unzufrieden mit Rode NT1 a -> Höhen

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Hallo,
ich bin Recording-Anfänger und habe blind (weil ich gebraucht kaufen wollte) ein Rode NT1 a ersteigert. Das meiste Geld hab ich in mein Interface, Apogee ONE investiert. Damit bin ich zufrieden, aber prinzipiell stimmt etwas nicht mit den Testaufnahmen. Ich hab eine helle (Frauen-)Stimme. Jetzt fehlt mir das passende Fachvokabular, aber prinzipiell gibt es da etwas in meiner Stimme was ich in den Aufnahmen verloren hab, etwas warmes sanftes, übrig ist nur das helle, das klingt fast ein bißchen metallisch.
Hab dann in Garageband den EQ ausprobiert und die hohen Mitten etwas abgesenkt. Das wurde etwas besser aber wiederum Dumpf.
Hm. Soll ich das Rode verkaufen und lieber ein anderes ersteigern? Vielleicht war es für mich ja nicht das passende Mikrofon?
Oder kann das alles gar nicht sein und ich entdecke gerade meine wirkliche Stimme?
Viele Grüße
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EDIT:
Habe eben noch weitergelesen und bin über das Wort Präsenzanhebung gestolpert. Ist das das, was das Shure SM 58 macht? Das hatte ich früher weil ich es nicht besser wusste, bis mir auffiel, dass es überhaupt nicht zu mir passt, nach Blechbüchse klingt. Am liebsten mag ich Mikrofone, die möglichst linear wiedergeben. Kennt Ihr da welche (Studiomikrofone), die nicht schrecklich teuer sind?
 
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ABeautifulDaydre

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es kommt schon manchmal ernüchterung auf, wenn man seine stimme das erste mal aufgenommen hört ;-)
deine probleme mit dem rode kann ich nicht verstehen. ich hab es selbst und bin wirklich zufrieden damit. mit der eq-bearbeitung hast du schon einen richtigen schritt gemacht. könnte es vielleicht sein, dass du zum abhören billige boxen verwendest? die haben meist keinen linearen frequenzgang und verfremden somit dein audiomaterial.

das problem wegen anderen mikros ist, dass imho keine besseren mikros als das nt1 in der bis 200€ preisklasse zu finden sind. und ich finde das rode klingt sogar besser als einige mikros die auch deutlich mehr kosten. wenn du da wirklich einen größeren hörbaren unterschied haben willst, dann müsstest du schon erheblich mehr ausgeben...
aber das ist häufig subjektiv. der klang muss dir natürlich zusagen. wenn dir der des rode nicht zusagt, dann ist es einfach das falsche mikro für dich.

online shops wie z.b thomann bieten eine 30-tage-money-back garantie. somit könntest du gleich mehrere mikros bestellen, zu hause antesten, und dann die, die dir nicht so gut gefallen wieder zurück senden. dafür ist diese funktion ja da^^

lg
 
h4x0r

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Ich vermute mal, du wirst einfach ein wenig mit dem EQ rumspielen müssen oder dir andere Abhören (sprich Boxen) besorgen müssen denn beim Rode NT1A hab ich eigentlich jemals weder Wärme noch Brillianz in der Stimme vermisst ;)
Aber das ist natürlich rein subjektiv ;)
Gruß, Jan
 
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Ich hör meine Stimme ja nicht zum ersten Mal :) (auch wenn ich diesen Spruch gebracht hab, weil ich so verwirrt bin...)
Sonst tät ich ja die Klappe halten. Obwohl ich natürlich schon irgendwie ne komische Stimme habe, mit der ich lebe.
Beim Test haben wir auch ne männliche Stimme aufgenommen. Da ist mir das Problem nicht so aufgefallen.
Billige Abhören hab ich auf jeden Fall, die waren bestimmt nicht teuer, auch wenn ich mich nicht mehr erinnern kann. Aber ich will ja, dass die Aufnahme dann später auf jeder Art von Monitor gut klingt.
Ich werd mal ein anderes Mikrofon ausleihen und testen. Viel bestellen kann ich grad nicht, das muss dann warten.
Verglichen mit dem internen Mikrofon im Apogee ist das Rode jedenfalls um Welten besser. Und stören tut mich der Effekt sowieso auch nur in Stücken, die eher hoch liegen. Ansonsten hat mir das Rode bislang gefallen.
Ach ich bin verwirrt, alle lieben doch das Rode....
Danke für die Antworten
 
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Was Du noch probieren kannst (weil es nichts kostet), ist mit dem Abstand zum Mikrofon zu experimentieren. Das hat zwar eher Einfluß auf den unteren Frequenzbereich (Stichwort: Nahbesprechungseffekt), aber vielleicht findest Du dabei eine Position, deren Gesamtklang Deinen Vorstellungen besser entspricht :).

