Verständnisfrage Gleichstrom +/-

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mento
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Hi,

ich verstehe beim betrachten von Schaltplänen nicht, warum oft - an der Erde liegt.
So wie ich "Strom" verstehe, fliessen Elektronen vom Minuspol zum Pluspol.
Wie kann das sein!? Eigentlich müssten sich die Elektronen auf dem leichtesten Weg (Erde)
verdrücken.

Zum verdeutlichen: Ich wollte mal verstehen wie eine Röhre funktioniert.
Auf dem Schaltplan (Verstärker) liegt + direkt am Ausgangstrafo.
Kurz vorne dran die Anode der L-Röhre.
Die Kathode liegt nach einem 220 Ohm Widerstand an der Erde.
Da ist auch direkt der Eisenkern des Eingangstrafos dran.
Von da müssten doch aber die Elektronen kommen. (Kathodenbasis?)

Hab da ein grundsätzliches Verständnisproblem.
Wer nimmt sich einem Elektroneuling an? ;)

Thx
Philipp

- - - Aktualisiert - - -

IMG_0761.jpg
Vielleicht hilft der Plan bei der Hilfe :D
 
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Reine Definitionssache. :D
Du hast recht dass nach physikalischer Betrachtung die Ladung der Elektronen negativ ist.
Aber die technische Definition der Stromrichtung ist etwas älter als diese Erkenntnis, und betrachtet die Ladung als positiv. Dass die Teilchen eigentlich eine negative Ladung darstellen ist dabei unerheblich, das Vorhandensein einer Ladung wurde als positiv definiert, und so ist es eben auch geblieben.
Wenn ein Lehrer es verschwitzt dies seinen Schülern zu erklären ist die Verwirrung absolut unvermeidlich. ;)
 
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Das wird klarer, wenn man sich mal ein Metall überlegt... Jedes Atom steuert ein freies Elektron bei, somit hat man unglaublich viele Elektronen, die sich frei zwischen den Atomen bewegen. Was die Elektronik macht, ist irgendwo von hunderten Milliarden ein paar klauen, und das gleicht sich dann mit einem zweiten Pol aus, wo auf hundert Milliarden ein paar mehr sind. Die Signale/Ströme sind im Endeffekt Druckwellen, wie Schall im Wasser (nur mit knapp Lichtgeschwindigkeit), während sich ein 'physisches' Elektron im Mittel höchstens mal in Schrittgeschwindigkeit bewegt.

Damit kann man sich überlegen, ob jetzt 'auf tausende Milliarden ein paar mehr' plus ist oder 'auf tausende Milliarden ein paar weniger'. In dem Fall der geltenden Definition ein paar weniger.
 
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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind auf der Plusseite "auf tausende Milliarden ein paar weniger" was einen Zug entstehen lässt (Spannung).
Das wäre dann aber keine Druckwelle sondern eben ein Sog (quasi eine Osmose wobei die Elektronik für mich die Membrane wär) der so lange anhält
bis auf beiden Seiten ausgeglichen viele negativ geladene Elektronen sind.

Das widerspricht aber deiner Metapher mit der Druckwelle im Wasser, Carl. Das wäre dann ein "Schiebevorgang".

Habs noch nicht komplett verstanden...
 
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Das -/Masse auf PE/Erde liegt hat Sicherheitstechnische Gründe, wenn man Metallgehäuse verwendet.
 
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wenn die Ladung (völlig egal ob man negative Elektronen oder positive Löcher betrachtet) zwischen 2 Stellen unterschiedlich ist, entsteht ein elektrisches Feld dazwischen. Das heist, das alles, was sich in diesem Feld befindet und eine Ladung hat, sich auf den Feldlinien in die eine oder andere Richtung bewegt.

