Vor allem Geduld.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
Habe früher (also noch in Deutschland, Köln) selber einen kleinen Musikladen besessen.
(in Verbindung mit Studio, und PA-Verleih)
Konzept war: Abseits vom Mainstream.
Wer also von mir ne Strat oder ne Gibson von der Stange haben wollte,
den konnte ich mit ruhigem Gewissen auf einen der grossen Musikhäuser in der Stadt verweisen
(sah ich nicht als Konkurenz an. Ausserdem kennt man sich eh untereinander).
Dort kann er sich unter ca 1000 Stück seine passende aussuchen.
Bei mir fand man dafür halt andere Sachen (meist Altertümchen, Raritäten, Exoten).
Und zu meiner "Sicherheit" hab ich mir auch nur Instrumente in den Laden gestellt,
die ich auch selber spielen würde (und auch gespielt habe).
Das heisst, wenn ein Teil doch nie verkauft würde, wäre es also kein Schuss in den Ofen,
oder totes Kapital, sondern ein weiteres Instrument in meiner Sammlung, am dem ich Spass habe.
Das spricht sich natürlich rum.
So war es für meine (Stamm)Kundschaft dann auch immer wieder interessant, mal zu schauen,
"was O-Tix diesmal so rumstehen hat".
Und natürlich der ganze typische Standard-Kleinkram.
Saiten, Pleks, Gurte, Gaffa-Tape, Kabel(auch spezialanfertigungen), Plegemittel, Fußbänkchen, usw.
Klar, die typischen Standard-Amps wie Ampeg, Fender, Marshall, Mesa, Orange, und Peavey
(zum Antesten halt), so wie die gängigsten Tretminen.
Damit findet dann eigentlich zum Antesten einer Gitarre/Bass, fast jeder das Equipment,
das er höchstwahrscheinlich auch zu Hause(Proberaum) hat.
Da ich selber auch Reparaturen und Umbauten gemacht habe, durften natürlich auch so Sachen wie Rören, Pick-Ups, Pickguards, Schalter, Buchsen, Potiknöpfe, Mechaniken, usw. nicht fehlen.
Kurz um, ein Laden für so allen möglichen "Kleinkram", den ein Musiker halt so braucht.
Also mein "Instrumenten-Museum" war halt immer wieder für Überraschungen gut.
So stand dann auch immer wieder mal der ein oder ander Analogsynthie o.Ä. rum.
Und ein (recht prominenter) Schlagzeuger kam z.B. regelmässig zu mir mit der Frage:
"Hast du was neues da, an alten Jazz-Becken?"(Ich finde die Formulierung so toll.)
Ach ja, und zu nem Kaffe war jeder herzlich gern willkommen.
PS. Es war ne tolle Zeit, aber ich bin trotzdem froh das ich mitlerweile "nur" noch Musik mache.