Der einzige EQ, den ich bei der Aufnahme einer (klassischen) Sopranistin mit dem NT1-A verwendet habe, war ein LowCut bei 80Hz :nix:.
 
Basselch

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Hallo, Query,

auch bei mir tut das NT1a völlig normal seinen Dienst, es ist des öfteren auch mit klassisch ausgebildeten Sopranstimmen in Kontakt gekommen und war keinesfalls höhenlastig - eine Eigenschaft, die es sehr wohltuend von den meisten "China-Krachern" in der Einsteigerklasse abhebt. Ich empfinde meines sogar als eher etwas basslastig...
Vielleicht ist es der Effekt, daß Du jetzt zum ersten Mal gegenüber dem SM58 "vernünftige" Höhen in der Aufnahme hörst? Ansonsten hätte ich Dir auch erstmal wie Peter empfohlen, mit dem Abstand zu arbeiten - wenn sichergestellt ist, daß Dein "Gebrauchtes" auch wirklich keinen Schlag hat.

Viele Grüße
Klaus
 
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RaumKlang

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Oder kann das alles gar nicht sein und ich entdecke gerade meine wirkliche Stimme?

Mit welchen Mikrofonen (außer dem SM58) hast Du denn bisher aufgenommen?


Am liebsten mag ich Mikrofone, die möglichst linear wiedergeben. Kennt Ihr da welche (Studiomikrofone), die nicht schrecklich teuer sind?

Rode NT1-A? :)
Ehrlich, das ist in der Budgetklasse eines der besten Mikrofone, die ich kenne. So gut wie täglich benutze ich ein NT2-A und bin damit sehr zufrieden.
Über mangelnde "Wärme" kann ich jedenfalls beim NT2 nicht meckern.
Wie weit bist Du vom Mikro weg? Benutzt Du einen Poppschutz?
 
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Hm okay. Dann hab ich wohl noch zu wenig Ahnung von Mikrofonen. Mein Kumpel sagt auch, ich spinne (der der mitgesungen hat). Heute krieg ich ein anderes Mikrofon zum Vergleich und wenn ich dann immer noch unzufrieden bin, lade ich mal nen Ausschnitt hoch vielleicht.

@Raumklang: Bisher hatte ich mit meinem Livemikrofon aufgenommen, Audix OM6. Also so lange bis das alte Aufnahmegerät explodiert ist. Hab aber auch schon mit anderen Mikrofonen aufgenommen bei anderen Leuten. Nur weiß ich nimmer was das war.

Vielleicht hab ich das ganze ja falsch sortiert und mich stört gar nicht das mikrofon sonder der Hall oder sowas. Ich bin jetzt völlig durcheinander bei soviel Gegenwehr.
 
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Könnt Ihr mal anhören und sagen was ich einstellen müsste?
Das wär lieb.
Bitte seid rücksichtsvoll, wir wollten ja bloß Mikro testen...
Hier ist übrigens noch gar kein EQ gemacht worden. Bloß Hall. Irgendeine Grundeinstellung bei Garageband.
Link
Ich hab jetzt mal mit EV Blue Cardinal verglichen. Es klingt schon anders. Trotzdem hab ich eher nicht das Gefühl, dass das EV das bessere Mikrofon wäre... Es rauscht etwas und der Pegel lässt sich schwerer regeln.
 
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... am EQ einstellen, meinte ich....

kann mir keiner helfen?
 
ars ultima

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Da ist jetzt ja noch mehr auf der Aufnahme, außerdem schon Hall. Am besten wäre es wohl, wenn du eine nackte Gesangsaufnahme hochladen würdest. Also wirklich nur dein Stimme, sonst nichts, und wirklich keine BEarbeitung. Dann könnte man sich das auch runterladen, bearbeiten, wieder hochladen, du könntest sagen "ja, so fänd ich das schon besser" und dann könnte man sagen, was gemacht wurde.
 
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Ich glaube, da musst Du, wenn Du eine hörbare Verbesserung willst, wesentlich mehr investieren. Z.B. TLM 102 von Neumann. Das Cardinal ist auch bestimmt nicht besser als das NT1-A.
 
