Umsatzsteuer ausgewiesen - berechtigt?

von Margie_G, 21.02.08.

  1. Margie_G

    Margie_G Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.08   #1
    Hallo euch allen,

    wenn man mit einer Band zwecks Demo-Aufnahmen im Studio gewesen wäre und für nur einen Tag 300€ ausgemacht worden wäre.

    Wie wäre es dann, wenn man dann eine Rechnung erhalten würde auf der steht 300€ zzgl. 19% MwSt.
    Das Ganze machte dann 357€.

    Nun meine Fragen:
    1. Ist es üblich das man den Nettopreis nennt?
    2. Muss man überhaupt, dann nicht 7% zusätzlich zahlen?
     
  2. x-Riff

    x-Riff Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.02.08   #2
    Bei Angeboten wird der Preis meines Wissens üblicherweise ohne Umsatzsteuer angegeben.
    Eine Ergänzung (zzgl. MsSt bzw. UMST) kann, muss aber nicht erfolgen.

    Beim nächsten Mal direkt nachfragen.

    Der Umsatzsteuersatz von 7% ist ein vergünstigter Steuersatz, der nur für bestimmte Güter angesetzt wird. Darunter zählen beispielsweise Bücher - aber CDs und Musikaufnahmen, die ja dem Vergnügen dienen, nicht.

    Beim nächsten Mal genauer nachfragen.
     
  3. Harry

    Harry Moderator PA Moderator HCA

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    Erstellt: 21.02.08   #3
    ja (es handelt sich hier um kein Ladengeschäft wie Mediamarkt, Aldi etc. - da gelten andere Bestimmungen)

    nein - 19%
    7% können berechnet werden, wenn es sich z.B. um was kulturelles wie "musikalische Umrahmung" handelt
     
  4. slaytalix

    slaytalix Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.08   #4
    Kommt darauf an, wie Ihr aufgetreten seid ...

    Als professionelle User, die den Eindruck erweckt haben, auch evtl. die Vorsteuer absetzen zu können oder als Endverbraucher, der die Proberäume nutzt.

    Der Studiobetreiber ist normalem Business unterworfen, also 19%.

    Es ist trotzdem nicht ganz koscher, mit Nettopreisen zu agieren & könnte eine Abmahnung nach sich ziehen - einfach einmal beschweren & einen Inclusiv-Preis ausmachen
     
  5. roofonfire

    roofonfire Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.08   #5
    Hi Margie G,

    wie Preise angegeben werden müssen, steht in der Preisangabenverordnung PAngV. Diese bestimmt für Angaben gegenüber "Letztverbrauchern", dass die Preise als Bruttopreise angegeben werden müssen. Wenn ein Unternehmer also ggü einem Letzverbraucher "300 Euro" sagt und der Letztverbraucher "ok" sagt, dann haben die mündlich einen bindenden Vertrag über die Leistung zu einem Preis von 300 Euro geschlossen, also 252,10 Euro netto.

    Du müsstest hier nur entscheiden, ob ihr als Letztverbraucher die Leistung in Anspruch genommen habt. Das könnte der Fall sein, wenn ihr die Aufnahme nur für Euch wolltet. Wenn ihr natürlich Alben verkaufen wollt oder aber die Aufnahme bei eurer selbständigen Tätigkeit einsetzt, dann seit ihr keine Letztverbraucher.

    Grüße
     
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