Genau das passiert in den Röhren

Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind auf der Plusseite "auf tausende Milliarden ein paar weniger" was einen Zug entstehen lässt (Spannung).
Das wäre dann aber keine Druckwelle sondern eben ein Sog (quasi eine Osmose wobei die Elektronik für mich die Membrane wär) der so lange anhält
bis auf beiden Seiten ausgeglichen viele negativ geladene Elektronen sind.

Das widerspricht aber deiner Metapher mit der Druckwelle im Wasser, Carl. Das wäre dann ein "Schiebevorgang".

Habs noch nicht komplett verstanden...
 
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So, ich habe den Gleichstrom Verstanden. Ladung nicht gleich ladung der Elektronen.
Ladung = Überschuss Elektronen am +Pol // Unterschuss Elektronen am -Pol.

@TheDarkRose: Elektronen fliessen Richtung -Pol resp. "verdüsen" sich richtung Erdung -> Geräteerdung an einem von zwei Leitern am Netz. (Siehe mein Schaltplan oben. Müsste dann vermutlich
unbedingt an den Nulleiter falls dieser Begriff noch richtig ist.) Auweia :ugly:

Nun weiter:
Was mich erst verwirrt hat, ist, dass in einer Röhre Elektronen von Kathode zu Anode fliessen. Das ist eben gegen die Flussrichtung des Stromes.
Hat aber vermutlich mit der Ladung der Elektronen zu tun. Die fühlen sich von der positiven Spannung angezogen und wollen da hin, gelöst durch die Wärme an der Kathode.
Das Steuergitter übersträgt die Wechselspannung des Eingangssignals und nach der Kathode haben wir ein gemisch von der +Spannung Gleichstrom (im Bild oben 265V) und dem
Wechselstrom, dem Abbild des Eingangssignals mit grösserer Amplitude da ein höherer Strom aus der Kathode(nbasis?) bezogen werden kann.

Richtig so? :confused:
Ich hirne jetzt da dran rum bis ichs kapiere ;)
 
.Jens
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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, sind auf der Plusseite "auf tausende Milliarden ein paar weniger" was einen Zug entstehen lässt (Spannung).
Das wäre dann aber keine Druckwelle sondern eben ein Sog (quasi eine Osmose wobei die Elektronik für mich die Membrane wär) der so lange anhält
bis auf beiden Seiten ausgeglichen viele negativ geladene Elektronen sind.

Das widerspricht aber deiner Metapher mit der Druckwelle im Wasser, Carl. Das wäre dann ein "Schiebevorgang".

Habs noch nicht komplett verstanden...

Das klappt umgekehrt genauso: Der Minuspol "schiebt" ein paar Elektronen in den Draht rein, und am anderen Ende kommen sie halt raus (grob gesprochen). Im übrigen ist es bei dieser "Wasser-Analogie" auch relativ egal, ob man schiebt oder saugt, der Effekt ist der gleiche. Und: (auch wenn der Vergleich mit dem Druck etwas hinkt), der Name "Druckwelle" sagt nur aus, dass es sich um eine Wellenförmige Ausbreitung einer Störung oder Welle in der physikalischen Größe "Druck" handelt. Auch, wenn der lokal vorherrschende Druck negativ (bzw. kleiner als der Umgebungsdruck = negativer relativer Druck) ist. "Sog" ist nichts anderes als "negativer (relativ-)Druck", genauso wie "Bremsen" eine "negative Beschleunigung" ist.

Aber Obacht: für ein anschauliches Verständnis ist die Analogie zum Wasser ganz gut (Druckgefälle = Spannung, Fließgeschwindigkeit mal Querschnitt = Strom etc.) - aber zu ernst sollte man das nicht nehmen, bzw. die Analogie nicht zu weit treiben und falsche Schlüsse daraus ziehen. Da gibt es dann doch einige wesentliche Unterschiede...

- - - Aktualisiert - - -

So, ich habe den Gleichstrom Verstanden. Ladung nicht gleich ladung der Elektronen.
Ladung = Überschuss Elektronen am +Pol // Unterschuss Elektronen am -Pol.
Genau andersrum.

