Totalanfängerfragen zum Homerecording (Aufnahme von Musikinstrumenten)

von Meticus, 21.03.20.

Sponsored by
QSC
  1. Meticus

    Meticus Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 21.03.20   #1
    Hallo zusammen :)

    Ich hätte da mal ein paar allgemeine Fragen zur Tonaufnahme zu Hause, auf dem Gebiet habe ich überhaupt noch keine Ahnung. Daher suche ich gerade nach einem guten Einstieg.

    Ich würde gerne ein bisschen mit der Aufnahme von verschiedenen Musikinstrumenten herumexperimentieren. Hauptsächlich wären das Dudelsack, Gitarre (Akustik) und Flöte. Mit Gesang habe ich nichts am Hut.
    Ich habe nicht vor, professionelle Tonaufnahmen zu produzieren. Es ist nur so für's Hobby, soll aber trotzdem einigermaßen nach was klingen und mich nicht schon nach den ersten paar Sekunden als völligen Amateur entlarven :D

    Mein aktuelles Equipment ist ein Trust Emita USB-Mikrofon (eine Niere). Für die Aufnahme verwende ich Audacity (v2.3.2).
    Für meine Dudelsack-Übungsvideos reicht mir die Qualität so.
    Andere Aufnahmen, z. B. mit Flöte oder Gitarre klingen irgendwie ganz schön "billig".
    Mangels Expertenwissen habe ich einfach mit den vorhandenen Optionen im Audacity herumexperimentiert, hauptsächlich mit der Verstärkung und anschließender Rauschfilterung sowie mit den Basics (Höhen und Tiefen). Und auch den Reverb-Effekt habe ich ausprobiert.

    Die Frage ist nun, wie kriege ich bessere Aufnahmen hin?

    Reicht das Audacity und ich muss nur lernen, es gescheit bedienen zu können? Kennt da jemand übersichtliche Infos (z. B. Tutorials), wie man sich da möglichst effizient reinfinden kann, ohne Tontechnik studieren zu müssen? Gibt es da ein typisches Vorgehen, oder dreht man einfach so lange an allen möglichen Stellschrauben, bis man meint, es klingt jetzt gut? :great:
    Oder sollte ich mir doch lieber eine kommerzielle Aufnahme-Software zulegen? Sowas gibt es ja auch in allen möglichen Preisklassen. Da es nur ein Hobby von mir ist, will ich da auch keine Unsummen investieren.

    Oder liegt es hauptsächlich an der Aufnahme-Umgebung bzw. Hardware? Der Abstand zum Mikro bei der Aufnahme ist sicherlich wichtig. Aber gerade der Dudelsack macht ordentlich Krach, daher gehe ich lieber nicht zu nah ran, sonst zerfetzt es da bestimmt was :eek: Ich nehme immer im Wohnzimmer auf, da steht genug Kram rum, dass es nicht schallt, aber es ist halt auch kein schallschluckender Aufnahmeraum. Es gibt ja auch solche portablen Schall-Absorbierer, aber die sind halt recht klein. Ich bin mir nicht sicher, wie groß der Effekt noch ist, wenn man da mit der Gitarre davor sitzt oder in 2 m Abstand Marktsack spielt. Bei der Flöte bringt es wahrscheinlich eher noch was.

    Dann wäre noch die Frage, wie man vorgefertigte Drums einfügen kann. Gibt es da Datenbanken, wo man sich digitale Audiodateien runterladen und verwenden kann oder sind die in professionellen Aufnahmeprogrammen integriert?
    Wie verhält es sich dabei mit Urheberrechten, wenn man z. B. ein Video auf YouTube veröffentlicht, wo man solche "Fremdaudios" verwendet?

