Unprofessionalität von zusagenden Bands

  • Ersteller Cheldar
  • Erstellt am
Jay schrieb:
Trotzdem sei an der Stelle mal gesagt, dass ihr das Richtige gemacht habt: Hingestellt und gespielt, notfalls ganz ohne PA und nur für die Kumpels und eine Katze. :p Natürlich ist man organisatorisch beim nächsten Mal schlauer, aber für dieses Mal habt ihr das Optimum rausgeholt: Ihr habt gespielt, hattet Spaß und andere Leute haben euch gehört. Nur so kriegst du als Band im Anfangsstadium (nicht unbedingt gleichzusetzen mit "Anfängerband"!) einen Fuß in die Tür.

ohja - selbiges wollt ich auch gerade schreiben... danke fuers tippen sparen ;-)

Whych schrieb:
Man muss den Veranstaltern mal klarmachen das ein Vertrag auch Sicherheit fuer sie ist. Die meinen immer nur das die Band dadurch Vorteile hat.
Wir machen im Moment auch mehr muendliche Absprachen wie schriftliche Vertraege udn bis jetzt ists immer gut gelaufen. *schnell auf Holz geklopft*

ja aber da gibts auch welche die sich weigern das zu kapieren hatten mal einen der uns hinterher gesagt hat, dass er noch nie nen vertrag machen musste, weil schliesslich is er n kerl und steht zu seinem wort - haben nochmal bei ihm gespielt, dann ohne vertrag und war kein problem, aber wenn man den eben nich kennt, is doppelte vorsicht geboten :)
 
Xytras schrieb:
ja aber da gibts auch welche die sich weigern das zu kapieren hatten mal einen der uns hinterher gesagt hat, dass er noch nie nen vertrag machen musste, weil schliesslich is er n kerl und steht zu seinem wort
Außerdem könnte man ihm ja erklären, dass das der Trend ist und das das jetzt alle Bands so machen :) . Dann wird er es wahrscheinlich akzeptieren.

MfG

Tonfreak
 
Danke erstmal für das Lob, gespielt hätten wir so oder so, und so wie es gelaufen ist, hab ich die ganze Sache als "groß angelegte Probe mit Publikum" betrachtet...

Xytras schrieb:
... dass er noch nie nen vertrag machen musste, weil schliesslich is er n kerl und steht zu seinem wort ...

selbiger "ganzer kerl" würde dann wahrscheinlich auch gegebene Versprechen("Ne Bier kriegt ihr nur noch wenn ihr bezahlt!") brechen, weil ihr ja auch keine "sissies/pussies/memmen" seid...
 
Corny schrieb:
Siehst du das auch so, wenn man durch die örtlichen JuZes tingelt?

YESSS!

Wir beten an Musikinitiativen und Jugendeinrichtungen seit zig Jahren hin, dass für jeden noch so kleinen "Deal" eine "Auftrittsvereinbarung" existieren sollte. Will heißen: es sollte schriftlich fixiert sein, was vorher am Telefon oder sonstwie mündlich besprochen wurde (es muss ja nicht immer ein mehrseitiger Vertrag in 4-Punkt-Schrift sein).

Dann wissen alle Bescheid - auch wenn der "Schefff" mal zu Probe muss. Vielleicht sollte der - so wie das hier geschildert ist - mal eine Veranstalterprobe absolvieren. Schicke mir mal eine PN mit der Adresse, dann schicke ich ihm einen Ausschreibungsflyer für unser nächstes Veranstalterseminar (s. www.allmusic.de unter "Seminar Veranstalter" :rolleyes:).

lg
 
Boerx schrieb:
Wenn ein Veranstalter nicht bereit ist ein Vetrag zu machen, ist er nicht als seriös eimzustufen.

P.S. auch mündliche Absprachen sind ein Vertrag.

Richtig - auch mündliche Absprachen sind ein Vertrag. In vielen Jahren Musikmachen hatte ich z.G. selten so schlechte Erfahrungen gemacht wie ihr. Ihr solltet Euch davon nicht zu sehr abschrecken lassen. Das mit dem "schriftlichen Vertrag" ist sone Sache. Sie sind selten Gang und Gebe und für viele Veranstalter unüblich. Wenn man eine Agentur hat, ist das kein Problem. Wenn man ohne Agentur arbeitet, hilft oft nur "Vertrauen". Gerade in der "Nachbarschaft" sind Verträge selten. In der Regel ist der Veranstalter aber selbst an einem runden Ablauf seiner Veranstaltung interessiert, deswegen sollten solche Vorfälle eher die Ausnahme sein.

Ich vermute, es wär auch Okay gewesen, wenn ihr einfach gegangen wärt. Von den "abwesenden" Bands hätte er im Grunde auch ein Konventionalstrafe verlangen können. Aber, so wie Du die Geschichte erzählst, hat der Mann wohl ganz andere Sorgen gehabt.

Was allerdings üblich ist, sind solche Probleme:

  • übertrieben frühe Ankunftzeiten. Man soll um 14 Uhr da sein. KOmmt pünktlich, kein Anwesender wieß von irgendwas und man wartet erstmal zwei Stunden, bis der PA-MAnn kommt und erstmal noch ne Stunde braucht bis zum Soundcheck. Der Grund ist meist schlechte Absprache zwischen Veranstaltungsorga und Personal. Leider nicht zu ändern.
  • Gerade Hobby-Veranstalter (IGs, KulturVereine, private Organisationen u.ä) unterschätzen oft den Aufwand bei Live-Veranstaltungen. Ergbnis: unzureichendes Equipment, falsches Timing, fehlende Verantwortliche. Unbedingt vorher Stageplan per Mail schicken und bestenfalls selbst mit der beauftragten PA Firma kurzschließen
Ich selbst hatte erst einmal wirklich Stress. Ein örtlicher Kulturverein wollte ein Freiluft-Fest starten und hatte uns als Band (mündlich) engagiert. Das Fest wurde einen Tag vor der Veranstaltung wg schlechtem Wetter abgeblasen. Ich bat um eine "Aufwandsentschädigung" (Probentermine, zusätzlich gebuchte Musiker zur Verstärkung (Bläser, Backgroundsänger)) mit der Option, die Entschädigung bei einem eventuellen Ersatztermin zu verrechnen (falls wir an jenem Zeit haben). Er wollte uns das Geld aber nur unter der Bedingung auszahlen, wenn wir uns verpflichten, diesen Ersatztermin auf jeden Fall wahrzunehmen (das wiederum wollte er dann doch vertraglich abgesichert haben)...

Wir lehnten ab und nahmen uns einen Anwalt. Auch ohne Vertrag musste er letztendlich 50% der ursprünglichen Gage (1000 Euro) zahlen, was das Doppelte von dem war, was ich ursprünglich als "Aufwandsentschädigung" (250 Euro) vorgeschlagen hatte.

Ergo: auch ohne schriftlichen Vertrag ist noch nichts verloren. Obwohl - wie oben von Rockbürosüd vorgeschlagen, eine kleine notierte Übereinkunft sicherer ist.

Ist manchmal aber auch eine Frage der Sensibilität. Oft sind die Tipps von "Band-Hilfsorganisationen" zwar gut gemeint, aber fern der Realität (nicht persönlich nehmen, ich schätze Eure Arbeit). Gibt auch "gute" Veranstalter, die Verträge unnötig finden. Und dann ist halt die Frage "wer es nötig hat". Denn Auftrittmöglichkeiten sind für unbekannte Bands immer noch Mangelware. Die Veranstalter können sich die Bands aber oft aussuchen. Und wenn da ein Haufen Punkrocker mit nem Vertrag kommen ... kann man auch gerne mal ein "ihr müsst hier nicht spielen, wenn ihr hier wollt" zu hören kriegen.

Ich selbst habe mal ein Seminar zum Thema "Booking" bei der geschätzten Elke F. vom Rockbüro Hannover besucht. Da wurde blutigen Anfängern vermittelt, dass doch jeder Band vertraglich passende Hotelzimmer mit jeweils einem eigenen Handtuch pro Perosn zustehen muss. Rock n Roll spielt sich aber oft gern in Schlafsäcken hinter der Bühne ab..

Auch erfahrene Veranstalter können bei saloppen Absprachen mal die Arschkarte ziehen:

Wir wurden für ein Konzert gebucht. Es sollte 1400 (damals noch DM) geben und freie Getränke. Das Konzert war gut besucht - die Veranstaltung im Grunde ein Erfolg. Der Veranstalter hat allerdings unsere Trinkfreude unterschätzt. Wir haben ca. 1500 DM versoffen. Finanziell dadurch für ihn ein Verlust. Sorry nochmal, Rainer Ehrsam - war nicht bös gemeint.
 
antipasti schrieb:
..Was allerdings üblich ist, sind solche Probleme:
  • übertrieben frühe Ankunftzeiten. Man soll um 14 Uhr da sein. Kommt pünktlich, kein Anwesender weiß von irgendwas und man wartet erstmal zwei Stunden, bis der PA-MAnn kommt und erstmal noch ne Stunde braucht bis zum Soundcheck. Der Grund ist meist schlechte Absprache zwischen Veranstaltungsorga und Personal. Leider nicht zu ändern...
Das kenne ich sehr gut. Allerdings aus der anderen Blickrichtung (von PA-Seite). Und zeitlich andersrum, 14 Uhr bin ich da, PA und alles steht, bloß die Band kommt erst 18Uhr.....
Grund ist der gleiche...
Aber Einspruch! Von wegen nicht zu ändern, es gibt ja schließlich seit über 100 (?) Jahren Telefon! Und aufgrund solcher Erfahrungen mit meinen Chefs habe ich mirs angewöhnt, selbiges auch konsequent zu benutzen...:D
Was zwar nicht immer hilft, wenn die Truppe einen Manager hat, ders auch nicht richtig weiß, aber meistens zu konstruktiven Ergebnissen für alle führt.
Negativbeispiel siehe hier. Den dieses thema führt geradewegs zum Thema Technik-Rider...;)
 
Uns wurde bei der Abmachung mitgeteilt (bzw unserem Drummer, der hat mit dem "scheff" telefoniert), dass wir um 17 Uhr da zu sein hätten und Verspätungen nicht geduldet wären.

Nunja.. ich werd wohl mal ein paar Punkte zusammenschreiben, die irgendwie wichtig für uns sind (zB dass wir selbst keine Techniker haben, und dementsprechend auch Personal für Soundcheck brauchen, und so weiter eben).

E: Ui, 250. Beitrag und somit endlich 4 silberne unterm Namen :)
 
tonstudio2 schrieb:
Aber Einspruch! Von wegen nicht zu ändern, es gibt ja schließlich seit über 100 (?) Jahren Telefon! Und aufgrund solcher Erfahrungen mit meinen Chefs habe ich mirs angewöhnt, selbiges auch konsequent zu benutzen...:D

Nun ja. Wenn ein Veranstalter die Band über eine Agentur gebucht hat, hat er i.d. R. keinen Kontakt zur Band selbst. Die Daten und Termine werden einfach von der Agentur dem verantwortlichen Bandmitglied weitergeleitet. Hinzu kommt, dass man meist erst vor Ort feststellt, dass Band und Technik falsche Termine bekommen haben. Dann ist es meist schon zu spät. Da nützt auch das Telefon nichts mehr, vor allem, wenn der Veranstalter nicht erreichbar ist. Bis vor wenigen Jahren waren auch Handies noch Mangelware.
 
Cheldar schrieb:
...denn meine Keys hab ich nur gehört, wenn die andern ruhig waren (und das kam von den mir abgewandten Boxen, aus dem Monitor kam nur Gesang. Betteln und Bitten war erfolglos, und so durfte ich das Konzert quasi "blind" spielen. Kein gutes Gefühl, glaubt mir!
gewöhn dich dran, das wirst du als keyboarder noch sehr oft erleben, so lange du keinen wirklichen profi am mischpult stehen hast, sondern nur irgendwelche local-techs, die das hobbymäßig machen.
 
InfiniteDarkness schrieb:
gewöhn dich dran, das wirst du als keyboarder noch sehr oft erleben, so lange du keinen wirklichen profi am mischpult stehen hast, sondern nur irgendwelche local-techs, die das hobbymäßig machen.


ich hätt mich gefreut wenn immer wer am pult gestanden hätte ^^

Egal, da hilft nur eins: phones out als zusätzlicher Monitor, oder eigene Monitoranlage mitbringen(Boxen/Amp/Mischer)
 
Cheldar schrieb:
(und das kam von den mir abgewandten Boxen, aus dem Monitor kam nur Gesang. Betteln und Bitten war erfolglos, und so durfte ich das Konzert quasi "blind" spielen. Kein gutes Gefühl, glaubt mir!

Das wiederum geht wirklich gar nicht und so was hab ja noch nie gehört. Vereinzelt kann es bei kleinen Spaßgigs vorkommen, dass nicht ausreichende oder gar keine Monitorwege zur Verfügung stehen. Das weiß man dann aber meistens vorher. Aber dass Monitore vorhanden sind und einem Instrument einfach verweigert wird, ist schon ein Hammer.:screwy:

Nie wieder dort auftreten.

Aber auch mit wohlmeinenden Mischern ist der Moni-Mix nicht immer passabel. Deswegen noch mal den Tipp vom Vorposter aufgreifen: Es gibt tragbare Monitore, die kaum größer sind als ein Kofferadio.
 
Cheldar schrieb:
ich hätt mich gefreut wenn immer wer am pult gestanden hätte ^^
och, je nachdem, wen du da stehen hast, macht das für dich als keyboarder keinen unterschied. *g*

Egal, da hilft nur eins: phones out als zusätzlicher Monitor, oder eigene Monitoranlage mitbringen(Boxen/Amp/Mischer)


richtig.

ich persönlich mache es bei mini-gigs (wo es nur einen oder gar keinen monitor(weg) gibt) so, dass ich meinen sumo300 an die "link"-anschlüsse meiner multi-DI packe und mich somit darauf wunderbar hören kann.
für größere gigs hab ich mir wireless in-ears zugelegt, da ich nich immer am keyboard-stand stehe, sondern bei etwas 50% des gigs mit meiner keytar unterwegs bin.
 
InfiniteDarkness schrieb:
richtig.

ich persönlich mache es bei mini-gigs (wo es nur einen oder gar keinen monitor(weg) gibt) so, dass ich meinen sumo300 an die "link"-anschlüsse meiner multi-DI packe und mich somit darauf wunderbar hören kann.
für größere gigs hab ich mir wireless in-ears zugelegt, da ich nich immer am keyboard-stand stehe, sondern bei etwas 50% des gigs mit meiner keytar unterwegs bin.


mal ein bissl OT: taugt der Sumo denn? Ich hab bisher über Keyboard-Amps (auch die teuren von Peavey, Roland und KME) eigentlich immer eher negatives gehört.
 
ich bin mit dem teil voll und ganz zu frieden.

für 300 euro (hatte ein grosser konkurrent des musik-service mal als angebot) eine sehr feine sache.

der klang ist meiner meinung nach super. natürlich (in dieser preisklasse "UVP 500 euro") nicht weltbewegend, aber für den proberaum mehr als ausreichend.

ich habe mal ne beschreibung gelesen, wo das dingen als all-round-kompakt-PA für kleine bis mittlere veranstaltungen angespiesen wurde. das ist natürlich quatsch.
aber wenn du nur 1-2 keys/synthis im proberaum drüber laufen lassen willst, kann ich den sumo nur empfehlen.

allerdings sei bemerkt, dass das teil lautstärkemäßig schon fast an seine grenzen stößt, wenn man gegen drums, gitarristen usw. "ankämpfen" muss.
hier muss der sumo schon beinahme bis zum anschlag aufgerissen werden (klar: 300W sind nur 300W), aber da er, wie es manche billig-teile tun, bei voller leistung in keinster weise zerrt, o.ä., ist das vollkommen ok.
 
InfiniteDarkness schrieb:
allerdings sei bemerkt, dass das teil lautstärkemäßig schon fast an seine grenzen stößt, wenn man gegen drums, gitarristen usw. "ankämpfen" muss.
hier muss der sumo schon beinahme bis zum anschlag aufgerissen werden (klar: 300W sind nur 300W), aber da er, wie es manche billig-teile tun, bei voller leistung in keinster weise zerrt, o.ä., ist das vollkommen ok.


das nenne ich doch mal positives Feedback. Ich werd mal überlegen, ob sich die Anschaffung für mich lohnt.

Der rest ist ja vollkommen Okay, bzw normal (zerren bei hohen Lautstärken, das untergehen gegen undisziplinierte Musiker, etc)

Das mit "Kompakt-PA" soll wohl nur heissen, dass man sowohl mikros als auch Line-Geräte nutzen kann.

Danke für dies kurze Review dazu.
 
Cheldar schrieb:
...zerren bei hohen Lautstärken...
genau das tut der sumo ja nicht bzw. lediglich kaum hörbar, wenn man mit nem vernünftigen line-signal reingeht.

Das mit "Kompakt-PA" soll wohl nur heissen, dass man sowohl mikros als auch Line-Geräte nutzen kann. .
ja, vielleicht wars auch in richtung alleinunterhalter gerichtet. denn wenn man in nem mittelgrossen festsahl über den sumo keyboard spielt und drüber singt, während ein paar omis und opis tanzen, könnte man ihn vielleicht tatsächlich als "kompakt-PA" bezeichnen.
-kommt halt immer auf die betrachtungsweise an. von meiner sicht aus isses aber, wie gesagt, quatsch.

Danke für dies kurze Review dazu.
bitte, bitte. jederzeit wieder. ;)
 
Hallo
also ich weis diese Erfahrungen sind bitter, aber irgendiwe geht es doch jeder Band am Anfang so... ich sag nur Augen zu und durch... das wird nicht der letzte solche Gig sein...

Ich hab auch solches Zeug erlebt, nun nehmen wir zu diesen "Feld-Wald-und Wiesengigs" unser Mischpult und die Monitore einfach mit und mixen uns notfalls selber von der Bühne aus... und was dann nach vorne Weggeht liegt halt nicht mehr in unserer Verantwortung. es ist scheisse aber da muss man durch...
 
Für mich klingt die Story eher so, als wären die "Hauptbands" für den Abend gar nicht eingeladen gewesen. Ich meine wenn der Veranstalter nicht mal irgendeine Handynr. hatte ist da irgendwas faul.

Klingt unterm Strich eher so als hätte der Herr bis zuletzt versucht irgendwelche Bands ranzukriegen. Ihr wurdet halt mit "jaja, da kommen auch andere" hinterm Ofen vorgelockt.
 
;)
Ich kenn quasi das Gegenteil dazu...

Bei meinem ersten Musical (Jesus Christ Superstar) hatte ich mich um die Mikroports für die Solisten, Chormikros, Orchesterabnahme, PA und FOH gekümmert - alles da, nicht perfekt (kostet ja massig Geld), aber brauchbar.

Die Band kam erst zu den letzten Proben dazu, die Absprache war: "Band bringt alles mit".
Übrigens hatte ich damals von Bandtechnik 0 (in Worten: Null!!) Ahnung.
Der Tag kam, die Band auch, baute auf.
Erste Frage: Hast du mal einen Netzverteiler?
Zweite Frage: Wo ist denn mein Monitor?
Dritte Frage: Hast Du mal ein Klinkenkabel?

Was, du hast nur ein 16er Mischpult, für 8x Mikroport und 8x Orchester da??
Wir brauchen mindestens noch 12-14 Kanäle!!

Naja, so in etwa ging das weiter, ich stand da und wußte nicht aus noch ein. Es war doch abgesprochen, daß die Band alles mitbringt?!:screwy:
Ich kann mich nicht mehr erinnern, wie diese erste Probe abgelaufen ist, wahrscheinlich, weil das menschliche Gehirn solche extremen Erfahrungen verdrängen kann...:D
Jedenfalls hat der ökonomische Direktor dann noch ein paar Tausender rausdrücken müssen und ein Händler vor Ort hat uns mit dem Nötigsten ausgestattet.

Ich habe in den zwei oder drei Wochen Probenzeit gut 10 kg abgenommen, aber die Show wurde ein voller Erfolg, wir haben sie 45x gespielt und hätten öfter spielen können, aber das ging dann aus rechtlichen oder finanziellen Gründen nicht mehr. Die GEMA war zu teuer oder Theater durften JCS nicht mehr spielen, weil der Film mit Madonna gedreht werden sollte - sagt jedenfalls der Buschfunk, kann auch andere Gründe gehabt haben. Schade.

An dieser Stelle herzlichen Dank an die Kasseler Band ChapterX - für ihre Geduld, Hilfsbereitschaft und überhaupt...:great:
Ebenfalls ein großes Danke an den durch einen Unfall verstorbenen Andreas Grau (Brillchen) aus Eisenach, der mir am Mischpult die ersten Schritte in diesem Genre beigebracht hat - Alter, ich vergess Dich nicht!
 

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