@TheDarkRose: Elektronen fliessen Richtung -Pol resp. "verdüsen" sich richtung Erdung -> Geräteerdung an einem von zwei Leitern am Netz. (Siehe mein Schaltplan oben. Müsste dann vermutlich
unbedingt an den Nulleiter falls dieser Begriff noch richtig ist.) Auweia :ugly:
Auch genau andersrum. Elektronen fließen in Richtung plus. In/an der "Erde" sind beliebig viele davon, so dass alle geerdeten Teile auf dem gleichen Potential liegen (vereinfacht). Man könnte auch den Pluspol erden, das würde keinen Unterschied machen, wenn sich alle dran halten. Bei der ganzen Erderei geht's nur darum, dass zwischen Teilen, die man versehentlich berühren könnte und der tatsächlichen Erde (Fußboden) keine gefährliche Spannung auftreten kann.
Nun weiter:
Was mich erst verwirrt hat, ist, dass in einer Röhre Elektronen von Kathode zu Anode fliessen. Das ist eben gegen die Flussrichtung des Stromes.
Wie gesagt, die (sog. technische) "Flussrichtung des Stroms" ist genaugenommen falsch. Man hat sie halt so definiert, als man noch nicht so schlau war wie heute. Man hätte sie auch andersrum definieren können, das würde absolut keinen Unterschied machen.


Jens

Vielleicht nochmal etwas genauer, bevor ich dich jetzt ganz verwirre:

Wenn an einem Punkt A ein Überschuss an Elektronen vorherrscht, dann ist dieser Punkt gegenüber Erde / Masse negativ geladen (weil eben dummerweise aus historischen Gründen die Elektronen per Definition eine negative Ladung besitzen). So ein Punkt wäre dann gegenüber Erde ein "Minuspol".

Wenn an einem Punkt B ein Mangel an Elektronen vorherrscht, dann ist dieser Punkt gegenüber Erde / Masse positiv geladen (weil einige Teilchen mit negativer Ladung fehlen). So ein Punkt wäre dann gegenüber Erde ein "Pluspol".

Die Elektronen selbst wandern, wenn man die beiden Punkte verbindet, vom Minus- zum Pluspol. Die "Stromrichtung", die der Techniker meint, ist genau andersrum, aber das ist wie gesagt nur Definition bzw. Merkhilfe.
 
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Auch wenn ich dein Problem nicht ganz nachvollziehen kann, mal ein paar Erklärungen von mir.

Zunächst hat das Erdungszeichen mit den drei, kürzer werdenden Strichen oder auch das "Ground-Symbol" (einfach nur ein Strich, statt drei) nicht zwangsweise die Bedeutung der Netzerde (des Schutzleiters), sonder ist häufiger einfach als Bezugspotenzial in der Schaltung gemeint.
Da man dieses Potenzial in den meisten Schaltungen sehr häufig gebraucht und nicht lauter Verbindungen dafür zeichnen will, spart man sich die Verbindungen, zeichnet das Ground-Symbol und denkt sich die Verbindungen zwischen allen Ground-Symbolen.

Wie ist das nun mit den Potenzialen? Die physikalische Definition dafür ist Arbeit im elektrischen Feld pro Ladung. Das hilft uns (denke ich) eher weniger weiter. :redface:
Stell dir ein Freibad vor, mit einem großen Sprungturm. Da gibt es ein 1m-Brett, ein 3m-Brett und ein 5m-Brett. Wenn der Schimmer den Turm hoch klettert, muss er dazu Energie aufwenden (Arbeit verrichten), denn er bewegt sich gegen das Gravitationsfeld der Erde nach oben. Oben angekommen hat er dann Höhenenergie, die wieder frei wird und ihn in Richtung Wasseroberfläche beschleunigt, wenn er springt (sich mit dem Gravitationsfeld bewegt).
Die Höhe des Bretts ist unser Potenzial - je höher er klettert, umso größer ist die Strecke (Ortsdifferenz) vom Boden, desto größer die freiwerdende Energie beim Sprung.
Oder in der Elektrik: Je größer die Potenzialdifferenz zwischen zwei Polen, umso mehr Energie wird beim fließen von Strom frei.
Was ich hier Potenzialdifferenz genannt habe, ist die Spannung. Wichtig dabei ist zu erkennen, dass ein Pol alleine keine Spannung hat - man braucht immer einen Bezugspunkt.

