Unterschied Knopfharmonika - Steirische Akkordeons

von Sir_Falk, 03.01.07.

  1. Sir_Falk

    Sir_Falk Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.01.07   #1
    Kann mir mal bitte jemand auf die Schnelle den Unterschied zwischen einer Knopfakkordeon und einem Steirischen Akkordeon erklären. Ich selber spiele ein Piano Akkordeon und habe mich mit dem Thema noch nicht richtig befasst. Hätte aber evtl. Interesse auch mal so ein Instrument zu probieren. Auf was muss man dabei achten (jetzt mal abgesehen von der Qualität und Preis etc.), da ich gelesen habe, daß es hier verschiedene Tonarten gibt (wohl so ähnlich wie bei der Mundharmonika?). Der Ton ist ja bei Zug und Druck auch ein anderer soviel ich weiß :confused:
     
  2. VirtualPancake

    VirtualPancake Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.07   #2
    Darüber gabs erst vor kurzem hier eine kleine Diskussion drüber ;)
    Demnach gibts beim Steirischen bei Druck und Zug unterschiedliche Töne. Bei einem normalen Knopfgriffakkordeon(oder auch Bajan) ist das auf jeden Fall nicht so. Es lebe der Bellow-Shake :great:

    Ich persönlich kann den Knopfgriff nur empfehlen. Hab früher auch ne normale Pianotastatur gehabt, bin allerdings schon seit längerer Zeit umgestiegen. Mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es ist absolut kein Problem mehr, dass die Tasten anders angeordnet sind. Es gibt sogar noch mehr Möglichkeiten, da du einen größeren Tonumfang hast und auch greifen kannst und da du beim Fingergriff viel mehr Variationen hast(zwei der fünf Tastenreihen der Diskantseite sind "nur" geklont). Das hilft vor allem für schnelle Läufe, meiner Meinung nach hilfts überhaupt :)
     
  3. Sir_Falk

    Sir_Falk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.01.07   #3
    Danke für die Info. Also wäre für den Umstieg ein Knopfgriffakkordeon welches bei Zug und Druck den gleichen Ton gibt wohl die für mich günstigere Lösung. Ich glaube das muss ich mal irgend wo ausprobieren.

    Jetzt aber gleich noch eine Frage. Ich lese immer wieder von unterschiedlichen Tonarten in denen die Harmonika oder Akkordeon?? zu haben ist. Gilt das jetzt nur für die steirischen Akkordeons oder auch für das von Dir zitierte Knopfgriffakkordeon?
     
  4. pgd

    pgd Registrierter Benutzer

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  5. Sir_Falk

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    Erstellt: 17.01.07   #5
    Hallo Peter,
    Danke für diesen Hinweis. Ich habe mir das noch durchgelesen und denke mal, daß für den Umstieg, oder als Ergänzung zu meinem Pianoakkordeon ein "Chromatisches Knopfakkordeon" in Frage käme. Jetzt bin ich nur noch etwas verwirrt, was jetzt für einen Umsteiger wie mich besser wäre: Der C oder der B-Griff?
     
  6. pgd

    pgd Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.07   #6
    Hallo Sir_Falk,

    bei Verzicht auf Melodiebass ist C- oder B-Griff meiner Meinung nach Geschmacksache. Natürlich kann man auch einfach beide Systeme ausprobieren… :)

    Zurzeit haben sich in der Szene die folgenden Systeme durchgesetzt:

    PianoAkk mit Melodiebass Coverter C-Griff

    C-Griff mit Melodiebass Coverter C-Griff
    -> spiele ich seit 10 Jahren

    Die „russische Akkordeon Schule“ spielt B-Griff mit Melodiebass Converter in gespiegelten B-Griff (tiefe Töne unten / hohe Töne oben)
    -> habe ich bisher mangels Instrument noch nicht ausprobieren können

    B-Griff mit Melodiebass Coverter B-Griff (nicht gespiegelt)
    -> B-Griff wird im MIII seit vielen Jahren mehr und mehr von C-Griff verdrängt.
    ->Vor dem Umstieg auf C-Griff habe ich die Instrumente von Orchesterkollegen mit vorgelagertem & Converter MIII ausprobiert: B-Griff ist im Melodiebass ergonomisch ungünstig!

    Kreuzungen mit verschiedenen Knopf Griffsystemen im Diskant und Melodiebass sind auch schon gelegentlich in Kleinanzeigen aufgetaucht (vermutlich Sonderanfertigungen).

