Vergleichstest Startersets

von Ganty, 18.02.07.

  1. Ganty

    Ganty Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.07   #1
    Immer wieder wird hier im Forum nach der Qualität des einen oder anderen Startersets gefragt.
    Die Stiftung Warentest hat in ihrer Dezemberausgabe des Test-Heftes 18 verschiedene Sets getestet, ich schreibe hier mal eine Zusammenfassung des Tests nieder:

    Getestet wurden 14 Strat-Sets und 4 SG- bzw. Les-Paul-Sets. Tester waren sowohl Anfänger als auch professionelle Studiomusiker, die Markennamen waren im Test der Neutralität wegen überklebt. Als Referenzobjekte wurden eine Fender-US-Strat sowie ein Music-Man 112 RP Röhrencombo benutzt.
    In den Sets wurde die Gitarre zu 50 %, der Amp zu 40 % und das Zubehör zu 10 % bewertet.
    Die Preise sind gemittelt, alle Angaben ohne Gewähr!

    Gleich vorweg, Testsieger insgesammt war das Marshall-Set für 299 €. Die besten Gitarren sind in den Sets von Aria (169 €), Ibanez (289 €), Squier (230 €) und Peavey (219 €). Bei den SG bzw. Les Paul schneidet Harley Benton (179 €) am besten ab, gefolgt von Epiphone (279 €) und Music-Store ( 243 €).

    Hier die Testergebnisse im Einzelnen:

    Strat-Sets

    Marshall Rock Kit: Gut (2,0), 299 €
    Aria Package: Gut (2,4), 169 €
    Ibanez Jumpstart GSA6J: Gut (2,4) 289 €
    Peavey Stage Pack: Gut (2,4), 219 €
    Squier Frontman-Pack: Gut (2,4), 230 €
    Lidl Eterna by Yamaha: Befriedigend (2,6), 199 €
    Voggenreiter Set: Befriedigend (2,6), 199 €
    Collins ST-100 Pack: Befriedigend (2,7), 89 €
    Yamaha ERG-121 GP: Befriedigend (2,7), 280 €
    Stagg S 300 Pack: Befriedigend (2,8), 149 €
    Real Weinberger: Befriedigend (3,0), 99 €
    Tenson ST Pack: Ausreichend (3,6), 149 €
    Dimavery EGS-10 Set: Magelhaft (5,0) 100 €
    Behringer V-Tone: Befriedigend (2,6), nicht mehr im Angebot

    Les Paul- oder SG-Sets:

    Harley Benton HBS 7: Gut (2,3), 179 €
    Epiphone Special 2: Gut (2,4), 279 €
    Music-Store GIT000: Gut (2,5), 243 €
    Dean Evo XM: Befriedigend (2,8), 249 €

    Die Gitarren einzeln werden in den Tests als durchweg gut oder befriedigend bewertet, Schwachpunkt sind aber in den meisten Fällen die Verstärker von denen nicht einer band- oder bühnentauglich ist (eigentlich logisch bei den Preisen).

    Ich hoffe das diese Zusammenfassung als erste Übersicht bei der Auswahl des ersten Sets helfen kann, ein eigenhändiges Testen ist aber immer sinnvoller als blind zu kaufen. Die Gitarren sind übrigens auch einzeln erhältlich, es ist daher meist sinnvoll sich gleich einen vernünftigen Verstärker zu kaufen.

    Wer noch weitere Fragen z.B. zu den einzelnen Testergebnissen hat kann sich gerne an mich wenden.:great:
     
  2. the flix

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    Erstellt: 18.02.07   #2
    Ich habe diesen Test schon einmal in Internet gelesen.
    Was ich mich frage ist, wie man eine Gitarre und einen Amp mit Noten beurteilen will. Wie setzt man da den Maßstab an? Die Qualität dieser Geräte kann man doch nicht an absoluten Kategorien, wie bei anderen technischen Geräten, festmachen. "Klingt gut" oder "klingt schlecht" kann man doch nicht quantitativ ausdrücken, sondern nur vergleichend. Was heißen die einzelnen Noten? Wird da die Fender als Maßstab genommen, also quasi mit Note 1 bewertet? Dann könnte man aber nur Fendernachbauten richtig mit ihr vergleichen.