Jeefs

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Hallo Query,
Also ich finde auch, dass sich das gar nicht schlecht anhört. Ein kleines Bisschen höhenlastig ist es, da hast du recht, aber das sollte mit einem EQ eig. kein Problem sein. Wie Artcore ja schon gesagt hat, ich glaub auch, dass du ein Wenig zu viel erwartest von einem Mikrofon in der Preisklasse.
LG, Tom
 
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redkey

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hallo query,

grundsätzlich klingen die aufnahmen doch gar nicht so schlecht.
das rode ist ein anerkannt gutes mic. in dieser preisklasse.
trotzdem zwei anmerkungen die dir vielleicht weiterhelfen.

ich habe noch nicht mit garageband gearbeitet, insofern kenne ich die möglichkeiten nicht, wenn es aber möglich ist solltest du den reverb in den höhen bedämpfen weil deine jetzige einstellung zum " höhenlastigen " eindruck beiträgt.
wie "tonstudio 2" richtig anmerkt sollte man das signal auch ohne bearbeitung hören,
um feststellen zu können ob der präsenzbereich zu ausgeprägt ist.

bei "so wie du bist" habe ich den eindruck, das du möglicherweise zu nah am mic. bist.
hier gibt es ein paar scharfe "s" und "t"- laute sowie einige plopgeräusche. die verwendung eines pop-killer wäre unbedingt ratsam, als auch der versuch leicht schräg oder leicht "out of axis" ins mic. zu singen.
ansonsten kann ein deesser hilfreich sein.

ich denke weniger das es am nt1a liegt.

lg,markus
 
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Hallo
Danke für die vielen Antworten,
ich war Anfang der Woche nicht im Internet und dann kam das Update deshalb antworte ich erst jetzt wieder.
Ich werde versuchen, die unbearbeitete Aufnahme hochzuladen.
Das mit den Höhen im Reverb ist eine gute Idee! Weiß ich gar nicht ob ich das beeinflussen kann, werd ich ausprobieren.
Gemeint war aber nur die oben verlinkte Aufnahme, nix von meiner Webseite, das Zeug ist alt, da hatte ich das Rode noch nicht und das Apogee One auch nicht.
Ich hatte halt vor etwa 2 Jahren eine Zeitlang einen etwas betagten HD-Recorder, und aufgenommen hatte ich mit meinem Livemikrofon. Der Recorder hatte sich verabschiedet und das Rode und das Audiointerface sind jetzt beide ganz neu.
Ich hab das vielleicht auch zu krass dargestellt. Ich war halt so euphorisch und deshalb gleich so unglaublich entsetzt. so furchtbar ist das alles nicht, und die positiven Seiten an dem ganzen sind mir auch klar. Das Rode bringt viel mehr Details als früher angekommen wären hab ich das Gefühl. Das ist supercool.
Naja ich versuch dann mal die reine Gesangsspur zu exportieren.
Grüße
Annika
 
cikl

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Ich habe mir neulich ein Großmembran fürs Home-Recording gekauft und mich zu diesem Zwecke auch in einem großen Frankfurter Musikhaus beraten lassen. Dabei hatte ich zunächst das Rode NT1a im Auge wegen der guten Kritiken, P/L-Verhältnis und dem anvisierten Budget. Der Verkäufer hat mir allerdings stattdessen zum SE Electronics 2200A geraten und meinte, dass das Rode in den oberen Mitten dazu neigt etwas quäkig zu werden. Möglicherweise ist das der kleine Huckel im Frequenzgang zwischen 3 und 4 kHz...(?) :gruebel:
nt1-a_freq.jpg

Zum Vergleich auch das SE 2200A. In wieweit die Frequenzgänge da weiterhelfen sei mal dahingestellt ;)
sE2200a_chart.jpg

Nach einem ausgiebigem Nebeneinander-Vergleich teile ich die Meinung des Verkäufers und bin froh mich für das SE Electronics entschieden zu haben (trotz der etwas schlechteren technischen Daten). Das Rode ist sicherlich ein sehr gutes Mikro, aber ich empfand das SE als ein wenig wärmer und ausgeglichener. Möglicherweise könntest du das also ähnlich sehen. Schließlich klingt nicht jedes gute Mikro mit jeder Stimme gut... Ist vielleicht mal ein Antesten wert...
 

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