Umstieg von Taste auf Steirische Harmonika

von horschd, 27.07.07.

  1. horschd

    horschd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.07   #1
    Hallo ,

    hat jemand Erfahrung mit dem Umstieg von Akkordeon (Pianotastatur) auf Konpftastatur,oder umgekehrt.
    Welcher Umstieg ist leichter bzw.schwieriger.
    Welche Knopforgel ist für den Einstieg Voraussetzung.

    Wer hat welche Erfahrung?

    Herzlichen Dank
    und eine gute Zeit
     
  2. DunkelBrauer

    DunkelBrauer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.07.07   #2
    Hallo,


    meinst Du

    Steirische Harmonika (diatonisch) <----> Pianoakkordeon

    wie im Titel beschreiben oder

    Knopfakkordeon (chromatisch) <----> Pianoakkordeon

    wie im Text beschrieben?


    Gruß,
    Axel
     
  3. horschd

    horschd Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.07.07   #3
    Hallo und danke für die Antwort.
    Ich meine die auf Zug und Druck unterschiedliche Töne hat.

    Gruß Horschd
     
  4. singo

    singo Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.08.08   #4
    Hi,
    ich habe vor ca. 20 Jahren 2 Jahre Akkordeonspielen bei einem Musiklehrer gelernt. Seit dem Stand das Ding in der Ecke.
    Seit ein paar Monaten bin ich dabei diatonische Harmonika zu lernen. Das mache ich allerdings alleine, bzw. ein Bekannter spielt seit 20 Jahren so ein Gerät.
    Macht Spass und die Umgewöhnung (Zug-Druck, 4 Reihen!) hab ich einigermaßen hingekrigt.

    tschau
    Singo
     
  5. Bergwanderer

    Bergwanderer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.10.08   #5
    Hi,
    ich spiele schon Jahre Akkordeon und habe nun auch die Steirische Harmonika gelernt. Hier in Berlin gibt es einen sehr guten Lehrer. Schau mal auf die HP von Tino Jeschek, da findet man div. Informationen übers Steirische Harmonika lernen.

    http://www.akkordeonspielen.de/harmonika

    Gruß

    Bergwanderer
     
  6. Bassi

    Bassi Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.10.08   #6
    Hi horschd,
    ich spiele seit ca 15 Jahren Akkordeon und habe mir vor ca 2 Jahren eine Steirische gekauft. Das spielen auf der Steirischen habe ich mir bis dato selbst anhand von Musikbüchern beigebracht. Der Umstieg vom Akkordeon auf die Steirische ist denk ich nicht ganz so groß und ist vielmehr Übungssache, man muss eben für das neue Instrument und seine andere Spielweise (diatonisch) ein Gefühl bekommen und sich von der Vorstellung nahezu unbegrenzte Luft zu haben verabschieden. Viele Techniken die man schon fürs Akkordeon gelernt hat wie Koordination rechte Hand -linke Hand, oder Unter- Übersetzten kann man auf ähnliche Weise bei der Harmonika übernehmen.
    Liebe Grüße, Bassi
     
  7. zuecks

    zuecks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.12.08   #7
    Hi Leute,
    spiele schon einige Jährchen in verschiedenen Rockbands die Tasten und habe wieder mal das Akkordeon aus dem Koffer genommen, hab als Kind gelernt und war recht fit drauf, ab und zu bei einer Familienfeier wurde die Quetsche rausgeholt. Kürzlich begann ich wieder zu übern und siehe da, es verbesserte sich wieder schlagartig.
    Total begeistert bin ich von der Steirischen. Hatte noch nie so ein Instrument in der Hand, was meinen die Experten? ist das erlernbar, wenn man vom Akkordeon kommt. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen mit solchen Grifftabellen zu hantieren. Noten sind für mich einfacher. Hab mir paar mal die boarischen und landler reingezogen und versuche die mit dem Akkordeon nachzuspielen. Die Stilistik und den Groove bekomme ich schon ganz gut in die Birne, aber von der Griffigkeit ist halt alles anders. bzw man muss es etwas verändern. Ich weiss nicht ob man da verrückt wird, wenn raus und rein andere Töne erklingen. Wäre interessant mal was von den Erfahrungen eines Umsteigers zu hören.
    Schöne Grüße Frank
     
  8. wuiii

    wuiii Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.12.08   #8
    Dann gibts von mir einmal eine kurze Beschreibung der Steirischen Harmonika:

    Also nach Noten ist die Steirische Harmonika eher schwierig zu lernen, da wie bekannt auf Zug und Druck unterschiedliche Töne erklingen. Außerdem ist auch noch auf die Stimmung zu achten:
    Da auf der Diskantseite nicht alle Halbtöne der Chromatischen Tonleiter enthalten sind, wird die Steirische Harmonika in verschiedenen Stimmungen gebaut, um die benötigten Dur Tonleitern abzudecken. Eine Übersicht über die gängigsten Stimmungen und die darauf enthaltenen Töne gibt es auf der Homepage von Strasser Harmonikas.
    Dieser Umstand macht es sehr schwierig, Stücke die im bekannten chromatischen Notensystem geschrieben sind, auf der Steirischen wiederzugeben, da erstens nicht alle Töne der Tonleiter gespielt werden können und zweitens die Grifffolgen mit Harmonikas in unterschiedlichen Stimmungen unterschiedlich sind.
    Mir ist auch nur eine Schule für Steirische Harmonika in Notenschrift bekannt: Harmonika Express Diese gilt für eine Harmonika in G-C-F-B. Mit anderen Stimmungen hat man dann ein transponierendes Instrument.

