TT Cabs vs. TAD Cabs ... Pro - Contra ?

von Kluson, 08.04.19.

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  1. Kluson

    Kluson Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 08.04.19   #1
    wie der Titel es sagt ...

    wenn es um Cabinets geht, fallen die Namen von 2 Anbietern meistens auch. Tube Town und Tube Amp Doctor.

    Auf den ersten Blick sehen mir die Boxenmodelle relativ gleich aus. Dennoch gibt es einen gewissen Preisunterschied.
    Sound ist immer Geschmacksache - aber wo liegen die eigentlichen, augenscheinlichen Unterschiede ? Holzart ? Verzahnung ?

    Exemplarisch zwei 2x10er Boxen, da es davon leider gar nicht so viele auf dem Markt gibt:

    TAD 2x10" Speaker-Cabinet Blackface Style
    closed back
    Baltische Birke Komplett Sperrholz
    65,5 x 50,5 x 27cm
    11.3kg
    Tolex schwarz
    Fender Grill
    425,00 €


    TTC 2X American Custom Shop
    closed back
    Kiefer 18 mm
    Größe nach Kundenwunsch ( die 212 ist 710 x 450 x 270 mm )
    Gewicht ?
    Tolex schwarz
    Fender Grill
    ab 289,00 €

    was macht den "Grundsound" der beiden Hersteller aus ?
    Gibt es den ?
    Hat jemand schon beide Konstruktionen vor den Ohren gehabt ?
    Ist Birke denn so viel besser geeignet als Kiefer ? ( Birke mittelhart, Kiefer weich bis mittelhart )
    Die TT kostet immerhin 30% weniger.
    Lohnen die 130 € mehr ?
    Fällt es kaum ins Gewicht ?

    Was spricht eurer Erfahrung für den einen oder den anderen ?


     
  2. nitrogen

    nitrogen Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #2
    Ich.gebe noch zu bedenken, dass die TT mit Schwalbenschwanz-Verbindungen ausgeführt ist, die TAD (Mojotone) ist fingerverzahnt.
    Die 130€ zahlst du auch dafür, dass TAD nicht selbst baut, sondern die Mojotone Cabs vertreibt und nach Einfuhr und Zoll auch gerne noch etwas daran verdient. ;)
    Habe selber seit ca. 9 Jahren eine 2x12 Rex Pro Vertical Slant von Dirk, die über jeden Zweifel erhaben ist, von daher meine Stimme in Richtung "support your local dealer".
     
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  3. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.04.19   #3
    Ich sekundiere @nitrogen hier, das Zeug das ich bisher von TT bekam war erstklassig und sauber verarbeitet, ein Small Head der anfing nach ein paar Wochen an den Klebestellen aufzugehen wurde anstandslos in ein neues Headshell umgetauscht. Ich hab von TT und TAD auch 5e3 Gehäuse bezogen, das TAD war halt zusätzlich noch (sehr sauber) lackiert (ein Schritt den ich beim TT selber gemacht habe) und der Unterschied hier war dass das Pine das von den TAD (bzw Mojo da TAD die Dinger nicht selber baut) nen Tacken leichter war als das Kiefer der TT. Außerdem sind TT (wie bereits erwähnt) Schwalbenschwanzverzahnt während Mojo fingerjointed baut, also ohne angeschrägte Seiten der Zapfen.
     
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  4. coucho

    coucho Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #4
    Ich kann nur etwas bzgl. TT sagen.
    Von dort habe ich eine 112er TTC British Serie, sowie ein Amp Standard Headshell.

    Ich habe den Kauf bisher nie bereut. Die Box ist qualitativ einwandfrei aufgebaut, Tolex, Keder und Piping sauber angebracht. Sie klingt super, ich habe sie halboffen gewählt.
    Service, Kommunikation und Lieferung ist ebenfalls super. Ich kauf gern bei Dirk und TT ein.
    Ich finde auch Preis/Leistung passt. Ich habe mir gerade gestern rein aus Interesse die Session "Bogner" 212er angeschaut und danach mit einer TT verglichen, da ist die TT nur unwesentlich teurer.
     
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  5. Kluson

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    Erstellt: 09.04.19   #5
    ok, das ist 3 x Pro TT. Unterschiede sind Holz ( Gewicht ) und Verzahnung.
    Beim Holz hätte man ja auch bei TT freie Wahl - wenn man das möchte.

    Gibt es hinsichtlich der Verzahnung Vor- und Nachteile ? Damit meine ich jetzt nicht Dinge wie "ja, in 30 Jahren wird die eine Box noch stabiler sein ...", sondern Unterschiede beim Klang - kann ich mir kaum vorstellen. Ist vermutlich eher eine "Philosophie"- und Kostenfrage, oder ?
     
  6. skerwo

    skerwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #6
    Ich habe und hatte bereits mehrere Boxen von TT - alles beste Qualität. Andererseits ist mein Amp (s. Avatar) in einem 2x10 fertig lackierten Tweedgehäuse von Mojo (über TAD) untergebracht. Das ist absolute Premiumqualität, auch was Tweed und Lackierung anbelangt.
     