    Zum Schluss, gibt es sonst noch was, was ich unbedingt wissen muss als Homerecording-Anfänger, was ich grad nicht auf dem Schirm hab? :D

    Also nochmal, meine Zielsetzung ist es, mit für ein Hobby angemessenem Einsatz möglichst gute Aufnahmen zu machen, sprich das Optimum aus meinem begrenzten Setting rauszuholen :)

    Besten Dank schon mal und viele Grüße

    Meticus
     
  2. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.05.14
    Zuletzt hier:
    6.04.20
    Beiträge:
    7.718
    Ort:
    Blauen
    Zustimmungen:
    2.625
    Kekse:
    17.217
    Erstellt: 21.03.20   #2
    Spendiere doch mal einige Beispiel Aufnahmen.

    Das Micro hat nur 16 Bit Wandlung. Eigentlich nicht mehr üblich. Wandler heutzutage arbeiten mit 24 Bit.

    Bezüglich Lautstärke, das Micro verträgt Sound pressure level 135 dB. Das ist ziemlich viel. Also auch wenn Du mit dem Dudelsack nah rangehst, sollte das nichts verzerren. Und kaputt gehen schon gar nicht.

    Audacity ist keine DAW und für Deine Zwecke ungeeignet. Da solltest Du Dich nach was anderem umsehen.

    Und ja, es gibt freeware Sounds. Die man verwenden kann in eigene Werke. Copyright Informationen stehen jeweils dabei. Manche sind komplett frei, manche nur für nicht kommerzielle Verwendung.

    Für Drums ist es aber unüblich, die manuell Sample für Sample anzulegen.

    Hier eine Übersicht an freien Drum Samplern.
     
  3. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 21.03.20   #3
    Hier wäre eine Aufnahme von Blockflöte + Gitarre. Die Instrumente an sich klingen furchtbar schief, das liegt an der Intonation der Flöte und der begrenzten Motivation, stundenlang an der Gitarre rumzustimmen, bis sie mit ca. einem Viertelton-Offset genau zur Flöte passt :D Aber wenn man das ausblendet und sich auf die Qualität des Recordings an sich konzentriert, hört man sicher, was ich meine.



    Abstand Mikro/Flöte bzw. Mikro/Gitarre war jeweils ca. 0,5 Meter.

    Und hier mal noch eine Dudelsack-Aufnahme, hier ist die Spielpfeife ca. 1,5 bis 2 m vom Mikro weg:


    Ok, da bin ich beruhigt :cool:
    Kannst du was empfehlen, was für meine Zwecke gut geeignet wäre, und auch zu einem angemessenen Preis, sagen wir mal unter ca. 60/70 Euro?
    Das ist gut. Ein Schlagzeug muss ich mir somit nicht zulegen :D
     
  4. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.05.14
    Zuletzt hier:
    6.04.20
    Beiträge:
    7.718
    Ort:
    Blauen
    Zustimmungen:
    2.625
    Kekse:
    17.217
    Erstellt: 21.03.20   #4
    Nö. Die Aufnahmen sind völlig in Ordnung, Gut, auf der Flöte ist zu viel Hall. Aber sonst. Alternativ könntest Du mal die Rohaufnahmen zur Verfügung stellen.

    Jede DAW ist für Deine Zwecke geeignet. Ich persönlich bevorzuge Personus Studio One. Für Deine Zwecke würde die Artist Version reichen. Gegebenenfalls erweitert mit VST und AU Unterstützung.

    Eine komplette DAW für 60 Dollar ist Reaper. Braucht vielleicht etwas länger, sich einzuarbeiten. Kann aber alles. Bandlab ist komplett kostenlos, aber geht nur auf Win.
     