    Um diesen Schwierigkeiten vorzubeugen, wurde von einem gewissen Herrn Rosenzopf die "Griffschrift" entwickelt. Diese stellt eigentlich weniger ein Notensystem dar, sondern zeigt nur an, welche Knöpfe auf der Harmonika gedrückt werden müssen.
    Am Verbreitetsten ist wahrscheinlich das Griffschrift-Lernsystem von Florian Michlbauer.
    Falls jemand nähere Infos zur Griffschrift will, kann ich da auch gerne einen Überblick geben.

    Grundsätzlich ist zu sagen, dass für einen Akkordeonspieler der Umstieg sehr leicht fällt. Durch die schon vorhandene Beidhändigkeit macht man beim Lernen sehr schnelle Fortschritte und auch das "Problem" mit Zug und Druck hat man sehr schnell im Griff, da sich das bei der meisten Spielliteratur phrasenweise ändert. Das Einzige, was mich ein bisschen geärgert hat, war der Wechselbass, bei welchem auf Druck mit dem Ringfinger begonnen wird, auf Zug aber mit dem Zeigefinger. Da eigentlich beides richtig klingt, fällt es dem Zuhörer nicht auf, wenn man auf Zug mal mit dem Ringfinger beginnt, mich hat es aber eine Zeit lang unglaublich geärgert.
    Besonders zum Begleiten ist die Steirische für mich ein ideales Instrument, da man, solange man in einer Reihe (Dur) bleibt alles richtig klingt und man nichts falsch machen kann.

    Ich hoffe ich konnte einmal einen grundsätzlichen Überblick zur Steirischen Harmonika geben. Bei weiteren Fragen einfach melden.

    Greets wuiii
     
  9. zuecks

    zuecks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.12.08   #9
    Hallo Wuiii,
    danke für die hilfreiche Aufklärung, also ist eine echte steirische generell immer wechseltönig, wenn ich das richtig verstanden habe? Ich finde das Instrument absolut interessant, wobei ich nur am Fuße eines Mittelgebirges wohne. Melde mich gern noch mal bei einer weiteren Frage.

    Viele Grüße Frank
     
  10. Akkordeonspieler

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    Erstellt: 14.12.08   #10
    Hi, auch ich komme von den "normalen" Tasten und spiele seit einiger Zeit auch Steirische. Am Anfang war ich mächtig frustriert, weil ich nicht dachte, dass der Umstieg für mich so schwierig sei. Naja, hab mich halt ziemlich angestellt und die Erwartungen zu hoch gesteckt. ein dreiviertel Jahr Ruhe, dann wieder neuer Mut geschöpft und angefangen, jden Tag, aber keinen tag zu lang. Und siehe da: es wird. Die Griffschrift kriegt man nach etwas Übung in den Griff und dann flutscht es wie auch auf normalen Tasten.
    Einzig kann ich mir wohl nie vorstellen, von einer Griffschrift auf eine Melodie schließen zu können, wenn ich das Stück noch nie vorher gespielt habe. Aber vielleicht krieg ich das auch noch hin. Genauso das Auswändig spielen bzw. spielen nach Gehör ist für mich derzeit unerreichbar. Aber man muss ja Ziele habe. Ich bin derzeit jedenfalls voll dabei und es macht von Tag zu Tag mehr Spaß. Spiele mit dem Michlbauer-System.
     
  11. zuecks

    zuecks Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.01.09   #11
    @ Akkordeonspieler,
    interessannt, Deine Erfahrungen. Früher habe ich von schönen Frauen geträumt, heute öfters von einer "Steirischen" Harmonika. Den Traum muss ich mir erst mal aufsparen, da mein zuletzt Erspartes in eine Hammond-Orgel investiert wurde. Demzufolge pimpe ich erst mal mein Akkordeonspiel auf meiner alten Royal Standard mit der Buckelpisten-Tastatur und fange an, mich mit Krainer-Sachen zu beschäftigen. Für neue Instrumente wird in kommenden Krisenzeiten gespart.
    Was mich auch noch in diesem Zusammenhang interessiert, bei den Krainer-Bands beobachtet man meist das Gespann Steirische und Akkordeon. Ist es so, dass die Spieler auf Ihr Instrument spezialisiert sind?, bitte nicht falsch verstehen, Beispiel:ich vermute, ein Spieler einer steirischen scheint dann auf dem Akkordeon nicht so gut zu sein und ein Akkordeonspieler umgedreht? wegen der Verschiedenartigkeit der Instrumente und des Spiel-Stiles? quasi dass man verrückt wird wenn man zwischen den Instrumenten hin und her wechselt. So scheint jeder als Spezi auf jeweils Steirische oder Akkordeon eingeschossen zu sein?

    Viele Grüße Frank
     
  12. waldgyst

    waldgyst HCA Knopfakkordeon HCA

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    Erstellt: 02.01.09   #12
    Davon würde ich mal stark ausgehen - es handelt sich ja um zwei verschiedene Instrumente mit absolut unterschiedlichen Spielweisen. Da wäre es schon seltsam, wenn die Harmonikaspieler auch alle Pianoakkordeon spielen könnten und umgekehrt.
     
  13. Akkordeonspieler

    Akkordeonspieler Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.09   #13
    also, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich auf der Steirischen so gut werde wie auf dem Akkordeon. Genauso werde ich auf dem Akkordeon nie so gut wie auf dem Klavier, denn das ist meine Wurzel. Aber ich denke, das ist normal, dass das so ist.
    Nichtsdestotrotz will ich auch brauchbare Musik auf der Steirischen produzieren. Und da das nur für mich ist, ist das ohne Gefahr für die Umwelt und damit hoffentlich erlaubt :D
     
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