  7. Kluson

    Kluson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #7
    Ok, Verarbeitung und "Pling" sind das eine - hier kann ich ggf. Abstriche machen ( da ist aber jeder anders ). Ob das Auswirkungen auf den Klang hat, ist die für mich spannendere Frage.

    Läuft es am Ende auf die Frage Skoda vs. VW hinaus ?
    Gleiche Qualität und Funktionalität - das eine eben haptisch etwas ansprechender ?
     
  8. drul

    drul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #8
    Ich würde eher sagen Mercedes oder BMW.

    Das Gehäuse meines Princeton Reverb BF war von TAD; das meines TAD ;) JTM45 ist eine Bluesbreaker Style 1x12 Customanfertigung von TT.

    Beide Tiptop verarbeitet - da gibt es keinen Grund, den Mehrpreis bei TAD zu zahlen.

    Und ich glaube beim besten Willen nicht, dass irgendjemand zwischen den genannten Gehäusen einen Unterschied hören wird.
     
  9. Kluson

    Kluson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #9
    ohne eine der beiden Anbieter je Live gehört zu haben, könnte ich mir eben auch eher vorstellen, dass es je nach Cab einen Unterschied klanglicher Natur gibt, die Frage ist dann nur ob man es als besser oder schlechter beurteilen kann oder es eben einfach nur anders ist.

    Ich liebäugle nämlich mittelfristig mit einem 2x10 Gehäuse im Fender Stil, weil ich noch Speaker hier liegen habe und diese gerne verbauen möchte. Nun gibt es leider sehr wenige 2x10 Boxen. Da liegen diese beiden Anbieter natürlich nahe.
     
  10. bluesfreak

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    Erstellt: 09.04.19   #10
    Das TAD 5e3 gehäuse klingt nen Tacken "wärmer" als das TT, das kommt etwas plärriger rüber aber auch nur wenn der Amp voll offen ist und man meint das Ding explodiert gleich.
    Ob das am Holz oder der unterschiedlichen Lackierung liegt kann ich nicht sagen,ich schiebe es darauf dass die Pine wohl etwas harziger ist als das Kiefernholz das TT verwendet.
    Einen deutlicheren Unterschied bemerkt man wenn das Boxenmaterial ganz anders ist, hier kann ich Birke vs Pappel deutlich unterscheiden. Birke klingt runder, klassischer, vor allem im Clean/Crunch während Pappel eher was für den HighGain Gniedler ist (oder für jemanden der extrem Rücken hat) weil es deutlich mittiger daherkommt, sprich ein Mr. Vai würde vermutlich Pappel wählen während ein Mr. Page sich wohl eher mit Birke zurechfinden würde...

    Das würde ich vom Amp abhängig machen und o.g. Kriterien einfließen lassen. Ne klassische BF Box würde ich aus Pinie/Kiefer bevorzugen, soll es eher dem SF Twin als Unterlage dienen würde ich zur Birke greifen...
     
  11. Kluson

    Kluson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #11
    Die Box sollte als Alternative für einen 68 Custom Vibrolux ( silver ) dienen. Die Stock Ten 30 habe ich rausgenommen und zuerst mit den SC10 Jupiters ersetzt. Gefiel mir schon mal viel besser. Aus Spaß habe ich mal Jensen P10R reingemacht. Fand ich noch angenehmer als die Jupiters, gerade clean. Jetzt wäre die Idee in den Amp an sich 2 x Jensen reinzumachen und die beiden Jupiters in eine Extrabox zu packen, so dass man bei Bedarf das eine oder andere nutzen kann.
    Wenn ich es entsprechend verdrahte hätte es zudem den Charme, dass ich bei der Extrabox die 4 Ohm am Fender und die 16 Ohm an den beiden Marshalls nutzen könnte, wenn ich wollte und es klingen sollte....
     
  12. MrKnister

    MrKnister Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.04.19   #12
    Auch bei mir mehrfach gute Erfahrungen mit Tube Town TT Cabs. :great:
     
  13. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.04.19   #13
    Bin echt beeindruckt, dass Du da solche Unterschiede heraushörst. Jetzt müsste man glattweg mal so ein Gehäuse aus MDF bzw. Spanplatte bauen und Dir mal zum Testen geben, ich wäre extrem gespannt auf die Ergebnisse. :gruebel:
     
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  14. bluesfreak

    bluesfreak Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 10.04.19   #14
    Das war in dem Fall des 5e3 nur dadurch möglich weil da zwei exakt identisch aufgebaute nebeneinander standen... Soundeindrücke sind subjektiv, vllt hat auch das eine oder andere Eichofener Hell da mitgestimmt ;)
     
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  15. Kluson

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    Erstellt: 10.04.19   #15
    Wobei ich glaube, dass bei einem Amp durchaus so viele Bauteile mit im Spiel sind, die Einfluss auf den Klang haben, dass es hier schwieriger ist den Unterschied beim Gehäusebaustoff zu verorten. Kann natürlich trotzdem möglich sein - ich denke es ist nur schwieriger als bei zwei gleichen Boxen
     
