New York, DAngelico und die Gibson Es-120T

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Hey!
Heute möchte ich euch von meiner neuen Gitarre erzählen. Eigentlich keine neue Gitarre, die ist immerhin schon 51 Jahre alt. Aber vom Anfang an.
Das hier ist eine Art Reisebericht, aber auch eine Art ''Gitarrengeschichte'' ;)

Ich wusste schon etwas länger, dass ich jetzt im September nach New York fahren würde.
Natürlich musste (oder wollte, wie man das sieht :D) ich in alle Gitarrenläden in Manhatten, einfach weil mich das interessiert. Und vielleicht, dachte ich mir, finde ich auch was schönes.
Ich hab mir für die Reise auch @hack_meck 's New York-Reiseanregung durchgelesen, um mir ein Bild der Läden etc. zu machen.

Immer im Hinterkopf hatte ich auch Diesen Thread von mir, der inzwischen auch schon recht lang ist.
Naja, also habe ich mir diese Läden bzw. Einrichtungen rausgesucht, die mich interessieren:
1. DAngelico Showroom - den findet man nicht, außer, man weiß von ihm. Wieder ein mal habe ich das Hack_meck zu verdanken.
2. Ludlow Guitars
3. Chelsea Guitars
4. Guitar Center (14. Straße)
5. Guitar Center (44. Straße)
6. Matt Umanov Guitars

Ich möchte jetzt erst mal nur die ersten Eindrücke der einzelnen Läden schildern.

Der DAngelico Showroom ist sehr stylish und schön hergerichtet, überall stehen Sofas rum, und man kann sich frei nach Belieben jede Gitarre nehmen, die man spielen will. Die Leute dort sind sehr, sehr nett, und es gibt auch einen Hund, der mich sofort ins Herz geschlossen hat. Steve, der Product Manager (oder?) war sehr nett zu mir, und auch alle anderen waren echt nett.

Ludlow Guitars ist ein Laden, der sehr viele Effektpedale führt, alles Von A wie Analogman bis Z wie ZVex ;) Auch haben die interessante Amps und coole Gitarren, die vom 'Mainstream' abweichen.

Der Guitar Center in der 14. Straße ist sehr groß, und es gibt neben vielen Gitarren auch Recording, Drum etc. - Equipment. In dem Laden in der 14. wurde man fast gar nicht bedient, und als ich eine der 'interessanten' (=Vintage oder Custom Shop) Gitarren spielen wollte, musste ich erst mal dafür sorgen, dass überhaupt jemand herkommt, um sie mir zu geben, Und spielen 'durfte' ich sie dann auch nicht, außer, ich hätte sie am selben Tag noch gekauft? :weird:

Der Guitar Center in der 44. Straße war schon eher überzeugend. Man geht einen mit ca. 500 Glühbirnen beleuchteten Gang runter, und wird sofort freundlich begrüßt. In Glaskästen stehen 2 Millionen Dollar auf 2 QM, in Form von Eric Claptons Blackie und seiner ES.
Im Platinum-Raum wurde man nett von einem Mann empfangen, der aussah, wie der Dog Whisperer
cicadecanina.jpg

Vielleicht war es sogar er... oder sein Zwilling oder so. Kann sehr gut sein.
Der Dog Whisperer ließ mich auch alles anspielen, was ich wollte. Auf das, was ich gespielt habe, geh ich später ein, hier gibt's nur mal den ersten Eindruck.

In Matt Umanovs Laden wurde man auch recht nett begrüßt, ich wurde sehr nett bedient.

Chelsea Guitars ist ein winziger 1-Zimmer-Laden, der ziemlich abgedreht ist. Neben einer 1952er Goldtop hängen auch viele Gitarren rum, wo man sich fragt: Wer kauft das?? :D
Die Mitarbeiter meinten auch, dass ihr Chef verrückt sei (der war an dem Tag nicht da), und deshalb haben sie recht viel so.. Zeugs :D Trotzdem ist der Laden für mich eine art Hassliebe, dazu später mehr.