    Egal ob B- oder C-Griff: Auf jeden Fall würde ich ein gestuftes Griffbrett wählen, da hier der Daumen in der 2. und 3. Reihe besser benutzt werden kann!

    Jetzt fehlt nur noch das passende Instrument…
    Bei Verzicht auf Melodiebass wäre eine alte Morino Artiste IVD oder VID zum Beispiel eine Sünde wert: kompakt, leicht, super Klang und beste Stimmplatten aus den 50er/60er Jahren (zeitgleich mit den Piano Morino M gebaut). Von den jüngeren Artiste N & S aus den 70er bis 80er Jahren würde ich die Finger lassen (schwerer, Klang nicht so gut). Generell sind Artiste IV mit 3-chörigem Tremolo (16/8/8/8 Chöre ) weniger gesucht und deshalb preisgünstiger als Artiste VI mit Doppeloktav Stimmung (16/8/8/4 Chöre).

    Achtung: bei 6-reihigen B-Griff Instrumenten mit flachem Griffbrett handelt es sich um jugoslawische Modelle – schwer verkäuflich in Deutschland!

    Viele Grüße…. Peter


    PS.: Diatonische Harmonikas sind auch ganz lustig! Kurz vor dem Umstieg auf C-Griff ist mir noch eine Club Harmonika aus den 30er Jahren über den Weg gelaufen. In 3-4 Wochen habe ich die Schule für Club Harmonika durchgearbeitet. Musizieren nach Griffschrift ist wie „malen nach Zahlen“ (nur musikalischer) und eine gute Konzentrationsübung!
    Eine Steirische Harmonikas mit Helikonbässen juckt mich schon lange in den Fingern… aber ich habe schon zu viele Instrumente und viel zu wenig Zeit sie zu spielen.
     
  7. Sir_Falk

    Sir_Falk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.01.07   #7
    Ich habe mir im Oktober letzten Jahres ein Alpin Akkordeon der Fa. Bayerland mit Helikon-Bass gekauft. Das Instrument klingt schon klasse. Die Bässe machen riesig Spass, wobei ich auch noch immer meine "normale" Hohne Atlantic IV gerne spiele.
    Das mit dem Knopfakkordeon muss ich jetzt mal auf mich wirken lassen. Mal sehen, was das Christkind nächstes Jahr bringt. Jucken würde es mich schon.

    Mit dem ausprobieren ist es so eine Sache. Da ich noch überhaupt keinen Plan habe, wie man so ein Instrument sinnvoll spielt wäre es so, wie ein Auto ohne Führerschein zu probieren. Bei uns in der Gegend sind die Knopfharmonikas auch recht rar. Ich kenne im Moment niemanden, der eines hat und bei dem ich es probieren könnte. Ein Musikgeschäft wäre natürlich eine Alternative, aber da fehlt meist die Ruhe.

    Ach ja und was ist ein gestuftes Griffbrett.
     
  8. Sir_Falk

    Sir_Falk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.01.07   #8
    Die Frage nach dem gestuften Griffbrett hat sich erledigt. Ist jetzt klar.

    Im Moment habe ich ein "günstiges" Knopfakkordeon von Royalstandard im Auge. Das ist sicher kein Spitzenzinstrument, aber zum probieren und üben wirds vorerst reichen. Hatte mal ein Leihinstrument dieses Herstellers für meinen Sohn und das klang ganz ok. Muss nur noch ein paar Nächte über das Für und Wider einer solchen Anschaffung schlafen.
     
  9. Sir_Falk

    Sir_Falk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #9
    Welche Akkordeonschule ist für den Umstieg vom Pianoakkordeon auf das C-Griff Knopfakkordeon geeignet? Ich habe mal bei notenbuch.de gestöbert und dort eigentlich nur ein Heft gefunden, das sich überhaupt mit dem Thema beschäftigt.
    Es ist ein Heft von Rudolf Würthner und nennt sich "Neue Knopfgriff Akkordeonschule". Ich weiß aber nicht, ob das das richtige Heft ist, da ich ja nur umsteigen will und nicht mehr ganz von Vorne anfangen muss.
     