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  16. Stratspieler

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    Erstellt: 11.04.19   #16
    Du meinst, n' trockener Rotwein würde so ein Gehäuse ganz anders - trockener - räsonieren lassen als vergleichsweise ein süßer, schwerer Portwein? :great:
     
  17. OldRocker

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    Erstellt: 11.04.19   #17
    Hey,

    ....ich finde die Gehäusekonstruktion aus Kiefernsperrholz vorallem für Boxen sehr interessant, die im leiseren Bereich eingesetzt werden. Das Zeug schwingt einfach nen (hörbaren!) Ticken mehr, was zuhause und im Studio/bei leiseren Besetzungen räumlicher und voluminöser tönt als Birke-die dafür auch im heftigen Bereich definierter und klarer kontrolliert bleibt. Dieser Punkt geht demnach an TT, zumal der Preisvorteil des Kiefernholzes an die Endkunden weitergereicht wird.

    Ich kann mir allerdings nicht so richtig vorstellen dass zB. ein identisch grosses Fender Style 2/12Cab aus fast identischem Birkenschichtholz der beiden Hersteller wirklich unterschiedlich klingt---vielleicht im Bereich Volumen im Bassbereich einen Hauch...aber sonst!?

    Gruss,
    Bernie
     
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  18. Kluson

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    Erstellt: 11.04.19   #18
    ich habe eben übrigens gesehen, dass man eine zusätzliche Box am Vibrolux nicht so ohne Weiteres einsetzen kann, zumindest nicht zeitgleich mit den internen Speakern. Die Out-Buchsen sind wohl parallel, so dass man zum Betrieb einer anderen Box die internen Speaker ( 2 x 8 Ohm -> gesamt 4 Ohm ) abklemmen muss und den Out für die internen Speaker mit einem externen Speaker und den Out für externe Boxen mit dem anderen externen Speaker verbinden muss. Diese müssen dann, genau wie das interne Paar 2 x 8 Ohm -> 4 Ohm gesamt aufweisen. D.h. die Speaker der externen Box müssen dann jeweils über einen separaten Eingang verfügen, damit die Amp interne parallele Verdrahtung funktioniert. Es war zwar ohnehin angedacht, die externe Box anstelle der internen Speaker zu benutzen, aber die Option interne und externe Speaker zusammen zu nutzen, wäre natürlich interessant und entfällt damit. Insofern wird es wohl bei der ( für mich ) gut klingenden internen Mischbestückung bleiben - da habe ich auch 2 Optionen zur Mikrofonierung und muss mir nicht noch eine Box hinstellen.
    Ist zwar schade, dass ich die übrigen Speaker nicht verbauen kann - aber gut ... zumindest halte ich das Fender Konzept für recht unflexibel
     
  19. meikii

    meikii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 11.04.19   #19
    Ich habe bereits folgende Boxen besessen, gespielt und z.T. im direkten Vergleich getestet:

    TTC Rex 1x12,British 1x12, American 1x12, Studio 1x12, Lemberg 1x12,Rex 2x12, British 2x12, 4x12 Custom
    TAD / Mojo British 1x12, 2x12 und 4x12

    Bis heute übrig geblieben sind TTC Studio 1x12 sowie 2 Mojos 4x12: eine gerade (von TAD) und eine schräge (von AGL, der sie Cab for Life CFL nennt).

    Mein persönlicher Eindruck:
    Sowohl TTC als auch TAD sind super sauber verarbeitet und solide und jeden Cent wert. Der Sound der TTC's ist gut bis sehr gut und besonders bei den 1x12 sehr "charmant". Die 1x12 von TAD war vom Sound so perfekt, klar, konturiert, transparent, dass sie im Vergleich zur TTC fast schon etwas hifi-artiges hatte. Unfassbar sauberer Klang, aber ihr fehlte irgendwie eine Prise Rock'n'Roll. Die 2x12er fand ich bei TTC und Mojo gleichauf - die Mojo fetter, sauberer und konturierter, nicht so hifi-mässig wie die 1x12, die TTC wieder etwas charmanter und gutmütiger. Aber ich bin nicht so der 2x12 Typ. Die 4x12 von TTC war eine totale Enttäuschung. Dünn, harsch, widerborstig. Die 4x12 von mojo dagegen nach wie vor für mich persönlich und für das, was ich gerne spiele (erdiger Rock), die beste 4x12 überhaupt am Markt. Fett, warm, trotzdem konturiert und klar mit absolut punchigen und unwabbeligen Bässen, dynamisch, druckvoll, tolle Klangfarben etc.

    Daher kam ich für mich persönlich zu dem Fazit:
    Bei 1x12 präferiere ich TTC, 2x12 ist prinzipiell nix für mich da weder Fisch noch Fleisch (schon zu unhandlich, aber der Ton ist trotzdem nicht so erwachsen wie bei einer 4x12), bei 4x12 klar Mojo (egal ob von TAD oder Acy). Hoffe es hilft jemandem... :-)
     
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  20. Blumi_guitar

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    Erstellt: 11.04.19   #20
    ist beim 65'er Princeton PRRI auch so, ziemlich nutzlos :nix:
     
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