Der erste Laden, in dem ich war, war Chelsea Guitars.
Da habe ich erst mal die 1952er Les Paul begrapscht, um dann ein paar Gitarrenpreise zu erfragen. Viele waren teuer.
Also habe ich das andersrum gemacht, und gefragt, was für billige Archtop/Jazzgitarren sie denn da hätten. Erst haben sie ein paar der oben erwähnten ''Werkauftdas-Gitarren'' gezeigt, und dann irgendwann ist ihnen anscheinend die Gibson eingefallen.
Die hing zu der Zeit hinter einer Roten Buddy Lee Gitarre, und noch einer anderen, ganz versteckt.
Hm, 1964, Gibson, recht billig, Lackrisse - trocken angespielt sehr warm und laut. Da war ich schon ein bisschen verliebt. Also ab an den Verstärker.
Am Amp klang sie.. interessant. Ungewohnt. Aber geil. Total eigen, und sehr gut. Der Hals war wie für mich gemacht, und sie hatte eine gewisse Ausstrahlung. Also bin ich total verliebt aus dem Laden raus, und dachte mir erst mal ''fuck.'' :D

Am selben Tag noch bin ich also weiter in den DAngelico Showroom. Dort habe ich einige Gitarren angespielt, obwohl mir die DAngelico EXL-1 aus Korea am besten gefallen hat. Ich habe beim ersten Besuch echt recht viel gespielt, auch diese bemalten, von denen @hack_meck so schöne Bilder gemacht hat, aber die 'einfachen' aus Korea gefielen mir am besten.

Mein Zwischenstand war also, dass diese beiden Gitarren sehr geil sind. :D

Im Hotel habe ich mich dann erst mal über die Gibson schlau gemacht. Was man liest ist nicht schön:

  • Available: 1962 to 1971
    Collectibility Rating: D- (Gibson's most basic and least expensive student model electric thinline archtop. Even cheaper than an ES-125t). The Gibson ES-120t was an inexpensive guitar for Gibson to produce because the pickguard assembly, which holds all the guitar's electronics, can be made off the guitar. It is then "dropped in" to the body as the last assembly step. The front of the guitar is routed like a small swimming pool to accomodate the pickguard and pickups/electronics. This is why the guitar only has one "f" hole. A common problem with this model is the overly thick pickguard can crack, since the output jack is part of the pickguard, adding lots of pressure to the pickguard upon jack insertion/removal.
Ui, klingt nicht schön. Die Gitarre, die mir so gut gefiel, hatte jedoch kein Pickguard mehr. Das wurde - schon sehr früh, sonst wäre der Lack schon gefaded - weggemacht, und die Elektronik in den Korpus versetzt. Sieht besser aus, ist wertiger, mir war es mehr als nur recht.
Auch was man sonst noch liest - ''Cheap Guitar.... Weak Pickup'' etc. hat meine Verliebtheit etwas gedämpft.

Naja, schauen wir mal, dachte ich mir


Am nächsten Tag haben wir uns die Lower east side angeschaut, und ich war in Ludlow Guitars.
Sehr netter Laden, mit riesiger Glastheke, in der die Effektpedale darauf warten, gespielt zu werden. Hier habe ich nur ein Carbon Copy und ein Catalinbread Echorec verglichen. (Das Carbon Copy gewann für mich)

Der nächste Tag war ein ziemlicher Gitarrentag, es ging in drei Läden (und so lang, wie ich in jedem gebraucht habe, braucht das einige Stunden :D)
Zuerst in den Guitar Center in der 44. Street.
Dort habe ich ein paar sehr coole Gitarren angespielt. Neben ein paar Serienmodellen und einigen 2016er-Gibsons und noch zwei sehr schöne Gitarren.
Zum einen diese 1959er ES-330 - eine sehr gute Gitarre, die gut geklungen hat. Irgendwie hat mir nach längerem spielen trotzdem etwas gefehlt, abgesehen davon, dass ich sie mir eh nicht hätte leisten können/wollen, war sie nicht ''meine''.
Dann habe ich noch eine blaue Strat angespielt, die mir sehr gut gefallen hat, aber ich habe schon 3 Strats, und 6500$ war dann doch etwas teuer ;)