Nun kann man eine Schaltung haben, mit Ground (0V) Potenzial, 1V, 3V, und 5V. Alle drei (1V, 3V, 5V) beziehen sich auf Ground, genauso wie die Höhen des Turms sich auf die Wasseroberfläche beziehen. Genauso wie die Höhe zwischen 1m-Brett und 5m-Brett 4m beträgt, ist die Spannung zwischen 1V-Potenzial und 5V-Potenzial 4V. Hier hat einfach der Bezugspunkt gewechselt.

Das Grundprinzip ist also: Eine Spannung ist die Differenz der Potenziale zwischen zwei Punkten. Das Bezugspotenzial in den meisten Schaltungen ist Ground, also dein Erdungszeichen.

Eine Potenzialdifferenz entsteht immer dadurch, dass die Ladung zwischen den beiden Punkten nicht gleich ist.

Beispiel mit Nägeln: Einem Nagel fehlen 4 Elektronen (Potenzial +4), dem anderen 2 (Potenzial +2). Bringt mein beide zusammen, geht ein Elektron vom anderen Nagel zum einen über, sodass beide 3 Elektronen zu wenig haben (Potenzial +3).
Einem Nagel fehlen 4 Elektronen (Potenzial +4), der andere hat 4 zuviel (Potenzial -4). Vom anderen gehen vier zum einen, dann haben beide 0 Elektronen zuviel/zuwenig.

Die Ladungen wollen sich also immer ausgleichen.

Wie kann das sein!? Eigentlich müssten sich die Elektronen auf dem leichtesten Weg (Erde)
verdrücken.
Das täten sie nur dann, wenn es eine Potenzialdifferenz zwischen Erde und '-' gäbe.

Meine Erklärung ist übrigens nicht so geworden, wie ich's wollte. irgendwo ist mir ein Gedanke verloren gegangen. Frag einfach nach, wenn du was noch nicht verstehst. vielleicht komme ich dann wieder drauf ;)

LG :)
 
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Top! Vielen Dank an alle!
Ist das so richtig?: Normalerweise ist in einer Schaltung die Erdung Bezugspunkt 0V (halt da wo das Groundzeichen ist).
Andere Bezugspunkte entstehen durch Widerstände in einer Schaltung die die Spannung begrenzen (die Sprungbretter...hinkt ein bisschen aber hilft doch super ;))

Man könnte auch den Pluspol erden, das würde keinen Unterschied machen, wenn sich alle dran halten
Dann müsste am Minuspol ein Elektronenüberschuss sein (stossen), richtig?

Zunächst hat das Erdungszeichen mit den drei, kürzer werdenden Strichen oder auch das "Ground-Symbol" (einfach nur ein Strich, statt drei) nicht zwangsweise die Bedeutung der Netzerde (des Schutzleiters), sonder ist häufiger einfach als Bezugspotenzial in der Schaltung gemeint.
In der Regel ist das aber schon der Schutzleiter oder? Oder wie entsteht dann das Bezugspotential ansonsten?
 
