Touchpad/Ribbon Controller

von Karsten1900, 08.02.08.

  1. Karsten1900

    Karsten1900 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #1
    Hallo,

    Ich möchte mir aus mehreren Touchpad's bzw. Ribbon Controllern ein Instrument selber bauen.
    Also quasi ein Midi-Keyboard, nur halt mit Pad's.
    Auf Geräte wie Doepfer oder Kurzweil kann ich nicht zurück greifen, da diese nicht in meine spezielle Bauweise passen und ich für jeden Ton ein einzelnes Pad brauche.

    Weiß jemand, wo man sowas kaufen kann, oder kennt jemand einen Hersteller, wo ich mir sowas sogar anfertigen lassen kann?

    Hab Google schon x mal durchsucht aber finde einfach nix!

    Wäre schön, wenn mir jemand helfen könnte...
     
  2. Carl

    Carl Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 08.02.08   #2
    Die Idee hatte wohl schon einer:
    http://www.yigg.de/955808_Touchpad_Synthesizer

    Und wenn du sowas selbst bauen willst, viel Spaß. So nach 2 Jahren jeden Abend 3 Stunden hat jemand mit Ingenieursqualifikation sowas locker zusammen;)
     
  3. EDE-WOLF

    EDE-WOLF HCA Bass/PA/Boxenbau HCA

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    Erstellt: 08.02.08   #3
    worum gehts dir denn?

    suchst du die reinen pads die schon midi ausgeben?
     
  4. elkulk

    elkulk Bass-Mod & HCA Bass/Elektronik Moderator HCA

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    Erstellt: 08.02.08   #4
    Wie groß sollen/dürfen die Pads sein?

    Hast Du schon mal überlegt, E-Drum-Pads (oder evtl. Trigger) zu verwenden? Die Interfaces zum Anschluss der Pads/Trigger (manche haben sogar 11 Eingänge ;)) verfügen über Midiausgänge ...
     
  5. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.02.08   #5
    Hi

    Schonmal an Wacom Grafiktablets gedacht?

    Da brauchst du zwar einen Stift, aber die sind extrem genau und haben mindestens 1024 Stufen Druckempfindlichkeit.
    Es gibt einige Stoftware, die daraus Midi oder OSW Signale machen kann Und selbst wenn die nicht passt, die sollte sehr einfach selber zu schreiben sein. Man muss nur googeln mit welchen Variablen man auf die Daten des Tablets zugreifen kann und wie man die Soundumgebung anspricht. Das könnte sogar in einem Bash Script gehen.


    Mein Vorschlag wäre: Ein kleine ITX Board, ein sehr abgespektes Betriebsystem ohne grafische Oberfläche drauf (irgendein angepasstes Linux oder BSD), ein Wacom Tablet und eine Soundkarte mit Midiausgang. Das wäre günstig und man müsste wenig mit Hardware machen. Die Software ist in den Grundzügen frei und umsonst verfügbar, man müsste sie sich halt anpassen.
    Außerdem kann man das ganze erstmal an einem normalen Rechner ausprobieren bevor man sich wirklich ein ITX Board holt und das Bühnentauglich macht.
    Außerdem besteht natürlich die Möglichkeit, gleich Softsynties auf dem gleichen Rechner laufen zu lassen.

    So würde ich das auf jeden Fall machen, denn so baut man sehr wenig mit Hardware rum und man kann auf verfügbare Bauteile zugreifen.
     
  6. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop Moderator

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    Erstellt: 12.02.08   #6
    warum nimmst du nicht ein drum-to-midi oder e-drum und belegst die midi-signale nicht einfach mit tönen???
     
  7. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 12.02.08   #7
    Ich glaube, er will nicht nur einen Anschlagsdynamik haben, sondern auch in den x und y Richtung Parameter wie Tonhöhe usw. bestimmen können.

    Es gibt sowas eigentlich auch schon, allerdings unbezahlbar teuer.

    http://www.hakenaudio.com/Continuum/
    Und hier mal im Livebetrieb:
    http://www.youtube.com/watch?v=Mrmp2EaVChI
     
  8. Karsten1900

    Karsten1900 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.08   #8
    Das Haken Fingerboard kommt der Sache schon nahe...
    nur hätte ich halt gern für jeden Ton ein einzelnes Pad und nur so breit, wie eine Pianotaste (deswegen kommen Drum-Pads nicht in Frage).

    X-Y Richtung brauche ich auch nicht. Sie sollen halt nur ein Signal bei Berührung abgeben.
    Die Anschlagstärke sollte dann auch von einem seperaten Pad kommen...klingt bestimmt umständlich, aber ich habe da halt eigene Vorstellungen, was die Spielbarkeit betrifft.

    Die Sache ist halt nur, dass ich nirgens solche Pad's (Firma) finde!
    Die Bauweise wie bei Mauspad's (Elektrodengitter, Kapazität u.s.w.) machen das nachbauen oder "zerschneiden" eigentlich unmöglich...aber gerade diese Technik finde ich wegen der Empfindlichkeit eigentlich am besten.
     
