Beim Höfner Violinbass gibt es eine ganze Reihe Möglichkeiten, die Oktavreinheit einzustellen. Die wichtigsten sind:
- Längsverschiebung der Brücke
- Rotation der Brücke
- Positionierung der Saitenreiter in einer anderen Rille
Die Brücke ist beim 500/1 nur lose auf dem Korpus aufgesetzt, insofern ist die erste Maßnahme die korrekte Längspositionierung. Grob läßt diese sich herausfinden, wenn man das Flageolette im 12. Bund greift, idealerweise macht man das zunächst nur mit E und G-Saite, die dafür auch 1-2 Töne tiefer gestimmt sein können, damit sich die Brücke überhaupt noch bewegen läßt. Hat man durch Verschieben den Punkt etwa erreicht, wo Nullbund und 12. Bund exakt eine Oktave auseinanderliegen, kann man die anderen Saiten auch aufziehen und alle auf die richtige Tonhöhe hochstimmen.
Stellt sich nach dem fertigen Aufziehen heraus, daß die dünneren Saiten im Verhältnis am 12. Bund zu hoch sind, die tieferen aber richtig, kann man die Brücke etwas nach links rotieren, also querstellen. Dazu muß man aber meistens wieder alle Saiten entspannen, da der Druck sonst zu hoch ist.
Unterschiede zwischen der Oktavreinheit der einzelnen Saiten, die sich durch Rotation nicht beseitigen lassen, werden durch umstecken der Reiter in eine andere Rille der Brücke kompensiert.
Das Ganze ist manchmal ein mühsamer Weg, aber wenn der Punkt einmal gefunden ist, verstellt sich auch nichts mehr.
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Im Bild eine leicht rotierte Brücke mit unterschiedlich positionierten Reitern: