Umkehrung - wie geht das?

von nazbue42, 18.06.07.

  1. nazbue42

    nazbue42 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #1
    Hallo, ich muss mal dumm fragen:
    Es geht um Kompositionslehre, Krebs, Umkehrung, Krebsumkehrung usw.
    Also eine "Umkehrung" ist die Umkehrung des Tonhöhenverlaufs, sprich die Spiegelung einer Melodielinie an einer horizontalen Achse. Das steht in jedem Lehrbuch.
    ABER AN WELCHER ACHSE????

    Nimmt man immer die h-Linie, quasi als Mittelachse (Im Violinschlüssel), oder geht man vom Grundton bzw. ersten Ton aus und kehrt von diesem aus die Intervalle um , also z.B. statt einer Quarte nach oben eine Quarte nach unten usw.?
    Oder ist das egal und man macht´s, wie man´gerade braucht? Im Grunde sind die Melodien, die man erhält, eh immer die gleichen, nur eben in einer anderen Tonlage.
    Wie is´n das?
     
  2. MaBa

    MaBa HCA Musiktheorie HCA

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    Erstellt: 18.06.07   #2
    Die "Spiegelachse" ist beliebig...

    Ein Melodieverlauf könnte so aussehen: Melodie geht eine Terz nach oben, dann eine Sekunde nach unten.
    Dann ist der Melodieverlauf der Spiegelung: Melodie geht eine Terz nach unten, dann eine Sekunde nach oben.

    Ausgangston kann jeder beliebige Ton sein.

    Gruß
     
  3. Bellini

    Bellini Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.06.07   #3
    Sowas gibt es nicht.


    So ist es, wie MaBa schon beschrieben hat wird immer das Intervall umgekehrt.
    Ist unsere Melodie eine Folge der Töne: d' f' g' a', haben wir bei der Umkehrung die Töne d' h a g.

    Nicky
     
  4. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 19.06.07   #4
    Wir müssen unterscheiden zwischen umkehrung und spiegelung.
    Bei der umkehrung wird das intervall "umgekehrt", ein terz nach oben wird eine sexte nach unten, bei der spiegelung wird eine terz nach oben eine nach unten.
     
  5. nazbue42

    nazbue42 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.06.07   #5
    Das ist mir wieder neu bzw. habe ich so noch nie gelesen. Also, das Stichwort "Komplementärintervall" ist mir schon geläufig, aber deiner Aussage zufolge würden ja zumindest in den Büchern, die ich kenne, die Begriffe Spiegelung und Umkehrung falsch oder schwammig bzw. synonym verwendet werden.
    Ist diese (deine) Differenzierung jetzt nur was für welche, die´s ganz genau nehmen?
    Ich meinte immer, eine Umkehrung sei eben eine Spiegelung.
     
  6. Günter Sch.

    Günter Sch. HCA Piano/Klassik HCA

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    Erstellt: 19.06.07   #6
    @nazbue42
    Du wirst sicher bemerkt haben, dass es sich um zwei verschiedene sachverhalte handelt, und die bezeichnung "umkehrung" wird allerdings oft schwammig verwendet. Bei akkorden bezeichnet man damit die verlagerung des tiefsten tones in die höhere oktave. Wenn ich eine terz nach unten oktaviere, wird eine sexte daraus. Ist doch logisch, oder?
    Ich sehe mich nicht als erfinder dieser terminologie, ich bin auch kein theoriefuchs, nur fiel mir eben diese schwammigkeit auf.
     
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