  5. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 21.03.20   #5
    Hm, vielleicht bilde ich mir das auch irgendwie ein. Aber ich finde, wenn man Homerecording-Aufnahmen von anderen Flötern z. B. auf Youtube anschaut, dass die besser klingen (also das spielerische Können auf dem Instrument selber jetzt mal ausgenommen xD). Aber vielleicht wird es ja schon besser, wenn ich ein richtiges DAW-Programm verwende und es mit dem Hall nicht übertreibe ^^
    Die originalen Aufnahmen habe ich im Audacity leider überschrieben beim Zusammenbasteln :rolleyes:
    Das wäre vielleicht für den Anfang genau das richtige Programm für mich (hab eh Win10). Da könnte ich mich erstmal mit den grundsätzlichen Funktionen vertraut machen und wenn mir irgendwann mal ein Feature fehlt, kann ich immernoch auf eine kommerzielle Software umsteigen.
    Macht das einen großen Unterschied oder kann es da gar zu Problemen beim Bearbeiten kommen, so dass ich ein neues Mikro brauche? Sonst würde ich erstmal bei dem bleiben, da ich es nun schon mal da hab ^^
    Danke für den Link, genau sowas hab ich gesucht :)
     
  6. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.01.17
    Zuletzt hier:
    7.04.20
    Beiträge:
    2.219
    Zustimmungen:
    1.175
    Kekse:
    8.820
    Erstellt: 21.03.20   #6
    Okay, mein Senf dazu...

    Erstmal Audacity...
    Audacity ist keine DAW (Digitale Audio Workstation), sondern ein Wave Editor und kann (wichtig bei nacheinander Aufnehmen), keinen vernünftigen Latenzausgleich, da es keinen sog. ASIO Treiber unterstützt.
    Weiterhin sind die Effekte (EQ, Hall etc.) destruktiv, werden also bei Auswahl in die Originalaufnahme geschrieben, merkst du später, das es nicht gut klingt, ist die Originalaufnahme "versaut".
    Eine DAW Software arbeitet non-destruktiv, alle Effekte etc. werden in Echtzeit nur "dazu gerechnet", aber erst bei der Ausgabe des fertigen Stücks in eine Neue Datei geschrieben, deine Originalaufnahme bleibt immer unangetastet.
    Willst du also nacheinander mehrere Spuren aufnahmen, sollst du eine DAW nehmen.
    Hier kannst du einen Plugins (auch Freeware) nachinstallieren, z.B. ein Hall, einen Kompresser, eine EQ, wenn die mitgelieferten Effekte nicht gefallen.

    Für eine Drum Libary (also gesampelte Trommel Klänge) brauchst du also sowieso eine DAW.
    Du musst aber wissen, das eine klassische Libary ja auch gespielt werden muss, das kann man am PC mit einer virtuellen Tastatur machen (ist Sch...se), mit einen Midi Keyboard auf den Tasten (geht ganz gut) oder einem Launchpad (kleine Pads zum "draufhauen" (noch besser).
    Die o.g. Drumsampler sind virtuelle Drumcomputer, die einstellbare Rhythmen "endlos" abspielen, allerdings sind fast Alle mit den heute üblichen synthetischen Drum Klängen ausgestattet (Hip-Hop, Rap, Techno Sound).
    in eine DAW kannst du aber (auch Freeware) Akustische Drumsets laden, z.B. das MT Power Drumkit, das u.a. auch div. vorgefertigte Beats spielen kann.
    Dann gibt es auch div. Percussion Instrumente virtuell für DAWs (VST) die deiner Musik u.U. am Nächsten kommen.

    Bei DAW Software gibt es mind. ein Dutzend bekannte Programme, hier hast du bei 10 Usern versch. 10 Empfehlungen.
    Viele gibt es abgespeckt "fer umme" oder kleines Geld. hier sollst du einfach Einige probieren (auch Demos, die erstmal begrenzt laufen) und für dich rausfinden, welche dir vom Workflow liegt.

    Mein Tipp:
    Ich halteh Magix Samplitude in der "kleinen" Version (Magix Samplitude Music Studio) für sehr anfängerfreundlich.
    Man bekommt "für dein Geld" eine, wie ich finde, intuitiv bedienbare Software (die auch "erwachsene" Produktionen machen kann) mit guten Erklärvideos und Handbüchern (deutsch) auf der Homepage.
    Weiterhin gibt es 2 Lizenzen für 2 PCs, es installiert sich eine 32Bit und eine 64 Bit Version (z.B. für ältere 32 Bit Free Plugins), es gibt kein Dongle Gedöns wie bei Cubase etc.
    Dies Alles ist wie immer subjektive Betrachtungsweise, aber du kannst dir eine Vollversion für 30 Tage runter laden bzw. die älteren (fast identischen) Version im Netz für 20-30€ kaufen (z.B. Ebay)

    Dein Mikrofon halte ich für nicht so gut...
    Ein gutes Mikro (mit Interface) erzeugt kein Rauschen...

    Gut aufgestellt wärst du Hardwareseitig mit einen "amtlichen" Kondensator Mikrofon und einem Audio Interface (=externe hochwertige Soundkarte).
    Ein Audiointerface bringt auch schon die (notwendigen) Treiber für latenzarmes Recording mit.

    Tipp:
    mind.
    https://www.thomann.de/de/behringer_u_phoria_umc202hd.htm
    Standard:
    https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_solo_3rd_gen.htm

    Mikrofon:
    https://www.thomann.de/de/audio_technica_at2035.htm
    Auch hier ein weites Feld möglicher Kandidaten, auch div. Kleinmembram Mikros in dieser Preisrange sind möglich
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  7. adrachin

    adrachin Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    06.05.14
    Zuletzt hier:
    6.04.20
    Beiträge:
    7.718
    Ort:
    Blauen
    Zustimmungen:
    2.625
    Kekse:
    17.217
    Erstellt: 21.03.20   #7
    Da kannst Du erst mal dabei bleiben. Erst mal orientieren, die Möglichkeiten sondieren und Ausschöpfen, die DAW Grundlagen lernen und anwenden und dann weitersehen.... (;
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  8. musikuss

    musikuss Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    27.06.07
    Beiträge:
    11.363
    Zustimmungen:
    3.567
    Kekse:
    33.373
    Erstellt: 21.03.20   #8
    "Oder sollte ich mir doch lieber eine kommerzielle Aufnahme-Software zulegen? Sowas gibt es ja auch in allen möglichen Preisklassen. Da es nur ein Hobby von mir ist, will ich da auch keine Unsummen investieren."

    Musst du nicht, hier eine kostenlose DAW, kostete mal an die 600€ (Sonar Platinum).

    https://www.bandlab.com/products/cakewalk

     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  9. Rescue

    Rescue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    02.10.07
    Zuletzt hier:
    6.04.20
    Beiträge:
    3.543
    Ort:
    Kiel
    Zustimmungen:
    656
    Kekse:
    4.622
    Erstellt: 21.03.20   #9
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  10. Filztier

    Filztier Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    16.11.15
    Beiträge:
    291
    Ort:
    Nürnberg
    Zustimmungen:
    93
    Kekse:
    852
    Erstellt: 21.03.20   #10
    Ich habe mich direkt gefragt "verwendest du überhaupt ein Audio-Interface"?!
    Alle gängigen Interfaces gibts es auch in einsteigerfreundlichen Sets. Da hast du gleich (Kondensator) Mikro, Kabel, Kopfhörer, DAW, Treiber Software, Plugins und Co. Mit dabei.
    (Glaube einzig um einen Micständer muss man sich in der Regel selbst kümmern)
    Das taugt erstmal. Im Nachhinein besseres Mikro oder andere DAW nachkaufen geht immer.
    Ich würde auch auch zum Behringer UMC202 und dem Scarlett Solo (oder zum direkten Vergleich zum Behringer das 2i2) raten.
    Im Prinzip brauchst du aber wohl eh nicht mehr als einen Eingang, zwei schadet aber auch nicht.
     
