis wirkt auch das tonartfremde c-Moll plötzlich eindeutiger, nämlich als Dur/Moll-Austauschakkord der Am-Parallele C-Dur! Zumal es ja anschließend wieder auf das stabile und im Ohr nun bereits verankerte g-moll-dorisch zurückgeht.
     
  6. Markus Gore

    Markus Gore Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.07.08   #6
    Ja okay, man kann also praktisch gesehen nur ein bisschen "mogeln" oder das C-Moll in C-Dur abändern um wieder in F-Dur zu sein.

    Danke für die Schnelle Hilfe :)
     
  7. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 14.07.08   #7
    "Mogeln" führt nicht zum Ergebnis. Denn es müssen ja zwei Ziele erreicht werden: der Part sollte 1. in sich selbst und 2. im Kontext des Stückes, seiner Aussage, seines harmonischem Umfelds schlüssig wirken. Wobei das letzte Wort wesentlich für das Ergebnis ist: Die von Dir für Dein Ohr und Dein Gefühl beabsichtigte Wirkung.
     
  8. HellPaso

    HellPaso Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #8
    du willst ein solo drüber spielen?

    dafür brauchste nicht unbedingt ne ganze tonleiter, ich meine von diesen "hier sind 3 akkorde und ich nudel die tonleiter mal rauf mal runter, dann mal umgekehrt" gibt es doch genug.

    mein rat: spiel die akkorde und denk dir dadrüber ne geile solo melodie aus und hör sie dir dann raus^^ ist mMn etwas songdienlicher :great:
    und dann kannste auch ruhig nen dissonanten ton reinbauen, der "theoretischer Weise" nicht da rein passt aber trotzdem geil klingt. Weil da du nicht weißt welche tonart das ist, bist du dadurch viel offener für melodien.
    so ein stures "ich halt mich an den fingersatz, den ich gelernt hab" ist oft eine blockade für coole melodien
     
  9. Melmoth

    Melmoth Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.07.08   #9
    Da musst du den Wechsel schon ausspielen, eine einfach Möglichkeit ist es, G-Dorisch (Grundtonart F-Dur) zu spielen. Bei Dorisch handelt es sich wie bekannt um eine Molltonleiter mit Großer Sexte (in dem Fall E). Wenn du immer wenn C-Moll kommt, statt E ein Eb spielst, kannst du quasi immer Moll spielen und passt nur die Sexte an (Wichtig ist hierbei, dass bei A-Moll ein E kommt und bei C-Moll ein Eb, bei G-Moll kannst du entweder oder. Je nachdem wie es klingen soll)
     
  10. Schrax

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    Erstellt: 16.07.08   #10
    bin absolut melmoths meinung! so würde ich das auch machen- oder über cmoll einfach ein coole Arpeggio line spielen...
     
  11. Feon

    Feon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.07.08   #11
    Wenn du Gm als dorisch nimmst, und Am als phrygisch (was ja logisch ist), kannst du Cm als Teil eines Modal Interchange dorisch spielen. Du hast dann quasi von Am phrygisch in Am7(b5) lokrisch gewechselt, und Cm ist dann eben dorisch. Das ganze klingt sehr instabil wegen den Wechsel von phrygisch und lokrisch und wieder zurück, aber wenn das die Wirkung ist, die du beabsichtigst, kannst du das so machen.
     
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