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das kommt drauf an, was die Schaltung machen soll und wie sie verpackt ist
Wenn ein Gerät komplett in einem Kunstoffgehäuse (bzw ein berühren von gefährlicher Spannung unmöglich )ist , braucht es keine Schutzerde.
Bei vielen Schaltungen ist das Metallgehäuse auf Schutzerde und auch gleichzeit Ground der Schaltung.
Das kann aber auch zu Problemen führen, wenn man mehre Geräte zusammenschaltet.
Wenn dann Ground verbunden ist und Ground überall auch auf Schutzwerde ist, hat man eine prima Brummschleife, deswegen trennt man manchmal Ground von der Erde (ground lift)


Mit anderen Worten, erstmal ist es egal was in der Schaltung als Ground gewählt wird, oft macht es aber auch Sinn dass es mit dem Pegel des Gehäuses identisch ist welches dann auf Schutzerde liegt
In der Regel ist das aber schon der Schutzleiter oder? Oder wie entsteht dann das Bezugspotential ansonsten?
 
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vergiß doch diese blöden Elektronen .

Stell dir einfach vor da fließen positive Teilchen (nenn sie einfach 'Löcher') von Plus nach Minus und verrenk dir nicht das Hirn :D

ps.um die interne Funktionsweise von Halbleitern zu verstehen brauchst du sowieso beide Modelle
 
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Dann könnte das ev so sein...
Am eingang ist ein audiosignal. Am ausgang ein lautsprecher.
Werte lassen wir mal weg, das kommt dann als nächstes beim verstehen ��
Basis wird bedient, der transistor arbeitet. Der kondenser rechts unten wird vom transistor analog zum basissignal entladen, der 1k R bestimmt den arbeitspunkt. Der kondenser rechts oben filtert den gleichstrom und lässt den wechselstrom durch der den lautsprecher treibt.
Hirn, hirn, hirn....

- - - Aktualisiert - - -

:)
Jaaa aber die fliessen doch eben von minus zu plus!
 
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dein Problem ist es, das du Schaltungen verstehen willst. Du brinst dich aber immer damit durcheinander, das du mal die physikalische Sicht (negative Elektronen von Minus nach Plus) und dann mal die technische Sicht nutzt.

Benutz nur eine Sichtweise, am besten die technische. die positiven "L Teilchen" fließen von Plus nach Minus, fertig :)


dei Transitorschaltung hast du im Grunde schon verstanden. Lass den Wechselstrom erstmal weg. DIe basis wird mit einer Gleichspannung ( aus dem Spannungsteile) halboffen gehalten, es fließt ein moderator Strom durch den Transistor und die Wiederstände.

Wenn jetzt die Eingangspannung schwankt, gibts am Kollektor eine größere Schwankung. Der Wechselstromanteil wird mit den Cs ausgekoppelt und der Lautsprecher bewegt


Hoffe hab dich jetzt nicht völlig verwirrt :D
 
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Hilft zwar niemandem weiter, aber: Dass Elektronen negativ geladen sind Protonen positiv, ist reine Definitionssache. Man könnt es auch ohne Probleme umgekehrt definieren - hat man aber nicht. Vielleicht hilft Dir das dann doch weiter. Es sind einfach zwei entgegengesetzte Ladungen.


In der Elektrik hingegen ist es klar: Die Flussirchtung entscheidet, was + und was - ist. Bei Wechselstrom hingegen ist es dann wieder reine Definitionssache.
 
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Benutz nur eine Sichtweise, am besten die technische. die positiven "L Teilchen" fließen von Plus nach Minus, fertig
Ich habe dafür meine eigene Grundregel: In Elektrik und Elektronik immer von + nach -, also technische Stromrichtung.
In der Physik und Elektrochemie immer von - nach +, also physikalische Stromrichtung.

Was da fliesst ist erstmal schnurzpiepegal, ob nun Löcher, Elektronen oder gar Positronen (das gibt ne Erleuchtung "im Metall" :D).

