[Verständnisfrage] Aktives Splitting vs. passives Splitting mit passiven PUs

von guitardoc, 09.09.10.

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  1. guitardoc

    guitardoc Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.09.10   #1
    Hallo Freunde,

    Ich habe da mal eine Verständnisfrage. Es gibt ja diverse Splitter - aktive und passive. Bei den passiven Splittern wird das Gitarrensignal unverändert gelassen, bei den aktiven wird es irgendwie "umgewandelt" und verstärkt. Mir sind die Vor- und Nachteile nicht ganz klar. Es gibt zwar so verschiedene Punkte, die mir dabei im Kopf herumschwirren, die ich diesbezüglich schon mal gehört habe (Einstreuung von Fremdgeräuschen, längere Übertragungswege, Interaktion von Gitarre mit dem Amp, etc.). Kann mich mal jemand fundiert aufklären was die Vor- und Nachteile der beiden Varianten sind?

    Danke schon mal im Voraus!
     
  2. 901

    901 Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 09.09.10   #2
    Der passive Splitter lässt das Signal leider auch nicht ganz unverändert. Technisch ist es nur ein Übertrager, also eine Art Trafo. Zwei Spulen auf einem magnetisierbaren Kern. Da kommts dann ganz besonders drauf an, dass dieser Übertrager von hoher Qualität ist. Also die richtige Metalllegierung für den Kern und den richtigen Draht für die Wicklungen, die richtige Anzahl der Wicklungen etc pp.

    Ein aktiver Splitter löst die Aufgabe mit einer elektronischen Schaltung und ist gleichzeitig meistens ein Impedanzwandler. das ermöglicht dann längere Kabelwege. Dafür kann der eher mal rauschen und verändert evtl das Verhalten zwischen Gitarre und Amp (zB. Reaktion aufs Volumenpoti).

    Ist beides nicht so wie direkt angeschlossen und hat beides Vor- und Nachteile.

    Vor allem darf man nicht vergessen, dass bei einem passiven Splitter die Impedanzen beider angeschlossener Amps einwirken. Bei zwei Röhrenamps mit je 1MOhm Eingansimpedanz ist das bei einem guten passiven Splitter vllt nicht schlimm, aber wenn das eine von beiden z.B. ein Line Eingang ist, dann belastet die niedrige Impedanz von diesem Line-Eingang auch das Signal, das am Gitarren-Amp ankommt!
    Das kann man ganz leicht ausprobieren, indem man während des Spielens den Line-Eingang abklemmt. Da klingt dann der Amp-Sound gleich wieder besser.

    Eine Gitarre mit passiven Pickups liefert halt nicht besonders viel Strom. Und wenn der Strom sich entscheiden muss, gegen viel oder gegen wenig Widerstand zu fliessen, dann geht halt der meiste Strom zum niedrigen Widerstand (=Line-Eingang) mal bildlich vereinfacht gesprochen.

    Deshalb benutze ich vor meinem Splitter, obwohl der sehr gut ist, noch einen klangneutralen Impedanzwandler (Stromverstärker). Ich hätte aber auch gleich einen geeigneten entsprechend guten aktiven Splitter nehmen können...


    Hope that helps
     
  3. guitardoc

    guitardoc Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.09.10   #3
    Ahh, danke für die ausführliche Erklärung. Ja, jetzt ist mir die Geschichte sehr viel klarer geworden! Vielen Dank noch mal!
     
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