  10. ZAUBERBAER

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    Erstellt: 23.01.07   #10
    Es gibt ein hervorragendes Buch von der Elsbeth Moser, die momentan Professorin in Hannover ist

    Das Knopfakkordeon C-Griff
    Ein systematischer Weg
    Sikorski Verlag
    ISM N M-003-01462-3

    Dieses geht die Sache wie im Titel enthalten sehr systematisch an und nicht durch eine unendliche Aneinanderreihung von Stücken mit Fingersätzen. Eher leitet es dazu an systematisch eigene Fingersätze zu erstellen und ein verständnis für das eigene Instrument zu entwickeln. Bin selbst nach 13 Jahren mit diesem Buch "umgestiegen".
    Die Übungen sind jedoch für Convertor geschrieben, d.h. das immer Melodiebass mit niedergeschrieben ist.
     
  11. Sir_Falk

    Sir_Falk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #11
    Ich habe gerade die Beschreibung des Buches gelesen. Es hört sich für mich recht professionell an. Ich bin kein Profi, sondern nur Hobbymusiker.

    Aber noch eine Verständnisfrage. Da ich mich mit dem Knopfakkordeon noch gar nicht auskenne: Was ist ein Convertor eigentlich?
     
  12. ZAUBERBAER

    ZAUBERBAER Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #12
    Das war in einem anderen Thread schonmal, aber am besten so:

    MIII : vorgelagertes Melodiemanual
    Convertor: Umschalten durch eine Mechanik, so dass deine regulären "Bassknöpfe" Melodiebass sind.

    Das ermöglicht dir links genauso wie rechts Melodie zu spielen und so auch ohne weiteres Klaviernoten etc etc zu bearbeiten.

    Mhh zum Buch: ich bin definitiv kein Profi, ich denke wenn man sich Zeit nimmt vermittelt dieses Buch genau das was man braucht, nähmlich eine Systematik und verhindert so das man sich falsche, bzw. komplizierte Wege beim Spielen des Knopfakkordeons angewöhnt. Es beinhaltet schon etwas Theorie, aber meiner Ansicht nach sehr verträglich. Ich denke vor allem beim Umsteigen ist dies sehr wichtig.
     
  13. Sir_Falk

    Sir_Falk Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 23.01.07   #13
    Das hört sich gut an. Dann werde ich mir erst mal das Buch besorgen, bevor ich mich in die Unkosten mit dem Akkordeon stürze, damit ich erkenne, ob ich das überhaupt kapiere ;-)
     
  14. edjo59

    edjo59 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.02.07   #14
    Die unterschiedlichen Tonarten gelten nur für die steirische.
    Die gebräuchlichsten sind für:
    Musizieren mit Blasinstrumenten
    b-es-as-des
    f-b-es- as
    c-f-b-es

    Musizieren mit Saiteninstrumenten
    a-d-g-c
    g-c-f-b

    Hoffe dir damit die nötigen Infos gegeben zu haben. Ich spiele Pianoakkordeon, habe aber vor kurzem mit der steirischen angefangen (das ist wesentlich einfacher) und habe die Stimmung b-es-as-des.
    Ich will jetzt auch noch mit einer chormatischen Knopfgriff anfangen und zwar mit einer B-Griff.

    :)


     
  15. partygranate

    partygranate Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.07   #15
    Steirische kosten meist eine Höllenkohle (ab € 2.000), da häufig deutsche oder österreichische Handarbeit. Hersteller sind z.B. Müller, Kärntnerland, Zupan etc. Sie funktionieren ähnlich wie eine Mund-Harmonika, bei Zug und Druck ändert sich der Ton. Spielst du z.B. im Bass ein C, hast du im Druck ein C und bei demselben Knopf ein G! Spielst du also Wechselbass mit Chord dazwischen, genau wie beim Pianoakkordeon, ändert sich die Musik zw. C-Begleitung und G-Begleitung. Mit der rechten Hand spielst du (anfangs) innerhalb nur einer Reihe, z.B. der für C. Dort findest du Töne wie C, E und G. Bleibst du in dieser Reihe, und bleibst mit der Linken auf deiner Bassbegleitung, kannst du dich faktisch nicht verspielen, weil jeder Ton passt, egal ob Zug oder Druck. Wahrscheinlich ist die Einfachheit des Instruments dem Obstlerkonsum geschuldet. Demensprechend sind auch die Melodien der Volksmusik für Steirische Harmonika recht easy komponiert. Ein Lehrbuch für Steirische (mit eigener Notenschrift) ist übrigens auch für Noten-Unkundige schnell erlernbar. Pfüat di!

     
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