Andere Bezugspunkte entstehen durch Widerstände in einer Schaltung die die Spannung begrenzen
Wo wir grad dabei sind:
Andere Bezugspunkte entstehen nicht zwangsweise durch Widerstände. Man kann auch mehrere Batterien in Reihe schalten oder mehrere Trafowicklungen an einem Trafo haben, die dann verschiedene (häufig sogar zu Ground negative) Spannungen anbieten.
Widerstände begrenzen auch nie Spannungen. Wenn du eine 1V Batterie hast und einen 100kOhm-Widerstand dranhälst und dann gegen den anderen Batteriepol die Spannung misst, dann sind das (bei einem idealen Messgerät) immer noch 1V. Spannung fällt erst dann am Widerstand ab, wenn ein Strom fliesst (Ohmsches Gesetz: R=U/I).
Bei Spannungsteilern macht man sich das zunutze; hier fällt an zwei oder mehr Widerständen eine Spannung ab, sodass dazwischen liegende Potenziale zugänglich werden. Das funktioniert aber auch nur, solange kein Strom an diesen Stellen abgeführt wird. Dabie gilt, dass die Spannung U an jedem Widerstand R der folgenden Formel folgt: (U1/R1 = U2/R2) Kein Wunder, es fliesst ja auch der selbe Strom.
Beispiel: zwei Widerstände, mit 1kOhm und 3kOhm in Reihe an 4V. Der 3kOhm an 4V, der 1kOhm in Reihe gegen Ground. Zwischen den beiden Widerständen misst man 1V gegen Ground, und 3V gegen 4V.

LG :)
 
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Hallo Elektriker!

Wie gesagt, die (sog. technische) "Flussrichtung des Stroms" ist genaugenommen falsch. Man hat sie halt so definiert, als man noch nicht so schlau war wie heute. Man hätte sie auch andersrum definieren können, das würde absolut keinen Unterschied machen.


Ich habe dafür meine eigene Grundregel: In Elektrik und Elektronik immer von + nach -, also technische Stromrichtung. In der Physik und Elektrochemie immer von - nach +, also physikalische Stromrichtung.

Ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit manchen elektrischen "Details" und wenn ich die beiden Zitate (s.o.) lese , muss ich mich fragen, warum man die Verwirrung, die bestimmt auch noch andere durch die falsche Definitionsgebung haben, nicht einfach dadurch beseitigt, dass man technische und physikalische Definition einheitlich macht. Das dürfte doch eigentlich kein grösseres Problem sein, oder spricht etwas grundsätzlich dagegen ?!


Gruss, Kond
 
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Ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit manchen elektrischen "Details" und wenn ich die beiden Zitate (s.o.) lese , muss ich mich fragen, warum man die Verwirrung, die bestimmt auch noch andere durch die falsche Definitionsgebung haben, nicht einfach dadurch beseitigt, dass man technische und physikalische Definition einheitlich macht. Das dürfte doch eigentlich kein grösseres Problem sein, oder spricht etwas grundsätzlich dagegen ?!

Ja und nein. Wenn man noch genauer hinschaut, ist die Definition nämlich eigentlich gar nicht so falsch. Ab hier bitte nicht weiterlesen, wenn man nicht einen noch größeren Knoten im Gehirn haben möchte ;)

Also: Es gibt positive und negative Ladungen, bzw. Teilchen, die eine positive oder negative Ladung haben können. Was man hierbei jetzt positiv nennt und was negativ, ist erstmal egal, und das ist tatsächlich Definitionssache.
Beide Ladungsarten können sich grundsätzlich bewegen. In einem Gas oder Elektrolyt z.B. bewegen sich positiv geladene Teilchen (Kationen) zum Minuspol (Kathode) und negativ geladene Teilchen (Anionen) gleichzeitig zur Anode, dem Pluspol. Solange man sich diese beiden Teilchensorten anschaut, ist die Welt noch in Ordnung, denn Teilchen bewegen sich in beide Richtungen, wohingegen die Ladung der Teilchen im mathematischen Sinne nur in eine Richtung fließt.