    Ich fände eine Reihenfolge der Testkandidaten sinnvoller, die Noten sind für mich nicht aussagekräftig.

    Außerdem denke ich, dass man die meisten Amps auch mit abgeklebtem Markennamen erkennt, zumindest die Peavey, Marshall und Fender.

    Somit finde ich den Test alles andere als aussagekräftig und hilfreich.
     
  3. crazy-iwan

    crazy-iwan Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.07   #3
    mein reden, anstöpseln, anspielen, und selber wissen......wenn da nur sone malcoms und satrianis gezockt haben, was wird denn da aus dem dreckigem krams a la black sabbath oder motörhead? nich die besten gitarristen waren in der band (naja bei black sabbath kann man streiten :D), aber trotzdem will man vieleich sonen sound ham.....oder ich will zumindestens...:D
     
  4. Desperados

    Desperados Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.07   #4
    Nun nicht jeder kann anspielen (denk mal an die Anfänger).
    Es hat auch nicht jeder einen Freund,Bekannten etc.. der Gitarre spielen kann und völlig Wertfrei eine Empfehlung ausspricht (soll ja auch Freunde geben die nur auf eine bestimmte Marke abfahren!!!).
    Leider wird dann meistens ein Test zu rate gezogen.
    Naja aber besser als i-bäääh
     
  5. x-Riff

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    Erstellt: 19.02.07   #5
    Also bei Stiftung Warentest ist wichtig, den ganzen Test und das Zustande-Kommen der Ergebnisse (welche Kriterien, welche Gewichtung der Kriterien) zu lesen.

    Das Gute bei Stiftung Warentest ist, dass die das sehr transparent machen.
    Man kann also dann anhand der Einzelergebnisse je nach eigenen Vorlieben oder Kriterien auch auf andere Endergebnisse kommen. Letztlich ist sowas wie Geschmack oder Gehör/sound nicht wirklich objektiv messbar - wenn, dann nur annäherungsweise.

    Ich nutze durchaus Testergebnisse von Stiftung Warentest, aber eher in dem Sinne, dass ich anhand der Tests das Feld der in Frage kommenden Sachen reduziere, mir ein paar Notizen mache und die dann übrig gebliebenen Geräte selbst test.
     
  6. Ganty

    Ganty Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.02.07   #6
    Aus der Schule solltest Du doch eigentlich wissen das ein "Gut" besser als ein "Befriedigend" ist.


    Dann hier mal die Testkriterien im Einzelnen:

    Gitarre:

    Sechs Probanden mit unterschiedlicher Spielstärke beurteilten in einem umfangreichen Fragebogen unter anderem das Stimmen und den Saitenwechsel der Gitarren, die Ergonomie und Balance im Stehen und Sitzen, die Bedienung der Schalter und Knöpfe und, soweit vorhanden, des Vibratos.
    Drei Experten beurteilten den Klang, die Stimmstabilität, Saitenlage und Oktavreinheit, sowohl im Anlieferungszustand als auch nach fachgerechter Optimierung. Außerdem wurde die Störempfindlichkeit der Tonabnehmer und die Rückkopplungsneigung bewertet.

    Verstärker:

    Drei Experten beurteilten den Klang, die Funktion und die Qualität der Regler und, soweit vorhanden, auch der Hallstufe; die Störgeräusche bei mittlerer Klangreglerstellung und die unerwünschten Lautsprecherverzerrungen. Beurteilt wurde auch der Klang und die Regelbarkeit des Verzerrer-Kanals und die Lautstärke.

    Zubehör:

    Bewertet wurde die Vollständigkeit des Sets, Tragetasche, die Anleitungen und, soweit vorhanden, Stimmgerät und Lehrmaterial.