  11. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.01.17
    Zuletzt hier:
    7.04.20
    Beiträge:
    2.219
    Zustimmungen:
    1.175
    Kekse:
    8.820
    Erstellt: 21.03.20   #11
    Der TE hat ein USB Mikrofon, heisst ein Mikro mit eingebautem Interface...
     
  12. Basselch

    Basselch MOD Recording HCA Mikrofone Moderator HCA

    Im Board seit:
    30.10.06
    Beiträge:
    11.516
    Ort:
    NRW
    Zustimmungen:
    3.845
    Kekse:
    52.949
    Erstellt: 21.03.20   #12
    Hallo, Meticus,

    ..ä-hemm - nein! Das klingt gar nicht mal so schlecht! Abgesehen vom bereits beanstandeten "zuviel Hall auf der Flöte" :)

    Die üblichen Verdächtigen für eine DAW wurden ja schon fast alle genannt, ich würde noch Reaper hinzufügen, das kostet für Privatanwender irgendwas um 50 €. Die Variante Reaper 0.99 ist dagegen echte Freeware.
    Ich glaube nicht, daß, wenn Du Cakewalk ausprobierst, irgendwas vermissen wirst :D - da fehlen gegenüber dem früheren Sonar Platinum lediglich die bei diesem mitgelieferten third-party-plugins ;)

    Da Du auch einen Dudelsack aufnehmen willst, ist eventuell auch dieser Thread hier: KLICK
    für Dich ganz interessant, auch wenn es da um einen kompletten Zug geht.

    Viele Grüße
    Klaus
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
  13. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 23.03.20   #13
    Vielen Dank für eure Antworten, ihr habt mir sehr weitergeholfen!

    Ich habe mir gestern mal das Cakewalk runtergeladen. Das kostet nix und damit kann ich mich erstmal mit den ganzen DAW-Funktionen vertraut machen und ein bisschen herumexperimentieren.

    Auf den ersten Blick ist ein großer Unterschied zu teuren Programmen, dass es weniger Instrumenten-Bibliotheken gibt (aktuell gibt es nur Drums, Strings, Piano und noch irgendwas).
    Aber da ich hauptsächlich eigene Instrumente recorden will, brauche ich das eh kaum. Ein paar kostenlose VSTs habe ich mal ausprobiert. Die klingen jetzt nicht so besonders.

    Falls ich irgendwann mal bestimmte Features vermissen sollte, kann ich mir immer noch eine günstige DAW kaufen. Z. B. das Magix-Teil, die ältere Version ist ja inzwischen recht günstig. Und die Unterschiede zur aktuellsten Version sind für meine amateurhaften Belange vermutlich eh nicht relevant.

    Ich werde dann die nächste Zeit erstmal ein bisschen mit dem Programm rumspielen. Vermutlich tauchen dann noch ein paar Fragen auf, mit denen ich euch behelligen kann :D

    Ich hatte mir so ein Video-Tutorial angeschaut, da wurde auch gesagt, man soll in den Settings unbedingt den ASIO-Treiber auswählen. Wenn ich das mache, verschwindet allerdings mein Mikrofon aus der Auswahl. Wird mein Mikro nicht unterstützt von dem Treiber? Ich habe nun wieder den vorherigen Treiber ausgewählt. Hat die Treiberauswahl so einen großen Einfluss auf die Aufnahme? Da ich nun das Mikro schon mal da habe, würde ich mir zu Anfang erstmal kein neues kaufen wollen.