Dann ging es weiter in den DAngelico Showroom. Wieder eine EXL-1 angespielt, wieder mochte ich sie. Diesmal habe ich noch ein paar andere Gitarren auch angespielt.
Ein mal eine Archtop mit 2x P90 - gute Gitarre, aber nicht meins.
Dann eine 335-Style, sehr gute Gitarre, kommt auf die ''Hinterkopf-Liste''
Und eine 12,000$ 1942 Style B Gitarre - ich wurde nicht mal 'Beaufsichtigt', während ich gespielt habe :D :great: Eine sehr gute Gitarre, bei dem Preis sollte das auch drin sein, Beim Vergleich mit der 1/12 kostenden EXL-1 ist ein Unterschied aufgefallen, ehrlich gesagt aber keiner, der den 12-Fachen Preis rechtfertigen würde.:nix:

Weiter ging es wieder zum Chelsea Guitars, wieder die ES-120T angespielt.
Wieder hat sie mir total gut gefallen, trotz dem Zeug, was ich im Netz gelesen habe. Der Sound war was eigenes, Akustisch wie Elektrisch gut, und sie fühlte sich richtig an. Die 'Modifikationen' an ihr haben mir gut gefallen, sie hatte eine super Saitenlage und war total verhauen. Mein Bruder meinte, sie hat eine Art 'Straßenköterflair'.

Als Resümee für den Tag ist bei mir, und bei meinem Bruder, der mich begleitet hat, hängen geblieben: Die Gitarren, die ich alle angespielt habe, waren alle gut.
Trotzdem hat diese ES einen unglaublichen, eigenen Charakter. Eine Geschickte, und eine Ausstrahlung. Auch vom Sound hat sie mir (und meinem Bruder) mehr zugesagt, als diese 1959er 330, und im Endeffekt auch mehr, als die der DAngelico. Die DAngelico sind sehr gute Gitarren, keine Frage. Aber im Gegensatz zu der ES habe ich den Charakter vermisst.

Aber ich war ja noch nicht in allen Läden...

So viel erst mal dazu, das hier wird heute Abend noch mal fortgesetzt und/oder zu Ende gebracht ;)
 
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Don Joe
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Jap, Rudy habe ich, ist mir am letzten Tag aufgefallen, beim Planen irgendwo dann vergessen; schade.

Okay, also weiter geht's,

Am nächsten Tag gibg es weiter, zum einen zum Matt Umanov, und zum Guitar Center in der 14. Straße.
Inzwischen war ich mir schon ziemlich sicher, dass ich eine Gitarre aus New York mit nach Hause nehmen möchte. Ich wusste nur nicht, welche. Die Es hat mir gut gefallen, die DAngelico auch, ich wollte noch sehen, was der Herr Umanov, und der andere Guitar Center zu bieten haben.

Beim Herr Umanov wäre übrigens am Samstag, 1 tag nach meiner Abreise, ein großer ''Fender-day'' mit ''Cheapest prices of the year, free stuff etc.'' gewesen, schade, dass ich nicht da war.
Dort gab es sehr coole Gitarren - unter Anderem eine Bowler Bros Tweed Tele, So in der Art, nur mit einer P90/S Konfiguration.
Auch habe ich diese Gitarre angespielt: http://www.umanovguitars.com/category/old-stuff/hollowbody/1966-gibson-es-125tc-1/ - Eine 1966er ES-125TC
Das ist der teurere Bruder der ES-120, mit einem P90. Auch hat sie ein Cutaway. Und sie ist 2 Jahre älter.
Eine schöne Gitarre, in gutem Zustand, lange nicht so abgefuckt wie die ES-120T. Aber: Sie klang nicht. Zumindest nicht so gut. Akustisch war sie leiser bis viel leiser, verstärkt mochte ich ihren Klang auch nicht wirklich - auf dem Papier sieht sie echt besser/verlockender aus, als die ES-120, aber naja.

Auch war ich im Guitar Center in der 14.
Wie schon gesagt: Schlechter Service. Um genau zu sein, war ich ca. 5 min im Platinumraum, bis überhaupt mal einer gekommen ist.
Dort gab es auch eher mal nichts (für mich) interessantes. Am lustigsten war da noch diese Gitarre:
Dort war sie sogar für 100$ zu haben. Die war ganz nett :D


Naja, ich habe also lange überlegt, und bin am nächsten Tag noch mal zum Chelsea Guitars gefahren.
Der eine Verkäufer war schon beim reinkommen recht schweigsam und so, aber egal. Also habe ich die Gitarre wieder angespielt, und wieder fand ich sie total geil. Ich wollte sie dann auch noch über einen alten Fender hören, weil man bei so einem weiß, woran man ist (Davor war es immer irgendein Peavey-Röhrenamp, ein alter). Das ist natürlich eine unglaublich schwere, nervige, stressende Aufgabe, vor Allem in Anbetracht dessen, dass ich ernsthaftes Kaufinteresse habe - aber er hat es gütigerweise gemacht:rolleyes::igitt:

Ich hab also bisschen vor mich hin gespielt, dann hat der Typ auf einmal gemeint, ich könne hier nicht den ganzen Tag Gitarre spielen, und ich muss sie nicht überzeugen, dass ich die Gitarre will, das weiß er schon?? :weird:
Ich war natürlich etwas vor den Kopf gestoßen, aber dachte mir wenig dabei, ich dachte, er macht vielleicht einen verkorksten Scherz.

Also habe ich mal gefragt, was man mit dem Preis machen kann. Er war da recht zickig, und wollte nicht runter. Also habe ich mehr gespielt und überlegt.
Dann kommt noch ein neuer Mensch in den Laden rein, begrüßt uns mit einem Hallo.
Dieser Herr hat sich als ein 'Älteres Ich' herausgestellt, 73 Gitarren, 11 (oder so) Amps, also auch ein Gitarrenverrückter. Haben uns etwas unterhalten, darüber, was der Kerl so für die Es wolle, und dass die ja recht verbastelt sei, dann sind wir abgeschweift und zu alten Fenderamps gekommen.. wie das halt so ist ;)
Dann meinte der Verkäufer, er kann uns (wir waren zu 6.) hier nicht so rumstehen haben, wenn Kunden kommen (weit und breit war keiner in Sicht) würde der nicht durchkommen (Erinnerung: Der Laden ist winzig, vllt. 4x9m; ein Kunde wäre trotzdem locker durchgekommen) kämen die nicht durch? Und hat so die meisten aus dem Laden gescheucht :weird:. Außen erst mal weiter geredet, der andere deutsche und seine Frau meinten, wenn sie mir gefällt und ich verliebt bin - kaufen!
Also habe ich über dem Preis nachgedacht, und wollte ihm ein Angebot machen - also bin ich rein, habe angesetzt, die Gitarre ist super, ich liebe sie, aber - und wurde sofort mit einem kretzigem ''well don't buy it then'' unterbrochen:ugly:
Das war der Zeitpunkt, an dem ich eigentlich nur noch überlegt habe, ob ich die ES da lasse, weil ich dem Typen nicht mein Geld geben will. So behandelt man seine Kunden nicht.
Nach ewigem rumüberlegen bin ich dann doch schwach geworden, und habe den Preis gezahlt. Ich wollte die Gitarre, das 'musste' sein.
Während der Verkäufer nach einem passenden Gigbag suchte, hab ich mich noch etwas mit dem Chef unterhalten, der versucht hat, die Stimmung wieder etwas aufzubessern. Der war echt okay.
Also bin ich da mit einer - meiner Meinung nach - wunderschönen, und wirklich sehr gut klingenden Gitarre raus. Leider lies sich auch eine Art 'fader Nebengeschmack' nicht vermeiden, aber die Gitarre kann ja nichts dafür, wenn ihr Besitzer nicht mit Kunden umgehen kann ;)
Nach dem Kauf wurde mir mitgeteilt, die Gitarre war lange Zeit in einem Studio eines Freundes, und sei auf 4-5 CD's zu hören. Ob das stimmt? Mir ist es egal. Sie klingt gut, das reicht mir.