    Da es sich hier um einen Vergleichstest handelt, der im Übrigen in ähnlicher Form immer mal wieder von den üblichen Gitarrenzeitschriften mit unterschiedlichen Produkten durchgeführt wird, kann sich ein Anfänger ohne Vorkenntnisse sehr wohl einen ersten Überblick mit Hilfe dieses Tests verschaffen und für nichts anderes ist dieser Test gedacht!
    Wie ich bereits geschrieben habe empfielt sich immer ein eigenhändiger Test im Musikladen, ein absoluter Anfänger hat jedoch im Gegensatz zu den vielen "Vollprofis" hier im Forum nicht die geringste Ahnung worauf er achten muss!
     
  7. the flix

    the flix Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 19.02.07   #7
    Natürlich.
    Doch in der Schule habe ich (meist) absolut objektive Kriterien. Zwischen "Richtig" und "Falsch" gibt es in den meisten Fällen recht wenig oder sogar gar nichts. Daher sind diese Noten meist für mich nachvollziehbar.
    Von den so beliebten mündlichen Noten wollen wir hier einmal absehen ;-)

    Ich habe nur die Auswertung des Tests gelesen und kannte daher den genauen Testaufbau nicht. Er scheint ja doch recht umfangreich zu sein.

    Dennoch stelle ich mir die quantitative Beurteilung in vielen Kriterien schwierig vor.
    Geht gut oder geht schlecht, gibt es da genaue Abstufungen?
    Es gibt allein schon so viele verschiedene Halsprofile, weil fast jeder es ein bisschen anders mag. Wie will man das beurteilen?
    Grundlegende Probleme wie Kopflastigkeit sind klar, aber wie drückt sich das in der Benotung aus? Abweichung vom optimalen Schwerpunkt in Prozent?
    Ist sicher untersuchbar, aber wie genau? "Koppelt leicht" = 6, "koppelt nicht" = 1 und dazwischen?
    Langzeitversuch?

    Versteh mich nicht falsch, das ist keine Kritik an dir. Und eigentlich auch keine am Test selber.
    Ich habe nur meine Probleme damit, dass man Gitarren und Amps mit Schulnoten bewerten kann.
    Denn das impliziert quasi, dass es eine absolute Referenz gibt. Und die eierlegende Wollmilchsau hat eben noch keiner gebaut.
    Ich versuche nur, mir vorzustellen, was die Note 2,567... im Sound jetzt heißt. Und das schaffe ich nicht. Von daher kann ich die Noten nicht nachvollziehen.

    Das erinnert mich so ein bisschen an die Bewertung von Computerspielen in Zeitschriften, die Noten schienen mir auch oft etwas aus der Luft gegriffen zu sein, bei Kategorien wie "Langzeitspaß".

    Was ich sinnvoll fände, wäre ein Test zur Serienstreuung im Billigsektor. Dass würde mehr bringen, als nur ein paar Gitarren von jeder Marke zu testen. Denn gerade in diesem Preisbereich gibt es doch viele Schwankungen, man denke nur an die Diskussionen um Squier hier im Forum. Oft wurde abgeraten, gerade werden sogar die günstigsten Modelle hochgelobt. Da gäbe es mal ein paar Gerüchte zu bestätigen oder zu widerlegen.

    Ich glaube, diese exakte Benotung wird den Gitarren und Amps nicht gerecht. Sinnvoller fände ich eine Einteilung in etwa "Empfehlenswert", "Eingeschränkt Empfehlenswert" und "Nicht Empfehlenswert". Meines Wissens nach sind Vergleichstests in Musikerzeitschriften auch eher so aufgebaut.

    Denn dieses Thema ist so stark von Subjektivität geprägt, dass man mit genauen Noten ihm meiner Meinung nach nicht gerecht wird.

    Was natürlich niemanden daran hindern soll, den Test zu lesen und sich das herauszulesen, was er wissen muss.

    Vielleicht sind meine Zweifel ja auch falsch und die Stiftung Warentest hat wirklich Methoden gefunden, Gitarren objektiv zu bewerten. Würde mich aber wundern.
     
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