[Amp] Tube-Town TTC112 Raptor

von Bluesliebe, 26.01.16.

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  1. Bluesliebe

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    Erstellt: 26.01.16   #1

    Tubetown TTC 112 Raptor



    Mittlerweile habe ich genügend Erfahrungen mit dieser kleinen speziellen Box gesammelt, bei vielen Proben sowie auch im Livebetrieb bei Sessions und einem Gig in einer größeren Kneipe. Somit kann ich nun auch ein Review schreiben, ganz ohne Honeymoon Effekt.
    Ich bin auch eher durch Zufall auf diese Box aufmerksam geworden und das Prinzip fand ich gleich gut. Also habe ich mir ein Gehäuse geordert um zu testen. Mein Vorhaben war der Einsatz speziell bei Sessions welche ich gerne aufsuche. Da geht es meist sehr eng daher und nur zu oft spielst du dir mit einer konventionellen Box, oder einem Combo "zwischen den Beinen" durch, oder hörst dich nicht mehr richtig wenn du dich bewegst. Außerdem ist bei einer Session kleines Besteck gefragt, eben aus Platzmangel.

    Für diejenigen, die dieses Boxenprinzip noch nicht kennen. Das Gehäuse ist so konstruiert, das es nicht nur wie gewohnt nach vorne, sondern auch nach links und rechts projiziert, also wie eine Art Sidefills. Vor dem Speaker sitzt ein Diffusor, so verteilt sich der Sound besser im ganzen Raum und auch die Höhen werden optimal verteilt. Mehr Details entnimmt man am besten direkt bei dem Hersteller Tubetown.


    Spezifikationen des TTC 112 Raptor:



    * Größe: ca. 450 x 370 x 345 mm
    * Tolex: Marshall Stil schwarz
    * Bespannung: TT Modern Black
    * Hardware: schwarz
    * Gewicht: ca.10 kg
    * Diffusor: eingebaut
    * Bestückung: frontmontiert
    * Holz: 15 mm Pappel / 12 mm Birke
    * Kabelsatz: mono

    Preis: 269 Euro in der Standardausführung (so wie meine), oder 295 Euro in der Custom Shop Ausführung bei der man sich u.a. Tolex und Bespannstoff aussuchen kann.


    Zur Praxis des TTC 112 Raptor:



    Die Raptor beamt nicht so wie es zB eine Bassreflexbox tut die ich lange Jahre in Form einer H&K GL112 spielte. Das Problem dieser Boxen ist ja eben dass du in gewisser Entfernung meist viel zu präsent bist! Das ist bei der Raptor anders, eben wegen der speziellen Bauform.

    Ich habe auch, weil es durch die Frontmontage keine Arbeit macht einige Speaker getestet wie zB den Jensen Tornado, Greenback und ein Eminence Legend. Den Greenback und den Legend fand ich ganz okay, den Tornado dagegen richtig gut, mit ausgeglichenen Frequenzen mit reichlich Bässen. Das macht die Raptor auch bei moderater Lautstärke insgesamt fetter. Gefiel mir wirklich richtig gut. Mein derzeit montierter Celestion Century Vintage klingt ähnlich, ist aber eben noch etwas präsenter in den Mitten was mich als V30 Gewohnheitsmensch sehr glücklich macht. Daran habe ich mich mittlerweile auch sehr gewöhnt, das passt perfekt zu meinem Soundbild. Ich würde allerdings den Allroundern unter uns eher den Tornado empfsehlen, der mMn eh einer der besten Speaker ist.

    Gerade bei der Session war es genau so wie ich es angenommen hatte, ich setzte mich sehr gut durch, war überall sehr gut zu hören, tat aber niemanden weh durch eine zu direkte "in the face" Abstrahlung. Der Sound verteilt sich durch die Sidefills der Raptor optimal im Raum. Durch das die Raptor unterschiedlich hohe Füße hat und auch die Schallwand noch schräg sitzt hört man sich auch in geringem Abstand davor. Das ist ebenso ein großer Vorteil.
    Ein kleiner Wehrmutstropfen wäre allerdings zu erwähnen: ein Head in Normalgröße schaut links und rechts über die Box. Ein Head mit 45 cm passt exakt.
    Die Tubetown Raptor ist für Einsatzzwecke wie Sessions, Club- und Kneipengigs, Proberaum geradezu ideal. Ja auch zuhause macht sie sich sehr gut und klingt wenn der richtige Speaker an Bord ist auch sehr erwachsen mit reichlich Bottom. Zudem ist sie sehr handlich und leicht und trägt außerdem nicht auf.

    Meine Mitmusiker haben sich bereits auch daran gewöhnt. Gewöhnt deshalb, weil sie mich jetzt anders, sprich präsenter hören und ich mich deshalb auch insgesamt etwas leiser drehen konnte. Somit ist auch der Bandsound nun etwas anders. Vor allem aber für mich, weil ich mich eben besser höre, zumal ich mich gerne frei bewege und keine Wurzeln schlage.

    Von mir eine ganz klare Empfehlung, sie ist ihren Preis wert!

    Mit meinem Egnater Rebell-20 zusammen ist das bei Bedarf ein richtig kleines Kraftwerk und sieht zumindest für mich auch noch gut aus.

    [​IMG]
     
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  2. Flying Duckman

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    Erstellt: 26.01.16   #2
    Stark, das Ding hab ich auch auf dem Schirm! Ob das mit Metal auch klingt?
     
  3. Bluesliebe

    Bluesliebe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.01.16   #3
    Warum nicht, probiers aus ;)
     
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  4. Soaring138

    Soaring138 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.17   #4
    Hallo Zusammen,
    könnte mir einer von Euch erklären, wie der Diffusor aufgebaut ist und vor allem funktioniert ?
    Vielen Dank im voraus.
    BRUNO

    PS: dabei meine ich nicht die seitlichen 45° Winkel zur Ausrichtung des Sounds sondern den Diffusor VOR dem Lautsprecher, wie im ersten Beitrag erwähnt... Das ist mir ein Rätsel.
     
  5. skerwo

    skerwo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.17   #5
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  6. Bluesliebe

    Bluesliebe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.11.17   #6
  7. CampFire Hero

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    Erstellt: 07.11.17   #7

    Die einfache Erklärung:
    Im Durchmesser große Lautsprecher "bündeln" in der Mitte auf Achse gemessen/gehört höhere Frequenzen mehr als tiefe Töne. Wenn du jetzt auf genau dieser mittigen Achse etwas dazwischentust wird auf der Mittelachse der Schall gedämpft, auf den Seiten nicht so, also gleicht es sich aus. Der Diffusor (der alles ist nur nicht das) setzt mittig vor den Lautsprecher eine Stoffkalotte, die durch den Pappträger hinten verschlossen ist.

    :opa:
    [Klugscheiß ein]

    Die einfache Erklärung ist Mumpitz :D funktioniert aber.

    Die kompliziertere Erklärung:
    Es "bündelt" nichts, sondern es löscht sich weniger aus, auf Achse. Der wirkliche Grund hängt zusammen mit Dingen wie wirksamem Membrandurchmesser, akustischen Wellenlängen, Phasenbeziehungen, destruktiver Interferenz, nicht ebenen Wellenfronten und Physik der Wellenausbreitung. Zum Schluß landet man bei partiellen Differentialgleichungen für deren numerische Lösungen es heute schon etliche Simulationsprogramme gibt, die z.B. für die Berechnungen von Waveguides bei Studiomonitoren verwendet werden.

    [Klugscheiß aus]
     
  8. Soaring138

    Soaring138 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.17   #8
    Vielen Dank an euch drei !
    Ich fang mit dem bau der Raptor 112 an :-)
    Ich bin gespannt.
     
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