Denn: Sagen wie, die technische Stromrichtung sei in einem Beispiel von links nach rechts: + ---> -
Die positiv geladenen Teilchen transportieren also (positive) Ladung in genau dieser Richtung. Nennen wir die Ladung mal Q, die Anzahl der Teilchen, die pro Sekunde von links nach rechts geht, N. Dann ist der Strom I = Q * N.
Gleichzeitig wandern negativ geladene Teilchen von rechts nach links. Die Ladung dieser Teilchen ist negativ (-Q), und da die Teilchen sich genau andersrum bewegen, ist N auch negativ. I = (-Q) * (-N) = Q * N.

D. h., egal ob die Teilchen sich nach links oder rechts bewegen, die Stromrichtung ist u.U. die gleiche, da sowohl die Richtung der Bewegung als auch die Ladung eine Rolle spielen.

Als man sich mit der Elektrizität zum ersten Mal beschäftigt hat und entdeckt hat, dass da Teilchen sich bewegen, hat man zunächst hauptsächlich die Atome "gesehen", die sich da bewegen (denn die konnte man in Form von Niederschlägen auf den Elektroden nachweisen!). Und man hat sich da erstmal mit Gasen und Flüssigkeiten beschäftigt, wo sich immer beide Arten von Teilchen bewegen können. Von der Stromleitung in Metallen hat man damals noch nicht soviel verstanden, denn die Elektronen sind ja viel kleiner und waren damals einfach noch nicht nachzuweisen (ich kürze hier die Geschichte der Physik vorsätzlich ab - bitte keine Haarspaltereien deswegen...).

Vermeintlich kompliziert wird es jetzt eigentlich nur in metallischen Drähten. Dort gibt es auch positiv und negativ geladene Teilchen, aber nur die negativen (hier die Elektronen) können sich in Metallen nennenswert bewegen. D.H. Metalle ("Drähte") stellen eigentlich einen Sonderfall dar, in dem sich ausnahmsweise nur die negativ geladenen Teilchen bewegen. Die Ladungstransportrichtung ist immer noch richtig und stimmt mit der technischen Definition des Stroms überein (von + nach -). Lediglich, wenn man sich den Stromfluß jetzt als Teilchentransport vorstellen will, bereitet es einem Schwierigkeiten, dass hier alle beteiligten Teilchen wegen ihrer negativen Ladung im wahrsten Wortsinne "gegen den Strom schwimmen".

Und richtig kompliziert wird es dann in Halbleitern, wo sich auch nur Elektronen bewegen können - man sich aber im Valenzband den Trick mit den "Löchern" hat einfallen lassen (das ist sozusagen eine Stelle, wo ein Elektron fehlt - und wo eine negative Ladung fehlt, ist das das gleiche wie eine positive Ladung). Da hat man wieder positive und negative "Teilchen", wobei die positiven nur virtuell existieren.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die technische und physikalische Definition der Stromrichtung ist einheitlich. Dort, wo man sich (wie in weiten Teilen der Elektronik üblich) auf den Transport von Elektronen konzentriert, ist aber die vorherrschende Bewegungsrichtung der Teilchen andersrum.

Wenn man dieses Dilemma beseitigen wollte, dann müsste man sämtliche Definitionen, die Ladungen etc. beinhalten, ins Gegenteil verkehren: Elektronen müssten dann positiv geladen sein, Protonen negativ, alle Batterien müssten andersrum beschriftet werden, alle Netzteile, Schaltpläne dieser Welt (die es schon gibt) wären dann mit einem Schlag falsch. Um diese Verwirrung zu vermeiden, wird es wohl bleiben, wie es ist.


Vielleicht hilft es, wenn man sich die Elektronen als Lehman-Papiere vorstellt: die haben praktisch einen negativen Wert. Wenn ein Bankenrettungsfonds jetzt Lehman-Papiere übernimmt, wandern die Papiere ("Elektronen") von der Bank zum Fonds. Aber selbst, wenn der Fonds nichts für die Papiere bezahlt, fließt dadurch effektiv Geld ("Ladung") vom Fonds zur Bank ;)
 
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