Ich bin also mit ihr ins Hotelzimmer, und hab sie erst mal ziemlich lang gespielt - ich war echt total froh, und die Gitarre hat mir total gut gefallen.
Am nächsten Tag ging es schon wieder zurück nach Deutschland, dafür habe ich die Gitarre im Gigbag mit Pullovers etc. so gut es ging gepolstert, da das Gigbag selbst nicht so super gepolstert war.
Und so ist sie jetzt hier bei mir gut angekommen, und wird zur Zeit am häufigsten von allen gespielt. Ich bin total verliebt.
Vorhin erst ist mir wieder aufgefallen, wie vielseitig sie ist, und wie brauchbar schon alleine der Akustische Klang. Geil! Ich freu mich!

PS: sollte etwas unverständlich geschildert sein - bitte sagen, ich schreib das alles frei von der Leber :D

Morgen oder im Laufe der Woche werde ich hier auch noch auf die Gitarre selbst eingehen, in Form eines Reviews oder so. Jetzt erst mal noch ein paar Bilder :) Der Rest der Bilder kommt dann zum Review.
fNmnl0M.jpg
YdCZFUR.jpg
Bf6mDHC.jpg
hTASh6k.jpg
tUm53Zr.jpg
2Rwbskx.jpg

PS: Ja, es ist so, wie es aussieht: Die Gitarre hat überall diese geilen Lackrisse :D
 
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Tolle Story - macht Spaß da mitzulesen.

Respekt vor Deiner Beherrschung. Ich kann in solchen Situationen nicht mehr anders als LAUT und DEUTLICH zu sagen: "Na wenn ihr meine tausenden Euros/Dollars nicht wollt - ich bin sicher, es findet sich entweder ein netter Wettbewerber von Euch oder ein Internet-Shop. Hier werde ich jedenfalls nie wieder auch nur einen Cent lassen, so behandelt man Kunden einfach nicht". Und dann zu gehen. Egal in welchem Land der Welt, egal in welchem Shop. Nach einer entsprechend saftigen Negativ-Bewertung auf Google, Yelp und wo-auch-immer geht es mir dann besser, aber einen solchen Laden betrete ich in der Tat nie mehr wieder. Habe ich nicht nötig, und kann ich auch nicht - das Instrument wäre also nicht bei mir gelandet.

Aber wie dem auch sei - wenn sie klingt und passt, dann ist doch alles gut! Viel Freude damit!
 
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Don Joe
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Danke für das Lob und die Kekse! :)
Jap, Googlebewertung (sind da eh schon schlecht bewertet) kommt von mir auch noch - ich hätte es gerne auch so gemacht wie Du, aber die Gitarre hat es mir so sehr angetan, deshalb konnte ich nicht :D
 
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Gratuliere ... :great::great:

Eine Gitarre mit, jetzt deiner, Geschichte ist toll - die D'Angelico sind ja nicht aus der Welt und andere Mütter haben ja auch noch schönen Töchter. Wie willst du sonst jemals auf die oben erwähnten 73 Gitarren des "Zweiten-Ich" kommen.

mit einem kretzigem ''well don't buy it then''

Offensichtlich ein waschechter New Yorker. Ein Kumpel hat sich mal angepasst und wie folgt nach dem Weg gefragt ... "Can you tell me how to get to the Central Park, or shall I fuck myself?"

Ich wollte da auch vorbei geschaut haben, aber 30 Minuten nach offizieller Öffnungszeit, war noch keiner weit und breit zu sehen. So dringend scheint es mit dem Platz für andere Kunden wohl nicht zu sein. Wahrscheinlich wussten sie aber, dass die vielen Kunden erst kommen werden, wenn sie Euch rausgeschmissen haben um Platz zu machen.

Steve, der Product Manager (oder?)

Steve Pisani ist Präsident ;) ... Allerdings war er ja jahrelang als Gitarrenverkäufer an vorderster Front und da macht ihm der direkte Kontakt zum Endkunden durchaus noch Spaß.

Mit ihm arbeite ich gerade an einer Überraschung ... Ihr solltet den Event Bereich nicht aus den Augen lassen.

Und eine 12,000$ 1942 Style B Gitarre

Victor Baker ... D'Angelico Master Builder #108

Dann wünsche ich dir viel Spaß mit dem Baby und hoffe du hattest beim abarbeiten meiner NY Liste auch ein wenig davon (Spaß). Und da die Stadt ja ständig in Veränderung ist, kannst du dort gerne noch ein paar aktuelle Tips reinpacken.

Gruß
Martin
 
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ein wirklich toller Bericht, schön geschrieben.
Hast du die Gitarre dann bei der Rückreise als Handgepäck mit an Board nehmen dürfen? ging das ohne Probleme oder haben die rumzickt?
 
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@ Don Joe : Kuriose aber auch nette Story , also so sind New Yorker drauf ...Trotzdem hast du eine Sehr schöne Dezente alte Gibson Jazz Gitarre bekommen , wieviele hast du eigentlich ? :)
... "Can you tell me how to get to the Central Park, or shall I fuck myself?"
OMG !:D:great:
 
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Glückwunsch zur Gitarre & tolle Story! :)

Ich war im Februar auch in New York und kann deine Erfahrungen mit den Geschäften in so ziemlich jedem Bereich bestätigen. Im Guitar Center an der 44. Straße habe ich mehrere Stunden verbracht und mit einem Mitarbeiter über so viel Kram philosophiert. Seien es Custrom Shop Gitarren, dass er die Chili Peppers in den 80er mit Hillel Slovak gesehen hat (OMG! :D) und was ich den so gerne mal testen würde. Dann durfte ich einfach alles testen was ich wollte, obwohl er wusste, dass ich Student bin und mir keine Vintage Stratocaster oder Custom Shop Les Paul leisten kann. Als Andenken gab er mir dann noch ein paar Guitar Center Plektren.

Das andere Guitar Center sollte man meiner Meinung nach meiden. Da habe ich ähnliche Erfahrungen mit den Mitarbeitern gemacht. Den Laden von Matt Umanov fand ich dagegen absolut traumhaft. Die Auswahl an Gretsch Modellen und die netten Leute haben mir sofort ein gutes Gefühl gegeben. Leider hatte ich nicht die finanziellen Mittel um mir eine Gitarre von dort mitzunehmen. Das wird dann irgendwann mal in LA nachgeholt!
 
Don Joe
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Gratuliere ... :great::great:

Eine Gitarre mit, jetzt deiner, Geschichte ist toll - die D'Angelico sind ja nicht aus der Welt und andere Mütter haben ja auch noch schönen Töchter. Wie willst du sonst jemals auf die oben erwähnten 73 Gitarren des "Zweiten-Ich" kommen.
Vielen Dank erst mal für die Kekse und das Lob! :)
Ja eben, und irgendeine DAngelico muss ich irgendwann kaufen :D
Mein älteres Ich (um ehrlich zu sein - den Namen weiß ich gerade nicht :D ) hat auch gesagt, er wollte so eine - da hab ich ihn natürlich auf den Showroom aufmerksam gemacht :D

Zu mir und ihm noch was: Das ganze war lustig, und irgendwie (k)ein Zufall: Am Flughafen hab ich ihn wieder getroffen, haben uns etwas unterhalten etc. (er war sehr begeistert vom DAngelico Showroom, die haben sicher bald einen neuen Kunden), und dann saß ich im Flieger auch noch neben ihm :D


Offensichtlich ein waschechter New Yorker. Ein Kumpel hat sich mal angepasst und wie folgt nach dem Weg gefragt ... "Can you tell me how to get to the Central Park, or shall I fuck myself?"