    Ich habe ein Keyboard, das man über USB anschließen kann. Das sollte ja dann gehen. Muss mir nur noch ein Kabel besorgen ^^
     
  14. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.01.17
    Zuletzt hier:
    7.04.20
    Beiträge:
    2.219
    Zustimmungen:
    1.175
    Kekse:
    8.820
    Erstellt: 23.03.20   #14
    wenn du den ASIO auswählst, musst du dem Treiber sagen, was er als Ein/Ausgabe nehmen soll, dazu musst du ihn, wenn er aktiv ist (i.d.R. erst, wenn die DAW gestartet wird) unten rechts in der Windows leiste suchen (ist meist unter dem "Pfeil" aufwärts) , öffnen und einstellen.
    Hier ASIO4ALL
    asio4all-produktbild-5ad5994f87d0b.jpeg
     
  15. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 24.03.20   #15
    Ich hab den ASIO ausgewählt und dann Cakewalk neugestartet, da kam eine Fehlermeldung:

    Es sind keine Audiogeräte für das aktuelle Treibermodell an Ihr System angeschlossen. Wählen Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Audio > Wiedergabe und Aufnahme aus, und wählen Sie ein anderes Treibermodell aus.

    Mikrofon war angeschlossen. Rechner-Neustart hat auch nix gebracht. Mein Mikro wird wohl doch nicht unterstützt :(

    Hab jetzt wieder den vorherigen Treiber ausgewählt (WASAPI Shared), mit dem funktioniert die Aufnahme. Wie groß ist denn der Einfluss vom Treiber auf's Ergebnis?
     
  16. Ralphgue

    Ralphgue Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.01.17
    Zuletzt hier:
    7.04.20
    Beiträge:
    2.219
    Zustimmungen:
    1.175
    Kekse:
    8.820
    Erstellt: 24.03.20   #16
    Dieser Treiber ist der "schnellste" Windows Treiber, Qualitätsprobleme gibts nicht, Allenfalls Latenzprobleme.

    Schau bitte mal im Gerätemanager, wie dein Mikro (besser Interface) heisst, (vermutlich USB Audio Codec o.ä.)
    starte den ASIO4ALL Treiber und schau nach ob das angezeigt wird und wähle dies als Ein/Ausgabe.
    www.youtube.com/watch?v=GNnsDJv8dso


    Dein USB Mikrofon Trust Emita USB arbeitet (besser gesagt, das eingebaute Audio Interface) mit 16 BIT/48 kHz.

    Stell deshalb bitte bei Windows alle Soundgeräte auf Diesen Wert: Auch in der DAW
    Der Weg:
    Die "alte" Systemsteuerung...
    Start (Windows Symbol) > Windows System > Systemsteuerung
    Dort:
    Sound > Wiedergabe > (Gerät auswählen) > Eigenschaften von... > Erweitert > 2-Kanal, 216Bit, 48000 Hz
    ditto bei
    Sound > Aufnahme > (Gerät auswählen) > Eigenschaften von... > Erweitert > 2-Kanal, 16Bit,48000 Hz
     
    gefällt mir nicht mehr 2 Person(en) gefällt das
  17. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 24.03.20   #17
    Ok, hat alles geklappt, besten Dank! :)
    Ich konnte ja ASIO als Treibermodell auswählen, deshalb bin ich davon ausgegangen, dass auch ein entsprechender Treiber installiert ist, dem war offenbar nicht so. Ich habe mir nun den ASIO4ALL runtergeladen und installiert und alles entsprechend deiner Beschreibung eingestellt. Funktioniert jetzt alles mit ASIO im Cakewalk, Aufnahme und Wiedergabe :great:
     
  18. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.15
    Zuletzt hier:
    6.04.20
    Beiträge:
    1.781
    Zustimmungen:
    897
    Kekse:
    5.089
    Erstellt: 24.03.20   #18
    Hi:hat:

    Bei der Beratung kann ich mich meinen Vorrednern nur anschliessen.

    hmmm aber den ganzen Aufwand betreiben, mit verstimmten Instrumenten? Das geht mir nicht in den Kopf. Das Beispiel geht mMn gar nicht.
    Als Erstes musst du da ansetzen, ansonsten macht Recording wenig Sinn.
    Wenn du Probleme dabei hast, die Gitarre von Gehör nach der Flöte zu stimmen, gibts bestimmt Stimmgeräte auf dem Markt, vermutlich auch Softwarelösungen, bei denen der Kammerton trimbar ist, sodass du das Stimmgerät nach der Flöte eichen kannst, und dann damit die Gitarre stimmen kannst. Das dauert auch nicht stundenlang.
     