  9. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.02.08   #9
    So langsam verstehe ich was du willst. Du willst quasi ein Keyboard bauen, bei dem die Tasten nur auf Druck reagieren aber selber nicht nachgeben.

    Nimm doch Piezos. Die sind zum einen Schweinebillig und nach einer kleinen Verstärkung könnte man die ausgegebene Spannung per Microcontroller (Atmega 32) auslesen und weiterverarbeiten.

    Ist sicher n bischen Arbeit und man muss sicher ein wenig ausprobieren aber die Einzelteile sind für sich alle nicht teuer, weswegen ein bischen Experimentieren sicher nicht weh tut.


    Und wenn keine Anschlagsdynamik gewollt ist, dann könntest du auch Metallplatten nehmen und als Erdungsschalter benutzen. Das gibt es bei einigen Lampen, die man per Berühung des Gehäuses an und auschalten kann.
     
  10. Karsten1900

    Karsten1900 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.08   #10
    Ja genau, so kann man sich das vorstellen...
    Also das mit den Metallplatten find ich interessant. Muß ich mal drüber nachdenken.

    Jetzt wollt ich mich im Netz ma schlau machen, wie so eine Schaltung aussehen könnte und muß zugeben, dass das doch schwieriger wird als gedacht... Hab mich vorher noch nicht damit auseinander gesetzt.

    Nirgens ist da eine vernünftige Beispielschaltung zu finden...Weiß jemand Rat?
     
  11. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.02.08   #11
    Ganz ohne selber Gedanken machen wird es nicht gehen. An deiner Stelle würde ich auf Anschlagsdynamik verzichten und leitfähige Schalter nehmen.

    Das Prinzip ist so: Du hat ein leitfähiges Material, was deine Taste darstellen soll.

    Nun legst du über einen sehr hochohmigen Widerstand ein sehr kleine Spannung an. Ist die Taste unberührt so liegt auf ihr die Ursprungsspannung da man einen fast unendlichen Widerstand zur Masse hin hat.
    Berührt man die Taste so erdet man sie durch seinen eigenen Körper, die Spannung fällt nun über den Körper ab und nur noch Teilweise über den Widerstand. Der Körper hat natürlich selber einen recht hohen Widerstand, deswegen sollte der andere deutlich größer sein. Nebenbei ist er wichtig, falls man die Tasten mal widerstandslos auf Masse legt, damit keine nennenswerten Ströme entstehen.

    Nun greift man die Spannung an der Taste ab und packt dahinter einen mitgekoppelten OP Amp mit Versorgungsspannung 5 Volt, der als Komperator agiert. Also, man legt das Signal auf den positiven Eingang und auf den negativen eine kleine Spannung, die genau der Entspricht bei dem man schalten will.

    So hat man einen schönen Digitalausgang, der je nach Schaltzustand 0 oder 5 Volt ausgibt. Das für jede Taste machen, mit einem Atmega 32 weiterverarbeiten (ist ein spottbilliger Mikrocontroller den man simplerweise in C programmieren kann) und als Midi ausgeben. Letzeres ist sicher auch ein wenig Arbeit und mit viel Manuals lesen verbunden, aber wenn der erste Part steht sollte das das kleinere Problem sein.

    Die genauen Dimensionierungen der Bauteile wird erst die Praxis zeigen, aber als Anhaltspunkt würde ich nehmen: mehrere hundert Kilo als Vorwiderstand (Hand - Fuss Widerstand eines Menschen ist etwas über einem Kilo, mit Schuen mehr, wenn man dabei das geerdete Gehäuse berüht natürlich deutlich weniger) der Tasten, bei der Spannung auf den Tasten reichen wahrscheinlich Werte im Millievoltbereich und OP Amp ist völlig egal, aber möglichst viele pro Gehäuse da man ja doch für jede Taste einen braucht.


    Das hab ich mir gerade aus dem Ärmel geschüttelt. Ich bin mir zwar sicher, dass es so funktionieren würde, aber es ist halt nicht getestet! Und dass man nur sehr kleine, ungefährliche Spannungen auf die Tasten legt versteht sich von selber!


    Wenn du im obigen Text überhaupt nix verstanden hast dann würde ich mir das Projekt erstmal auf die Bank schieben und ein wenig Grundlagen anlesen.

    Edit: Kleine Ergänzung, die mir gerade noch eingefallen ist. Zur Vergleichspannung am OP: google mal nach Hysterese und Komparator, da solltest du genug Schaltungen finden. Wenn man die Rückkopplung und die "Zuleitung" mit je einem Widerstand beschaltet bekommt kann man eine definierte Schalthysterese. Das verhindert auch unkontrolliertes Ein und Ausschalten im Grenzbereich, was gerade im Zusammenhang mit Midi zu einem Maschinengewehrfeuer aus Note On Befehlen führen würde.
     
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