Ich wollte da auch vorbei geschaut haben, aber 30 Minuten nach offizieller Öffnungszeit, war noch keiner weit und breit zu sehen. So dringend scheint es mit dem Platz für andere Kunden wohl nicht zu sein. Wahrscheinlich wussten sie aber, dass die vielen Kunden erst kommen werden, wenn sie Euch rausgeschmissen haben um Platz zu machen.
Obwohl die meisten da echt super nett sind, vor Allem wenn man auf den Stadtplan rumgeschaut hat, wurde man oft gefragt, ob man Hilfe braucht (von sich aus - sehr nett!)
Der Laden ist echt lustig, aber auch was Du da erzählst ist natürlich etwas komisch.. Wenn wir da schon dabei sind: Ich war auch erst ca. 5 min nach Eröffnung beim Ludlow Guitars(wir sind immer sehr früh, so gegen 6, aufgestanden und haben uns fertig gemacht - jetlag...) und da war er schon offen und alles :D


Steve Pisani ist Präsident ;) ... Allerdings war er ja jahrelang als Gitarrenverkäufer an vorderster Front und da macht ihm der direkte Kontakt zum Endkunden durchaus noch Spaß.
Aaah okay! Der ist echt super nett! Im Showroom war auch noch ein anderer langhaariger, mit dem haben wir uns länger unterhalten, und er hat mir sogar ein Kompliment gemacht, wie ich spiele :love: :D
Mit ihm arbeite ich gerade an einer Überraschung ... Ihr solltet den Event Bereich nicht aus den Augen lassen.
Als ich das 2. mal da war, war er leider nicht da. Sonst hätte ich ihn nömlich deswegen ausgequetscht ;) - ich bin gespannt!

Victor Baker ... D'Angelico Master Builder #108
Hab ich schon gelesen, aber wusste nicht, dass die von ihm ist :D Boah aber (hast Du die auch gespielt oder angeschaut mal?) wie die aussah - traumhaft. Das einzige war, dass das Pickguard, wenn man minimal draufgedrückt hat (Ok, das macht man normal auch nicht) gequietscht hat :nix: :D

Dann wünsche ich dir viel Spaß mit dem Baby und hoffe du hattest beim abarbeiten meiner NY Liste auch ein wenig davon (Spaß). Und da die Stadt ja ständig in Veränderung ist, kannst du dort gerne noch ein paar aktuelle Tips reinpacken.
Vielen Dank!!
Na klar, ich bin echt beeindruckt von New York - ich war schon öfter in Amerika, aber dort meistens im Südwesten, und Dew York ist was ganz anderes. Und Spaß hatte ich immer!
Mit Tipps überleg ich mal, ob mir was einfällt :)


ein wirklich toller Bericht, schön geschrieben.
Hast du die Gitarre dann bei der Rückreise als Handgepäck mit an Board nehmen dürfen? ging das ohne Probleme oder haben die rumzickt?
Noch mal vielen Dank für Kekse und Lob, freut mich, wenn es gefällt!
Ich hatte ein kleeines Bisschen Befürchtungen, aber das letzte mal ging alles gut, als ich eine Gitarre mit in den Urlaub genommen habe. Dieses mal habe ich einfach gar nichts gesagt, und niemand hat was gesagt :D Ich denke, wenn man das recht selbstverständlich macht, denkt sich niemand viel dabei, und die, die es tun, meinen ''dafür bin ich eh nicht zuständig'' - oder es ist eg 'erlaubt'.
Nur: Wenn Du mal eine mitnehmen willst, nimm keinen Koffer. Da denke ich eher, dass jemand sagt, man könne die auch aufgeben - und das will ja keiner :D (Weil Gitarre aufgeben - ist die Gitarre aufgeben, verstehsde? ;) :D)