  19. Meticus

    Meticus Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.03.20
    Zuletzt hier:
    4.04.20
    Beiträge:
    35
    Zustimmungen:
    5
    Kekse:
    0
    Erstellt: 25.03.20   #19
    Das war auch mein allererster Versuch zwei Instrumente irgendwie mit Audacity zusammenzumischen :D Das ganze war mehr ein Aufnahme-Experiment, als die Intention ein mega tolles Lied zu produzieren.
    Ich habe natürlich nicht vor, mit dieser schiefen Flöte weitere Musik aufzunehmen ^^ Zumindest nicht in Kombination mit anderen Instrumenten, vielleicht noch mit Davul oder so, da muss man nix stimmen :great: Ansonsten habe ich mir neue Flöten bestellt, die von der Intonation her passen sollten. Der Marktsack ist noch recht neu und daher auch ziemlich genau gestimmt (wenn man ihn richtig spielt, das muss ich auch noch lernen xD).
    Ich habe tatsächlich so meine Probleme irgendwas nur nach Gehör zu stimmen, da für fehlt mir irgendwie das Talent. Fehlendes Talent hat mich allerdings noch nie von was abgehalten :D Aber gut zu wissen, dass es Stimmgeräte gibt, mit denen man ein Instrument "schief" stimmen kann, damit es zu einem anderen schiefen Instrument passt. Muss ich mich mal umschauen...
     
  20. Zelo01

    Zelo01 Helpful & Friendly User HFU

    Im Board seit:
    13.01.15
    Zuletzt hier:
    6.04.20
    Beiträge:
    1.781
    Zustimmungen:
    897
    Kekse:
    5.089
    Erstellt: 25.03.20   #20
    :great:

    Ich glaub die Flöte selbst klingt nicht schief, nur zusammen mit der Gitarre. Die Flöte, denke ich, ist absolut brauchbar, nur ist der Kammerton halt nicht genau 440Hz. Im Grunde spielt das aber keine Rolle, wenn man die anderen Instrumente danach stimmt.

    Das ist normal, kann man üben. Um ehrlich zu sein, ich hab da nen kleinen Trick. Ich achte nicht wirklich auf die Tonhöhe, nur grob. Wenn man zwei Töne gleichzeitig spielt, die aber nur annähernd, nicht exakt gleich hoch sind, entstehen periodische Phasenauslöschungen. Ich achte nur auf diese. Schwer zu beschreiben wie sich das anhört. (Ich such nachher mal auf Youtube ob ich ein Beispiel finde, bei dem man es gut hört. Auf die Schnelle hab ich nichts gefunden.) Jedenfalls, wenn du nun ganz langsam hochstimmst, und dich dem zweiten Ton annäherst, je langsamer wiederholen sich diese periodischen Phasenauslöschungen. Wenn das ganz stehen bleibt und nur noch statisch klingt, hast du exakt den richtigen Ton getroffen, vermutlich sogar genauer als mit einem Stimmgerät.
    Allein nach der Flöte stimmen ist vermutlich nicht so einfach. Ein A-Pfeifen und gleichzeitig die Gitarre stimmen. Das geht zu Zweit bestimmt einfacher.

    So, hab was gefunden, sogar mit Erklärung;)

    PS: Flageolets sind kein muss, dabei hört man diese Schwingung einfach etwas besser, kannst die Saiten auch normal anschlagen, oder die Flöte nehmen. Selber Effekt, nur nicht so deutlich wie mit Flageolets.
     
    gefällt mir nicht mehr 1 Person(en) gefällt das
Die Seite wird geladen...

mapping