@ Don Joe : Kuriose aber auch nette Story , also so sind New Yorker drauf ...Trotzdem hast du eine Sehr schöne Dezente alte Gibson Jazz Gitarre bekommen , wieviele hast du eigentlich ? :)
Danke noch mal für das Lob! :)
Ja, ich freu mich total! Jazz-Gitarren oder insgesamt? :D
Also jetzt habe ich
Die Gibson Es-120T
Fender Amc. Std Strat
Fender Black Paisley Strat
Fender Black Paisley Tele
Harley Benton-Bausatz Tele
Eigenbau-Partscaster Strat
Billig-Akustik-50€-Aldiklampfe
Billig-Selbergerelict-Lidlklampfe :D
Und einen Korpus, der zur Zeit darauf wartet, ob er verkauft oder verbaut wird :D
Eigentlich haben alle Gitarren entweder eine gute Daseinsberechtigung, oder ich will (weil ich daran hänge) sie nicht verkaufen :D


Glückwunsch zur Gitarre & tolle Story! :)

Ich war im Februar auch in New York und kann deine Erfahrungen mit den Geschäften in so ziemlich jedem Bereich bestätigen. Im Guitar Center an der 44. Straße habe ich mehrere Stunden verbracht und mit einem Mitarbeiter über so viel Kram philosophiert. Seien es Custrom Shop Gitarren, dass er die Chili Peppers in den 80er mit Hillel Slovak gesehen hat (OMG! :D) und was ich den so gerne mal testen würde. Dann durfte ich einfach alles testen was ich wollte, obwohl er wusste, dass ich Student bin und mir keine Vintage Stratocaster oder Custom Shop Les Paul leisten kann. Als Andenken gab er mir dann noch ein paar Guitar Center Plektren.

Das andere Guitar Center sollte man meiner Meinung nach meiden. Da habe ich ähnliche Erfahrungen mit den Mitarbeitern gemacht. Den Laden von Matt Umanov fand ich dagegen absolut traumhaft. Die Auswahl an Gretsch Modellen und die netten Leute haben mir sofort ein gutes Gefühl gegeben. Leider hatte ich nicht die finanziellen Mittel um mir eine Gitarre von dort mitzunehmen. Das wird dann irgendwann mal in LA nachgeholt!
Danke noch mal, und auch danke für die Kekse! :)
Also ich fand auch, der Unterschied der beiden GCs war gewaltig, interessant, finde ich :D

Ui, LA klingt gut ;)



Viele Grüße!
 
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Ha, Gitarrenlaeden in New York ... die sind eine ganz eigene Welt. Mein Lieblings-Shop ist 30th Street Guitars, aber auch da wird man mit dem typischen Ostküsten-Charme willkommen geheissen. Als ich es gewagt habe, nach einem möglichen Trade einer richtig genialen (und masslos überteuerten) ES330 gegen zwei meiner Gitarren zu fragen kam erst mal nur höhnisches Gelächter ... damit muss man (gerade als Westkuestler) erst mal klar kommen.

Schöne ES hast Du da ergattert. Gefällt mir super - gerade mit den Modifikationen. Und Charakter/Mojo hat die ja mit Löffeln gefressen ;)
 
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Das klingt echt typisch :D

Danke für die Komplimente, die Tage schreib ich jetzt dann auch mal was zur Gitarre selbst, wollte sie nur besser kennenlernen mal :D
 
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Okay, ich hätte fast gerade noch so eine Gitarre aus dem Einsteigersegment von früher gekauft, wurde nur ein bisschen überboten. Schade!
Die ES haut mich immer noch um, es ist ungleublich, was man mit einem Pickup anstellen kann, und ich liebe ihren Sound, total einzigartig und geil...
 
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Okay, ich hätte fast gerade noch so eine Gitarre aus dem Einsteigersegment von früher gekauft, wurde nur ein bisschen überboten. Schade!
Die ES haut mich immer noch um, es ist ungleublich, was man mit einem Pickup anstellen kann, und ich liebe ihren Sound, total einzigartig und geil...

Stark, so soll es sein. ;)

Von mir somit auch Glückwunsch zum tollen Kauf, incl. der ganzen Hintergrundstory. Sowas ist einfach geil und bleibt hängen. Ein ganzes Leben lang! :great:
 
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